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Mittwoch, 31. Mai 2023

Show me the money!

Ich war (bin) bei einer Seite angemeldet (Gamekit), über die man so dusselige Online-Browsergames zocken kann und dadurch Punkte verdient bei denen. Die kann man dann zum Beispiel gegen zufällige Steam-Keys eintauschen oder - ein paar mehr Punkte natürlich - gegen Guthabenkarten.

Das hatte ich vor ein paar Jahren mal gemacht (wohl zu viel Zeit gehabt, ich weiß...). Jetzt habe ich mich gerade eben, mehr aus Zufall, weil ich wissen wollte, ob es die Seite überhaupt noch gibt, wieder mal angemeldet.
Mir fiel auf, dass ich zwei Benachrichtigungen hatte, beide zu Bestellungen von vor drei Jahren. Die habe ich angeklickt, damit die Icons weg sind (geht halt gar nicht!), und wurde zu der ersten Bestellung geleitet. Schön, dachte ich mir, waren tatsächlich zweimal Guthabenkarten (10 € & 5 €). Auf der Seite stand der Hinweis, ich müsse zur Bestätigung klicken und dann sogar nochmal.
Ich dachte mir, ach komm, machste den Spaß mal mit. Geklickt, gelklickt, am Ende kam ein Code zum Vorschein. Mehr zum Spaß habe ich den kopiert und versucht, bei Steam einzulösen - was tatsächlich funktioniert hat! Habe ich dann mit der anderen Bestellung natürlich auch gemacht, klar. Nettes "Geschenk", wenn man so will.

Sonntag, 26. April 2020

Eternal DOOM

Mit dem Release von DOOM Eternal vor etwas mehr als einem Monat habe ich mich auch endlich mal mit dessen direktem Vorgänger beschäftigt beziehungsweise tue das noch (dazu später mehr). Und was ein großer Spaß das ist!

Story mit unendlichem Tiefgang wird wohl hoffentlich niemand bei einem Spiel mit diesem Titel erwarten, sondern eher das, was dann auch geboten wird - brachiale Action! Dennoch bieten die beiden Spiele sogar überraschend viel Hintergrundgeschichte um die Höllendämonen, den Doom Slayer und die anderen Parteien, die noch mitmischen (gerade im neueren Spiel wird das weiter ausgeführt). Dies wird insbesondere ausgeschmückt, wenn man die in der Spielwelt verteilten Log-Einträge einsammelt und liest. Ganz interessant, wie auch die "Vergangenheit" des Doom Slayers (also die ersten Spiele der Reihe) mit einbezogen wird.
Auf jeden Fall macht es tierisch Laune, mit krachenden Waffen und knatternder Kettensäge in Gegnergruppen zu preschen und diese kunstvoll in möglichst viele Teile zu zerlegen. Dabei setzen besonders die "Glory Kills" einen finalen Todesstoß gegen die Monster eindrucksvoll in Szene und warten mit überzeichneten Nahkampftötungen auf, die einem ein Grinsen ins Gesicht zaubern allein schon aufgrund ihrer schieren Absurdität.
Dass sich das Spiel dabei nicht immer zu 100 % ernst nimmt, merkt man insbesondere in den Momenten, in denen andere Charaktere Aktionen der Spielfigur kommentieren. Ein gutes Beispiel dafür aus DOOM Eternal ist die lakonische Anmerkung eines Charakters, dass der Doom Slayer nicht einfach ein Loch in die Marsoberfläche schießen kann - woraufhin der Letztgenannte genau das tut. Auch die Tatsache, dass der Name der "Super Shotgun" im Spiel sogar ausgesprochen wird, zeugt davon.
Nach dem eher düsteren dritten Teil, der teils schon fast in Horror abzudriften versuchte, bringen die neuen Titel wieder klassische Action gepaart mit lauter Musik auf den Bildschirm und die Lautsprecher. Mehr braucht es für ein DOOM-Spiel ja auch gar nicht, meine ich.

Die Multiplayer-Modi sind tatsächlich sehr unterschiedlich angelegt in den beiden Teilen. Im "ersten" DOOM von 2016 stehen recht klassische Modi wie (Team) Deathmatch, Domination oder einer King of the Hill-Variation namens Warpath zur Auswahl, Eternal dagegen bietet lediglich den asymmetrischen Battlemode. In diesem Modus spielt ein Spieler den Doom Slayer, während zwei weitere die Rollen von mächtigen Dämonen wie einem Mancubus oder einem Marauder übernehmen.
Ich habe tatsächlich in beiden Spielen die Multiplayer-Modi ein wenig probiert und hatte mit allen Spaß. Natürlich bieten die unterschiedlichen Modi von DOOM mehr Abwechslung, dafür sind die Battlemode-Schlachten recht kurzweilig und ein Wechsel zwischen Slayer und Dämon erfordert auch ein spielerisches Umdenken.

Ein weiteres Highlight, allerdings nur im ersten der beiden Spiele vorhanden: Der SnapMap Leveleditor. Ein spaßiges Tool mit dem man relativ einfach selbst ein paar Level aus vorgegebenen Elementen zusammenbasteln kann. Darüber hinaus lassen sich auch ein paar Logikverknüpfungen erstellen, um ein wenig mehr Interaktivität in das Spielgeschehen zu bringen. In den Kreationen der Spieler finden sich einige witzige Ideen, teils mit einem veränderten Grundspielprinzip. Mit diesem Editor beschäftige ich mich zurzeit auch noch, um eine kleine Karte fertigzustellen und zu veröffentlichen. Mal davon ab, dass es - natürlich - ein Achievement dafür gibt, macht es tatsächlich auch Spaß, sich selbst den Spielfluss und den Weg des Spielers zu überlegen. Sobald der Level veröffentlicht ist, werde ich berichten.

Sonntag, 19. Januar 2020

Whatcha gonna do

Heute gab es mal wieder ein Triple Feature. Ich war zu Besuch bei Freunden in meiner alten Heimat, Itzehoe, wo wir uns die gesamte Bad Boys-Reihe anschauten. Dies schloss natürlich auch einen Kinobesuch für den aktuellsten Teil, Bad Boys for Life, mit ein. So haben wir zu dritt um halb zwölf mit dem ersten Teil angefangen. Zwischendurch wurde Pizza bestellt, die wir während des zweiten Teils genossen, um dann gegen halb fünf in Richtung Kino aufzubrechen.

Nachdem ich den ersten Teil noch einigermaßen gut in Erinnerung hatte, merkte ich beim zweiten Teil, dass mir fast die komplette zweite Hälfte fehlte. Das war natürlich insofern gut, dass das filmische Erlebnis gleich ein noch besseres war.
Zu den älteren Filmen muss man sicher nicht mehr sagen, als es schon zuhauf zu finden gibt im Netz und sonstwo. Es sind halt Michael Bay-Filme, aber ich mag die Streifen. Klar kann man daran rumkritisieren und die auch gerne für kompletten Mist halten, ändert aber nichts an meiner Meinung. Leichte Unterhaltung ohne größeren Anspruch erwarte ich und das bekomme ich auch.
Der neue Teil nimmt sich da nicht aus und liefert eine gelungene Fortsetzung. Ein wenig schwierig ist es schon, für Mike eine komplett neue und bis dato unbekannte Hintergrundgeschichte zu liefern und ihm dann auch noch einen Sohn anzuhängen. Auf der anderen Seite gilt ja weiterhin die Maxime, leicht verdauliche Kost zu präsentieren. Trotzdem hält der dritte Teil ein paar emotionale Szenen bereit, die dem Gesamteindruck aber keinen Abbruch tun, im Gegenteil. Der recht plötzliche Tod von Captain Howard beispielsweise hat mich kurzzeitig wünschen lassen, dass kein weiterer Film mehr die Reihe fortsetzen möge (darüber bin ich dann aber wieder hinweg).
Alles in allem ein guter Actioner mit gewohnter Besetzung und einigen klasse Neuzugängen, bei dem auch der Humor wie immer nicht zu kurz kommt. Wenn man die ersten beiden mochte, sollte man sich auch den aktuellen Film nicht entgehen lassen.

Sonntag, 12. Januar 2020

Schon wahr, irgendwie

Ich mag ja die Jungs von Cyanide & Happiness. Immer wieder bringen sie neue, großartige Comic Strips raus, die mich in den meisten Fällen zum Lachen bringen durch ihren sehr dunklen Humor. Bisweilen kommen auch richtiggehend emotionale Comics heraus, die gerne mal mehr in Richtung Magengrube zielen, besonders, wenn es wieder heißt "Depressing Comic Week".
Die Zeichner scheuen sich auch nicht, immer mal wieder ältere Werke zu zitieren in sozialen Netzwerken. So geschehen kürzlich mit diesem Strip. Und ach, wie viel Wahrheit in diesem kleinen, simplen Comic steckt. Es sind eben die einfachen Dinge...

Mittwoch, 8. Januar 2020

Was habe ich euch denn getan?

Gerade habe ich die Hintergrundinformationen, die als Bonus in der Castlevania Anniversary Collection enthalten sind, zu Ende durchgeschaut. Stehen einige sehr interessante und spannende Dinge drin, wenn auch nur zu den acht enthaltenen Spielen. Natürlich will ich mich nicht beschweren, es sind ja tolle Sachen dabei, wie zum Beispiel Konzeptzeichnungen und Designideen.

Nun trägt einer der frühen Vertreter des Belmont-Clans ja zufällig meinen Vornamen. In den beiden Game Boy-Titeln (Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge) spielt man ebendiesen Christopher Belmont. Ein wenig befremdlich zuerst auf der einen, doch ziemlich cool auf der anderen Seite war das Gefühl, als der Name auf dem Bildschirm erschien. Recht schnell habe ich mich dann dran gewöhnt und war fast begeistert, als ich ihn im zweiten Teil wieder steuerte.
In den Designskizzen finden sich auch Anmerkungen zu den beiden Spielen für Nintendos tragbare Konsole (beziehungsweise Konsolen, die Switch mitgezählt) mit vielen Nennungen des Charakters. Besonders bei einer Gegnerübersicht musste ich dann doch etwas schmunzeln. Hier mal ein Auszug zum besseren Verständnis:
Immer auf mich!

Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Sonntag, 10. November 2019

Schrott sei Dank!

Heute habe ich den dritten Teil der Deponia-Reihe beendet. Ursprünglich als letzter Teil der Trilogie angedacht, bekam die Reihe später doch noch einen Nachfolger in Form von Deponia Doomsday spendiert (welcher noch aussteht). Ich bin auch sehr gespannt, wie es in diesem vierten Teil weitergeht, denn der dritte endet doch recht... final, könnte man sagen.

So emotional das Ende dann auch war, gab es allerdings kurz vorher schon eine Szene, die mich recht überraschend ins Grübeln brachte. In dieser Szene ist Rufus, der Protagonist, in Verkleidung, dazu angehalten, vor den versammelten Mitgliedern des Organon (immerhin 11.000 Mann) eine Rede zu halten. Diese lässt sich per Auswahl verschiedener Dialogzeilen minimal anpassen und ist recht witzig, aber auch nicht ganz ohne eine gewisse Doppelbödigkeit (und damit ist natürlich nicht nur die offensichtliche Spaceballs-Anspielung gemeint).
Als die Beamten jubeln, meint man, die Situation sei gemeistert. Doch gefehlt, denn nun gilt es, die Organon-Hymne anzustimmen (ein harmloses Minigame, aber nett gemacht). Und genau diese Hymne ist es, die mich dann so traf. Der Text ist simpel (hier ein YouTube-Link), rückt aber genau dadurch noch einmal mit aller Klarheit das Schicksal dieser Truppen in den Fokus. Letztlich sind sie alle Klonsoldaten (ja, ja, die Spiele stecken voller popkultureller Anspielungen) mit dem einzigen Ziel, den Planeten zu sprengen, auf dem sie selbst stationiert sind. Ein sprichwörtliches, gigantisches Selbstmordkommando also.
Dieser riesige Männerchor, untermalt mit epischer (und melancholischer) Orchestermusik, hat direkt Bilder erzeugt in meiner Phantasie. Irgendwie scheint das einen Nerv getroffen zu haben, denn ich war tatsächlich ein bisschen mitgenommen von der Vorstellung, dass all diese Soldaten sich opfern sollten für den Start des Raumschiffs Elysium.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Thema, welches im Menü des Spiels zu hören ist, als ebendiese Hymne entpuppt. Da könnte man jetzt auch drüber nachdenken, ob und was das bedeuten könnte und sollte...

Wie auch immer, tolle, nein: Großartige Spiele! Ganz eindeutige Empfehlung - wer Adventures mag, muss sich die mal anschauen. Und ganz wichtig: Unbedingt die Kommentare von Poki anhören! Dazu sei nur so viel gesagt: Selbst dazu gibt es einen Mini-Soundtrack. Irre.

Sonntag, 9. Juni 2019

Missionsbericht von Commander Kugelsicher

Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet.
Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich.
Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg!


Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.



Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.

Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Massive Gewinnausschüttung

Jüngst bekam ich ein Angebot von Tipp24, das es mir erlaubte, mit sechs Feldern beim Lotto zu spielen und nur einen Euro Einsatz zu zahlen. Aus Spaß an der Freude habe ich einfach mal mitgemacht - und siehe da, sogar gewonnen!
Die Zahlen hatte ich mir sogar zufällig auswürfeln lassen, lediglich darauf bedacht, die Sieben im Pool zu haben. Letztlich war sie sogar die Superzahl. So sah mein Ergebnis mit zwei richtigen plus Superzahl ganz nett aus.
Wie ich meinen riesigen Gewinn von ganzen fünf Euro anlege, muss ich mir erst noch in Ruhe überlegen...

Montag, 18. Februar 2019

Wir haben da mal was vorbereitet

Ich mag ja so typisch behördlich-deutsch klingende Begriffe. So wie Kapitalbereitstellungsprovision, heute gelesen auf einem DHL Express Beleg.
Bezeichnet in diesem Fall die Tatsache, dass die für meine Sendung anfallende Einfuhrumsatzsteuer (noch so ein schönes Wort!) und die Zollgebühren bereits bei den zuständigen Behörden beglichen wurden. Nun wird der Betrag selbstverständlich von mir zurückverlangt, zuzüglich einer Gebühr für die Auslage. Dass diese Gebühr sich (inklusive Mehrwertsteuer) auf knapp mehr als ein Drittel des Gesamtbetrags beläuft, versuche ich an dieser Stelle lieber zu relativieren.
Immerhin konnte ich meine Sendung dafür dann auch endlich in Empfang nehmen, nachdem es letzte Woche am mangelnden Wechselgeld des Zustellers scheiterte (willkommen im 21. Jahrhundert...).

Sonntag, 27. Januar 2019

Old School Gaming

Gestern war ein guter Freund von mir zu Besuch, was immer schon an sich Grund zur Freude ist. Zusätzlich gefreut habe ich mich, mit ihm zusammen endlich mal ein nach heutigen Maßstäben praktisch uraltes Brettspiel anzuspielen, das ich vor Jahren mal erstanden hatte. Das Spiel heißt (im deutschen) StarQuest.

StarQuest stammt aus dem gleichen Hause wie HeroQuest und ist mehr oder minder die Science-Fiction-Version des Fantasytitels. Elitetruppen des Galaktischen Imperiums müssen an Bord von Raumwracks gegen Horden von "Robotlings" bestehen, um für Ordnung zu sorgen. Einer der Spieler übernimmt dabei immer die Rolle des Chaos und steuert besagte Robotlings (eine bunte Mischung aus Orks, Chaoskriegern und tatsächlichen Androiden), die anderen Spieler können aus drei Elitetruppen wählen, mit denen sie in den Kampf ziehen. Maximal vier Spieler sind also in einer Partie möglich. Das Spielbrett ist bedingt modular aufbaubar und sorgt zusammen mit dem Einsatzbuch, in dem zwölf Missionen beschrieben sind, für etwas Abwechslung.

Eine Szene zu Beginn der ersten Mission

Der Clou an der Sache ist die Lizenz, unter der das Spiel produziert wurde - bei sämtlichen Figuren handelt es sich nämlich um Adaptionen aus dem Warhammer 40.000-Universum von Games Workshop.
Im englischsprachigen Raum wurde das Spiel unter dem Titel Space Crusade veröffentlicht und nutzt dort die Namen von zum Beispiel den Ultramarines oder den Blood Angels. Im deutschen dagegen wurden die Space Marines umbenannt und durch die - bizarrerweise englische - Galaxy Safe Guard, kurz GSG ersetzt. Auch die gegnerischen Figuren, die offensichtlich teils organischer Natur sind, wurden kurzerhand alle zu androiden Lebensformen erklärt.

Die Imperial Fists - Entschuldigung, die GSG-Musketiere - kurz vor Missionsbeginn

Das beste aber sind die Waffen: Im Regelbuch wird neben deren Funktion erklärt, dass sämtliche Waffen nicht tödlich sind. Während im englischen die Marines mit Sturmkanonen, Raketenwerfern und Plasmakanonen Jagd auf die außerirdische Bedrohung machen, sind es hierzulande "Nullzeit-Kanonen", "Holo-Werfer" und - mein persönlicher Favorit - "Black-Hole-Blaster". Die - garantiert nicht-tödlichen - Beschreibungen sorgten schon für den einen oder anderen Lacher, allzumal sämtliche Graphiken aus dem Original erhalten geblieben sind.
So erzeugt der Black-Hole-Blaster ein - ich zitiere - "räumlich begrenztes Schwarzes Loch, das die Getroffenen einsaugt und in einer fremden Parallelwelt wieder freigibt". Das klingt wirklich völlig ungefährlich. Dazu kommt, dass diese Waffe im Original eine Plasmakanone darstellt, die einen Strahl erzeugt, der in gerader Linie alles trifft, bis er von einer Wand aufgehalten wird. Das in ein "räumlich begrenztes Schwarzes Loch" umzusetzen fällt mir etwas schwer, das hätte beim Raketenwerfer vielleicht doch besser gepasst...

Noch ist alles ruhig...

Nichtsdestotrotz ein launiges Spiel, mit dem man durchaus etwas Zeit verbringen kann. Was wir allerdings nach zumindest zwei Anläufen der ersten Mission gemerkt haben: Mit zwei Spielern kann sich das Spiel relativ zügig im Sinne des Chaos-Spielers entscheiden. Wir werden das noch weiter testen (und die Position tauschen, sodass ich dann die Marines spielen werde), um herauszufinden, ob auch ein einzelner Trupp Marines in der Lage ist, eine Mission zu schaffen, ohne sich zu sehr auf das Glück beim Würfeln oder das Verteilen der Gegner verlassen zu müssen. Bis dahin regiert das Chaos...


Freitag, 4. Januar 2019

Shark Attack

Mir fällt auf, ich habe meinen neuen Mitbewohner noch gar nicht richtig vorgestellt. Zeit, das zu ändern!

Sein Name ist Frank (englisch gesprochen) und er lebt jetzt seit einer knappen Woche bei mir. An sich ist er ein ganz distinguierter Typ, recht genügsam, still - pflegeleicht, könnte man sagen. Wenn er will, kann er auch ein ganz schön mieser Sack sein und alte Omas schubsen, rumpöbeln und Kindern Lollies klauen. Aber er ist dabei einfach so flauschig, dass man ihm unmöglich böse sein kann. Ach ja - und er ist ein Hai. Ein Blåhaj, um genau zu sein.

Als ich entdeckte, wie populär diese Hai-Art mittlerweile durch die oft absurde oder skurrile Inszenierung geworden war, keimte in mir der Wunsch auf, auch einen Artgenossen bei mir aufzunehmen. Ich beging dann den "Fehler", dies gegenüber Freunden zu erwähnen, was gerne zu Kettenreaktionen führt (ich erinnere mich da an eine ganz bestimmte Jacke...). Tja, und seit dem III. Weihnachtstag 2018 wohnt dann halt ein Hai bei mir.

Nachdem Namen wie Hainz, Haiko, Igor oder Lord Sharkness abgelehnt wurden, blieb ich schließlich bei dem jetzigen Frank hängen. Gerade eben fällt mir Frank Drebin ein, herrlich...

Ein blödes Wortspiel muss noch sein:

Hai Five!

Donnerstag, 3. Januar 2019

Parkplatzgeschäfte

Kurz nachdem ich heute morgen aus dem Bett gestiegen war, klingelte es an der Tür. Wie sich herausstellte, war es ein Zusteller von DHL Express mit einem Paket aus Japan (eine Vorbestellung von vor... längerem).
Wie zumeist bei Importen wurde eine Gebühr fällig, die, bei Zustellung an der Haustür, direkt in bar zu entrichten ist. Nun hatte ich kein beziehungsweise nicht genügend Bargeld bei mir, um die Gebühren zu bezahlen, weswegen der Mann leider mit meinem Paket wieder gehen musste. Er ließ mir eine Sendungsnummer da, mit der ich eine Zweitzustellung vereinbaren können sollte.
Im Verlauf des Vormittags probierte ich dies schon ein-, zweimal, allerdings ohne Erfolg, da die Nummer nicht im System vorhanden war. Dies beunruhigte mich aber nicht, da ich davon ausging, dass die Sendung erst wieder im Lager ankommen musste.
Kurz vor eins kam dann völlig unerwartet ein Anruf von dem Fahrer. Ob ich schon das Geld besorgen hätte können, fragte er - und stellte damit in Aussicht, dass ich mein Paket doch noch heute bekommen könnte. Ich hatte allerdings keine Anstalten gemacht, das Haus zu verlassen und dementsprechend konnte ich seine Frage nur verneinen. Er erwiderte, dass er in der Gegend sei und wir uns eventuell treffen könnten, um mein Paket zu übergeben.
Gesagt - getan. Ich machte mich also direkt auf den Weg zur nächsten Bankfiliale, nachdem wir einen Treffpunkt vereinbart hatten. Aus dem Bus heraus sah ich auf dem angrenzenden Parkplatz schon einen DHL-Wagen, in der Hoffnung, dass dies auch der richtige sei. Nachdem ich das Geld beisammen hatte bin ich direkt zu dem Wagen hin - und siehe da, es war tatsächlich der richtige!
Es standen noch ein paar andere Leute in der Nähe, für die das Ganze sicher etwas komisch ausgesehen haben muss: Da kommt ein Kerl auf den DHL-Wagen zu, der Fahrer steigt aus, nimmt Geld entgegen und gibt dem Kerl das letzte (!) - und noch dazu nicht gerade kleine - Paket aus dem Wagen. Ich musste mir das Grinsen in dem Moment schon etwas verkneifen. So oder so war ich natürlich schwer begeistert von dem Fahrer, der mir das Paket dann doch noch heute "zustellen" konnte. In dem Fall darf man dann auch mal loben.

Samstag, 23. September 2017

Ripping apart rip-offs

Im Laufe der Woche habe ich mich durch die Teile meiner Sammlung an Figuren, Statuen und sonstigem Merchandise gearbeitet, für die ich bisher noch keine Regale im Memorabileum stehen habe. Der Grund für dieses Unterfangen ist unter anderem die Planung der zukünftigen Regale, die ich für die Stücke, die derzeit noch in Kartons verstaut sind, brauchen werde.

Dabei habe ich unter anderem auch meine Super Mario-Teilsammlung gesichtet und die mögliche Regalverteilung geplant (und gegenüber einer ursprünglichen Schätzung sogar verringern können). Während des Durchsehens wollte ich auch einen speziellen Teil der Sammlung inventarisieren, um festzustellen, wieviel mir noch zur Vervollständigung fehlt.
Es geht hierbei um kleine Sammelfiguren von Furuta aus Japan, die in Schokoladeneiern (ähnlich Kinder Überraschung von Ferrero) verkauft werden (ich berichtete unter anderem hier schon davon, sogar mit Bild). Ganz wie bei den Ü-Eiern befindet sich innen eine Kapsel, in der die Figur lagert. Die Figuren sind in ein paar, wenigen Teilen verpackt, sodass man noch ein bisschen Spaß beim Zusammenbauen hat. Selbstverständlich ist auch bei den Japanern von außen nicht einsehbar, welche Figur im Inneren des Eis lagert.

Das große Problem bei den Figuren ist, dass sie sich offensichtlich recht gut zum Nachahmen eignen, soll heißen, es sind eine ganze Menge Plagiate im Umlauf. Auf eBay lassen sich recht schnell viel zu viele davon finden. Wenn man eine Zeitlang sammelt und hier und da ein wenig Erfahrung gesammelt hat, kann man anhand von ein paar Punkten sehr einfach eine Fälschung von einem Original unterscheiden, erst recht, wenn man sie in den Händen hält.
Diese Erfahrung hatte ich ganz augenscheinlich vor einiger Zeit noch nicht, wie sich bei der Durchsicht meiner Furuta-Figuren herausstellte. Ich musste mit wachsender Enttäuschung und Verärgerung feststellen, dass über die Hälfte meiner bis dato angesammelten Figuren (39 von insgesamt 69 Figuren) keine Originale waren. Nachdem ich die Fälschungen aussortiert hatte, beschloss ich auch größtenteils keinen Ersatz zu beschaffen, da ich die ersten drei Serien komplett verloren hatte.
Gesammelte Werke
Nachdem der erste Ärger verflogen war, begann ich zu überlegen, was ich mit dem Haufen an Imitaten machen sollte. Der niederträchtige Teil in mir ließ kurz die Idee aufkommen, die Teile auf eBay zu verkaufen und so zu tun, als hätte ich keine Ahnung, dass es sich um Plagiate handeln könnte. Meine Ehre als Sammler überwog aber im selben Augenblick, da ich niemand anderem diese traurige Erkenntnis zumuten möchte. Damit blieb mir nur eine Option: Entsorgung.

Allerdings wollte ich die Figürchen auch nicht einfach nur in die gelbe Tonne werfen (was einzeln vielleicht auch noch minimal spaßig gewesen wäre), sondern sicherstellen, dass sie unbrauchbar sind. Also musste ich sie vorher mindestens beschädigen, wenn nicht gar zerstören.
Als ich meinen Hammer aus dem Wandschrank holte kam mir die Idee, das Ganze filmisch festzuhalten, um mir per Videobearbeitung einen Spaß daraus zu machen. Im Keller angekommen reifte die Idee ob der schieren Zahl der Figuren schließlich noch etwas weiter und ich begann, kleine Szenen aufzustellen. Im Folgenden ein Beispiel vom Beginn dieses Prozesses:
Luigi steht zum Anstoß bereit
Er schießt, und - Tor!, äh Tote!









Als der Anfang gemacht war, kamen mir immer mehr Ideen in den Sinn und ich begann, eine kleine Geschichte zu spielen.
Schon wieder wurde Prinzessin Peach entführt, schon wieder musste Mario auf und sie retten. Dieses Mal hatte er aber genug und wurde richtig sauer. Mordend kämpft er sich durch das Pilzkönigreich bis zu Bowsers Schloss und dessen Herrn vor und siegt am Ende auch über diesen.
Mehr Details möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sondern stattdessen auf das entstandende Video verweisen, indem man sich diese Reise in Gänze zu Gemüte führen kann. Für eventuelle Schäden an Gehirnzellen wird nicht gehaftet!


P.S.: Noch ein brandheißer (ha!) Tipp von mir zum Schluss: Wenn man auf die Idee kommt, Dinge in seinem Keller anzuzünden, sollte man VORHER das Fenster öffnen.

Freitag, 29. Januar 2016

Hass hoch acht

Der neue Film von Tarantino (The Hateful Eight) ist mal wieder grandios, ohne Frage. Allerdings sollte man, um den Film genießen zu können, eine Grundvoraussetzung erfüllen, die den Menschen heute mehr und mehr abhanden zu kommen scheint: Man sollte geduldig sein.
Tarantino lässt sich viel Zeit, um die Charaktere vorzustellen und sie miteinander bekannt zu machen, sie untereinander agieren zu lassen und unterschwellig mehr und mehr Spannungen zwischen ihnen aufzubauen. Das geschieht anfangs sehr langsam und ruhig, darauf muss man sich schon einlassen (wollen).
Gerade deswegen gefällt mir persönlich der Streifen aber umso besser, weil er eben nicht für die Generation YouTube gemacht ist mit ihren Jump Cuts etc. Daran wird man auch sehen können, wer sich eben tatsächlich für den Film begeistern kann und wer davon eher gelangweilt wird.

Prädikat: Sehenswert (ich meine, es ist ein Tarantino, duh!).

Mittwoch, 16. September 2015

Ernsthaft. Oder auch nicht ganz so sehr.

Wieder mal lange Zeit nichts passiert hier... Aber ich lebe noch, keine Sorge (oder sollte man sich gerade deswegen Sorgen machen?)! Heute gibt es aber trotzdem nur eine ganz kurze Meldung.

Der eine oder die andere mag sich vielleicht daran erinnern, dass ich auf meinem YouTube-Kanal vor einiger Zeit ein Video veröffentlichte, das in Zusammenarbeit mit einem Kommilitonen für eine Vorlesung entstanden ist. Das Video trägt den Titel "Misanthropy" und kann sich nach wie vor gerne angeschaut werden.
Im Zuge der Dreharbeiten im Hamburger Hauptbahnhof war es, ganz im Gegensatz zum Grundton des Videos, oftmals alles andere als ernst. Selbstverständlich ist im Verlaufe des Drehtages einiges an Lachern und Fehlern zusammengekommen, von denen die meisten auch festgehalten wurden und gefühlt schon eine Ewigkeit auf meiner Festplatte darauf warteten, in irgendeiner Form veröffentlicht zu werden.
Nun habe ich mich dann auch endlich mal daran gemacht, die gesammelten Outtakes in einem kurzen Video zu sammeln und das Ergebnis bei YouTube bereitgestellt. "Misanthropy - Outtakes" nennt sich das gute Stück, das es seit gestern zur allgemeinen Erheiterung zu sehen gibt. Viel Spaß damit!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Ins Gesicht. Mit dem Armband.

Und zwar Sardius, dem ollen Dämonenfürsten. Der hat in Super Ghouls 'n Ghosts für das SNES nämlich die liebreizende Prinzessin Guinevere (oder Prin Prin im Original) entführt.
In der Rolle des Ritters Arthur muss sich der Spieler nun auf den Weg durch sieben Level (ja, sieben!) machen, um sie aus den Klauen des Bösen zu retten. Getreu der Ghosts 'n Goblins-Reihe gestaltet sich das allerdings alles andere als einfach und es stellt sich dem Spieler allerlei übles Gezeug in den Weg.
Allerdings findet man auf der Reise verschiedene Waffen und auch Rüstungen, durch welche man die Waffen verstärken oder sogar in Abhängigkeit von der getragenen Waffe unterschiedliche Zaubersprüche wirken kann. Meist liegen diese Gegenstände in Kisten, die aber wiederum oft erst durch bisweilen aberwitzige Sprungkombinationen erscheinen. Manchmal versteckt sich in einer der Kisten aber auch ein hinterhältiger Magier, der gestern liebevoll "Sir Arschloch" getauft wurde.
Am gestrigen Abend stand in der Bar Zum Tanzenden Einhorn nämlich wieder der Nerd-Stammtisch auf dem Plan, zu dem diesmal auch ein Kommilitone und ich uns gesellen wollten. Also haben wir uns dort getroffen, nachdem ich von der Arbeit kam.
Die Bar war, wie nicht anders zu erwarten, gut besucht, sodass wir fast Mühe hatten, uns noch zwei freie Stühle zu organisieren. Dann aber floss der erste Schluck Kirschmet und wir wohnten ein paar spannenden Street Fighter II-Duellen bei. Nach einer Weile wanderten die Controller auch in unsere Hände und wir prügelten uns erst ebenfalls durch ein paar Runden Street Fighter II und danach Mortal Kombat. Danach ging es mit Super Probotector: Alien Rebels (Contra III: The Alien Wars) weiter, wo wir dank - oder eher trotz - meiner Beteiligung auch ein paar Level schafften, bevor wir endgültig das zeitliche segneten.
Nach einer Sichtung der prall gefüllten Spieletasche des Barchefs, der nebenbei auch Besitzer des bereitgestellten SNES ist, und weiteren Gläsern Kirschmet sowie einer spontanen Runde Kniffel (bei der ich sogar siegreich war, weil ich tatsächlich einen Kniffel geworfen habe!) ging es dann wieder an die Konsole zurück. Dieses Mal steckte dann das eingangs erwähnte Super Ghouls 'n Ghosts im Schacht.
Bisher hatte ich das Spiel nur mittels Emulator vollständig durchgespielt, doch in dieser Nacht sollte ich es dann auch tatsächlich auf der Konsole schaffen. Die besondere Gemeinheit des Titels: Schafft man es zum ersten Mal, den vermeintlich letzten Boss zu besiegen, erscheint eine Nachricht der entführten Prinzessin, die den Spieler bittet, mit einer besonderen, magischen Waffe zurückzukehren, da nur mit dieser der Oberdämon besiegt werden kann. Danach startet der Spieler ohne Umschweife wieder im ersten Level des Spiels. Beim zweiten Durchgang zieht allerdings der Schwierigkeitsgrad an und man muss in einer der vielen Kisten eben die richtige Waffe (ein magisches Armband) finden - und darf sie auch nicht wieder verlieren, was leicht durch einen verunglückten Sprung passieren kann.
Auch sein Leben sollte man nicht zu oft verlieren, da sonst die gefürchteten Worte "Game over" auf dem Bildschirm erscheinen. Da lohnt es sich, die immer wieder herumliegenden und -hängenden Goldsäcke einzusammeln, um zusätzliche Wiederholungen für den Fall der Fälle parat zu haben. Das war auch bitter nötig, denn gerade im dritten Level verrauchten in der zweiten Runde so einige Leben in den höllischen Flammen.
In der fünften Welt passierte dann das, was nicht passieren sollte: Ich verlor das Armband, weil ich stürzte und so unfreiwillig eine andere Waffe aufsammelte. Bis zum Schluss durchwühlte ich vergeblich Kiste um Kiste und konnte das Armband nicht finden. So musste ich dann schlussendlich mehrere Leben freiwillig opfern, bis ich es endlich wieder mein Eigen nannte. Damit mussten dann noch die beiden Bosse der siebten Welt besiegt werden, was schon eine Herausforderung darstellte, bevor ich zum Endboss vorgelassen wurde.
Dieser forderte dann um kurz nach drei Uhr morgens noch einmal alles. Nachdem wir eigentlich schon längst gegangen sein wollten und auch der Barchef auf seinen Feierabend wartete, schaffte ich es - nach einem guten Tipp vom Barchef selbst, der auch einen Versuch gestartet hatte - schließlich doch noch, Sardius zu besiegen. Was für ein Sieg! Was für ein Erlebnis! Ich bin immer noch euphorisiert...

And they lived happily ever after...

Kurioses Highlight: In den Credits wird die Prinzessin nicht nur mit ihrem Originalnamen geführt, sondern auch ihre Maße werden angegeben: B88 W58 H90.

Sonntag, 25. Januar 2015

"Die haben doch alle keine Ahnung!"

Einer der ersten Sätze von Thomas Freeman aus Taking Down Hollywood, unserem Semesterstück. Nun finde ich mich selber wieder in der Rolle desjenigen, der keine Ahnung hat. Keine Ahnung, was oder wie er sich fühlen soll.

Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.

Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.

Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das  Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.

Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.

Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.

An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.

Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresendzeitfeierlichkeiten

Und schon ist die Weihnachtszeit wieder vorbei. Ganz schön was losgewesen, teils. Was ich noch zusammenbekomme (ich werde ja auch nicht jünger), schreibe ich hier einfach mal zusammen.

Der 24. Dezember wird bei mir traditionell bei der Familie verbracht, am vergangenen Mittwoch ging es also nach Itzehoe (spricht man nicht als ö). Leider fing der Tag nicht so prickelnd an, trotz Hetze meinerseits kam ich dann doch später an als ursprünglich geplant. Die S-Bahn war nämlich scheinbar schon in Festtagsstimmung und brauchte gefühlt 20 Minuten, um von der Elbgaustraße wegzukommen. Resultat war, dass ich fast eine ganze Stunde in Pinneberg warten durfte, da mein Regionalzug natürlich lange weg war, als ich eintraf.
Pinneberg. An Heiligabend. Ich dachte kurz an die Dickens'sche Weihnachtsgeschichte und den Geist der zukünftigen Weihnacht, als ich so durch die menschenleeren Straßen schlurfte, um nicht am Bahnhof selbst warten zu müssen. Mit sehr viel Glück konnte ich immerhin noch einen Cappuccino auftreiben, den ich aber vor der Tür trinken musste. Wenigstens hatte der Laden eine Markise, was das einsetzende Tröpfeln ein wenig aushaltbarer machte.
Irgendwann kam dann meine Bahn, in der ich kurzzeitig den Verschluss meines Ohrsteckers verlor. Erst dachte ich schon, er wäre komplett verschwunden, aber dann fand ich ihn zufällig zwischen Sitz und Außenwand.
Zuhause angekommen freute sich der kleine Hund wie auch der Rest der Familie und es gab schon mal ein Käffchen vorweg. Wenig später dann Würste zur Stärkung und anschließend Berliner. Währenddessen öffnete ich auch mein Päckchen, welches den letzten Tag meines Adventskalenders markierte. Darin befand sich ein kleiner LEGO Star Wars-Bausatz (der Clone Turbo Tank aus der Microfighters-Reihe, um genau zu sein). Bei den Berlinern eskalierte eine strittige Situation temporär, wobei ich ausnahmsweise völlig unbeteiligt war. Glücklicherweise beruhigte sich das Ganze durch eine räumliche Trennung aber wieder, sodass wir schließlich den Weihnachtsbaum schmücken konnten (ich wurde in meiner anfänglichen Arbeit allerdings behindert, sodass er vollkommen unsymmetrisch und überschmückt ist, seufz).
In diesem Jahr ein Novum: Es gab kein Fondue am Abend, sondern mal ganz klassisch Gans, an der meine Mutter sich versucht hatte. Natürlich ein riesiger Aufwand, optisch aber auf jeden Fall schon beeindruckend. Ich hatte fix noch dreierlei Mousse zubereitet (nicht selbstgemacht, zugegeben, aber immerhin), die dann später als Dessert serviert wurde. Leider stellte sich heraus, dass an der Gans insgesamt vergleichsweise wenig Fleisch hing. Der Teil, den ich gegessen habe, war aber zumindest sehr lecker.
Um und bei um Mitternacht fing dann auch tatsächlich noch die Bescherung an. Wie zuvor würfelten wir aus, wer schenken oder sich beschenken lassen durfte, bis alles vergeben war. Was eine Weile dauerte, wir saßen bis fast drei Uhr zusammen. Es gab natürlich immer mal wieder Unterbrechungen wegen Toilettengängen oder Lobeshymnen auf die tollen Geschenkideen (mal ehrlich, eine Gesäßcreme verdient auch schon eine anständige Würdigung) und es wurde fast immer brav gewartet, bis der zuvor Beschenkte fertig war mit Auspacken.
Auch ich wurde reichlich bedacht und kann jetzt ein LEGO Ecto-1 mein Eigen nennen, wozu sich noch eine Videobearbeitungssoftware, ein Buch zum Thema Spieleentwicklung mit Unity, 47 Ronin und R.E.D. 1 & 2 jeweils im Steelbook, ein witziges Kartenspiel namens Boss Monster sowie ein reich gefüllter Fresskorb gesellen.

Da ich über Nacht bei meiner Familie blieb, startete auch der folgende Tag in meiner Geburtsstadt. Nach einem ordentlichen Frühstück konnte ich wie üblich noch bei ein, zwei Computerfragen unterstützen.
Ansonsten ließen wir den Tag relativ entspannt ausklingen, bis mich ein alter Kumpel abends abholte, mit dem es dann in die Lauschbar (den ehemaligen Goosmarkt) ging. Bisher war die Tradition, den ersten Weihnachtsfeiertag in der Kleinen Paaschburg einzukehren, an mir vorbeigegangen. Dort trafen wir dann im Laufe des Abends noch weitere alte Bekannte, mit denen das eine oder andere Bierchen getrunken wurde. Ziemlich unerwartet kamen während der sich entwickelnden Gespräche von einem Mitglied der Runde ein paar echte Weisheiten und offene Geständnisse. Das war in der Tat beeindruckend. Insgesamt aber befand sich das Niveau in gewohntem Tiefflug und versuchte recht erfolglos, den blöden Sprüchen und schlechten Witzen auszuweichen.
Später in der Nacht machte ich mich dann schließlich mit Sack und Pack auf den Weg zum Bahnhof und somit wieder nach Hause.

Für den 26. Dezember hatte ich mich bereit erklärt zu arbeiten, und so trat ich dann abends auch meinen Dienst in der Neuen Flora an. An diesem Abend kümmerte ich mich um die Open Bar-Gäste (also diejenigen mit einem Extra-Ticket, mit dem es fast alle Getränke gratis gibt), von denen insgesamt 17 in acht Grüppchen zu Gast im Theater waren. Die Einlassphase war dabei gar nicht wenig anstrengend, die Gäste waren aber allesamt sehr entspannt und gut drauf. Für die Pause zwischen den beiden Akten konnte ich die Reservierungen auch noch rechtzeitig abschließen, sodass die Pause selbst ziemlich ruhig verlief. Am Ende der Pause hatte ich sogar hier und da Trinkgeld bekommen und beim Nachzählen kam ich (natürlich) auf eine bekannte Zahl, sieben Euro waren es dann zusammen.

Zum mittlerweile neunten Mal wurde dann auch der III. Weihnachtstag am 27.12. begangen. Am frühen Nachmittag setzte ich mich wieder in die Bahn in Richtung alte Heimat, dort angekommen bereiteten Markus und ich zuallererst das Essen vor - wie es der Zufall wollte, gab es leckere Tortilla Wraps. Zu meiner Überraschung präsentierte Markus dabei noch leckere Cadillac-Fruchtgummis.
Nachdem der Pflichtteil erledigt war, ging es in den Keller und wir starteten mit zünftigen Prügeleien in Super Smash Bros. for Wii U. Ich schlug mich anfangs sogar noch recht gut (welch Wortspiel), nach und nach wuchs die Zahl meiner Siege aber deutlich langsamer. Von den unglaublich vielen Spielmodi probierten wir ein paar aus und konnten sogar noch zwei, drei Charaktere freischalten sowie etliche Trophäen und Items ergattern. Mit dem Spiel kann man sich definitiv eine sehr lange Zeit beschäftigen, bevor man wirklich alles gesehen, gespielt und freigeschaltet hat.
Der Rest von Markus' Familie war noch bei Verwandten, nach deren Rückkehr veranstalteten wir eine kleine Bescherung. Ich bekam ein paar sehr schöne und mit einem weißen Rahmen sehr edle Photos, ein Cookie-Glas (in dem sich auch noch eine (stark schrumpfende) Menge Cookies befinden). Dann wurde ein Paket auf den Tisch gestellt, aus dem ich erst eine Nachricht zog, bevor ich es öffnete und darin (wiederum verpackt) ein Ticket für das Sommerkonzert von Scooter im nächsten fand. Meine Begeisterung war (und ist) entsprechend groß, da ich fast nicht damit gerechnet hätte, dabei sein zu können. Hyper Hyper! Für die Kids und deren Eltern gab es von meiner Seite natürlich auch ein paar Kleinigkeiten. Bei dem Geschenk für Markus handelte es sich um einen Holzdruck des Covers vom ersten Super Mario Bros. für das NES in 40 x 60 cm. Nach dem Auspacken wurde das edle Stück dann auch gleich feierlich im Spielzimmer aufgehängt, mit der Bemerkung von mir, Platz für eine mögliche Erweiterung zu lassen.
Danach gaben wir uns oder Computergegnern weiter ordentlich auf die Mütze, bis wir irgendwann zu Rayman Legends wechselten. Zwischendurch versorgten wir uns stets gesund mit Kinder Riegeln, weißen duplo, Pringles, Coca Cola und als das erste Heineken geöffnet wurde, kam der Flaschenbart ins Spiel. Eine sehr lustige Erfindung, die ich auch noch nicht gesehen hatte vorher. Ein Silikonbart an einem Ring, den man einfach über den Flaschenhals zieht und danach stilecht sein Bier genießt. Großartige Sache!
Mit Rayman verbrachten wir dann die weitere Nacht und hatten richtig viel Spaß dabei. In dem Spiel stecken einfach so viele Ideen, da machen andere Leute mehrere Spiele draus. Am meisten Laune machen die Musiklevel am Ende einer Welt, die in den meisten Fällen einem bekannten Song nachempfunden sind. Am Ende der ersten Welt erwartete uns zum Beispiel ein Cover von Black Betty von Ram Jam, zu dem wir uns im Takt durch den Level bewegen mussten. Macht tierisch Spaß, erst recht wenn man die Stücke (er)kennt. Davon könnten gerne noch viel mehr Level im Spiel sein.
Am nächsten Tag konnten wir noch ein paar Level mehr spielen und so sind wir schon ziemlich weit gekommen im Verlauf. Allerdings steckt ja noch ein Großteil des Vorgängers Origins mit in Legends, dazu gesellen sich noch tägliche Herausforderungen, Time Trials, und und und. Auch sehr viel Spielspaß fürs Geld - noch dazu ist der Preis angenehm niedrig.
Abends wollten wir uns alle noch eine Feuerwerksveranstaltung in der Nähe anschauen, aufgrund des dort herrschenden Chaos und der damit einhergehenden, berechtigten Bedenken änderte sich der Plan aber spontan wieder. So genossen wir dann noch selbstgemachte Eisbombe und schauten uns ein ziemlich episches Feuerwerksvideo an. So ging dann auch dieser Abend zu Ende und ich pendelte wieder zurück nach Hause.

Morgen geht es noch arbeiten und am Mittwoch ist dann ja schon wieder der letzte Tag des Jahres. Kinder, wie die Zeit vergeht. Apropos Zeit: Zeit für einen gemütlichen Filmabend mit den alten Knackern aus R.E.D. 2.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Marlow Briggs - Held wider Willen

Marlow Briggs and the Mask of Death fängt wie manch ein Abenteuerfilm auf einer Ausgrabungsstätte an. Dort besucht der gleichnamige Protagonist des Spiels seine Freundin, die für einen zwielichtigen Klischee-Asiaten aztekisch anmutenden Ruinen untersucht und dort gefundene Texte übersetzt.
Gleich im Intro wird Mr. Briggs allerdings getötet - sozusagen Game over vor der ersten Spielminute. Dank der Wahl der Mordwaffe kommt Marlow allerdings als eine Art heiliger Krieger wieder zurück und wird von nun an begleitet vom Geist eines ehemaligen aztekischen Gott-Königs, der gerne und oft das Spielgeschehen kommentiert. Die Waffe, mit der Marlow selbst getötet wurde, ist magisch und darüberhinaus im Laufe des Spiels wandelbar, so lässt sich später auf Tastendruck von der Doppelsichel auf eine Art Peitschenwaffe umschalten. Noch dazu lernt Marlow insgesamt vier Maya-Zauber, die sich, wie auch die Waffenarten, je zweimal hochstufen lassen, um zum Beispiel den Schaden zu erhöhen.
Das Spiel sieht dabei gar nicht mal schlecht aus (ich war wirklich überrascht) und macht auch ansonsten keine schlechte Figur. Die Geschichte ist bewusst trashig und geradlinig gehalten, die Charaktere sind allesamt comichaft überzeichnet wie auch die Actionszenen. Gerade am Anfang explodiert ständig alles mögliche um die Spielfigur, was bisweilen an überzogene Actionfilme aus den Achtzigern erinnert. Die sehr cool gemachten Zwischensequenzen in der Spielengine sind nicht animiert, sondern zeigen Kamerafahrten um Standbildaufnahmen, die sich durch geschickte Perspektivenwahl bei den Fahrten immer wieder verändern und so die Action auf ihre Weise einfangen.
Die Kämpfe sind schön fetzig und das Trefferfeedback stimmig, die dazugehörigen Sounds lassen es ordentlich krachen. Durch die verschiedenen Waffenarten lässt sich der Kampfstil minimal anpassen: Gehe ich lieber mit der Peitschenwaffe auf Distanz oder mache ich ordentlich Schaden mit der langsamen Hammervariante? Auch die Zauber machen anständig Krach und lassen schnell den Combo-Zähler in die Höhe schnellen. Einziges Manko bei der Verwendung der Magie: Bei einem Einsatz eines Zaubers leert sich (fast) die gesamte Mana-Leiste, sodass man entweder eine der verstreuten blauen Masken einsammeln oder genügend Gegner verdreschen muss, um wieder zaubern zu können.
Wie die Geschichte sind auch die Level sehr linear und bieten abseits des Weges nicht viel zu entdecken. Oft sind ein paar Erfahrungspunkte mehr oder eher weniger gut am Wegesrand versteckt, dazu gibt es zwölf Sammelobjekte, die ebenfalls oft leicht auffindbar sind (erst recht, wenn man sich immer mal wieder ein bisschen umsieht). Zu den linearen Levels gesellen sich ein paar sogenannte "Challenges", die später auch separat vom Hauptmenü aus anwählbar sind. Dabei gilt es entweder in Moorhuhn-Manier Helikopter vom Himmel zu holen oder auf einer Strecke leuchtendende Orbs in möglichst kurzer Zeit einzusammeln.
Gestern Abend habe ich mit dem Spiel angefangen und hatte es in der Nacht schon beendet, trotz einiger Wiederholungen an der einen oder anderen Stelle. Von der reinen Spielzeit her kann man Marlow Briggs also mit einem sehr langen Actionfilm (oder einer Reihe von Filmen) vergleichen. Lässt man sich hier und dort etwas weniger Zeit oder braucht ein paar Wiederholungen weniger, ist das Spiel in ein ganz paar Stündchen vorbei. Dafür, dass ich das gute Stück in einem Steam-Sale für ganze 99 Cent abgegriffen habe, wurde ich mehr als gut unterhalten. Alleine die Unterhaltungen zwischen Marlow und dem Geist des Azteken-Königs sind schon für etliche Lacher gut. Wer unkomplizierte und witzig inszenierte, bunte Action mag, sollte definitiv zugreifen, auch für (derzeit) 4,99 € immer noch ein echtes Schnäppchen!