Mittwoch, 18. Mai 2011

Ich bin verliebt!

Und zwar in einen Film namens Scott Pilgrim vs. the World (und zugegebenermaßen vielleicht auch ein kleines bisschen in die weibliche Hauptrolle Ramona Flowers). Egal wie wenig kommerziell dieser Film war, das kann man einfach nicht toppen.
Wie ich ja bereits rezensierte, mag der kleine Romantiker in mir schön erzählte Liebesgeschichten ganz gerne mal (so sie denn nicht zu kitschig-rosa sind). Und diese eine Geschichte von Scott Pilgrim und dem Mädchen seiner Träume (buchstäblich!) ist nicht nur schön erzählt, sondern strotzt auch vor Nerdigkeit. Da passt einfach alles, die Darsteller sind super gecasted, die Locations sind super (und originalgetreu) gewählt, der Humor ist wirklich lustig, die Anspielungen treffen und die Effekte sind der Hammer. So einen geilen Film habe ich noch nicht gesehen. Der Herr der Ringe kann noch so episch sein, Matrix noch so cool, Dark Knight noch so düster, gegen Scott Pilgrim können sie alle einpacken.
In diesem Film tut Liebe echt weh, Mann! Wahnsinn! Ramona ~♥~
A propos Liebe: Kurz bevor ich diesen Post verfasste, war ich noch kurz bei amazon und schaute eher zufällig auf die Rezensionen zu Scott Pilgrim vs. the World. Verrückterweise war gleich die erste so augenscheinlich meine eigene Meinung widerspiegelnd, dass ich sie hier nur verlinken kann: amazon-Rezension. Das fand ich schon sehr witzig, und an Zufälle glaube ich ja eh nicht.
Auf der Grundlage der Überwältigung durch den Film musste ich meine Sammlung um dieses Highlight (und das ist echt noch untertrieben) ergänzen, und da ich ja keine halben Sachen mache, kamen sowohl der erstklassige Soundtrack, von dem einige Stücke echt im Ohr bleiben, sowie die Original-Comics (natürlich in der englischen Sprachfassung) gleich mit dazu:
Ein paar der Extras der Blu-ray habe ich mir schon angeschaut, wie z.B. das alternative Ende (und ich finde das im Film befindliche besser), den Film werde ich Freitag Abend wohl nochmal sehen, wenn Hannes vorbeikommt. Ich freu mich schon!

Dienstag, 17. Mai 2011

Verfall der Werte

Als ich Samstag in die Stadt fuhr, um für das Brüderchen meiner Patentochter eine Kleinigkeit zum Geburtstag zu organisieren, blieb ein S-Bahnhofbesuch an der Elbgaustraße nicht aus. Generell laufen dort oft viele Gestalten rum, die der ein oder andere mit eher unschönen Titeln bezeichnen würde.
An dem besagten Samstag allerdings schoss ein Mädel über die Skala des schlechten Geschmacks noch hinaus. Folgende Situation (grobe Darstellung): Eine Gruppe von drei, vier Typen, maximal volljährig steht bzw. sitzt miteinander redend rechts von mir. Leute kommen auf den Bahnsteig, warten auf die Bahn. Dann folgt eine kleine Gruppe von Mädchen (ebenso kaum volljährig meiner Beurteilung nach), die an den Typen vorbeigeht. Eines der Mädchen scheint mindestens einen der Typen zu kennen, es kommt zu - nennen wir es mal sehr euphemistisch - Small Talk. Sie fragt, was er so macht, er antwortet in etwa mit "Chillen". Ohne dass sie gefragt wurde, ruft sie zurück, nachdem sie schon ein Stück an ihm vorbeigegangen ist, "Ich geh trinken!" Nicken und mehr oder weniger Gemurmel von seiner Seite.

...

Sind die echt schon so übel drauf, dass sie sich nicht einmal mehr bemühen, das ganze wenigstens als Party zu verkaufen? Oder gehen die wirklich nur noch irgendwo hin, um sich volllaufen zu lassen und nicht, um in erster Linie die Gesellschaft ihrer (fragwürdigen) Freunde zu genießen? Meine Fresse, ich gestehe, ich war ein wenig erschüttert. So kann das nichts werden mit der Zukunft der Menschheit.

Als kleiner Lichtblick machte ich dafür dann später bei C&A eine merkwürdige, aber nicht uninteressante Erfahrung. Während ich so die teilweise echt ziemlich coolen Kinderklamotten in Zwergengröße durchstöberte (unter anderem ein paar echt starke, aber leider zu große Shirts mit Spider-Man oder Spongebob) und auch schließlich bei einer, meiner Meinung nach, recht schnieken Komination fündig wurde, stellte ich fest, dass die Suche nach einem passenden Outfit für den kleinen Mann auf eine seltsame Art und Weise Spaß brachte. Ich kann mir das Gefühl nicht so ganz erklären, aber es war irgendwie ganz witzig und vor allem ein angenehmes Gegengewicht zu der psychischen Erschütterung am Bahnhof vorher.

Sonntag, 15. Mai 2011

Woot!

Scheiße! Verdammt! Ist das abgefahren!
Ungefähr das war spätestens alle fünf Minuten meine Reaktion auf den Genuss des Films Scott Pilgrim vs. The World zusammen mit Markus und Bonscho. Völlig überdreht, total bekloppt, nur schräg und unrealistisch - Was für ein saugeiler Streifen! Ich bin ja generell ein Freund von fantastischem Material, das mit der Welt, wie sie sich darstellt, eher wenig zu tun hat, von daher beste Vorraussetzungen. Wenn das ganze dann noch mit einer witzig interpretierten Liebesgeschichte garniert wird, ist auch der kleine (aber den meisten eher unbekannte) Romantiker in mir happy.
Und der Film befriedigt gleich alle Bedürfnisse auf mal: Total verrückte Actionsequenzen im Stil von Beat 'em Ups, generell immer wieder eingestreute Zitate (und Soundtracks oder Soundeffekte) aus Games, coole Musik, passende Gags und dann eben auch noch ein echt schniekes Mädel. Uneingeschränkte Empfehlung; wer den Film nicht mag, kann nur völlig verstumpft, frigide oder einfach nur doof sein und hinter dem Mond leben (erst recht als Gamer).

Übrigens ist die Musik zum Ende des Trailers (siehe Link) die gleiche wie im Duke Nukem Forever-Trailer, nämlich Invaders must die von The Prodigy, ein sehr fetziger Track.

Ich will auch eine Ramona ~♥~

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die guten alten Zeiten

Heute war ein Flyer in der Post, der auf eine gewisse Weise eine wunderbare Reminiszenz an frühere Zeiten darstellt. Das Flugblatt wirbt mit Arbeitsplätzen - bei DHL als Katalog- oder (jetzt kommt's!) Paketzusteller. Der eine oder andere wird also verstehen, warum mir das ein kleines Lächeln aufs Gesicht zauberte - und dabei rede ich nicht von der wahrscheinlich völlig unzureichenden Bezahlung.

Dienstag, 3. Mai 2011

New Tools (2)

So, erstmal zum Einstimmen was aus dem RE: Afterlife OST

Heute kam mal wieder eine nette Lieferung an. Genauer gesagt, kam sie schon gestern, nur war ich natürlich auf der Arbeit und konnte das Paket nicht in Empfang nehmen. Nachbarn waren scheinbar auch nicht da und so wurde die Zustellung heute wiederholt, allerdings zu meiner Arbeitsstelle, da ich sicherstellen wollte, das Paket heute auch zu bekommen. Das zog wiederum den Nachteil nach sich, den Karton durch die Stadt nach Hause manövrieren zu müssen. Das war schon eine kleine Odyssee für sich, da der Karton größer als erwartet war und dadurch an Handlichkeit vermissen ließ. Dennoch ist er sicher und unbeschadet zu Hause angekommen und ich konnte ihm die zwei zuvor gezeigten, kleineren Kartons entnehmen.

Die beiden Kartons wiederum waren Transportmittel für diese zwei Alukoffer:

Kenner wissen eventuell sogar schon, worum es gehen könnte, alle anderen dürfen sich aber auch gerne an den folgenden Bildern erfreuen. Ich tue es auf jeden Fall.











Wie die Aufschrift des linken Koffers schon richtig vermuten lässt, befinden sich tatsächlich Nachbildungen von den berühmt-berüchtigten Waffen, nämlich der Plasma Cutter aus Dead Space und Dead Space 2 in den Koffern.

Die beiden Geräte machen echt Eindruck in den Koffern, auch wenn sie (leider) nicht funktionsfähig sind.


Wider Erwarten bestehen die beiden Plasma Cutter auch nicht komplett aus Kunststoff, am vorderen Teil sind jeweils Metallteile verarbeitet worden. Das verleiht den beiden Geräten zum einen ein höheres Gewicht, was nicht unbedingt unangenehm ist, aber auch eine gewisse Kopflastigkeit, die sich gerade beim Plasma Cutter des ersten Dead Space-Teils bemerkbar macht.

Interessante Details: Beim Plasma Cutter des ersten Teils lässt sich die Antenne (unten) aus der Halterung lösen.


Der Cutter aus dem zweiten Spiel bietet eine zusätzliche Taschenlampe (die allerdings auch extra Batterien benötigt), sowie das besonders coole Feature, die Schneideinheit um 90° drehen zu können (nur manuell, aber immerhin). Auch die gewinkelten Bleche oben und unten an der Schneideinheit lassen sich per Hand bewegen.



Beide Geräte liegen ganz gut in der Hand, nur die schon erwähnte Kopflastigkeit wird längeres Tragen wohl erschweren, aber Coolness hat schließlich auch ihren Preis.






Was beiden Plasma Cuttern gemein ist, ist die LED-Funktion. In beide Geräte lassen sich zwei handelsübliche 1,5 V Batterien einsetzen (plus drei schmale für die Taschenlampe), die auf Drücken des Abzugs das typische Drei-Punkte-Leuchten erzeugen. Zwar, anders als in den Spielen (da ist es eher ein kaltes blau), in grün, aber man will ja nicht wählerisch sein. Im Bild ist es oben links über meinem Fernseher deutlich an der Wand erkennbar.




Abschließend bleibt mir nur noch, mich über zwei schöne neue Stücke für meine Sammlung zu freuen, die sich allein schon durch die Koffer sehr cool machen im Memorabileum.

New Tools















More later...

Freitag, 29. April 2011

Rundumschlag

Mein letzter Post liegt ja aufgrund von Abwesenheit, Zeit- und Motivationsmangel schon eine kleine Weile zurück, deswegen wird dieser hier wohl etwas länger, um mal ein paar Sachen wieder an meine werte Leserschaft zu bringen. Um die Chronologie werde ich mich dabei mal eher weniger scheren, das läuft eher rückwärts.

Wie der ein oder andere schon weiß, war ich am Osterwochenende in der tschechischen Hauptstadt (Prag für die Nichtwisser). Die Gelegenheit ergab sich über einen Arbeitskollegen, dessen Frau im Akkordeon Soundorchester Walsrode (ASW) spielt. Dieses Orchester hatte die Fahrt nämlich geplant und es waren noch Mitfahrerplätze frei.
Da ich vorher noch nicht in Prag gewesen bin, nahm ich das Angebot an und so ging's Gründonnerstag los mit einer rund neunstündigen Bustour. Die Nacht davor hatte mein Arbeitskollege mich bei sich einquartiert, was unter anderem die Gelegenheit bot, sich durch seine (leckeren) Whiskyvorräte zu probieren. Dem Bustrip war der vorabendliche Genuss zwar nicht sehr zuträglich, aber ich überstand die Fahrt glücklicherweise ohne Zwischenfälle.
Am Abend spielte das Orchester dann im Restaurant U Fleku (soll relativ bekannt sein). Interessanterweise hatte jemand vom Restaurant einen Zettel mit der Aufschrift "Reserve" an der Tür zum Saal angebracht, was leider zusätzliche Gäste in der Menge vom Besuch abhielt.
Nichtsdestotrotz war die Show klasse, für mich war es ja die allererste dieser Art. Ein ganz eigenes Erlebnis, Stücke aus James Bond oder Fluch der Karibik auf Akkordeons gespielt zu hören, genauso wie What a feeling von Irene Cara oder Music von John Miles. Auf jeden Fall mal was ganz anderes und definitiv weit cooler, als alles was man sonst so vom "Schifferklavier" kennt. Alleine schon die Lautstärke der versammelten Mannschaft (plus Schlagzeug übrigens, was noch einen dicken Bonuspunkt gibt), war eine Überraschung.
Am nächsten Tag gab's eine kleine Stadtführung mit einer sehr reizenden Dame. Sie zeigte uns die Burganlagen, in denen der Präsident arbeitet, die Kathedrale um die Ecke und und und. Ganz nette Sache und ein paar Photos habe ich auch gemacht, zeige ich gerne mal beim nächsten Besuch.

Blöderweise scheine ich mir schon in Prag eine dickere Erkältung aufgesackt zu haben, was sich durch leicht geschwollene Mandeln am Montag ankündigte. Es wurde dann noch ein wenig heftiger, sodass ich dann Donnerstag und Freitag krankgeschrieben bin.

Wenigstens konnte ich die ungeplant freie Zeit einigermaßen sinnvoll nutzen und bei meinen schwedischen Freunden neue Sitzgelegenheiten erwerben. Bei der nächsten Party muss dann hoffentlich keiner mehr auf dem Boden sitzen. Der Versuch, die Stühle einigermaßen vernünftig in meiner Kammer unterzubringen, endete in einem kleinen Umbau derselben. Die Kleiderstange ist nun ein wenig nach oben gerutscht, der Staubsauger steht vorerst im Memorabileum und ein paar Zipperjacken sind im Kleiderschrank verschwunden. Dafür stehen nun meine sechs neuen Stühle (diesmal keine sieben) samt Stuhlkissen in der Kammer und werden wohl bei dem bald anstehenden Pokerabend ihren ersten Einsatz erfahren.

Einen winzigen Umbau gab's auch im Wohnzimmer. Nachdem ich schon genervt war, dass Windows den Bildschirmschoner nur auf dem kleinen, ausgeschalteten (!) Monitor darstellte, hatte ich vor kurzem sprichwörtlich den Stecker gezogen. Nun habe ich den Monitor gänzlich entfernt und den Drucker ob des einfacheren Handlings wieder auf seinen ursprünglichen Platz verfrachtet. Der frei gewordene Platz im Schrank unter dem Fernseher wird zum einen neue Ablage für Maus und Tastatur und zum anderen Stauraum für Wii-Zubehör werden.

Ich bin auch immer noch nicht dazu gekommen, den neuen Mass Effect 2-DLC Arrival zu spielen, vielleicht werde ich das heute Abend nachholen, mal sehen.

In der letzten Zeit habe ich mir mal wieder ein paar Filme gegönnt, unter anderem fallen mir spontan Shutter Island, Splice oder Wen die Geister lieben ein.
Shutter Island fand ich sehr gut, herrschte eine klasse Atmosphäre den ganzen Film über und das überraschende Ende war auch sehr interessant umgesetzt. Ist auf jeden Fall auf der Liste, im Gegensatz zu Splice, leider.
Ich hatte mir den Film anders vorgestellt, mir mehr davon versprochen. Sicher, es ist kein schlechter Film, und die Effekte sind gar nicht mal schlecht, gerade was Dren angeht, aber im Endeffekt war es mir persönlich dann doch zu viel Drama und zu wenig Aktion auf dem Bildschirm.
Wen die Geister lieben wiederum fand ich recht ansprechend, nicht nur wegen Tea Leoni. Wegen eines Herzstillstands während einer Narkose bei einer Darmspiegelung kann ein misanthroper Zahnarzt plötzlich die Geister verstorbener New Yorker sehen und mit ihnen sprechen. Über diesen Zustand mehr als unbegeistert, versucht er ständig, diesen aus dem Weg zu gehen, mit eher mäßigem Erfolg. Besonders ein Geist, dessen verwitwete Ehefrau im selben Haus wie der Zahnarzt wohnt, verfolgt den Doc hartnäckig, um seine Hilfe zu bekommen bei einer unerledigten Aufgabe. Alles in allem ein sehr netter Film, auch wenn es eine romantische Komödie und damit eher untypisch in meiner Sammlung ist. Aber eine gut sortierte Bibliothek zeichnet sich ja auch durch Vielfalt aus, nicht wahr!?

A propos: Meine Machete-Blu-ray ist jetzt da, Männerabend oder was?

Aktueller Ohrwurm: Stone Sour mit Threadbare