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Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ready Player One

I just finished reading this absolutely great book and I am still pretty much excited about it. As I read the original, English version, I figured I might as well keep this entry in the same language due to respect and for the fun of it.
First of all, I totally am in love with this book. In a way, now that I finished it, the feeling I have is quite similar to what I felt after having watched Scott Pilgrim vs. The World for the first time (and it still feels great watching it again). Actually, a few things even reminded me of that movie, which is probably not intentionally the case, but just my own interpretation. Still, this is a written declaration of love to the true geeks and nerds (and also to 80's pop culture, of course) amongst us, to whom I consider myself being a part of, at least to some extent. Even though I did not get all the references to movies, music or even games, I had a great time reading the book and there were still quite a lot of things I did know about or had at least heard of.
Ready Player One could be seen as a game that became a written story. There is the greater main quest, finding the Easter egg, but there are also sub-quests (like a love story - every good tale needs a little emotion, isn't it?) who often distract the hero from his hunt and thus delay his progress. Most of the story takes place in a virtual surrounding, called the OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) which is described as some kind of evolution of today's MMO's, with the difference that everybody is able to be in the same game at the same time, not spread on different servers. The OASIS features a vast universe with thousands of planets to explore and even games built on them as three-dimensional versions to be played with yourself as the hero. People are being represented as customizable avatars that can, like in a role-playing-game, rise in level, becoming stronger and better to be able to fight other avatars or participate in quests.
Over the course of events, the story that emerges achieves the task of getting better and better, up to the ultimate climactic final battle, the figurative last stand of good versus evil. Honestly, I was on the edge of my seat through the last pages. I really hoped that everything would turn out well in the end and the heroes would win. Actually, I guess you might be able to break down the story arc into quite typical units and even find most of the "Hero's Journey" elements, but it is the way in which they are presented that makes Ready Player One such a wonderful book.

There is also a very nice passage about perspective, that I'd like to quote:
"Whenever I saw the sun, I reminded myself that I was looking at a star. One of over a hundred billion stars in our galaxy. A galaxy that was just one of billions of other galaxies in the observable universe. This helped me keep things in perspective."
That's just really neatly put, now, isn't it?

Freitag, 11. Mai 2012

Wer will nochmal, wer hat noch nicht?

Gestern Abend ging die nächste Runde bei eBay los. Ich hatte ja noch ein paar Artikel von der letzten Aktion über, die nicht verkauft worden waren und habe dann noch mal wieder etwas aussortiert. Jetzt sind also wieder insgesamt 53 Auktionen gestartet, von denen sogar die ersten sechs schon beboten wurden. Mal schauen, was diesmal so überbleibt.

Montag, 24. Oktober 2011

Die richtige Technik

Da dachte ich doch, ich hätte schon ein Bild gepostet... Tja, ich werde wohl alt!
Wie dem auch sei, nun also die Nachlieferung meiner bescheidenen Origami-Ergebnisse bisher. Hinten der klassische Kranich und vorne eben der X-Wing. Ich habe beide Anleitungen noch, wer möchte, darf sich also gerne daran versuchen.
Zu diesem Zweck habe ich mir auch den Hunderterpack Origamipapier eingepackt, neben dem erst gestern erworbenen, erwähnten (und hier rechts abgebildeten) Buch mit den Götzenbildnissen.
Der X-Wing erfordert tatsächlich ein wenig mehr Fingerspitzengefühl als der Kranich und dauert vor allem wesentlich länger, was hauptsächlich in der hohen Anzahl der Faltungen begründet ist. Aber obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, sieht er dem Original doch zumindest entfernt ähnlich.

Mittwoch, 14. September 2011

Der Köder

Ein Autorenduo aus Mutter und Tochter veröffentlichten unter dem Pseudonym "P. J. Tracy" diesen Thriller, welches der zweite Teil einer Reihe um die Detectives Magozzi und Rolseth in Minnesota ist.
Ich konnte das Buch vor dem Mülleimer retten, in den ein Arbeitskollege es geworfen hätte, hätte er keinen Abnehmer gefunden. Er hatte es gelesen, fand es auch nicht ausgesprochen schlecht, scheint aber keinen tieferen Sinn in der Aufbewahrung davon zu sehen. Auch die vorhandenen Eselsohren (die mir in der Seele weh taten), lassen auf keine größere Affinität zum Medium Buch schließen. Kann ja aber auch nicht jeder von Haus aus eine ähnlich hohe Wertschätzung Büchern gegenüber besitzen, wie ich sie an den Tag lege. Nun habe ich es Samstag Nacht beendet und konnte mir eine Meinung darüber bilden.
Zum Inhalt des Buches selbst: Es liest sich recht flott und flüssig, man merkt dem Stil aber eine gewisse weibliche Note an. Zuallererst finden sich viel zu viele romantische Bemerkungen und Szenen, die auch auf eine mögliche (weibliche) Zielgruppe schließen lassen könnten. Darüber hinaus scheint es eine ziemliche Fixierung auf dunkelhäutige und / oder beleibtere Charaktere zu geben, die immer wieder als Ideal beschrieben werden. Mir persönlich war das an der einen oder anderen Stelle tatsächlich zu viel des Guten.
Die Geschichte ist einigermaßen interessant, wirkt aber insgesamt relativ unrealistisch und das Thema der Morde, das sich im Verlauf herausstellt, hat mich eher genervt. Das ist aber sicher eine Frage der Perspektive, ich habe für meinen Teil einfach schon zu viel darüber hören, lesen, sehen müssen.
Wer also Thriller mag, laut Klappentext im Stile von Patricia Cornwall, der kann wohl recht bedenkenlos zugreifen. Mir fehlte ein wenig Action und vor allem der Thrill - und das sagt über einen als solchen beworbenen Thriller wohl alles, was gesagt werden muss. Eine nette Unterhaltung, aber man muss es nicht kennen.

Sonntag, 4. September 2011

Konnichiwa, yuujin!

Mit anderen Worten: Hallo, Freunde!
Heute hatte ich dankbarerweise einen freien Tag und konnte erstmalig richtig ausschlafen. Vor zwei bin ich dann auch tatsächlich nicht aus dem Bett gekrochen gekommen. Hat auch ziemlich gut getan, mal ein wenig Schlaf nachzuholen. Die nächste Woche wird ja wieder anstrengender mit sechs Tagen á mindestens neun, zehn Stunden Arbeit. Aber das Geld verdient sich ja eben nicht alleine und ich will ja auch irgendwann mal wieder nach Hause kommen können.
In der Stadt bin ich dann auch nur relativ kurz gewesen, zum Einen, weil ich ja auch wieder zurückfinden wollte, zum Anderen, weil ich bisher auch noch nicht allzu viel gesehen hatte und es wohl in der unmittelbaren Nähe auch nicht unbedingt viel Sehenswertes gibt. Dennoch ist es aufgrund der Fremdartigkeit sicherlich schon interessant bis abenteuerlich. Das fängt beim Linksverkehr schon an, an den man sich als Rechtsfahrer wohl nie ganz gewöhnen wird können.
Ein Glück haben wir aber unsere Fahrer, sodass wir das auch nur bedingt müssen in diesem Fall. Beim Überqueren einer Straße kostet es aber immer wieder einen kleinen Moment der Überlegung, von welcher Seite die Autos denn jetzt zuerst kommen könnten.
Zum Glück gibt es an größeren Straßen aber Ampeln, das macht die Sache etwas einfacher. Hier gibt es auch die diagonalen Zebrastreifen, die einem eine zweite Wartephase an einer Ampel ersparen. Nette Idee eigentlich, wenn man es mal bedenkt. Witzig ist auch die Tatsache, dass Fußgängerampeln immer eine Melodie von sich geben, wenn sie auf grün schalten. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen, aber das hat was.
Die generelle Platzarmut in Japan führt auch zu manch für Ausländer ungewohnten Anblicken. Stromleitungen verlaufen rein oberirdisch und so findet man Strommasten zuhauf und an jeder Ecke. Straßen besitzen auch nur eine Mindestbreite, Fußgängerwege gibt es nur an belebteren Straßen. Daher stehen so manches Mal Strommasten halb in der Straße und auch Fußgänger belegen Platz am Fahrbahnrand. Da es in Japan aber grundsätzlich weitaus höflicher zugeht als bei uns daheim und die Autofahrer natürlich auch um diese Dinge wissen, gibt es dadurch keinerlei Probleme. Wenn der Fall eintritt, dass sich zwei Autos an einer Engstelle begegnen, wartet eben ein Autofahrer, solange, bis der andere vorbeigefahren ist. Und das Ganze geht ohne Gehupe und Gemecker vonstatten, unglaublich!
Eine weitere Besonderheit ist die vorherrschende Sauberkeit in Japan. Nirgendwo liegt Müll an der Erde, Kaugummis sind ziemlich verpönt (werden aber verkauft) und eine strikte Mülltrennung ist an der Tagesordnung.
Wie schon gesagt, sind in Japan die Leute unglaublich freundlich und bedanken sich meist beim Hereinkommen schon für den Besuch. Man hat zwar selten das Gefühl, verstanden zu werden, so wie ich selbst auch kein Japanisch verstehe, aber dennoch ist immer das Bemühen zu spüren, einem zu helfen. Trotz dessen wird in Japan keinerlei Trinkgeld akzeptiert, im Gegenteil, man würde die Leute beleidigen damit. Schwer vorstellbar aus unserer Perspektive, aber Tatsache.
Klar, steht doch da
Der Umrechnungsfaktor zwischen Euro und Yen beträgt in etwa 1:110. Dadurch sehen die eh schon recht üppigen Preise hier noch größer aus und gehen schnell in die Tausende.
Die 1 Yen Stücke (im Bild links) sind aus Aluminium und machen eher den Eindruck von Spielgeld als den einer ernst zu nehmenden Währung.
Das rechte Bild zeigt übrigens einen Rabattcoupon, den wir am Samstagmittag beim Essen bekommen haben. Mit diesem Abschnitt gibt es bei der nächsten Bestellung ab 600 Yen einen Rabatt von 100 Yen. Nicht schlecht, da werden wir wohl öfter essen gehen.
Als ich in dem Supermarkt war, habe ich auch ein paar Kleinigkeiten mitgenommen. Zuallererst etwas zu essen, ein paar Sandwiches und ein Topf Nudeln, sowie etwas, das aussieht wie eine Zitronenrolle. Nicht im Bild eine Flasche, die aussieht wie ein Eistee (es aber nicht ist, wie ich feststellte). Schmeckt eher wie verdünnter, kalter Kaffee, hat aber eigentlich überhaupt nur wenig Geschmack. Na ja, nächstes Mal probiere ich dann was anderes. Dafür waren die Nudeln lecker, die Sandwiches und die Zitronenrolle muss ich noch testen. Ein Glück habe ich einen Kühlschrank in meinem Hotelzimmer. So kann ich wenigstens ein paar Sachen kühl halten, auch wenn mein mitgebrachter Vorrat an Kinder Riegeln schon seinem Ende entgegen sieht.
Mitgebracht habe ich mir dieses Mal auch ein paar Bücher, die ich hoffentlich zum größten Teil gelesen wieder mit nach Hause nehmen werde. Das umfasst hauptsächlich meine Bücher von William Gibson, die ich noch nicht gelesen habe, sowie ein aktuelleres Buch (Halbgeist von Adam-Troy Castro), von dem ich schon berichtet habe und mitteilen wollte, ob es den Erwartungen gerecht werden kann. Eventuell kann ich diese offene Frage zum Ende meines Aufenthalts beantworten. Wir werden sehen. Das erste Buch, Der Köder von P.J. Tracy, mit dem ich auch schon begonnen habe, kommt von einem Arbeitskollegen, der es ansonsten hatte entsorgen wollen. Liest sich bis jetzt ganz nett, wird aber sich kein Favorit werden.
Eine andere Sache wird sicher auch nicht mein Favorit: Die Toilette besitzt eine eingebaute Waschfunktion, wahlweise als "Spray" oder "Bidet" mit regulierbarem Wasserdruck einstellbar. Die Anleitung dafür ist immerhin zweisprachig, getestet habe ich es aber noch nicht. Vielleicht hole ich das noch nach und teile meine Erfahrungen dann mit euch. Ich verspreche auch, keine Photos davon zu machen.


Zum Abschluss gibt es noch ein paar Bilder aus meinem Hotelzimmer und vom Fahrstuhlbedienfeld.
Bitte treffen Sie Ihre Wahl
Ein großzügiger Schrank














Teeservice & Kühlschrank
Eingang zum Badezimmer














Dusche & Waschbecken
Alles da, was man braucht














Schlaf- & Wohnbereich

Montag, 27. Juni 2011

Home again

Nun bin ich schon wieder ein paar Tage zu hause und die "Aufräumarbeiten" werden auch langsam weniger. Meinen Koffer auszupacken gestaltete sich dabei noch recht einfach, denn ich hatte am Abreisetag noch einmal meine restliche Schmutzwäsche reinigen lassen. So konnte ich fast meine gesamte Kleidung aus dem Koffer direkt wieder in den Schrank räumen, sehr angenehm.
Auch sehr angenehm ist ganz allgemein die Tatsache, dass die Luft hier in Hamburg doch mehr nach Luft riecht als in China. Und man hört hier Vögel zwitschern und nicht dauernd Lärm von den zig Baustellen oder den nervtötend hupenden Autos und Rollern. Ganz zu schweigen davon, dass man hier wieder ungestört und ungeblockt ins Internet kommt. So konnte ich dann schon ein paar Photos in ältere Blogposts pflanzen, ein neuerlicher Besuch kann sich also lohnen. Ich hoffe mal, dass ich noch ein oder zwei andere Bilder, wie zum Beispiels aus Shanghai, von Kollegen auftreiben kann.
Auf meinem Wohnzimmertisch hatte sich während meiner Abwesenheit doch so einiges an Post gestapelt, die durchzugehen natürlich sehr spannend war (zumindest bei den Paketen). Auch heute konnte ich wieder einen kleinen Schwung Sendungen bei meiner Postfiliale abholen.
Interessanterweise fand sich darunter auch die erste Bestellung von Duke Nukem Forever. Ein Glück kann ich die zurücksenden, sonst wäre ich schon ein wenig ungehalten. Das Spiel ist auch schon installiert und wartet nur darauf, von mir gezockt zu werden und ich bin ehrlich gesagt, auch ziemlich scharf darauf. Endlich wieder mit dem Duke Schweine wegtreten, yeeehaw!
Unter den verschiedenen Paketen fanden sich auch wieder ein paar sehr schöne Schätze, zum Beispiel eine 30 cm Jill Valentine Figur aus Resident Evil 5, komplett mit Mantel und Maske. Sehr schön gearbeitetes Sammlerstück, auch die beiliegende Waffensammlung kann sich sehen lassen.
Darüberhinaus gab es ein paar neue Resident Evil- sowie Silent Hill-Soundtracks, ein paar Handschuhe mit NERV-Logo aus Neon Genesis Evangelion, ein paar neue Comics, Bücher (zum Beispiel zu Mass Effect, Dragon Age, Dead Space, sowie die Unnützes Wissen-Bücher und eine Sammlung von SMSvongesternNacht.de), irre neue Eiswürfelformen (Gehirne, Haifischflossen, ein Triceratops Skelett, Schokotäfelchen und Patronen) und natürlich die schon früher erwähnten Mass Effect 2-Soundtracks.
Meine Lieferung von The Legend of Zelda - Ocarina of Time 3D ist entweder noch bei der Post und konnte heute morgen nicht gefunden werden, oder sie ist hier irgendwo bei den Nachbarn gelandet, ohne dass ich eine Karte in der Post hatte. Die zu der Vorbestellung gehörige Tasche soll nämlich auch schon ausgeliefert worden sein. Da werde ich mal rumfragen müssen.
Das neueste Update für meinen 3DS konnte ich dann auch endlich durchführen und damit neue Funktionen nutzen. Schöne Sache, nun ist der eShop funktionabel (es gab sogar ein Spiel gratis), der Browser ist nutzbar und ich kann meine Daten (und Downloads) vom DSi auf den 3DS übertragen. Letzteres bedarf noch eines Praxistests, aber ich bin zuversichtlich.
Und die Money Cat winkt auch schon fröhlich vor sich hin, also alles im grünen Bereich.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Im Osten was Neues

Da Bloggen von hier aus leider nicht ganz so einfach ist wie zuhause (blogger.com ist aus China nicht erreichbar, nur über den Proxyserver unserer Firma kann ich die Seite erreichen), gibt's nun mal wieder ein größeres Update.

Mittlerweile habe ich wenigstens ein paar neue Photos in Taicang geschossen, sodass ich zumindest ein klein wenig was zeigen kann, wenn ich wieder daheim bin. Nur die Bilder aus Shanghai sind leider verloren. Nun ja, es war ja eh ganz schön neblig.

Seit dem letzten Update aus China ist wieder die ein oder andere Sache passiert, die ich zur allgemeinen Erheiterung oder auch einfach nur der (belanglosen) Information halber für postwürdig erachte.

Um ein schönes Beispiel für letzteres zu bringen: Ich habe während meines Aufenthalts in China angefangen, Wario - Master of Disguise auf dem 3DS zu spielen (natürlich nur in 2D, weil das Spiel ein DS- und kein 3DS-Spiel ist). Nachdem ich an einem Abend aufgrund meiner überwältigenden Müdigkeit an einer Stelle keine Möglichkeit sah, voranzukommen, fiel es mir beim nächsten Anspielen wie Schuppen von den Augen. Manchmal hilft ein wenig Schlaf tatsächlich. Nun bin ich schon vor dem letzten Level, gehe aber die vorigen noch einmal durch, um auch alle Schätze einzusammeln (mit weniger als 100% gebe ich mich ja nicht zufrieden). Vielleicht schaffe ich noch ein paar Level vor meiner Heimkehr beziehungsweise auf dem Heimflug.

Am Dienstag hatte ein Arbeitskollege Geburtstag (er wurde 29) und das musste natürlich auch gefeiert werden. Mal vom Alkoholgenuss am Abend abgesehen, war insbesondere die Aktion unserer Dolmetscherin ziemlich abgefahren. Nachdem der Kollege ihr erzählt hatte, dass einer seiner zwei Hasen, die er sich mit seiner Freundin hält, vor einer Weile gestorben war, hatte sie die geniale Idee, für einen zumindest temporären Ersatz zu sorgen. Und so stand plötzlich in unserem Container ein grüner Hasenkäfig samt Bewohner. Irgendwann fand der Kollege auch einen passenden Namen für den Vierbeiner - Rantanplan.
Gegen Mittag gab es dann auch noch Kuchen, wobei der Hase sich mit einem rein optischen Genuss zufrieden geben musste.

Ebenfalls am Dienstag fand in Hamburg ja das Linkin Park-Konzert statt, dem ich gerne beigewohnt hätte. Aus Erzählungen weiß ich, dass es mal wieder sehr viel Spaß gemacht hat, selbst wenn die Songauswahl praktisch mit der aus dem letzten Jahr übereinstimmt, was mich persönlich kein Stück gestört hätte. Insofern ist es wenigstens ein schwacher Trost, dass mein Ticket für immerhin noch den halben Originalpreis verkauft wurde. Besser als nichts.

Unsere Maschine läuft seit Anfang der Woche auch schon ein bisschen, wobei immer wieder kleinere und größere Probleme aufhalten und einen konstanten Lauf verhindern. Aber es kommt schon Papier auf die Paletten und wir waren schon kurz bei der Hälfte der Maximalgeschwindigkeit. Es geht also voran!

Nachdem meine Wunschliste bei amazon doch noch die 200 Artikel überschritten hatte, entschloss ich mich zu einem radikalen Schritt. Ich ging die gesamte Liste durch und legte alle Artikel in den Einkaufswagen, die mit einem maximalen Preis von 10,99 € ausgezeichnet waren. Da kamen schon recht ein paar Artikel bei zusammen, allzumal auch zwei oder drei dazukamen, die gar nicht auf meiner Wunschliste standen. Nun ist der aktuelle Stand weit unter 200 Artikeln, wenn auch noch über 150.
Im selben Zug entdeckte ich auch, dass zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele, nämlich Mass Effect 2, neue Soundtracks aus DLC's veröffentlicht wurden. Darauf hatte ich schon länger gehofft, aber nicht wirklich mit einer Veröffentlichung gerechnet. Der Nachteil bei der Sache: Während für den ersten Teil noch eine CD gepresst wurde, erscheinen sämtliche Soundtracks zu Mass Effect 2 ausschließlich in digitaler Form. Mir als haptisch veranlagtem Typen widerstreben reine Downloadangebote ohne physische Datenträger, die sich auch immer schön im Regal machen (und vor allem bei einem eventuellen Festplattencrash immer noch verfügbar sind), zwar immer wieder, aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, muss es eben so gehen. Was mich noch etwas zögern lässt und mir auch sehr ungünstig erscheint, ist die Tatsache, dass bei amazon gekaufte MP3's nur ein einziges Mal heruntergeladen werden können. Wenn man dann nicht direkt ein Backup anlegt, ist im schlimmsten Fall alles weg. Da werde ich nochmal bei anderen Musikdownloadanbietern stöbern und die entsprechenden Geschäftsbedingungen mir anschauen.

Zum Abschluss noch eine Kleinigkeit aus dem Kabinett der Merkwürdigkeiten. Man hört ja des öfteren Gerüchte, dass in China neben Enten, Schweinen und Rindern auch Hunde und Ratten gegessen werden sollen. Letzteres kann ich nicht persönlich bestätigen (zumindest hoffe ich, dass wir auch immer das bekommen haben, was in der Karte stand), wohl aber, dass die Leute hier generell so ziemlich alle Teile von Speisetieren verwerten. Neben eher bekannten Dingen wie Innereien finden sich auf der ein oder anderen Speisekarte auch Köstlichkeiten wie Schweinhufe, Entenköpfe oder Hühnerbeine. Kann man mögen, muss man aber nicht. Ich halte das nach dem Motto, man muss nicht immer alles probieren.
Ganz besonders interessant war dann ein Eintrag bei einem ganz kleinen Lokal mit dem Namen Shaxian Delicacies. Mal von der Tatsache abgesehen, dass das Pärchen, welches den Laden führt, kein einziges Wort englisch spricht und das Logo des Lokals aussieht wie die kommunistische Version von Pacman, tut sich die Speisekarte durch etwas hervor, das unsere Dolmetscherin mit "Strengthening sex soup" übersetzte. Bisher hat sich noch kein Freiwilliger zum Test gefunden, ich nehme an, dabei wird es wohl auch bleiben.

Samstag, 14. August 2010

Neues im Regal

Eigentlich ist heute ein unaufregender, weil recht ereignisloser Tag (mal davon abgesehen, dass Franzi mich verhöhnt). Immerhin habe ich ein paar Neuerwerbungen zum Kommunizieren. Also dann.

Neben unglaublichen 16 Paar neuen Socken (na, wer kommt auf die Quersumme? (ist mir übrigens tatsächlich erst jetzt selbst aufgefallen)) gab's heute auch neues Hirnfutter.
Zum einen in Form eines großartigen Kunstlederbandes mit den gesammelten Geschichten von Garg, der per Post reinkam, obwohl auf der Seite von ASP steht, dass er erst Montag erscheinen soll, zum anderen war ich mal wieder bei Thalia (nach dem Sockenkauf, immer noch keinen Gürtelmacher gefunden). Da haben mich zwei ganz unterschiedliche Bücher angesprochen: Da wäre als erstes Hier ist Spaß gratiniert von Bastian Sick (saugeiler Nachname im übrigen, aber das nur nebenbei), das die Zwiebelfisch-Kolumnen in im echten Leben eingefangenen Bildern zum Inhalt hat. Von ihm stammen auch die Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod-Bücher, deren erste beide Bände sich auch in meinem Bücherregal befinden.
Das zweite Buch ist von dem mir bis dato unbekannten Autor Adam-Troy Castro und heißt Halbgeist. Ich stöberte in dem SF Regal und entdeckte eine Werbung für das Buch in einem anderen und dachte, klingt ja nicht schlecht, und wurde sogar mit dem Philip K. Dick Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet. Und siehe da, ein Exemplar stand sogar noch im Regal. Das dann also gegriffen, ein wenig besehen, den Klappentext gelesen, für gut befunden und eingepackt. Mal schauen, ob's das "Versprechen", das durch den Award suggeriert wird, halten kann. Sobald ich mir endlich mal wieder Zeit zum Lesen nehme, werde ich berichten.