Einer der ersten Sätze von Thomas Freeman aus Taking Down Hollywood, unserem Semesterstück. Nun finde ich mich selber wieder in der Rolle desjenigen, der keine Ahnung hat. Keine Ahnung, was oder wie er sich fühlen soll.
Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.
Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.
Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.
Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.
Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.
An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.
Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.
Du hast also mein Blog gefunden. Ob durch Zufall oder Absicht, du bist jetzt hier. Bleib gerne ein Weilchen und schau dir an, was ich so zu virtuellem Papier gebracht habe. Das wird vermutlich nicht immer deinen Geschmack oder dein Interesse treffen. Vielleicht ist ja der eine oder andere Post dabei, der dich zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen bringt, dich zum Nachdenken anregt oder dich im Zweifel einfach nur verstört am Kopf kratzen lässt. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Rezipieren!
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Sonntag, 25. Januar 2015
Dienstag, 2. September 2014
Die Galaxie ist sicher
"Nichts dringt in mein Gehirn. Meine Reflexe sind zu schnell." Was soll bei Helden mit einer derartigen Einstellung schon schiefgehen? Nichts, offensichtlich.
Ich wüsste gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen sollte. Kurz zusammengefasst trifft es vielleicht folgendes im Ansatz ganz gut:
WAS. FÜR. EIN. GEILER. FILM.
Klar mag ich Comicverfilmungen im Allgemeinen sehr und lasse mich auch ansonsten oft und gerne gut unterhalten (auch mal im eher gehaltlosen Bereich), aber was Guardians of the Galaxy für ein Feuerwerk abbrennt ist schon sehens- und hörenswert. Einfach ein Heidenspaß und ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald nach The Avengers wieder einen so großartigen Comicheldenteamfilm sehen dürfen würde. Um mal meinen Nebenmann im Kino zu zitieren:"Ich wüsste nicht, was ich da kritisieren sollte." Belassen wir es einfach dabei. Unbedingt anschauen!
Ich wüsste gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen sollte. Kurz zusammengefasst trifft es vielleicht folgendes im Ansatz ganz gut:
WAS. FÜR. EIN. GEILER. FILM.
Klar mag ich Comicverfilmungen im Allgemeinen sehr und lasse mich auch ansonsten oft und gerne gut unterhalten (auch mal im eher gehaltlosen Bereich), aber was Guardians of the Galaxy für ein Feuerwerk abbrennt ist schon sehens- und hörenswert. Einfach ein Heidenspaß und ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald nach The Avengers wieder einen so großartigen Comicheldenteamfilm sehen dürfen würde. Um mal meinen Nebenmann im Kino zu zitieren:"Ich wüsste nicht, was ich da kritisieren sollte." Belassen wir es einfach dabei. Unbedingt anschauen!
Donnerstag, 21. August 2014
(Fast) zehn Jahre Wacken - ein kleiner Rückblick
Zehn mal Wacken Open Air. Neun Jahre. Neun gottverdammte Jahre. Fast eine Dekade. Knapp ein Drittel meines Lebens. Eine ganz schöne Menge Zeit. Zeit, sich zurückzuerinnern an die Anfänge und an ein paar besondere Momente, ob gut oder weniger gut. Allzumal ich in diesem Jahr vorerst zum letzten Mal das Festival besucht habe, aus mehrerlei Gründen (die sich teils auch hier wiederfinden werden).
2005 (mein Gott, ist das lange her...) hieß es für mich zum allerersten Mal: Auf nach Wacken! Die Frau, die ich bald darauf eine zeitlang meine Freundin nennen durfte, hatte mich sprichwörtlich auf das Festival gebracht (Die Liebe zum Festival hielt dann leider länger, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte, für einen anderen Abend. Mit viel Whisky. Oder Rum.). Beim ersten Besuch brauchte ich mir noch keine Gedanken über einen Sonnenbrand machen, da die meiste Zeit über dunkle Wolken den Himmel be- und uns immer mal wieder mit Regen eindeckten. Dank meiner noch mangelnden Erfahrung war ich dann auch die meiste Zeit mit Frieren beschäftigt.
Dafür waren die Bands klasse, und die "Night to remember" war auch noch genau das - in mehr als einer Hinsicht. Nicht nur waren Oomph! sehr gut, auch sollte der Auftritt von Nightwish der letzte sein (im Oktober des selben Jahres wurde die Sängerin Tarja Turunen "entlassen", alles was danach kam, ist für mich nicht mehr Nightwish). Am Freitag, den 05. August 2005, irgendwann zwischen 19:30 Uhr und 20:45 Uhr kreierte ich dann eine seithin viel zitierte Phrase:"Es könnte schlimmer kommen. Es könnte Eisregen geben." Hintergrund dazu: In der genannten Zeit standen wir nahe der Black Stage unter einem Schirm und genossen den Auftritt von Within Temptation. Natürlich im Regen. Parallel dazu - und mir in dem Moment noch nicht bewusst - spielte auf der Party Stage die Band Eisregen, was meinem Zitat eine leicht humoristische Note gab. Tat der Stimmung aber auch gut, so ein kleiner Lacher. Seitdem eben immer mal gerne wieder hervorgekramt.
Ein bisschen zum Lachen, zumindest in der Rückschau, war auch meine Idee, in den mitgebrachten Geburtstagskuchen für meine dann baldige Freundin im Zelt Wunderkerzen zu stecken und anzuzünden. Das anschließende Husten sorgte dann auch für eine leicht irritierte Nachfrage aus dem Nachbarzelt, was schließlich zu einem Stück Kuchen an die Nachfragerin führte. Und da hatte ich schon mal meinen Mut zusammengenommen...
Seit diesem prägenden ersten Besuch hat es mich in diesem Jahr dann eben schon zum zehnten Mal auf den heiligen Acker verschlagen. In so gut wie jedem Jahr gab es größere und kleinere Wechsel in unserer Gruppe von Mitfahrern und Campern. Zu Hochzeiten waren mit einer zweistelligen Zahl an Leuten vor Ort, da war dann schon so einiges los bei uns. Gerade in größeren Gruppen fielen dann auch Unmengen an unvergessenen Sprüchen, einer der prominentesten ist sicherlich die alte Cappuccino-Maschine...
Ach, es war auf jeden Fall immer wieder super, auch wenn das Wetter gerne mal versucht hat, uns die Laune zu verderben. Da mein allererster Besuch wettertechnisch ja nicht sonderlich berauschend war, hatte ich zumindest die Hoffnung, dass es in dem Aspekt eigentlich nur noch besser werden könnte (mit ein, zwei Ausnahmen war das ja auch so). Nicht umsonst lautet das Motto ja auch "Rain or Shine!" und Spaß hatten wir demzufolge auch immer, ob nass oder trocken.
Ich als Sonnencremeverweigerer der ersten Stunde habe mir in den sonnigen Jahren dann auch immer mal wieder den Pelz verbrannt, in diesem Jahr ganz besonders. An ein paar, kleinen Stellen pelle ich immer noch ein bisschen. Aber Sonnencreme ist halt kein Heay Metal. Duschen zwar eigentlich auch nicht, aber das habe ich mir im Laufe der Zeit dann doch mal angewöhnt. Ist schon angenehmer, morgens / vormittags (oder im Zweifelsfall mal nachts) sich den alten Staub / Dreck / Schweiß abspülen zu können. Die Maisfelder habe ich dann auch gemieden mit Rücksicht auf meine Schuhe...
Interessant ist auch, wie sich das Festival über die Jahre entwickelt hat. Die druckbare Version der Running Order zum Beispiel war in den ersten Jahren (also meinen ersten Besuchsjahren) noch eine recht simple Excel-Tabelle, erst im Laufe der Zeit kam da ein Design zu, das dem heutigen ähnelt. Allerdings war die Liste anfangs auch nicht so gnadenlos überfüllt wie heute, da hatten die einzelnen Bands noch Platz.
Apropos Platz: Das Infield, so wie ich es damals kennenlernte, sah noch ganz anders aus als heutzutage. Die beiden Hauptbühnen waren noch minimal kleiner, die Party Stage lag links davon und auch deutlich näher (was gerne zu unschönen Tonüberschneidungen führen konnte) und es gab noch die W.E.T. Stage beziehungsweise den Headbangers Ballroom als kleine Bühne im Zelt ganz vorne links beim Einlass. Der Biergarten mitsamt seiner kleinen Bühne war lange Zeit unverändert, erst in diesem Jahr hat sich da deutlich was getan.
2009 feierte das Wackinger Village mit eigener Bühne Premiere, außerdem wurde in einer Ecke die erste, kleine Version des Bullhead City Wrestling-Zeltes aufgestellt. Stieß beides (und stößt es nach wie vor) bei mir auf Unverständnis und wenig Gegenliebe. In erster Linie bedeutete das nämlich eine vollkommen unnötige Verteuerung der Eintrittskarten für eine Gegenleistung, die man gar nicht wirklich nutzen kann. Man ist ja schon nicht in der Lage, alles mitzunehmen, wenn man sich nur auf die drei Hauptbühnen konzentriert, wozu dann also noch Zusatzprogramm?
Das Wackinger Village an sich ist ja noch ganz nett und auch die angebotenen Speisen und Getränke sind toll, wenn auch leider reichlich teuer (aller Voraussicht nach dank horrender Standmieten). Trinkhörner, Bekleideung und allerlei Accessoires sind natürlich auch käuflich zu erwerben aber dafür fahre ich ja nicht nach Wacken, da gibt es dann doch die eine oder andere Alternative - die sich dann auch thematisch in genau diesem einen Rahmen bewegt. Die Medieval Stage (mittlerweile als Wackinger Stage bekannt) steht dann auch einigermaßen in das Setting passenden Bands zur Verfügung, wobei es auch da Ausnahmen gibt (mal davon ab, dass ich sie ziemlich über habe, passen für mich Torfrock und Mittelalter nicht so recht zusammen...). So ist das ganze dann immerhin einigermaßen konsistent und als mehr oder weniger abgetrennter Bereich auch bis auf die Zuschauer in sich stimmig.
Was dann allerdings die Sache mit dem Wrestling-Zelt sollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Wrestling an sich (habe ich mit meiner Mom vor Ewigkeiten gerne mal geschaut) aber muss das in Wacken sein? Klar wurde dann auch schnell mit Oil Catching und ähnlichen Anzüglichkeiten geworben, denn eins ist klar: Sex sells. Scheint ja auch immer ganz gut besucht zu sein, das Zelt. Trotzdem war mir das zum einen zu platt und zum anderen irgendwie unpassend. Wäre das eine Art separate Attraktion mit eigenem Eintritt geworden, meinetwegen. Aber dafür die Karte wieder noch teurer machen, nein danke. Na ja, nach einer Überlegung, doch mal mit einem Kumpel in das Zelt zu gehen - und der ewig langen Schlange davor - habe ich das Teil dann erfolgreich gemieden. Über die Jahre ist es dann auch stark gewachsen und beherbergt unter anderem die W.E.T. Stage und die neue Headbanger Stage (ehemals in dem kleinen Zelt am Rande des Infields).
Was über die Jahre ebenfalls stark gewachsen ist, ist ein gewisser Grad an Dekadenz in unserem Camp. Wir waren ja schon immer darauf bedacht, uns anständig versorgen und einigermaßen bequem und trocken sitzen zu können, doch nach und nach nahm das dann schon ausufernde Züge an. Mal von wachsenden Zelten (die dafür auch ordentlich Stauraum bieten, sodass man nicht mehr für jedes Teil ans Auto rennen muss) und der Anschaffung eines stabilen, praktisch verstaubaren Tisches abgesehen waren Kühlschrank und Generator schon reichlich dekadent.
Den Kühlschrank gab es noch günstig für eine Kiste Bier abzuholen, für den Generator haben wir dann schon zusammen gespart. Klar ist das schön, auch mal eine kalte Cola trinken zu können ohne dafür vier Euro zu zahlen und auch das kleine Eisfach ist äußerst praktisch (zum Beispiel um die Cola dann auch noch mit Eis trinken zu können). Ob es das allerdings gebraucht hätte... nun ja, gebraucht mit Sicherheit nicht. Was es in der Folge natürlich gebraucht hat, ist Platz, und das reichlich. Mit Pavillon, Kühlschrank, Generator, Vorräten und dem restlichen Gepäck wie Zelten, Isomatten et cetera waren die Autos dann auch immer schnell voll. Und wir haben ja doch nie alles aufgebraucht oder nicht alles nutzen müssen.
Besonders im Jahr 2012 war das Schleppen der großen Teile unangenehm, da wir in dem Fall nicht direkt am Auto campen durften (und konnten). Es war so viel Regen gefallen (und es fiel noch mehr), dass einige Flächen einzig allein für Autos reserviert wurden und man mit Sack und Pack auf das nächste Areal laufen musste, um dort sein Camp zu errichten. Wir mussten dafür einen kleinen Knick hinunter und über einen breiten Weg, beides in entsprechend matschigem Zustand. Mein Kumpel und ich sind dann auch fast den Knick hinuntergefallen mit dem Kühlschrank in den Händen. Hat richtig viel Spaß gemacht.
Camp Scheiße nebenan war auch großartig, die Deppen wurden ihrem Campnamen durchaus gerecht. Durch anhaltende Regenfälle war die Stimmung dann auch nicht mehr ganz so hoch zu halten, sodass wir uns schließlich am Samstag dazu entschlossen, das Gelände vorzeitig zu verlassen. Nachdem wir alles abgebaut hatten, parkten wir die Autos bei Freunden in Wacken und gingen zu Fuß zu den letzten Konzerten. Den Abschluss sahen wir uns auch gar nicht mehr an, sondern saßen noch bei den Freunden zusammen und fuhren dann nachts noch heim. Übrigens sehr entspannt, wir kamen überall super durch und hatten keine Sorge, im Stau stehen zu müssen.
Nach meiner kritischen Haltung zum Wrestling-Zelt muss ich gestehen, bin ich auch über den generellen Anstieg der Kommerzialisierung und teilweisen Banalisierung des Festivals enttäuscht. Ich sehe durchaus ein, dass man mit dem W:O:A auch Geld verdienen will und muss, keine Frage. Aber immer mehr Eigenwerbung für Wacken-dies und Wacken-das fängt irgendwann an, einem gehörig auf die Nerven zu gehen. Manchmal bekam ich das Gefühl, der einzige Grund für die zusätzlichen Bildschirme wäre Platz und Gelegenheit für noch mehr Werbung in eigener Sache. Und nicht nur das, auch die Überflutung des "Full:Metal:Bag" mit Werbeflyern statt irgendwie brauchbarem Inhalt macht das ganze Ding schon fast wieder überflüssig.
Was mir auch ein bisschen seltsam vorkam, war die Belegung eines Slots auf der Hauptbühne für einen Comedian. Ich habe gar nichts gegen Comedy und auch im Metal-Bereich ist da ganz bestimmt Platz für. Nur muss für so etwas dann eine Band womöglich verschoben werden? Auf der Party Stage (oder in dem Wrestling-Zelt) wäre die Platzierung eines solchen Auftritts meiner Meinung nach deutlicher angebrachter.
Relativ plötzlich wurden auch die 0,4 l Becher abgeschafft ohne eine Begründung dafür anzugeben. Stattdessen gibt es jetzt nur noch die 0,3 l Becher und selbst für einen Becher Selter zahlt man 3,- € (plus 1,- € Becherpfand). Da in diesem Jahr die Einlasskontrollen bis vor das Wackinger Village vorgezogen wurden, durfte man nicht einmal mehr dorthin eigene Getränke mitnehmen (was für Händler von beispielsweise Trinkhörnern übrigens auch den Horror und ein ziemliches Verlustgeschäft bedeutete). Als Ausgleich gab es dann einen Plastiktrinkbeutel, der immerhin einen Liter fasst und den man auch mit ins Infield nehmen darf. Besser als nichts, auch wenn das Teil nicht gerade durch Stabilität glänzte.
Worüber wir uns definitiv nicht beschweren können, ist das Wetter der letzten beiden Jahre. Derartige Trockenheit und Hitze in Wacken war bisher eher Rarität, doch im letzten Jahr hatte sogar einer unserer Mitfahrer einen kleinen Sonnenstich, was eigentlich schon alles sagt. Und auch in diesem Jahr brannte die Sonne wieder ordentlich von oben und sorgte damit für gute Laune, aber auch viel Staub. Im Wackinger Village behalfen sich ein paar Händler später damit, dass sie mit Wasserschläuchen vor ihren Ständen versuchten, die Luft ein wenig zu reinigen, sehr zur Freude vorbeigehender, schwitzender Metalheads. An den Bühnen gab es zu meiner Verwunderung keine Wasserfontänen in die Menge, wie es in einem anderen, heißen Jahr schon der Fall gewesen war.
Verwunderung bestand auch ob der unerwarteten und (mal wieder) unbegründeten Erhöhung der Gebühr für die Frühanreise am Montag oder Dienstag. Waren bis zum letzten Jahr für Montag noch 20,- € und für Dienstag 10,- € fällig, stiegen beide Preise in diesem Jahr um zehn Euro. Keine Erklärung dafür, nichts. Finde ich dann schon frech, so steigt dann der Eintrittspreis auf insgesamt 190,- € im Vergleich zu 140,- € im letzten Jahr. Da darf man sich dann schon mal drüber ärgern (allzumal ich versucht hatte, wieder X-Mas Tickets zu bekommen).
Geärgert habe ich mich auch in jedem Jahr wieder über die Menschenmengen vor den Merchandise-Ständen oder besser, über die Handhabung. Anstatt wie bei der Bändchenausgabe eine Schlange einfach am Stand vorbeizuführen, drängten sich die Leute in einer dicken Traube vor die Stände. Dummerweise führte der Rückweg natürlich auch wieder durch die Menschenmenge, was das ganze immer stark unbequem machte. Jedes Jahr, in dem ich die Umfrage ausfüllte, gab ich auch diesen Punkt als Kritik mit an. Ich traute meinen Augen nicht, als ich in diesem Jahr dann den Hauptstand sah: Es gab tatsächlich ein Geländer, was die Besucher in einer Schlange führte und man konnte den Stand ganz entspannt zur anderen Seite verlassen. Unglaublich, dass ich das noch erleben durfte. Ich glaube also fest daran, dass meine Kritik nicht gänzlich auf taube Ohren stieß (und ich war mit Sicherheit nicht der einzige mit der Idee).
Zum diesjährigen Besuch gab es dann auch noch eine kleine Premiere. War ich all die Jahre zuvor immer mit dem (eigenen) Auto angereist, so startete in diesem Jahr erstmalig die Anreise am Bahnhof Hamburg Altona. Ein Kumpel und ich hatten unsere Rucksäcke gepackt, einen Sechser Bier für den Weg mit dabei und waren trotz der anstehenden Bahnfahrt guter Dinge - obwohl die ersten zwei Bier schon auf der Rolltreppe von uns gingen (mögen sie in Frieden ruhen...). Entgegen unserer Befürchtungen war die Bahn überhaupt nicht voll und die Fahrt sehr entspannt. In Itzehoe ging es dann zu Freunden, von denen einer uns dankbarerweise nach Wacken fuhr, sodass wir nur noch das letzte Stück über den Campingplatz zu Fuß antreten mussten. Aufgrund des vorzeitigen Ausfalls einer Mitfahrerin konnten wir auf dem Rückweg sogar noch Platz im Auto finden, was an dem Sonntag auch die Laune hob.
Ebenfalls für gute Laune bei mir sorgte das Treffen mit meinem alten Ausbildungskollegen, den ich geschätzte sechs Jahre nicht gesehen hatte. Am Samstag trottete ich einmal quer über das Campinggelände und fand ihn schließlich tatsächlich. War klasse, mal wieder ein bisschen in alten Zeiten zu schwelgen und ein wenig zu schnacken. Wir haben uns vorgenommen, auch außerhalb des W:O:A mal ein Treffen zu organisieren.
Ganz witziges Detail: Drei der Bands, die ich mir in diesem Jahr angeschaut habe, waren auch vor neun Jahren schon dabei. HammerFall, Apocalyptica und J.B.O. habe ich 2005 gesehen und mit den Auftritten in diesem Jahr schloss sich sozusagen der Kreis.
Auch wenn ich bei zwei, drei der für das nächste Jahr schon bestätigten Bands echt gerne sein würde, ist es mit der fünften Jahreszeit in den nächsten Jahren erst einmal vorbei. Von der schon erwähnten Enttäuschung über die intransparente Preispolitik und die zunehmende Kommerzialisierung abgesehen, liegt es schlicht und ergreifend auch an mangelnden Mitteln meinerseits. Als Student fehlt mir dann eben doch das Geld, um mir die teure Karte zu kaufen, dann noch eine Gebühr dafür zu zahlen, dass mein Zelt einen Tag früher steht und mir vielleicht doch das eine oder andere Getränk (und das obligatorische T-Shirt) zu genehmigen. Von den vorher eingekauften Vorräten ganz zu schweigen. Ist schade, aber vielleicht kommt ja mal wieder eine Zeit, in der es auch für mich heißt: See you in Wacken - rain or shine!
Mal zur Übersicht die Ticketpreise (aufgedruckter Preis inklusive eventuell aufgedruckter Gebühren) und die Bands, die ich über die Jahre gesehen habe (nicht einbezogen habe ich die Frühanreisegebühr):
2005: 79,- €; Bands: Oomph!, Nightwish, Within Temptation, Machine Head, Stratovarius (als "Special Surprise Act"), Apocalyptica, Corvus Corax mit Orchester, HammerFall, J.B.O. (als "Surprise Act"), Sentenced.
2006: 79,- €; Bands: Scorpions (na ja, den Anfang habe ich mir angeschaut...), Six Feet Under, In Extremo, Children of Bodom, Ministry (auch nur halb gesehen, gehört dafür aber selbst im Zelt noch gut), Fear Factory, Soulfly, Motörhead, Subway to Sally.
2007: 99,- €; Bands: Letzte Instanz, Grave Digger, J.B.O., Lacuna Coil, Blind Guardian, Schandmaul, Type O Negative, In Flames, Subway to Sally.
2008: 99,- €; Bands: Avenged Sevenfold, Iron Maiden, Kamelot, Soilwork, Sonata Arctica, Children of Bodom, Corvus Corax, Avantasia (Na ja, den Anfang. Von ganz weit weg.), As I Lay Dying, Killswitch Engage, Nightwish (man, was war ich froh über den Jack Daniel's Stand... und dann gab's bei zwei Getränken auch noch ein Army Cap dazu, super).
2009: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Schandmaul, J.B.O. (als "Secret Show"), The BossHoss, Lacuna Coil, HammerFall, Bullet for my Valentine, Motörhead, In Flames, ASP, Pain, Volbeat, Subway to Sally.
2010: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Alice Cooper, Iron Maiden, Ill Nino, Die Apokalyptischen Reiter, Stratovarius, Grave Digger, Slayer, Soulfly, Fear Factory.
2011: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Blind Guardian, Ozzy Osbourne, Van Canto, Heaven Shall Burn, Judas Priest, Knorkator, Children of Bodom, Subway to Sally.
2012: 150,- €; Bands: Sepultura & Les Tambours du Bronx, Volbeat, Oomph!, HammerFall, Leaves' Eyes, In Flames, In Extremo, Cradle of Filth (zumindest einen Teil des Gekreisches), Amon Amarth, Schandmaul. Oh, und nicht zu vergessen: Die supergeile Endzeitshow am Mittwoch... was ein Reinfall, zumindest größtenteils.
2013: 130,- € (X-Mas Ticket); Bands: Deep Purple (nicht komplett), Rammstein, Corvus Corax, ASP, Grave Digger, Fear Factory, Die Apokalyptischen Reiter, und bestimmt noch ein, zwei Bands, nur habe ich meine Running Order nicht aktualisiert nachdem ich zuhause war.
2014: 170,- €; Bands: Saor Patrol, Red Hot Chili Pipers, HammerFall, Knorkator, Five Finger Death Punch, Heaven Shall Burn, Children of Bodom, Apocalyptica, Devin Townsend Project, J.B.O., Schandmaul.
2005 (mein Gott, ist das lange her...) hieß es für mich zum allerersten Mal: Auf nach Wacken! Die Frau, die ich bald darauf eine zeitlang meine Freundin nennen durfte, hatte mich sprichwörtlich auf das Festival gebracht (Die Liebe zum Festival hielt dann leider länger, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte, für einen anderen Abend. Mit viel Whisky. Oder Rum.). Beim ersten Besuch brauchte ich mir noch keine Gedanken über einen Sonnenbrand machen, da die meiste Zeit über dunkle Wolken den Himmel be- und uns immer mal wieder mit Regen eindeckten. Dank meiner noch mangelnden Erfahrung war ich dann auch die meiste Zeit mit Frieren beschäftigt.
Dafür waren die Bands klasse, und die "Night to remember" war auch noch genau das - in mehr als einer Hinsicht. Nicht nur waren Oomph! sehr gut, auch sollte der Auftritt von Nightwish der letzte sein (im Oktober des selben Jahres wurde die Sängerin Tarja Turunen "entlassen", alles was danach kam, ist für mich nicht mehr Nightwish). Am Freitag, den 05. August 2005, irgendwann zwischen 19:30 Uhr und 20:45 Uhr kreierte ich dann eine seithin viel zitierte Phrase:"Es könnte schlimmer kommen. Es könnte Eisregen geben." Hintergrund dazu: In der genannten Zeit standen wir nahe der Black Stage unter einem Schirm und genossen den Auftritt von Within Temptation. Natürlich im Regen. Parallel dazu - und mir in dem Moment noch nicht bewusst - spielte auf der Party Stage die Band Eisregen, was meinem Zitat eine leicht humoristische Note gab. Tat der Stimmung aber auch gut, so ein kleiner Lacher. Seitdem eben immer mal gerne wieder hervorgekramt.
Ein bisschen zum Lachen, zumindest in der Rückschau, war auch meine Idee, in den mitgebrachten Geburtstagskuchen für meine dann baldige Freundin im Zelt Wunderkerzen zu stecken und anzuzünden. Das anschließende Husten sorgte dann auch für eine leicht irritierte Nachfrage aus dem Nachbarzelt, was schließlich zu einem Stück Kuchen an die Nachfragerin führte. Und da hatte ich schon mal meinen Mut zusammengenommen...
Seit diesem prägenden ersten Besuch hat es mich in diesem Jahr dann eben schon zum zehnten Mal auf den heiligen Acker verschlagen. In so gut wie jedem Jahr gab es größere und kleinere Wechsel in unserer Gruppe von Mitfahrern und Campern. Zu Hochzeiten waren mit einer zweistelligen Zahl an Leuten vor Ort, da war dann schon so einiges los bei uns. Gerade in größeren Gruppen fielen dann auch Unmengen an unvergessenen Sprüchen, einer der prominentesten ist sicherlich die alte Cappuccino-Maschine...
Ach, es war auf jeden Fall immer wieder super, auch wenn das Wetter gerne mal versucht hat, uns die Laune zu verderben. Da mein allererster Besuch wettertechnisch ja nicht sonderlich berauschend war, hatte ich zumindest die Hoffnung, dass es in dem Aspekt eigentlich nur noch besser werden könnte (mit ein, zwei Ausnahmen war das ja auch so). Nicht umsonst lautet das Motto ja auch "Rain or Shine!" und Spaß hatten wir demzufolge auch immer, ob nass oder trocken.
Ich als Sonnencremeverweigerer der ersten Stunde habe mir in den sonnigen Jahren dann auch immer mal wieder den Pelz verbrannt, in diesem Jahr ganz besonders. An ein paar, kleinen Stellen pelle ich immer noch ein bisschen. Aber Sonnencreme ist halt kein Heay Metal. Duschen zwar eigentlich auch nicht, aber das habe ich mir im Laufe der Zeit dann doch mal angewöhnt. Ist schon angenehmer, morgens / vormittags (oder im Zweifelsfall mal nachts) sich den alten Staub / Dreck / Schweiß abspülen zu können. Die Maisfelder habe ich dann auch gemieden mit Rücksicht auf meine Schuhe...
Interessant ist auch, wie sich das Festival über die Jahre entwickelt hat. Die druckbare Version der Running Order zum Beispiel war in den ersten Jahren (also meinen ersten Besuchsjahren) noch eine recht simple Excel-Tabelle, erst im Laufe der Zeit kam da ein Design zu, das dem heutigen ähnelt. Allerdings war die Liste anfangs auch nicht so gnadenlos überfüllt wie heute, da hatten die einzelnen Bands noch Platz.
Apropos Platz: Das Infield, so wie ich es damals kennenlernte, sah noch ganz anders aus als heutzutage. Die beiden Hauptbühnen waren noch minimal kleiner, die Party Stage lag links davon und auch deutlich näher (was gerne zu unschönen Tonüberschneidungen führen konnte) und es gab noch die W.E.T. Stage beziehungsweise den Headbangers Ballroom als kleine Bühne im Zelt ganz vorne links beim Einlass. Der Biergarten mitsamt seiner kleinen Bühne war lange Zeit unverändert, erst in diesem Jahr hat sich da deutlich was getan.
2009 feierte das Wackinger Village mit eigener Bühne Premiere, außerdem wurde in einer Ecke die erste, kleine Version des Bullhead City Wrestling-Zeltes aufgestellt. Stieß beides (und stößt es nach wie vor) bei mir auf Unverständnis und wenig Gegenliebe. In erster Linie bedeutete das nämlich eine vollkommen unnötige Verteuerung der Eintrittskarten für eine Gegenleistung, die man gar nicht wirklich nutzen kann. Man ist ja schon nicht in der Lage, alles mitzunehmen, wenn man sich nur auf die drei Hauptbühnen konzentriert, wozu dann also noch Zusatzprogramm?
Das Wackinger Village an sich ist ja noch ganz nett und auch die angebotenen Speisen und Getränke sind toll, wenn auch leider reichlich teuer (aller Voraussicht nach dank horrender Standmieten). Trinkhörner, Bekleideung und allerlei Accessoires sind natürlich auch käuflich zu erwerben aber dafür fahre ich ja nicht nach Wacken, da gibt es dann doch die eine oder andere Alternative - die sich dann auch thematisch in genau diesem einen Rahmen bewegt. Die Medieval Stage (mittlerweile als Wackinger Stage bekannt) steht dann auch einigermaßen in das Setting passenden Bands zur Verfügung, wobei es auch da Ausnahmen gibt (mal davon ab, dass ich sie ziemlich über habe, passen für mich Torfrock und Mittelalter nicht so recht zusammen...). So ist das ganze dann immerhin einigermaßen konsistent und als mehr oder weniger abgetrennter Bereich auch bis auf die Zuschauer in sich stimmig.
Was dann allerdings die Sache mit dem Wrestling-Zelt sollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Wrestling an sich (habe ich mit meiner Mom vor Ewigkeiten gerne mal geschaut) aber muss das in Wacken sein? Klar wurde dann auch schnell mit Oil Catching und ähnlichen Anzüglichkeiten geworben, denn eins ist klar: Sex sells. Scheint ja auch immer ganz gut besucht zu sein, das Zelt. Trotzdem war mir das zum einen zu platt und zum anderen irgendwie unpassend. Wäre das eine Art separate Attraktion mit eigenem Eintritt geworden, meinetwegen. Aber dafür die Karte wieder noch teurer machen, nein danke. Na ja, nach einer Überlegung, doch mal mit einem Kumpel in das Zelt zu gehen - und der ewig langen Schlange davor - habe ich das Teil dann erfolgreich gemieden. Über die Jahre ist es dann auch stark gewachsen und beherbergt unter anderem die W.E.T. Stage und die neue Headbanger Stage (ehemals in dem kleinen Zelt am Rande des Infields).
Was über die Jahre ebenfalls stark gewachsen ist, ist ein gewisser Grad an Dekadenz in unserem Camp. Wir waren ja schon immer darauf bedacht, uns anständig versorgen und einigermaßen bequem und trocken sitzen zu können, doch nach und nach nahm das dann schon ausufernde Züge an. Mal von wachsenden Zelten (die dafür auch ordentlich Stauraum bieten, sodass man nicht mehr für jedes Teil ans Auto rennen muss) und der Anschaffung eines stabilen, praktisch verstaubaren Tisches abgesehen waren Kühlschrank und Generator schon reichlich dekadent.
Den Kühlschrank gab es noch günstig für eine Kiste Bier abzuholen, für den Generator haben wir dann schon zusammen gespart. Klar ist das schön, auch mal eine kalte Cola trinken zu können ohne dafür vier Euro zu zahlen und auch das kleine Eisfach ist äußerst praktisch (zum Beispiel um die Cola dann auch noch mit Eis trinken zu können). Ob es das allerdings gebraucht hätte... nun ja, gebraucht mit Sicherheit nicht. Was es in der Folge natürlich gebraucht hat, ist Platz, und das reichlich. Mit Pavillon, Kühlschrank, Generator, Vorräten und dem restlichen Gepäck wie Zelten, Isomatten et cetera waren die Autos dann auch immer schnell voll. Und wir haben ja doch nie alles aufgebraucht oder nicht alles nutzen müssen.
Besonders im Jahr 2012 war das Schleppen der großen Teile unangenehm, da wir in dem Fall nicht direkt am Auto campen durften (und konnten). Es war so viel Regen gefallen (und es fiel noch mehr), dass einige Flächen einzig allein für Autos reserviert wurden und man mit Sack und Pack auf das nächste Areal laufen musste, um dort sein Camp zu errichten. Wir mussten dafür einen kleinen Knick hinunter und über einen breiten Weg, beides in entsprechend matschigem Zustand. Mein Kumpel und ich sind dann auch fast den Knick hinuntergefallen mit dem Kühlschrank in den Händen. Hat richtig viel Spaß gemacht.
Camp Scheiße nebenan war auch großartig, die Deppen wurden ihrem Campnamen durchaus gerecht. Durch anhaltende Regenfälle war die Stimmung dann auch nicht mehr ganz so hoch zu halten, sodass wir uns schließlich am Samstag dazu entschlossen, das Gelände vorzeitig zu verlassen. Nachdem wir alles abgebaut hatten, parkten wir die Autos bei Freunden in Wacken und gingen zu Fuß zu den letzten Konzerten. Den Abschluss sahen wir uns auch gar nicht mehr an, sondern saßen noch bei den Freunden zusammen und fuhren dann nachts noch heim. Übrigens sehr entspannt, wir kamen überall super durch und hatten keine Sorge, im Stau stehen zu müssen.
Nach meiner kritischen Haltung zum Wrestling-Zelt muss ich gestehen, bin ich auch über den generellen Anstieg der Kommerzialisierung und teilweisen Banalisierung des Festivals enttäuscht. Ich sehe durchaus ein, dass man mit dem W:O:A auch Geld verdienen will und muss, keine Frage. Aber immer mehr Eigenwerbung für Wacken-dies und Wacken-das fängt irgendwann an, einem gehörig auf die Nerven zu gehen. Manchmal bekam ich das Gefühl, der einzige Grund für die zusätzlichen Bildschirme wäre Platz und Gelegenheit für noch mehr Werbung in eigener Sache. Und nicht nur das, auch die Überflutung des "Full:Metal:Bag" mit Werbeflyern statt irgendwie brauchbarem Inhalt macht das ganze Ding schon fast wieder überflüssig.
Was mir auch ein bisschen seltsam vorkam, war die Belegung eines Slots auf der Hauptbühne für einen Comedian. Ich habe gar nichts gegen Comedy und auch im Metal-Bereich ist da ganz bestimmt Platz für. Nur muss für so etwas dann eine Band womöglich verschoben werden? Auf der Party Stage (oder in dem Wrestling-Zelt) wäre die Platzierung eines solchen Auftritts meiner Meinung nach deutlicher angebrachter.
Relativ plötzlich wurden auch die 0,4 l Becher abgeschafft ohne eine Begründung dafür anzugeben. Stattdessen gibt es jetzt nur noch die 0,3 l Becher und selbst für einen Becher Selter zahlt man 3,- € (plus 1,- € Becherpfand). Da in diesem Jahr die Einlasskontrollen bis vor das Wackinger Village vorgezogen wurden, durfte man nicht einmal mehr dorthin eigene Getränke mitnehmen (was für Händler von beispielsweise Trinkhörnern übrigens auch den Horror und ein ziemliches Verlustgeschäft bedeutete). Als Ausgleich gab es dann einen Plastiktrinkbeutel, der immerhin einen Liter fasst und den man auch mit ins Infield nehmen darf. Besser als nichts, auch wenn das Teil nicht gerade durch Stabilität glänzte.
Worüber wir uns definitiv nicht beschweren können, ist das Wetter der letzten beiden Jahre. Derartige Trockenheit und Hitze in Wacken war bisher eher Rarität, doch im letzten Jahr hatte sogar einer unserer Mitfahrer einen kleinen Sonnenstich, was eigentlich schon alles sagt. Und auch in diesem Jahr brannte die Sonne wieder ordentlich von oben und sorgte damit für gute Laune, aber auch viel Staub. Im Wackinger Village behalfen sich ein paar Händler später damit, dass sie mit Wasserschläuchen vor ihren Ständen versuchten, die Luft ein wenig zu reinigen, sehr zur Freude vorbeigehender, schwitzender Metalheads. An den Bühnen gab es zu meiner Verwunderung keine Wasserfontänen in die Menge, wie es in einem anderen, heißen Jahr schon der Fall gewesen war.
Verwunderung bestand auch ob der unerwarteten und (mal wieder) unbegründeten Erhöhung der Gebühr für die Frühanreise am Montag oder Dienstag. Waren bis zum letzten Jahr für Montag noch 20,- € und für Dienstag 10,- € fällig, stiegen beide Preise in diesem Jahr um zehn Euro. Keine Erklärung dafür, nichts. Finde ich dann schon frech, so steigt dann der Eintrittspreis auf insgesamt 190,- € im Vergleich zu 140,- € im letzten Jahr. Da darf man sich dann schon mal drüber ärgern (allzumal ich versucht hatte, wieder X-Mas Tickets zu bekommen).
Geärgert habe ich mich auch in jedem Jahr wieder über die Menschenmengen vor den Merchandise-Ständen oder besser, über die Handhabung. Anstatt wie bei der Bändchenausgabe eine Schlange einfach am Stand vorbeizuführen, drängten sich die Leute in einer dicken Traube vor die Stände. Dummerweise führte der Rückweg natürlich auch wieder durch die Menschenmenge, was das ganze immer stark unbequem machte. Jedes Jahr, in dem ich die Umfrage ausfüllte, gab ich auch diesen Punkt als Kritik mit an. Ich traute meinen Augen nicht, als ich in diesem Jahr dann den Hauptstand sah: Es gab tatsächlich ein Geländer, was die Besucher in einer Schlange führte und man konnte den Stand ganz entspannt zur anderen Seite verlassen. Unglaublich, dass ich das noch erleben durfte. Ich glaube also fest daran, dass meine Kritik nicht gänzlich auf taube Ohren stieß (und ich war mit Sicherheit nicht der einzige mit der Idee).
Zum diesjährigen Besuch gab es dann auch noch eine kleine Premiere. War ich all die Jahre zuvor immer mit dem (eigenen) Auto angereist, so startete in diesem Jahr erstmalig die Anreise am Bahnhof Hamburg Altona. Ein Kumpel und ich hatten unsere Rucksäcke gepackt, einen Sechser Bier für den Weg mit dabei und waren trotz der anstehenden Bahnfahrt guter Dinge - obwohl die ersten zwei Bier schon auf der Rolltreppe von uns gingen (mögen sie in Frieden ruhen...). Entgegen unserer Befürchtungen war die Bahn überhaupt nicht voll und die Fahrt sehr entspannt. In Itzehoe ging es dann zu Freunden, von denen einer uns dankbarerweise nach Wacken fuhr, sodass wir nur noch das letzte Stück über den Campingplatz zu Fuß antreten mussten. Aufgrund des vorzeitigen Ausfalls einer Mitfahrerin konnten wir auf dem Rückweg sogar noch Platz im Auto finden, was an dem Sonntag auch die Laune hob.
Ebenfalls für gute Laune bei mir sorgte das Treffen mit meinem alten Ausbildungskollegen, den ich geschätzte sechs Jahre nicht gesehen hatte. Am Samstag trottete ich einmal quer über das Campinggelände und fand ihn schließlich tatsächlich. War klasse, mal wieder ein bisschen in alten Zeiten zu schwelgen und ein wenig zu schnacken. Wir haben uns vorgenommen, auch außerhalb des W:O:A mal ein Treffen zu organisieren.
Ganz witziges Detail: Drei der Bands, die ich mir in diesem Jahr angeschaut habe, waren auch vor neun Jahren schon dabei. HammerFall, Apocalyptica und J.B.O. habe ich 2005 gesehen und mit den Auftritten in diesem Jahr schloss sich sozusagen der Kreis.
Auch wenn ich bei zwei, drei der für das nächste Jahr schon bestätigten Bands echt gerne sein würde, ist es mit der fünften Jahreszeit in den nächsten Jahren erst einmal vorbei. Von der schon erwähnten Enttäuschung über die intransparente Preispolitik und die zunehmende Kommerzialisierung abgesehen, liegt es schlicht und ergreifend auch an mangelnden Mitteln meinerseits. Als Student fehlt mir dann eben doch das Geld, um mir die teure Karte zu kaufen, dann noch eine Gebühr dafür zu zahlen, dass mein Zelt einen Tag früher steht und mir vielleicht doch das eine oder andere Getränk (und das obligatorische T-Shirt) zu genehmigen. Von den vorher eingekauften Vorräten ganz zu schweigen. Ist schade, aber vielleicht kommt ja mal wieder eine Zeit, in der es auch für mich heißt: See you in Wacken - rain or shine!
Mal zur Übersicht die Ticketpreise (aufgedruckter Preis inklusive eventuell aufgedruckter Gebühren) und die Bands, die ich über die Jahre gesehen habe (nicht einbezogen habe ich die Frühanreisegebühr):
2005: 79,- €; Bands: Oomph!, Nightwish, Within Temptation, Machine Head, Stratovarius (als "Special Surprise Act"), Apocalyptica, Corvus Corax mit Orchester, HammerFall, J.B.O. (als "Surprise Act"), Sentenced.
2006: 79,- €; Bands: Scorpions (na ja, den Anfang habe ich mir angeschaut...), Six Feet Under, In Extremo, Children of Bodom, Ministry (auch nur halb gesehen, gehört dafür aber selbst im Zelt noch gut), Fear Factory, Soulfly, Motörhead, Subway to Sally.
2007: 99,- €; Bands: Letzte Instanz, Grave Digger, J.B.O., Lacuna Coil, Blind Guardian, Schandmaul, Type O Negative, In Flames, Subway to Sally.
2008: 99,- €; Bands: Avenged Sevenfold, Iron Maiden, Kamelot, Soilwork, Sonata Arctica, Children of Bodom, Corvus Corax, Avantasia (Na ja, den Anfang. Von ganz weit weg.), As I Lay Dying, Killswitch Engage, Nightwish (man, was war ich froh über den Jack Daniel's Stand... und dann gab's bei zwei Getränken auch noch ein Army Cap dazu, super).
2009: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Schandmaul, J.B.O. (als "Secret Show"), The BossHoss, Lacuna Coil, HammerFall, Bullet for my Valentine, Motörhead, In Flames, ASP, Pain, Volbeat, Subway to Sally.
2010: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Alice Cooper, Iron Maiden, Ill Nino, Die Apokalyptischen Reiter, Stratovarius, Grave Digger, Slayer, Soulfly, Fear Factory.
2011: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Blind Guardian, Ozzy Osbourne, Van Canto, Heaven Shall Burn, Judas Priest, Knorkator, Children of Bodom, Subway to Sally.
2012: 150,- €; Bands: Sepultura & Les Tambours du Bronx, Volbeat, Oomph!, HammerFall, Leaves' Eyes, In Flames, In Extremo, Cradle of Filth (zumindest einen Teil des Gekreisches), Amon Amarth, Schandmaul. Oh, und nicht zu vergessen: Die supergeile Endzeitshow am Mittwoch... was ein Reinfall, zumindest größtenteils.
2013: 130,- € (X-Mas Ticket); Bands: Deep Purple (nicht komplett), Rammstein, Corvus Corax, ASP, Grave Digger, Fear Factory, Die Apokalyptischen Reiter, und bestimmt noch ein, zwei Bands, nur habe ich meine Running Order nicht aktualisiert nachdem ich zuhause war.
2014: 170,- €; Bands: Saor Patrol, Red Hot Chili Pipers, HammerFall, Knorkator, Five Finger Death Punch, Heaven Shall Burn, Children of Bodom, Apocalyptica, Devin Townsend Project, J.B.O., Schandmaul.
Mittwoch, 20. August 2014
Hateful Days
Leute mit denen ich schon etwas länger zu tun habe, könnten meine Einstellung zum Thema Valentinstag kennen: Eine Erfindung der Blumenläden, um auch ja nicht den kommerziellen Aspekt einer Beziehung zu vergessen. Ganz prima. Mit anderen Worten: Genau wie der Nazi-Feiertag Muttertag geht mir das so ziemlich am Arsch vorbei (mal ganz davon abgesehen, dass ich ja gar keine Beziehung habe).
In diesem Jahr allerdings habe ich dann doch ein wenig Geld ausgegeben (es war ein Freitag). Nicht für eine nicht vorhandene Freundin, sondern ganz egoistisch für mich selbst. Bei Steam. Passend zum Datum waren nämlich Analogue: A Hate Story und dessen Nachfolger Hate Plus als The Hateful Days Pair im Angebot, sogar mit den jeweiligen Soundtracks. Das Paket war mit nicht ganz zehn Euro sehr günstig bepreist, also habe ich zugegriffen.
Nun habe ich die beiden Titel auch endlich mal gespielt und bin begeistert. Man muss allerdings von vornherein wissen, was die "Spiele" ausmacht, denn typische Mechaniken und Interaktionsmöglichkeiten bieten die Titel nicht. Stattdessen fallen sie in die Kategorie "Visual Novel", es wird also hauptsächlich eine Geschichte erzählt, die größtenteils in Textform präsentiert wird. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas, Freunde der schnellen Action werden wohl eher gelangweilt sein. Ich dagegen finde diese Darstellungsform (auch der Abwechslung halber) gar nicht uninteressant und so machte ich mich dann an die Entdeckung der Geschichte.
Kurze Warnung: Ab hier folgen MASSIVE SPOILER! Nur als Info, falls sich jemand lieber selbst die Hintergrundgeschichte erarbeiten möchte.
Die Geschichte spielt kurz vor dem Jahr 5000 und man schlüpft in die Rolle eines als eher introvertiert vorgestellten Charakters, der auf einer Aufklärungsmission unterwegs ist. Um das Jahr 2450 herum wurde ein "Generationenschiff" namens Mugunghwa ins All geschickt, um neue Planetenkolonien zu erschließen. Auf dem gigantischen Schiff befanden sich, wie der Name andeutet, mehrere Generationen von Familien, um einen ausreichend diversifizierten Genpool für die dann neue Kolonie zur Verfügung zu stellen.
Zu dem Schiff brach nach einiger Zeit der Kontakt ab, danach war das Schiff verschwunden und tauchte eben erst tausende Jahre später wieder auf, ohne jedoch Kontakt aufzunehmen. Die Aufgabe des Spielers ist nun, herauszufinden, was genau an Bord der Mugunghwa passiert ist. Dies geschieht hauptsächlich durch das Lesen von Log-Einträgen verschiedenster Personen. Dabei wird der Spieler von KI-Konstrukten begleitet, welche die Einträge auch kommentieren. Teils durch das Lesen der Einträge, teils durch Gespräche mit den KI-Konstrukten werden neue Schriftstücke freigeschaltet, die nach und nach die tragische Geschichte des Schiffes erzählen, die schließlich in der Auslöschung der gesamten Bevölkerung mündet.
Analogue: A Hate Story startet damit, dass der Spieler an einem Terminal eine künstliche Intelligenz namens *Hyun-ae aktivieren muss, um Zugriff auf die Datenbank zu bekommen. Die KI begrüßt den Spieler dann auch und erklärt den simpel gehaltenen Zugriff auf die Log-Einträge des Schiffes. Das Interface ist rudimentär, so kann der Spieler zum Beispiel keine eigenen Eingaben machen und in Dialogen nur aus wenigen Optionen eine Auswahl treffen.
Von Anfang an ist klar, dass etwas geschehen sein muss, denn zum einen gibt es auf dem gesamten Schiff keine Anzeichen von Leben, zum anderen zeigen die Zeitstempel der Log-Einträge Jahreszahlen von circa 280 bis 322. Durch das Lesen der Einträge erschließt sich dem Spieler nach und nach das Bild einer von archaisch-patriarchalischen Zügen geprägten Gesellschaft, die auf neo-konfuzianistischen Idealen zu basieren scheint (in Anlehnung an die koreanische Joseon-Dynastie). Gleich zu Beginn wird man mit einem Zitat konfrontiert: Namjon yeobi; Men are honoured, women are abased. Bedeutet soviel wie: Männer werden verehrt, Frauen gedemütigt, was den Zustand der Gesellschaft an Bord aus der (westlichen) Sicht des Spielers recht gut zusammenfasst. *Hyun-ae steht dieser Haltung äußerst kritisch gegenüber, wie sie des Öfteren recht deutlich macht und auch den Spieler nach dessen Meinung fragt. Generell ist sie dem Spieler gegenüber sehr entgegenkommend eingestellt und freut sich über kritische Antworten auf ihre Fragen zu der Richtigkeit der gesellschaftlichen Ideale auf der Mugunghwa.
Es stellt sich heraus, dass sie eigentlich eine lebendige Person war, die in eine KI überführt wurde, als die gesamte Schiffsbesatzung starb und sie eine nicht unwichtige Rolle in der Geschichte des Untergangs spielte. Sie lag jahrhundertelang in einer kryogenischen Kapsel, da sie zu ihrer eigentlichen Lebenszeit unheilbar krank war. Ihr Vater hoffte, sie würde in einer Zeit erweckt werden, in der die Medizin sie heilen könnte. Sie wurde jedoch ein paar Jahre vor dem Untergang des Schiffes wieder erweckt, zu einer Zeit, in der sich die Medizin im Vergleich wieder zurückentwickelt hatte. So verschlechterte sich auch ihr Gesundheitszustand immer mehr zum Ende hin.
Durch das Aktivieren der zweiten KI des Schiffes, *Mute, erfährt der Spieler sehr schnell, dass Hyun-ae (also die Person, nicht die KI), für den Tod der letzten Menschen auf der Mugunghwa verantwortlich ist. *Mute sieht Hyun-ae (auch als KI) lediglich als Massenmörderin, ohne weitere Hintergründe oder zu Motive zu erfragen. *Mute ist allerdings auch den neo-konfuzianistischen Idealen der Gesellschaft sehr stark verbunden und verteidigt diese in ihren Kommentaren, beziehungsweise sieht die klare Rollenverteilung als gut und richtig an. Sie stellt dem Spieler eine Reihe von Fragen für *Hyun-ae zur Verfügung, um von dieser die Hintergründe zum Ende des Schiffes erfahren zu können.
Wechselt der Spieler dann wieder zu *Hyun-ae als aktive KI, kann er von ihr die ganze Geschichte lesen. Bleibt der Spieler bei *Mute als aktiver KI, kann er auf Nachfrage auch von ihr einzelne Log-Einträge bekommen, wodurch Hyun-aes wahren Motive aber im Dunkeln bleiben und die Ereignisse sehr einseitig dargestellt werden.
Durch eine nahende Reaktorschmelze muss der Spieler zwischendurch Energieressourcen umverteilen und den Reaktor abschalten, sodass am Ende nur noch genügend Energie für eine aktive KI bleibt. Diese Entscheidung beeinflusst natürlich auch, welchen Teil der Geschichte man erfahren kann (und erhöht nebenbei den Wiederspielwert). Es lohnt sich also durchaus - zumindest ab der Stelle des Spiels - mehrfach zu spielen.
Wählt man *Hyun-ae, so kann man einige ihrer Tagebucheinträge lesen, die ihre Probleme, sich in der für sie komplett unverständlichen Gesellschaft zurechtzufinden, widerspiegeln. Immer wieder gerät sie mit ihren Adoptiveltern in schwere Streitigkeiten; als diese sie als Konkubine an den Herrscher geben wollen, um sich ihren Familienstatus zu erhalten, gerät die Situation außer Kontrolle. In einem verzweifelten Versuch, sie ruhig zu stellen, schneiden ihre Adoptiveltern Hyun-ae die Zunge heraus. Auf diesem Trauma baut dann die zunehmende Introvertiertheit und geistige Zerrüttung Hyun-aes auf, die darin mündet, dass sie, nach dem zusätzlichen Verlust ihrer einzigen Freundin, die Lebenserhaltungssysteme des Schiffes abschaltet.
Sind alle Dokumente vom Spieler gelesen, folgt eine abschließende Unterhaltung mit der jeweiligen KI, die unter anderem die Frage beinhaltet, ob der Spieler die KI mit den gesammelten Dokumenten herunterlädt. Mit *Hyun-ae kann sich darüberhinaus eine ganz niedliche Situation ergeben, in der sie - bei entsprechender Sympathie über den Spielverlauf - dem Spieler ihre Liebe gesteht. Der Spieler kann nun zustimmend, ablehnend oder ausweichend reagieren, was sich dann auf die Endsequenz auswirkt (die allerdings nur aus einem Bild besteht).
Als zusätzlicher Gag besteht die Möglichkeit, durch einen kleinen Trick *Mute die Tagebucheinträge von Hyun-ae zu zeigen, um sie von deren Situation in Kenntnis zu setzen. Insbesondere der Eintrag, der von Hyun-aes Verletzung berichtet, veranlasst *Mute dann zum Zweifeln und sie tritt von ihrer gänzlich einseitigen Ansicht ein wenig zurück. Daraufhin tritt sie (sofern der Spieler die Voraussetzung geschaffen hat), mit *Hyun-ae in Kontakt und der Spieler bekommt die Möglichkeit, beide mitzunehmen.
Im Nachfolger, Hate Plus, kann der Spieler einen Spielstand aus Analogue importieren, um mit der gewählten KI weiterspielen zu können. Dabei werden auch Entscheidungen wie die Antwort auf *Hyun-aes Liebesgeständnis mit einbezogen.
Durch das Herunterladen der KI von der Mugunghwa auf den Schiffscomputer des Spielers findet die jeweilige KI heraus, dass in ihrem Code Daten versteckt sind, die das Format der Log-Einträge tragen, die man in Analogue lesen konnte. Allerdings tragen diese Zeitstempel, die zu der tatsächlichen Zeitrechnung der Spielwelt passen und somit vor das Ereignis, das zu der neuen Zeitrechnung an Bord des Schiffes geführt haben muss, datieren.
Über einen Verlauf von drei Tagen extrahiert der Spieler auf dem Rückweg zur Erde nach und nach die Log-Einträge, welche die Vorgeschichte der Gesellschaft erzählen, in der Hyun-ae wiedererweckt wurde. Dazu kann der Spieler maximal sechs Einträge auf mal extrahieren, was außerdem Energie verbraucht, die nach einer festgelegten Anzahl von Einträgen pro Tag erschöpft ist. Dann muss der Spieler das Schiff "über Nacht" herunterfahren und reale zwölf Stunden warten, um weiterspielen zu können.
Die Einträge befassen sich mit Einzelpersonen, deren Beziehungen und teils sexuellen Erfahrungen, sowie mit der politischen Situation an Bord der Mugunghwa. Über einen Zeitraum von grob sieben Jahren wird ausschnittsweise gezeigt, mit welchem Kalkül die Gesellschaft vom herrschenden Rat nach und nach verändert wird und sich die Macht mehr und mehr in einer Person versammelt.
Die Erzählungen münden in der Vereitlung der Verhaftung des Rats und dessen Vorsitzenden, der durch Verrat von der Verhaftung wusste und schon im Voraus Gegenmaßnahmen einleitete. In diesem Zuge werden auch die Erinnerungen von *Mute, der Sicherheits-KI, gelöscht und ihre Berechtigungen werden auf ein Minimum reduziert.
Für *Mute als Begleiterin ist diese Entdeckung katastrophal und nachdem man am dritten Tag das Spiel startet, hat sie ihre eigenen Erinnerungen gelöscht. In einem bewegenden Abschiedsbrief sieht sie sich selbst als einzigen Fehler, da schon ihre alte Version die Machtergreifung nicht verhindern konnte und auch sie das Schiff nicht vor Hyun-ae retten konnte. In der Folge kann man eine andere Version von *Mute wiederherstellen, die eher der "älteren" Version ähnelt. Die bekannte Variante bleibt aber verloren und man reist mit der neuen Version zur Erde.
*Hyun-ae als Begleiterin stellt zwischendurch immer mal wieder Fragen zu den gelesenen Einträgen, ihr Interesse gilt oftmals beziehungstechnischen Aspekten. Außerdem vermisst sie, trotz dessen Fragilität, ihren Körper und das Gefühl, etwas zu berühren und berührt zu werden. Dazu passend erhält der Spieler im Spiel eine eMail mit Informationen über einen künstlichen Körper. *Hyun-ae zeigt sich von der Idee sichtlich angetan und äußert mehrfach den Wunsch, wieder einen Körper zu besitzen, auch um mit dem Spieler mehr als nur rudimentär interagieren zu können. In dem Zuge fällt auch das Zitat:"Don't you ever feel really strongly, sometimes, that you just want a nice hug?" (passend dazu aus dem Soundtrack).
Auch der Spielstand mit beiden KIs lässt sich importieren, sodass beide zusammen die Log-Einträge kommentieren und die Dialoge auch beide mit einbeziehen. Dadurch nehmen einige Gespräche andere Wendungen und *Mute löscht am dritten Tag auch nicht ihre Erinnerungen, trotz der katastrophalen Entdeckungen.
Am Ende des Spiels werden in zwei, drei Standbildern kurze Ausblicke auf die Zukunft gezeigt, die der Spieler mit den KIs erlebt, die dann künstliche Körper besitzen.
Ach ja, und man kann mit *Hyun-ae Kuchen essen, nachdem sie einem zwei Rezepte vorgeschlagen hat. Hält man das ganze dann noch in einem Photo fest und schickt das an die Entwickler, kann man sogar ein Achievement freischalten. Ich warte noch auf die Antwort, aber hier ist schon mal das Photo.
In diesem Jahr allerdings habe ich dann doch ein wenig Geld ausgegeben (es war ein Freitag). Nicht für eine nicht vorhandene Freundin, sondern ganz egoistisch für mich selbst. Bei Steam. Passend zum Datum waren nämlich Analogue: A Hate Story und dessen Nachfolger Hate Plus als The Hateful Days Pair im Angebot, sogar mit den jeweiligen Soundtracks. Das Paket war mit nicht ganz zehn Euro sehr günstig bepreist, also habe ich zugegriffen.
Nun habe ich die beiden Titel auch endlich mal gespielt und bin begeistert. Man muss allerdings von vornherein wissen, was die "Spiele" ausmacht, denn typische Mechaniken und Interaktionsmöglichkeiten bieten die Titel nicht. Stattdessen fallen sie in die Kategorie "Visual Novel", es wird also hauptsächlich eine Geschichte erzählt, die größtenteils in Textform präsentiert wird. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas, Freunde der schnellen Action werden wohl eher gelangweilt sein. Ich dagegen finde diese Darstellungsform (auch der Abwechslung halber) gar nicht uninteressant und so machte ich mich dann an die Entdeckung der Geschichte.
Kurze Warnung: Ab hier folgen MASSIVE SPOILER! Nur als Info, falls sich jemand lieber selbst die Hintergrundgeschichte erarbeiten möchte.
Die Geschichte spielt kurz vor dem Jahr 5000 und man schlüpft in die Rolle eines als eher introvertiert vorgestellten Charakters, der auf einer Aufklärungsmission unterwegs ist. Um das Jahr 2450 herum wurde ein "Generationenschiff" namens Mugunghwa ins All geschickt, um neue Planetenkolonien zu erschließen. Auf dem gigantischen Schiff befanden sich, wie der Name andeutet, mehrere Generationen von Familien, um einen ausreichend diversifizierten Genpool für die dann neue Kolonie zur Verfügung zu stellen.
Zu dem Schiff brach nach einiger Zeit der Kontakt ab, danach war das Schiff verschwunden und tauchte eben erst tausende Jahre später wieder auf, ohne jedoch Kontakt aufzunehmen. Die Aufgabe des Spielers ist nun, herauszufinden, was genau an Bord der Mugunghwa passiert ist. Dies geschieht hauptsächlich durch das Lesen von Log-Einträgen verschiedenster Personen. Dabei wird der Spieler von KI-Konstrukten begleitet, welche die Einträge auch kommentieren. Teils durch das Lesen der Einträge, teils durch Gespräche mit den KI-Konstrukten werden neue Schriftstücke freigeschaltet, die nach und nach die tragische Geschichte des Schiffes erzählen, die schließlich in der Auslöschung der gesamten Bevölkerung mündet.
Analogue: A Hate Story startet damit, dass der Spieler an einem Terminal eine künstliche Intelligenz namens *Hyun-ae aktivieren muss, um Zugriff auf die Datenbank zu bekommen. Die KI begrüßt den Spieler dann auch und erklärt den simpel gehaltenen Zugriff auf die Log-Einträge des Schiffes. Das Interface ist rudimentär, so kann der Spieler zum Beispiel keine eigenen Eingaben machen und in Dialogen nur aus wenigen Optionen eine Auswahl treffen.
Von Anfang an ist klar, dass etwas geschehen sein muss, denn zum einen gibt es auf dem gesamten Schiff keine Anzeichen von Leben, zum anderen zeigen die Zeitstempel der Log-Einträge Jahreszahlen von circa 280 bis 322. Durch das Lesen der Einträge erschließt sich dem Spieler nach und nach das Bild einer von archaisch-patriarchalischen Zügen geprägten Gesellschaft, die auf neo-konfuzianistischen Idealen zu basieren scheint (in Anlehnung an die koreanische Joseon-Dynastie). Gleich zu Beginn wird man mit einem Zitat konfrontiert: Namjon yeobi; Men are honoured, women are abased. Bedeutet soviel wie: Männer werden verehrt, Frauen gedemütigt, was den Zustand der Gesellschaft an Bord aus der (westlichen) Sicht des Spielers recht gut zusammenfasst. *Hyun-ae steht dieser Haltung äußerst kritisch gegenüber, wie sie des Öfteren recht deutlich macht und auch den Spieler nach dessen Meinung fragt. Generell ist sie dem Spieler gegenüber sehr entgegenkommend eingestellt und freut sich über kritische Antworten auf ihre Fragen zu der Richtigkeit der gesellschaftlichen Ideale auf der Mugunghwa.
Es stellt sich heraus, dass sie eigentlich eine lebendige Person war, die in eine KI überführt wurde, als die gesamte Schiffsbesatzung starb und sie eine nicht unwichtige Rolle in der Geschichte des Untergangs spielte. Sie lag jahrhundertelang in einer kryogenischen Kapsel, da sie zu ihrer eigentlichen Lebenszeit unheilbar krank war. Ihr Vater hoffte, sie würde in einer Zeit erweckt werden, in der die Medizin sie heilen könnte. Sie wurde jedoch ein paar Jahre vor dem Untergang des Schiffes wieder erweckt, zu einer Zeit, in der sich die Medizin im Vergleich wieder zurückentwickelt hatte. So verschlechterte sich auch ihr Gesundheitszustand immer mehr zum Ende hin.
Durch das Aktivieren der zweiten KI des Schiffes, *Mute, erfährt der Spieler sehr schnell, dass Hyun-ae (also die Person, nicht die KI), für den Tod der letzten Menschen auf der Mugunghwa verantwortlich ist. *Mute sieht Hyun-ae (auch als KI) lediglich als Massenmörderin, ohne weitere Hintergründe oder zu Motive zu erfragen. *Mute ist allerdings auch den neo-konfuzianistischen Idealen der Gesellschaft sehr stark verbunden und verteidigt diese in ihren Kommentaren, beziehungsweise sieht die klare Rollenverteilung als gut und richtig an. Sie stellt dem Spieler eine Reihe von Fragen für *Hyun-ae zur Verfügung, um von dieser die Hintergründe zum Ende des Schiffes erfahren zu können.
Wechselt der Spieler dann wieder zu *Hyun-ae als aktive KI, kann er von ihr die ganze Geschichte lesen. Bleibt der Spieler bei *Mute als aktiver KI, kann er auf Nachfrage auch von ihr einzelne Log-Einträge bekommen, wodurch Hyun-aes wahren Motive aber im Dunkeln bleiben und die Ereignisse sehr einseitig dargestellt werden.
Durch eine nahende Reaktorschmelze muss der Spieler zwischendurch Energieressourcen umverteilen und den Reaktor abschalten, sodass am Ende nur noch genügend Energie für eine aktive KI bleibt. Diese Entscheidung beeinflusst natürlich auch, welchen Teil der Geschichte man erfahren kann (und erhöht nebenbei den Wiederspielwert). Es lohnt sich also durchaus - zumindest ab der Stelle des Spiels - mehrfach zu spielen.
Wählt man *Hyun-ae, so kann man einige ihrer Tagebucheinträge lesen, die ihre Probleme, sich in der für sie komplett unverständlichen Gesellschaft zurechtzufinden, widerspiegeln. Immer wieder gerät sie mit ihren Adoptiveltern in schwere Streitigkeiten; als diese sie als Konkubine an den Herrscher geben wollen, um sich ihren Familienstatus zu erhalten, gerät die Situation außer Kontrolle. In einem verzweifelten Versuch, sie ruhig zu stellen, schneiden ihre Adoptiveltern Hyun-ae die Zunge heraus. Auf diesem Trauma baut dann die zunehmende Introvertiertheit und geistige Zerrüttung Hyun-aes auf, die darin mündet, dass sie, nach dem zusätzlichen Verlust ihrer einzigen Freundin, die Lebenserhaltungssysteme des Schiffes abschaltet.
Sind alle Dokumente vom Spieler gelesen, folgt eine abschließende Unterhaltung mit der jeweiligen KI, die unter anderem die Frage beinhaltet, ob der Spieler die KI mit den gesammelten Dokumenten herunterlädt. Mit *Hyun-ae kann sich darüberhinaus eine ganz niedliche Situation ergeben, in der sie - bei entsprechender Sympathie über den Spielverlauf - dem Spieler ihre Liebe gesteht. Der Spieler kann nun zustimmend, ablehnend oder ausweichend reagieren, was sich dann auf die Endsequenz auswirkt (die allerdings nur aus einem Bild besteht).
Als zusätzlicher Gag besteht die Möglichkeit, durch einen kleinen Trick *Mute die Tagebucheinträge von Hyun-ae zu zeigen, um sie von deren Situation in Kenntnis zu setzen. Insbesondere der Eintrag, der von Hyun-aes Verletzung berichtet, veranlasst *Mute dann zum Zweifeln und sie tritt von ihrer gänzlich einseitigen Ansicht ein wenig zurück. Daraufhin tritt sie (sofern der Spieler die Voraussetzung geschaffen hat), mit *Hyun-ae in Kontakt und der Spieler bekommt die Möglichkeit, beide mitzunehmen.
Im Nachfolger, Hate Plus, kann der Spieler einen Spielstand aus Analogue importieren, um mit der gewählten KI weiterspielen zu können. Dabei werden auch Entscheidungen wie die Antwort auf *Hyun-aes Liebesgeständnis mit einbezogen.
Durch das Herunterladen der KI von der Mugunghwa auf den Schiffscomputer des Spielers findet die jeweilige KI heraus, dass in ihrem Code Daten versteckt sind, die das Format der Log-Einträge tragen, die man in Analogue lesen konnte. Allerdings tragen diese Zeitstempel, die zu der tatsächlichen Zeitrechnung der Spielwelt passen und somit vor das Ereignis, das zu der neuen Zeitrechnung an Bord des Schiffes geführt haben muss, datieren.
Über einen Verlauf von drei Tagen extrahiert der Spieler auf dem Rückweg zur Erde nach und nach die Log-Einträge, welche die Vorgeschichte der Gesellschaft erzählen, in der Hyun-ae wiedererweckt wurde. Dazu kann der Spieler maximal sechs Einträge auf mal extrahieren, was außerdem Energie verbraucht, die nach einer festgelegten Anzahl von Einträgen pro Tag erschöpft ist. Dann muss der Spieler das Schiff "über Nacht" herunterfahren und reale zwölf Stunden warten, um weiterspielen zu können.
Die Einträge befassen sich mit Einzelpersonen, deren Beziehungen und teils sexuellen Erfahrungen, sowie mit der politischen Situation an Bord der Mugunghwa. Über einen Zeitraum von grob sieben Jahren wird ausschnittsweise gezeigt, mit welchem Kalkül die Gesellschaft vom herrschenden Rat nach und nach verändert wird und sich die Macht mehr und mehr in einer Person versammelt.
Die Erzählungen münden in der Vereitlung der Verhaftung des Rats und dessen Vorsitzenden, der durch Verrat von der Verhaftung wusste und schon im Voraus Gegenmaßnahmen einleitete. In diesem Zuge werden auch die Erinnerungen von *Mute, der Sicherheits-KI, gelöscht und ihre Berechtigungen werden auf ein Minimum reduziert.
Für *Mute als Begleiterin ist diese Entdeckung katastrophal und nachdem man am dritten Tag das Spiel startet, hat sie ihre eigenen Erinnerungen gelöscht. In einem bewegenden Abschiedsbrief sieht sie sich selbst als einzigen Fehler, da schon ihre alte Version die Machtergreifung nicht verhindern konnte und auch sie das Schiff nicht vor Hyun-ae retten konnte. In der Folge kann man eine andere Version von *Mute wiederherstellen, die eher der "älteren" Version ähnelt. Die bekannte Variante bleibt aber verloren und man reist mit der neuen Version zur Erde.
*Hyun-ae als Begleiterin stellt zwischendurch immer mal wieder Fragen zu den gelesenen Einträgen, ihr Interesse gilt oftmals beziehungstechnischen Aspekten. Außerdem vermisst sie, trotz dessen Fragilität, ihren Körper und das Gefühl, etwas zu berühren und berührt zu werden. Dazu passend erhält der Spieler im Spiel eine eMail mit Informationen über einen künstlichen Körper. *Hyun-ae zeigt sich von der Idee sichtlich angetan und äußert mehrfach den Wunsch, wieder einen Körper zu besitzen, auch um mit dem Spieler mehr als nur rudimentär interagieren zu können. In dem Zuge fällt auch das Zitat:"Don't you ever feel really strongly, sometimes, that you just want a nice hug?" (passend dazu aus dem Soundtrack).
Auch der Spielstand mit beiden KIs lässt sich importieren, sodass beide zusammen die Log-Einträge kommentieren und die Dialoge auch beide mit einbeziehen. Dadurch nehmen einige Gespräche andere Wendungen und *Mute löscht am dritten Tag auch nicht ihre Erinnerungen, trotz der katastrophalen Entdeckungen.
Am Ende des Spiels werden in zwei, drei Standbildern kurze Ausblicke auf die Zukunft gezeigt, die der Spieler mit den KIs erlebt, die dann künstliche Körper besitzen.
Ach ja, und man kann mit *Hyun-ae Kuchen essen, nachdem sie einem zwei Rezepte vorgeschlagen hat. Hält man das ganze dann noch in einem Photo fest und schickt das an die Entwickler, kann man sogar ein Achievement freischalten. Ich warte noch auf die Antwort, aber hier ist schon mal das Photo.
Abschließend kann ich sagen, haben mir die beiden Spiele sehr viel Spaß gemacht. Die Präsentation und das beschränkte Interface waren mal eine ganz willkommene Abwechslung; ebenso erfreut war ich über die Möglichkeit, jederzeit speichern zu können und die Texte in meinem eigenen Tempo lesen zu können. Sehr schön finde ich auch den Soundtrack und wie einzelne Stücke die Stimmung passend zu verschiedenen Einträgen unterstreichen. Die Geschichte und die Dialoge fand ich sehr schön geschrieben und gerade bei der Textmenge erstaunlich fehlerfrei (auch wenn ich ein oder zwei Fehler dann doch gesehen habe). Auch die Themen, die angeschnitten werden, sind eher "erwachsener" Natur und werfen schon interessante Fragen auf. Gerne mehr davon!
Nachtrag: Nun ist heute (08.09.2014) auch endlich die Mail mit dem Code für das Achievement gekommen. Kindischer Unfug natürlich, aber ich habe nie behauptet, nicht kindisch zu sein. Und auf das mit dem Unfug gehe ich lieber gar nicht erst ein...
Montag, 3. September 2012
Wie oft willst du noch zurückkehren?
Diese Frage muss sich Arnold Schwarzenegger in Expendables 2 von Bruce Willis gefallen lassen. Nur einer von einer ganzen Reihe Gags und Anspielungen auf Kosten des ehemaligen Governators. Insgesamt merkt man dem Film an, dass er sich kein Stück ernst nimmt und das tut auch wirklich gut. Noch habe ich den (vermeintlich besseren) Director's Cut vom ersten Teil noch nicht gesehen, sondern nur die Kinofassung und der Fortschritt ist auf jeden Fall spürbar. Selten in einem eigentlich ganz schön (überzogen) brutalen Film so viel gelacht, wie bei der teils ganz schön schrägen Truppe. Dolph Lundgren baut seine Rolle als leicht psychotischer Freak weiter aus während die Neuzugänge sich auch sehr gut integrieren. Ich sage nur, der einsame Wolf. Super, ein richtig schöner Männer-Film zum Bier trinken, Grölen, sich über Gewalt amüsieren und über die dummen Sprüche lachen. Fehlen eigentlich nur noch Titten!
Freitag, 17. August 2012
Donner Buddies fürs Leben
Als ich den ersten Trailer zu Ted gesehen hatte, dachte ich mir schon, dass der Film durchaus Potential besitzt. Nun scheint er ja auch an den Kinokassen ziemlich gut abzuräumen und so ließ ein Besuch nicht mehr auf sich warten. Mit einer immerhin siebenköpfigen Gruppe sind wir dann also Mittwochabend ins Kino und haben uns das plüschige Vergnügen reingezogen. Und ein Vergnügen ist der Film auf jeden Fall! So viele beknackte Sprüche, die auch gerne mal ganz schön unter die Gürtellinie zielen oder irgendwelche Minderheiten angreifen, kann man sich gar nicht merken. Kleines Beispiel: "Ist meine Schuld, wenn ich vergewaltigt werde, wenn ich mich so anziehe." An sich noch gar nicht so lustig, wohl aber, wenn der Spruch von Mark Wahlberg kommt, der in einem ganz normalen Outfit (Jeans, Shirt) rumläuft. Auch das Zusammenspiel der Charaktere ist absolut grandios und sorgt für sich schon immer wieder für unglaubliche Lacher. Der Supermarkt-Chef ist auch so ein totaler Härtefall für sich... Unbedingt anschauen, wenn man mal wieder so richtig ablachen will!
2D Knight rises
Markus hatte aus einem Statement meiner Person entnommen, dass ich mir The Dark Knight rises auch noch ein zweites Mal ansehen würde, diesmal mit ihm zusammen. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass der Film auch beim zweiten Mal nichts von seiner Wucht verloren hat und ich den wiederholten Genuss... nun ja, genoss.
Ein witziges Detail entdeckte ich auf dem Ticket, auf dem tatsächlich der Post-Titel zu lesen war. Ich wertete das als ungewollte Zustimmung zu der Meinung von Regisseur Christopher Nolan, dessen Ansicht nach 3D nur eine temporäre Spielerei sei und sich bald überlebt habe.
Gäbe auch einen prima Spieltitel ab im übrigen.
Ein witziges Detail entdeckte ich auf dem Ticket, auf dem tatsächlich der Post-Titel zu lesen war. Ich wertete das als ungewollte Zustimmung zu der Meinung von Regisseur Christopher Nolan, dessen Ansicht nach 3D nur eine temporäre Spielerei sei und sich bald überlebt habe.
Gäbe auch einen prima Spieltitel ab im übrigen.
Donnerstag, 14. Juni 2012
Ready Player One
I just finished reading this absolutely great book and I am still pretty much excited about it. As I read the original, English version, I figured I might as well keep this entry in the same language due to respect and for the fun of it.
First of all, I totally am in love with this book. In a way, now that I finished it, the feeling I have is quite similar to what I felt after having watched Scott Pilgrim vs. The World for the first time (and it still feels great watching it again). Actually, a few things even reminded me of that movie, which is probably not intentionally the case, but just my own interpretation. Still, this is a written declaration of love to the true geeks and nerds (and also to 80's pop culture, of course) amongst us, to whom I consider myself being a part of, at least to some extent. Even though I did not get all the references to movies, music or even games, I had a great time reading the book and there were still quite a lot of things I did know about or had at least heard of.
Ready Player One could be seen as a game that became a written story. There is the greater main quest, finding the Easter egg, but there are also sub-quests (like a love story - every good tale needs a little emotion, isn't it?) who often distract the hero from his hunt and thus delay his progress. Most of the story takes place in a virtual surrounding, called the OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) which is described as some kind of evolution of today's MMO's, with the difference that everybody is able to be in the same game at the same time, not spread on different servers. The OASIS features a vast universe with thousands of planets to explore and even games built on them as three-dimensional versions to be played with yourself as the hero. People are being represented as customizable avatars that can, like in a role-playing-game, rise in level, becoming stronger and better to be able to fight other avatars or participate in quests.
Over the course of events, the story that emerges achieves the task of getting better and better, up to the ultimate climactic final battle, the figurative last stand of good versus evil. Honestly, I was on the edge of my seat through the last pages. I really hoped that everything would turn out well in the end and the heroes would win. Actually, I guess you might be able to break down the story arc into quite typical units and even find most of the "Hero's Journey" elements, but it is the way in which they are presented that makes Ready Player One such a wonderful book.
There is also a very nice passage about perspective, that I'd like to quote:
"Whenever I saw the sun, I reminded myself that I was looking at a star. One of over a hundred billion stars in our galaxy. A galaxy that was just one of billions of other galaxies in the observable universe. This helped me keep things in perspective."
That's just really neatly put, now, isn't it?
First of all, I totally am in love with this book. In a way, now that I finished it, the feeling I have is quite similar to what I felt after having watched Scott Pilgrim vs. The World for the first time (and it still feels great watching it again). Actually, a few things even reminded me of that movie, which is probably not intentionally the case, but just my own interpretation. Still, this is a written declaration of love to the true geeks and nerds (and also to 80's pop culture, of course) amongst us, to whom I consider myself being a part of, at least to some extent. Even though I did not get all the references to movies, music or even games, I had a great time reading the book and there were still quite a lot of things I did know about or had at least heard of.
Ready Player One could be seen as a game that became a written story. There is the greater main quest, finding the Easter egg, but there are also sub-quests (like a love story - every good tale needs a little emotion, isn't it?) who often distract the hero from his hunt and thus delay his progress. Most of the story takes place in a virtual surrounding, called the OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) which is described as some kind of evolution of today's MMO's, with the difference that everybody is able to be in the same game at the same time, not spread on different servers. The OASIS features a vast universe with thousands of planets to explore and even games built on them as three-dimensional versions to be played with yourself as the hero. People are being represented as customizable avatars that can, like in a role-playing-game, rise in level, becoming stronger and better to be able to fight other avatars or participate in quests.
Over the course of events, the story that emerges achieves the task of getting better and better, up to the ultimate climactic final battle, the figurative last stand of good versus evil. Honestly, I was on the edge of my seat through the last pages. I really hoped that everything would turn out well in the end and the heroes would win. Actually, I guess you might be able to break down the story arc into quite typical units and even find most of the "Hero's Journey" elements, but it is the way in which they are presented that makes Ready Player One such a wonderful book.
There is also a very nice passage about perspective, that I'd like to quote:
"Whenever I saw the sun, I reminded myself that I was looking at a star. One of over a hundred billion stars in our galaxy. A galaxy that was just one of billions of other galaxies in the observable universe. This helped me keep things in perspective."
That's just really neatly put, now, isn't it?
Donnerstag, 7. Juni 2012
Von schön bis grausam alles dabei
Wie Hannes schon berichtete, waren er und ich am vergangenen Freitag mal wieder bei unserer Lieblings-Location, der Großen Freiheit 36. Hannes war schon vorher zu mir gekommen, wo ich ihm unter anderem kurz Diablo III vorführte und ihm meine letzte Probierversion davon mitgab (und die Karte hat es trotz Clubbesuch heil nach Hause zu ihm geschafft!).
Neben einem großartigen Zitat, meine Biervorräte im Kühlschrank betreffend ("Du hast mehr Kühlschrank im Bier als Essen!") besprachen wir dann die Idee, uns noch ein wenig zu bewegen. Also machten wir uns schließlich auf in Richtung Kiez, um unserem präferierten Club einen weiteren Besuch abzustatten.
Das Motto war, wie jeden ersten Freitag im Monat, "Eat this", das hieß Metal, Rock und Nu-Metal im Kaiserkeller und "Schwarze Nacht" im Saal, denn der Eintritt galt für beide Etagen. Da die Garderobe im Erdgeschoss ist, blieben wir zum ersten Getränk gleich im Saal und beschauten uns die anfänglich noch eher spärlichen Besucher. Selbst unter diesen gab es schon hin und wieder mal was nettes fürs Auge - aber eben auch öfter mal Grund, sich kurzzeitig die Linsen aus den Augen nehmen zu wollen. Davon ließen wir zwei uns natürlich den Spaß am Feiern nicht verderben! Selbst als das Trio des Grauens oder auch die drei Reiter der Apokalypse (A, F und H) auf der Bildfläche erschienen, konnten wir noch lachen. Der alte Mann sorgte mit seiner gewohnt skurrilen Art wie immer für den üblichen Running Gag, sodass die Stimmung stets gut blieb.
Alles in allem mal wieder ein spaßiger Abend zu zweit - danke Hannes!
Ach ja: Es dürfen natürlich auch gerne mal andere Leute mitkommen! Übers laufende Programm kann man sich immer mal hier informieren: Termine im Kaiserkeller.
Neben einem großartigen Zitat, meine Biervorräte im Kühlschrank betreffend ("Du hast mehr Kühlschrank im Bier als Essen!") besprachen wir dann die Idee, uns noch ein wenig zu bewegen. Also machten wir uns schließlich auf in Richtung Kiez, um unserem präferierten Club einen weiteren Besuch abzustatten.
Das Motto war, wie jeden ersten Freitag im Monat, "Eat this", das hieß Metal, Rock und Nu-Metal im Kaiserkeller und "Schwarze Nacht" im Saal, denn der Eintritt galt für beide Etagen. Da die Garderobe im Erdgeschoss ist, blieben wir zum ersten Getränk gleich im Saal und beschauten uns die anfänglich noch eher spärlichen Besucher. Selbst unter diesen gab es schon hin und wieder mal was nettes fürs Auge - aber eben auch öfter mal Grund, sich kurzzeitig die Linsen aus den Augen nehmen zu wollen. Davon ließen wir zwei uns natürlich den Spaß am Feiern nicht verderben! Selbst als das Trio des Grauens oder auch die drei Reiter der Apokalypse (A, F und H) auf der Bildfläche erschienen, konnten wir noch lachen. Der alte Mann sorgte mit seiner gewohnt skurrilen Art wie immer für den üblichen Running Gag, sodass die Stimmung stets gut blieb.
Alles in allem mal wieder ein spaßiger Abend zu zweit - danke Hannes!
Ach ja: Es dürfen natürlich auch gerne mal andere Leute mitkommen! Übers laufende Programm kann man sich immer mal hier informieren: Termine im Kaiserkeller.
Schneewittchen
Gleich zum Kinostart von Snow White and the Huntsman waren wir im Kino, um uns den Film anzusehen. Im Cinemaxx am Dammtor wurde darüberhinaus ein kleines Event veranstaltet, bei dem unter anderem die Crew des Tanzenden Einhorns in Gewandung leckere Cocktails ausschank und darüberhinaus ein paar Kostümierte durch das Foyer spazierten. Zwischen ein paar Kämpfern kam es dann auch mal zu Auseinandersetzungen, sehr zur Freude des (schaulustigen) Publikums.
Zum Film selbst kann ich sagen, dass er mir gefiel, allerdings nicht so sehr, dass ich ihn in meine Bibliothek aufnehmen müsste. An der einen oder anderen Stelle hätte man dann doch noch mehr draus machen können, wie ich finde. Interessanterweise habe ich erst kürzlich gelesen, dass der Film ursprünglich mal als Trilogie angedacht war. Dem scheint aber die Budgetplanung in die Quere gekommen zu sein, sodass doch "nur" ein Film gedreht wurde. Hätte den Kampfszenen aber bestimmt gut getan, mehr ins richtige Licht gerückt zu werden. Zur Hintergrundgeschichte der bösen Königin hätte man so auch mehr ausholen können oder die Herkunft und den Verbleib des Spiegels erklären. Nun ist es, wie es ist und der Film ist ja auch nicht schlecht, nur eben auch kein totaler Überflieger, trotz des Dauer-Schlafzimmerblicks von Kristen "Stoneface" Stewart und einer schicken Charlize Theron (erst recht mit dem Federnkleid und den dunkel geschminkten Augen).
Übrigens ist das mal wieder ein prima Streifen, den man neu synchronisieren könnte. Neben ein paar kleinen Lachern, die der Film selbst schon bietet (die Zwerge bieten da gerne mal Anlass zu), waren Hannes und ich uns bei mehreren Szenen einig, dass der Film ganz schön Drogen-verherrlichend ist (immer diese Pilze...). Und die hässlichen Feen-Geschwister namens Gollum und Ollum sind auch ganz schön hart...
Zum Film selbst kann ich sagen, dass er mir gefiel, allerdings nicht so sehr, dass ich ihn in meine Bibliothek aufnehmen müsste. An der einen oder anderen Stelle hätte man dann doch noch mehr draus machen können, wie ich finde. Interessanterweise habe ich erst kürzlich gelesen, dass der Film ursprünglich mal als Trilogie angedacht war. Dem scheint aber die Budgetplanung in die Quere gekommen zu sein, sodass doch "nur" ein Film gedreht wurde. Hätte den Kampfszenen aber bestimmt gut getan, mehr ins richtige Licht gerückt zu werden. Zur Hintergrundgeschichte der bösen Königin hätte man so auch mehr ausholen können oder die Herkunft und den Verbleib des Spiegels erklären. Nun ist es, wie es ist und der Film ist ja auch nicht schlecht, nur eben auch kein totaler Überflieger, trotz des Dauer-Schlafzimmerblicks von Kristen "Stoneface" Stewart und einer schicken Charlize Theron (erst recht mit dem Federnkleid und den dunkel geschminkten Augen).
Übrigens ist das mal wieder ein prima Streifen, den man neu synchronisieren könnte. Neben ein paar kleinen Lachern, die der Film selbst schon bietet (die Zwerge bieten da gerne mal Anlass zu), waren Hannes und ich uns bei mehreren Szenen einig, dass der Film ganz schön Drogen-verherrlichend ist (immer diese Pilze...). Und die hässlichen Feen-Geschwister namens Gollum und Ollum sind auch ganz schön hart...
Dienstag, 1. Mai 2012
Vernichter der Welten
Hannes erzählte mir jüngst von seinen Minecraft-Erlebnissen und von einem erfolglosen Kaufversuch des Programms. Das elektronische Lastschriftverfahren scheint aus Deutschland nicht zu funktionieren und einen PayPal-Account (oder gar eine Kreditkarte) nennt Hannes (noch) nicht sein Eigen. Mein Angebot war dann, das Spiel über meinen PayPal-Account zu kaufen und mir das Geld einfach von ihm wiedergeben zu lassen.
Gesagt, getan. Eine derartige elektronische Zahlung läuft ja in Sekundenschnelle und so konnten wir direkt testen, ob alles geklappt hat.
Die darauffolgenden paar Stunden waren dann also meine ersten Erfahrungen mit dem Spiel. Vorab sei gesagt, dass, soviel Spaß es auch gemacht hat, ich es mir dann doch nicht kaufen werde.
Wir starteten eine Welt im Kreativmodus, um sofort alle Blöcke, Items et cetera in unendlicher Menge zur Verfügung zu haben und nicht erst (um dem Namen des Spiels gerecht zu werden) Materialien abbauen zu müssen. Dadurch konnte sich auch die Kreativität gleich voll entfalten - auch wenn dies sich im ersten Moment darauf beschränkte, ein Schwein in TNT einzumauern und zu sprengen.
Nach der relativ kleinen Demonstration der Sprengkraft brauchte ich ein größeres Ziel. Ein paar willkürliche Zerstörungsakte später war mir aufgefallen, dass die allermeisten Blöcke trotz weggesprengter Verbindung weiterhin in der Luft schweben zu schienen. Dies brachte mich dann auf meine groß(artig)e Idee: Wenn schon einzelne Blöcke schweben, dann ließe sich auch eine freischwebende Bergkuppe realisieren! Ich suchte mir also den nächsten, größeren Berg und begann, mich mehr oder minder systematisch durch ihn hindurch zu sprengen. Währenddessen musste ich auch eine Wasserquelle im Berg trocken legen, die mir die Zerstörungsarbeit erschwerte. Nach getaner Arbeit musste ich dann einen Screenshot vom Ergebnis machen, bevor ich gutgelaunt den dann fliegenden Rest des Berges auch noch zerbombte.
Dermaßen erheitert flog ich ein wenig weiter, bis ich an eine stark bewaldete Halbinsel kam. Hier packte mich abermals die Zerstörungswut. Nachdem ich anfangs ein paar Bäume einfach nur in Brand gesetzt hatte, entdeckte ich schließlich mit Hannes' Hilfe den Eimer mit Lava. Ich entfachte ein Inferno, ein wahres Höllenfeuer in dem Waldstück, dem auch zahlreiche Tiere und des Nachts Zombies und andere Ungetüme zum Opfer fielen. Es war fast paralysierend, Baum für Baum unter einem Strom von glühender Lava zu begraben und dem pulsierenden Fließen zu zusehen. Dazu gönnten wir uns Songs wie Fire Water Burn, Highway to Hell oder Burn it down und Hannes gab mir den Titel, den auch dieser Post jetzt trägt. Man könnte dem Ganzen fast eine Art therapeutische Wirkung zuschreiben... auf jeden Fall mal amüsant, den Teufel raushängen lassen zu können.
Später übte Hannes sich noch in angewandter Blasphemie, als er ein großes Holzkreuz erbaute und anschließend in Brand setzte. Das reichte ihm aber noch nicht, woraufhin er ein ziemlich gigantisches Kreuz errichtete und mit Fackeln versah. Passenderweise fing es dann auch noch zu gewittern an, was eine ziemlich coole Atmosphäre erzeugte. Leider gelang es uns nicht, einen Screenshot mit Blitz im Hintergrund zu machen, aber auch so wirkt das Bild beinahe gespenstisch. Zu guter Letzt übergoss Hannes das Holzkonstrukt mit Lavaströmen, um es zu vernichten. Durch die Hitze der Lava fing das Holz an zu brennen, sodass am Ende, als er die Lavaströme äußerlich mit Wasser zum Erstarren brachte, nur eine steinerne Hülle zurückblieb, in deren Innern immer noch hier und da Feuer loderten.
Alles in allem ein witziger Spaß und ich habe, solange ich das Spiel noch auf meiner Festplatte hatte, immer mal wieder einen Berg gesprengt. Dennoch ist das Programm dann doch alleine optisch schon nicht ansprechend genug, um mich längerfristig zu begeistern, trotz der gegebenen kreativen wie destruktiven Möglichkeiten. Ich sollte mich ausführlich mit dem RPG Maker befassen...
Gesagt, getan. Eine derartige elektronische Zahlung läuft ja in Sekundenschnelle und so konnten wir direkt testen, ob alles geklappt hat.
Die darauffolgenden paar Stunden waren dann also meine ersten Erfahrungen mit dem Spiel. Vorab sei gesagt, dass, soviel Spaß es auch gemacht hat, ich es mir dann doch nicht kaufen werde.
Wir starteten eine Welt im Kreativmodus, um sofort alle Blöcke, Items et cetera in unendlicher Menge zur Verfügung zu haben und nicht erst (um dem Namen des Spiels gerecht zu werden) Materialien abbauen zu müssen. Dadurch konnte sich auch die Kreativität gleich voll entfalten - auch wenn dies sich im ersten Moment darauf beschränkte, ein Schwein in TNT einzumauern und zu sprengen.
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| Fast wie ein Gehirn |
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| Die Welt brennt! |
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| Siehe! Ein Zeichen! |
Alles in allem ein witziger Spaß und ich habe, solange ich das Spiel noch auf meiner Festplatte hatte, immer mal wieder einen Berg gesprengt. Dennoch ist das Programm dann doch alleine optisch schon nicht ansprechend genug, um mich längerfristig zu begeistern, trotz der gegebenen kreativen wie destruktiven Möglichkeiten. Ich sollte mich ausführlich mit dem RPG Maker befassen...
Samstag, 14. April 2012
Willkommen zum Hamburger Doom!
Da gestern (bereits zum zweiten und nicht letzten Mal in diesem Jahr!) Freitag der 13. war, erweiterte Hannes den Namen unseres regelmäßigen Kirmesspektakels um ein weiteres "o", um dem Ganzen einen unterschwelligen Hauch von Horror zu verleihen. Nichtsdestotrotz hatten wir einen spaßigen Abend und wir sind auch hoffentlich alle wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Sowieso hatte das Datum auf mich scheinbar eine paradoxe Wirkung, der gesamte Tag lief ziemlich super. Witzigerweise sahen wir später einen Typen auf dem Drachenmarkt, der eine Jacke trug auf der mehrmals das Wort "Doom" zu finden war, sehr passend.
Ich bin dank und mit Hannes auch ein paarmal Karussell gefahren, erst mit der kuscheligen Raupenbahn, dann im Kettenkarussell des Todes (zumindest Hannes' Kommentaren auf Bolzen und Seile bezogen nach zu urteilen) und schließlich nach etlichen Jahren mal wieder in der Krake. Im letzten Karussell stellte Hannes dann auch wiederholt fest, dass die kurzen, ruckartigen Abwärtsbewegungen ihm nicht sehr zusagten, was schlussendlich zu einem kurzen Lachanfall führte. Ja, wir hatten schon Spaß!
Später besuchten wir noch das Down Under auf ein paar Getränke, bevor wir ins Einhorn nebenan gehen konnten, da dort wieder Sitzplätze frei geworden waren. Bei ein paar Gläsern leckeren Kirschmets beschlossen wir dann schließlich langsam den Abend.
Zitat des Abends von einem Ghetto-Typen auf dem Drachenmarkt-Teil des Doms zum Thema Kippleiter:"Da musst du so einen überheftigen Mongo-Jump machen!" ... Klar, schon geschnallt.
Ich bin dank und mit Hannes auch ein paarmal Karussell gefahren, erst mit der kuscheligen Raupenbahn, dann im Kettenkarussell des Todes (zumindest Hannes' Kommentaren auf Bolzen und Seile bezogen nach zu urteilen) und schließlich nach etlichen Jahren mal wieder in der Krake. Im letzten Karussell stellte Hannes dann auch wiederholt fest, dass die kurzen, ruckartigen Abwärtsbewegungen ihm nicht sehr zusagten, was schlussendlich zu einem kurzen Lachanfall führte. Ja, wir hatten schon Spaß!
Später besuchten wir noch das Down Under auf ein paar Getränke, bevor wir ins Einhorn nebenan gehen konnten, da dort wieder Sitzplätze frei geworden waren. Bei ein paar Gläsern leckeren Kirschmets beschlossen wir dann schließlich langsam den Abend.
Zitat des Abends von einem Ghetto-Typen auf dem Drachenmarkt-Teil des Doms zum Thema Kippleiter:"Da musst du so einen überheftigen Mongo-Jump machen!" ... Klar, schon geschnallt.
Donnerstag, 12. April 2012
But then I began to smell my greatness
Okay, das Zitat stammt aus Mass Effect 2, aber irgendwie passt es schon ein wenig. Die Statue, die mich Dienstag erreichte, nennt sich nicht umsonst Great Ultron.
Nachdem sie mir schon einmal zugeschickt worden war, musste ich erschreckenderweise feststellen, dass beim Transport ein Bein abgebrochen war, scheinbar durch einen Mangel an Vorsicht beim Handhaben der Lieferung. Auch dieses Mal hatte sowohl der Umkarton als auch die Verpackung selbst ein Loch, das durch einen Schlag entstanden sein muss, aber die Statue selbst ist heil. Und so konnte ich sie endlich in all ihrer Großartigkeit probehalber aufstellen und natürlich auch die Beleuchtung testen, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzt. Sehr cooles Teil und ich muss mich nochmals bei den Jungs von La Cité des Nuages bedanken, bei der ich die Statue bestellt habe und die Abholung und Umtausch problemlos organisiert haben. Toller Shop, kann ich nur empfehlen!
Nun aber endlich auch ein paar Eindrücke für meine Leser:
Nachdem sie mir schon einmal zugeschickt worden war, musste ich erschreckenderweise feststellen, dass beim Transport ein Bein abgebrochen war, scheinbar durch einen Mangel an Vorsicht beim Handhaben der Lieferung. Auch dieses Mal hatte sowohl der Umkarton als auch die Verpackung selbst ein Loch, das durch einen Schlag entstanden sein muss, aber die Statue selbst ist heil. Und so konnte ich sie endlich in all ihrer Großartigkeit probehalber aufstellen und natürlich auch die Beleuchtung testen, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzt. Sehr cooles Teil und ich muss mich nochmals bei den Jungs von La Cité des Nuages bedanken, bei der ich die Statue bestellt habe und die Abholung und Umtausch problemlos organisiert haben. Toller Shop, kann ich nur empfehlen!
Nun aber endlich auch ein paar Eindrücke für meine Leser:
| Der Umhang lässt sich abnehmen, aber wozu? |
| Die Weltherrschaft...! |
Dienstag, 27. März 2012
Die Galgenfrist läuft
Hannes formulierte es schon ziemlich treffend. In einem Jahr ist das dritte Jahrzehnt voll und da ich bis dahin nicht verheiratet sein werde... nun ja, ich denke lieber noch nicht genauer über mein entsprechendes Schicksal nach.
Nichtsdestotrotz habe ich mir im Kreis einiger Freunde einen schönen Samstagabend gemacht, auch wenn es sogar noch kurzfristige Absagen gab (noch einmal gute Besserung in die Runde!). Dabei kam dann auch mein Personal Soundtrack T-Shirt erstmalig zum Einsatz, sehr zum generellen Amüsement. Mit den Worten aus Idiocracy,"Willkommen bei Costco, ich lieb euch", empfing ich die ersten Gäste, oder besser gesagt, als allererstes ein rosa Einhorn (mit Flügeln). Selbiges stellt nämlich die Geburtstagskarte dar und war auf dem Dom mitgenommen worden (ich verrate an dieser Stelle nicht, wessen großartige Idee das war). Macht sich sehr... interessant. Ist etwas ungewohnt, morgens aufzuwachen und das Viech in der Zimmerecke schweben zu sehen. Bin gespannt, wie lange sich das heliumbefüllte Ballontier hält, bevor es langsam entgast. Neben dem Schwebetier gab es auch andere, schöne Geschenke, über die ich mich natürlich sehr gefreut habe. Eine lustige Idee von Bonsch und Familie Tolksdorf war eine Art Glücksrad, an dem ich mein Geschenk erdrehen musste. Natürlich war das Teil gezinkt, um die Sache nicht zu einfach zu machen. Witzigerweise hatte ich den Trick gleich beim ersten Dreh überlistet, was Bonsch aber nicht durchgehen ließ (ich habe den Videobeweis!). Nach ein paar weiteren Drehs wurde dann die Konstruktion auf den Kopf gestellt und ich konnte meinen Gewinn erdrehen, eine sehr coole Auswahl aus drei verschiedenen Punkten, die mir sicher nicht einfach fallen wird (es gibt genügend Gründe, jedes der Events zu favorisieren).
So reich beschenkt, genossen wir dann den weiteren Abend, wobei mein Bildschirmschoner, der einfach aus einem Photo-Ordner mit einer zufälligen Abfolge von Bildern aus und mit dem Freundeskreis besteht, immer wieder für gute Unterhaltung sorgte.
Von hier aus auch nochmal vielen Dank für den schönen Abend, es hat hoffentlich nicht nur mir Spaß gemacht, mal wieder in meiner Bude zu feiern.
Nichtsdestotrotz habe ich mir im Kreis einiger Freunde einen schönen Samstagabend gemacht, auch wenn es sogar noch kurzfristige Absagen gab (noch einmal gute Besserung in die Runde!). Dabei kam dann auch mein Personal Soundtrack T-Shirt erstmalig zum Einsatz, sehr zum generellen Amüsement. Mit den Worten aus Idiocracy,"Willkommen bei Costco, ich lieb euch", empfing ich die ersten Gäste, oder besser gesagt, als allererstes ein rosa Einhorn (mit Flügeln). Selbiges stellt nämlich die Geburtstagskarte dar und war auf dem Dom mitgenommen worden (ich verrate an dieser Stelle nicht, wessen großartige Idee das war). Macht sich sehr... interessant. Ist etwas ungewohnt, morgens aufzuwachen und das Viech in der Zimmerecke schweben zu sehen. Bin gespannt, wie lange sich das heliumbefüllte Ballontier hält, bevor es langsam entgast. Neben dem Schwebetier gab es auch andere, schöne Geschenke, über die ich mich natürlich sehr gefreut habe. Eine lustige Idee von Bonsch und Familie Tolksdorf war eine Art Glücksrad, an dem ich mein Geschenk erdrehen musste. Natürlich war das Teil gezinkt, um die Sache nicht zu einfach zu machen. Witzigerweise hatte ich den Trick gleich beim ersten Dreh überlistet, was Bonsch aber nicht durchgehen ließ (ich habe den Videobeweis!). Nach ein paar weiteren Drehs wurde dann die Konstruktion auf den Kopf gestellt und ich konnte meinen Gewinn erdrehen, eine sehr coole Auswahl aus drei verschiedenen Punkten, die mir sicher nicht einfach fallen wird (es gibt genügend Gründe, jedes der Events zu favorisieren).
So reich beschenkt, genossen wir dann den weiteren Abend, wobei mein Bildschirmschoner, der einfach aus einem Photo-Ordner mit einer zufälligen Abfolge von Bildern aus und mit dem Freundeskreis besteht, immer wieder für gute Unterhaltung sorgte.
Von hier aus auch nochmal vielen Dank für den schönen Abend, es hat hoffentlich nicht nur mir Spaß gemacht, mal wieder in meiner Bude zu feiern.
Samstag, 24. März 2012
Heidi shall burn
Rise to Remain, Suffokate, Neaera, Unearth und schließlich Heaven Shall Burn - das war das musikalische Programm in der Hamburger Markthalle am Donnerstagabend. Hannes hatte mir davon erzählt, ein Kumpel von ihm hatte ihn seinerseits gefragt, ob er mitkommen würde. Der hatte dann auch die Karten besorgt, sodass wir uns ganz relaxed am Eingang trafen und zu dritt hineingingen.
Nach dem ersten Bier ging es auch direkt los mit der ersten Band, Rise to Remain. War ganz in Ordnung, wird aber auch nicht meine neue Lieblingsband. Danach spielten Suffokate, deren Frontmann extrem große Tunnel in den Ohrlappen (das waren schon keine Läppchen mehr!) sitzen hatte, innerhalb derer sogar ein Muster eingearbeitet war. Sah ziemlich unschön aus, aber ihm muss es ja gefallen. Musikalisch die schlechteste Band des Abends, konnte man später immerhin noch Photos mit dem Sänger (und seinen Lappen) am Merchandise-Stand machen. Ich ließ mir die Gelegenheit dann aber doch entgehen, zugunsten eines Jack Daniel's mit Cola.
Nach dem Vorgeplänkel wurde es dann interessant, mit Neaera stand eine gar nicht mal schlechte Band auf der Bühne, die zur Abwechslung auch mal melodiöse Parts in ihre Songs integrierte. Mir kam der Vergleich zu Killswitch Engage in den Sinn bei einigen Passagen. Mit Unearth ging es ähnlich gut weiter, auch die Jungs machten ihre Sache ziemlich gut und sorgten weiter für entsprechende Stimmung. Im Publikum merkte man auch die steigende Popularität der Bands, bei jeder weiteren Band wurde mehr gerocked und gepoged.
Als fünfte und letzte Band des Abends gaben sich dann mit Heaven Shall Burn die Jungs aus Saalfeld die Ehre. Als kleines Randdetail sei gesagt, dass dieser Ort in Thüringen liegt, also im "Osten". Bei Ansagen des Sängers wurde auch dessen Akzent deutlich hörbar. Hannes kommentierte die Tatsache der Herkunft der Band mit den Worten, dass wir "Heimatmusik" lauschen würden. Ob Heimat oder nicht, gut sind sie in jedem Fall und laut auch. Ein anständiges Set, in dem auch bekannte Songs wie Black Tears, Endzeit oder Voice of the Voiceless ihren festen Platz hatten animierte zum Headbangen und einige Fans in den ersten Reihen zum Stagediving, was man so eben auch nur in entsprechend kleinen Hallen bewundern kann. Würde in Wacken ein Fan es auf die Bühne schaffen (was schon an sich respektabel wäre), könnte er ob des Grabens nie so weit springen, um in der Menge landen zu können - mal ganz davon abgesehen, dass die Security ihn vorher höchstwahrscheinlich schon niedergeknüppelt hätte. In der Markthalle war dies aber kein Problem, es krabbelten immer wieder Fans auf die Bühne, um sich in die Menge zu stürzen, bis der Sänger zu ein wenig Ordnung aufrief, da es zeitweise überhand nahm und mehr Fans als Bandmitglieder die Bühne bevölkerten.
Am Ende war durch die Hitze in der Halle jeder verschwitzt und wir konnten zufrieden und begeistert nach Hause gehen, allerdings musste ich vorher noch meine Jacke abholen, was sich zu einem ziemlichen Geduldsspiel entwickelte. Dankbarerweise wurde die Warterei von der guten Laune der meisten Konzertgänger aufgeheitert, besonders großartig war dabei ein Zitat aus dem Fußballbereich:"Ihr steht auf Schwänze und nicht auf Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen!" Herrlich, was die Kreativität mancher Leute immer wieder so zutage fördert. Leider waren nicht alle so geduldig und so kam es tatsächlich dazu, dass ein Kerl sich von der Security aus der Warteschlange führen lassen musste. Was für ein Vollidiot! Immerhin blieb es dann weiter ruhig, sodass man sich auf das nächste Konzert freuen kann. Auf einem Flyer fand ich die Information, dass Paradise Lost im Mai im Grünspan spielen werden, was sicherlich auch mal interessant wäre.
Nach dem ersten Bier ging es auch direkt los mit der ersten Band, Rise to Remain. War ganz in Ordnung, wird aber auch nicht meine neue Lieblingsband. Danach spielten Suffokate, deren Frontmann extrem große Tunnel in den Ohrlappen (das waren schon keine Läppchen mehr!) sitzen hatte, innerhalb derer sogar ein Muster eingearbeitet war. Sah ziemlich unschön aus, aber ihm muss es ja gefallen. Musikalisch die schlechteste Band des Abends, konnte man später immerhin noch Photos mit dem Sänger (und seinen Lappen) am Merchandise-Stand machen. Ich ließ mir die Gelegenheit dann aber doch entgehen, zugunsten eines Jack Daniel's mit Cola.
Nach dem Vorgeplänkel wurde es dann interessant, mit Neaera stand eine gar nicht mal schlechte Band auf der Bühne, die zur Abwechslung auch mal melodiöse Parts in ihre Songs integrierte. Mir kam der Vergleich zu Killswitch Engage in den Sinn bei einigen Passagen. Mit Unearth ging es ähnlich gut weiter, auch die Jungs machten ihre Sache ziemlich gut und sorgten weiter für entsprechende Stimmung. Im Publikum merkte man auch die steigende Popularität der Bands, bei jeder weiteren Band wurde mehr gerocked und gepoged.
Als fünfte und letzte Band des Abends gaben sich dann mit Heaven Shall Burn die Jungs aus Saalfeld die Ehre. Als kleines Randdetail sei gesagt, dass dieser Ort in Thüringen liegt, also im "Osten". Bei Ansagen des Sängers wurde auch dessen Akzent deutlich hörbar. Hannes kommentierte die Tatsache der Herkunft der Band mit den Worten, dass wir "Heimatmusik" lauschen würden. Ob Heimat oder nicht, gut sind sie in jedem Fall und laut auch. Ein anständiges Set, in dem auch bekannte Songs wie Black Tears, Endzeit oder Voice of the Voiceless ihren festen Platz hatten animierte zum Headbangen und einige Fans in den ersten Reihen zum Stagediving, was man so eben auch nur in entsprechend kleinen Hallen bewundern kann. Würde in Wacken ein Fan es auf die Bühne schaffen (was schon an sich respektabel wäre), könnte er ob des Grabens nie so weit springen, um in der Menge landen zu können - mal ganz davon abgesehen, dass die Security ihn vorher höchstwahrscheinlich schon niedergeknüppelt hätte. In der Markthalle war dies aber kein Problem, es krabbelten immer wieder Fans auf die Bühne, um sich in die Menge zu stürzen, bis der Sänger zu ein wenig Ordnung aufrief, da es zeitweise überhand nahm und mehr Fans als Bandmitglieder die Bühne bevölkerten.
Am Ende war durch die Hitze in der Halle jeder verschwitzt und wir konnten zufrieden und begeistert nach Hause gehen, allerdings musste ich vorher noch meine Jacke abholen, was sich zu einem ziemlichen Geduldsspiel entwickelte. Dankbarerweise wurde die Warterei von der guten Laune der meisten Konzertgänger aufgeheitert, besonders großartig war dabei ein Zitat aus dem Fußballbereich:"Ihr steht auf Schwänze und nicht auf Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen!" Herrlich, was die Kreativität mancher Leute immer wieder so zutage fördert. Leider waren nicht alle so geduldig und so kam es tatsächlich dazu, dass ein Kerl sich von der Security aus der Warteschlange führen lassen musste. Was für ein Vollidiot! Immerhin blieb es dann weiter ruhig, sodass man sich auf das nächste Konzert freuen kann. Auf einem Flyer fand ich die Information, dass Paradise Lost im Mai im Grünspan spielen werden, was sicherlich auch mal interessant wäre.
Donnerstag, 15. März 2012
Broken thoughts and broken legs
Eigentlich sollte Dienstag Abend ein Kinobesuch mit Frollein W. anstehen, bei dem wir uns Devil inside anschauen wollten. Da sie gesundheitlich ein wenig angeschlagen ist, musste sie dann leider doch absagen. Um die reservierten Karten, und vor allem die nur bis Monatsende gültigen Gutscheine, allerdings nicht verfallen zu lassen, ließ ich Hannes seine Spontaneität beweisen. Und er war tatsächlich spontan, wobei es von Vorteil war, dass ich die Karten im Wandsbeker UCI hatte reservieren lassen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchte ich zwar eine gute Stunde von mir zuhause bis zum Kino, aber wenigstens waren alle Verbindungen pünktlich. Ich bekam sogar eine Bahn früher und musste nie länger als drei Minuten auf Anschluss warten, sehr angenehm. Witzigerweise heißt die Ausstiegshaltestelle Am Stadtrand, obwohl der ja doch noch ein paar Meter weiter weg ist.
Ich wartete aufgrund der Pünktlichkeit von Bus und Bahn zwar einen Moment länger am Kino, konnte die Zeit aber nutzen, mir eine Packung Landjäger bei Kaufland gegenüber zu organisieren, um wenigstens ein Ersatz-Abendessen zu haben. War die richtige Entscheidung, so konnte ich Hannes später im Kino noch eine Wurst anbieten, was aus dem Kontext gerissen auch ein sehr schöner Satz war.
Der Film selbst ist gar nicht so schlecht. Es wurde im Stil von Blair Witch Project gedreht, also als pseudo-realer Dokumentarfilm ausgelegt. Passt auch gut zur Thematik, die ziemlich ernst angegangen wird. Es gibt keine überzogenen Splatter-Szenen oder dergleichen, auch wenn es hin und wieder gewalttätiger zugeht. Einzig das Ende kommt dann recht abrupt, ich dachte im ersten Moment, dass der Film noch weiterlaufen würde, aber es folgte nur der Abspann. Nichtsdestotrotz kein schlechter Film.
Eine kleine Anekdote aus der Bahn: Auf dem Weg zum Kino las ich eine Anzeige an einem der Fenster, die für den 2. Hamburger Magen- und Darmtag warb, der in der Schön Klinik mit einem besonderen Highlight aufwartete: Europas größtem begehbarem 20-Meter-Darmmodell! Das sollte man doch mal gesehen oder besser begangen haben...
Negatives Highlight des Tages war eine Statue, die geliefert wurde. Eigentlich eine richtig geile Sache und ein ziemlich positives Highlight an sich, war allerdings das linke Bein abgebrochen. Trotz guter (und unbeschädigter) Verpackung muss der Karton scheinbar auf dem Transportweg unsanft behandelt worden sein. Ich war ziemlich enttäuscht und ich hoffe, dass ich auf meine sofort abgeschickte Mail eine entsprechende Antwort erhalten werde. Ich werde berichten und beizeiten auch mal ein Photo von der Statue machen, wenn sie denn steht.
Ich wartete aufgrund der Pünktlichkeit von Bus und Bahn zwar einen Moment länger am Kino, konnte die Zeit aber nutzen, mir eine Packung Landjäger bei Kaufland gegenüber zu organisieren, um wenigstens ein Ersatz-Abendessen zu haben. War die richtige Entscheidung, so konnte ich Hannes später im Kino noch eine Wurst anbieten, was aus dem Kontext gerissen auch ein sehr schöner Satz war.
Der Film selbst ist gar nicht so schlecht. Es wurde im Stil von Blair Witch Project gedreht, also als pseudo-realer Dokumentarfilm ausgelegt. Passt auch gut zur Thematik, die ziemlich ernst angegangen wird. Es gibt keine überzogenen Splatter-Szenen oder dergleichen, auch wenn es hin und wieder gewalttätiger zugeht. Einzig das Ende kommt dann recht abrupt, ich dachte im ersten Moment, dass der Film noch weiterlaufen würde, aber es folgte nur der Abspann. Nichtsdestotrotz kein schlechter Film.
Eine kleine Anekdote aus der Bahn: Auf dem Weg zum Kino las ich eine Anzeige an einem der Fenster, die für den 2. Hamburger Magen- und Darmtag warb, der in der Schön Klinik mit einem besonderen Highlight aufwartete: Europas größtem begehbarem 20-Meter-Darmmodell! Das sollte man doch mal gesehen oder besser begangen haben...
Negatives Highlight des Tages war eine Statue, die geliefert wurde. Eigentlich eine richtig geile Sache und ein ziemlich positives Highlight an sich, war allerdings das linke Bein abgebrochen. Trotz guter (und unbeschädigter) Verpackung muss der Karton scheinbar auf dem Transportweg unsanft behandelt worden sein. Ich war ziemlich enttäuscht und ich hoffe, dass ich auf meine sofort abgeschickte Mail eine entsprechende Antwort erhalten werde. Ich werde berichten und beizeiten auch mal ein Photo von der Statue machen, wenn sie denn steht.
Sonntag, 15. Januar 2012
Ein Sonntag in der Sonne
Ich glaube es kommt nicht allzu oft, dass ich behaupten kann, mich im Januar bei knapp 30°C im Hotelpool abgekühlt zu haben. Das letzte Mal in einer ähnlichen Situation war vor knapp fünf Jahren im Februar - und das im exakt selben Pool, in dem ich heute ein wenig die dann schon bald untergegangene Sonne genossen habe. Allerdings waren damals weniger Kinder anwesend, wenn ich das richtig erinnere. Irgendwie wirkte das schon ein wenig unreal wenn ich daran denke, dass zuhause gerade Winter angesagt ist. Selbst wenn die Temperaturen sich wohl immer wieder über dem Gefrierpunkt ansiedeln und die Sonne sich auch mal zeigt, ist das doch kein Vergleich zu dem, was sich mir hier bietet. Daheim würde ich nicht einmal in meiner Wohnung in Shorts und T-Shirt rumlaufen, sollte ich nicht gerade in ungeahnte Sportlichkeit verfallen. Schon komisch, was ich durch meinen Job manchmal so erlebe.
Auf einem anderen Blog, das ich verfolge (Trixie's Treats), finde ich immer mal wieder sehr interessante und ansprechende Kunstwerke präsentiert. Einige Bilder eines Künstlers namens Angryblue gefielen mir beim letzten Stöbern besonders gut, da muss ich doch gleich mal Werbung machen. Auf der Seite kann man auch direkt Drucke, Shirts und anderes bestellen, auch zu einigermaßen vertretbaren Preisen. Da werde ich mich noch in Ruhe umschauen müssen, um zu entscheiden, ob ich mir vielleicht das eine oder andere zulegen werde.
Zum Abschluss noch was Lustiges (oder Trauriges, je nachdem, wie man es sieht): Weil Frollein W. mich gerne mal mit, sagen wir mal euphemistisch, Neckereien versieht, landete unter anderem folgendes Video als Link in meinem Posteingang, mit dem Hinweis, ich möge sowas doch auch mal machen: Kontaktanzeige. Glücklicherweise konnte sie mich auch nach wiederholter Aufforderung nicht davon überzeugen, ein ähnliches Video aufzunehmen. Ich musste beim Ansehen mehrfach staunen, weil der Kerl ohne zu Zögern seinen Namen, sein eMail-Adresse, ICQ-Nummer und ähnliches preisgibt. Der wird wohl nicht viel Ruhe haben oder sich neue Kontaktdaten zugelegt haben. Auf jeden Fall sehr amüsant, was er alles so von sich erzählt und behauptet, kann man einfach nicht ernst bleiben bei. In diesem Sinne, viel Spaß dabei!
Samstag, 31. Dezember 2011
Shopping-Marathon
Heute habe ich das getan, was ich mir für gestern schon vorgenommen hatte: Mal richtig schön shoppen zu gehen. Um zwölf bin ich los und war auch erst gegen halb sieben wieder zuhause. Als ich dann endlich meine Taschen und meinen Rucksack ablegen konnte war ich auch ziemlich fertig. Was Frauen daran jetzt wirklich so toll finden, entzieht sich auch weiterhin meinem Verständnis - und ich habe ja immerhin auch richtig viel eingekauft im Gegensatz zum "Schaufenstershoppen", was viele Frauen praktizieren.
Ich war tatsächlich in mehr als einem Laden und habe auch mehr als eine Hose gekauft, um klassische Klischees vorwegzunehmen. Im Gegenteil, ich bin um einen ordentlichen Stapel Klamotten reicher.
Eingepackt habe ich nämlich acht Shorts, zwei Jeans und eine weitere Hose, einen Pullover, vier weiße und drei schwarze, schlichte T-Shirts (dass das zusammen sieben ergibt, fiel mir auch erst zuhause auf), zwei Jogginghosen, ein Paar neue Chucks, eine neue Jacke, ein Springseil und eine Rolle schwarzes Nähgarn. Und da ich eh noch Akkus brauchte (die ich dann auch besorgt habe), habe ich mir zum krönenden Abschluss bei Saturn noch ein paar Kleinigkeiten gegönnt: Die drei Alben von 30 Seconds to Mars, vier Blu-rays (The Expendables, Fanboys, Priest in 3D und Rare Exports) sowie ein ziemlich interessant klingendes Buch mit dem Titel Die Sieben Todsünden, geschrieben von Corey Fucking Taylor, wie er es selbst so klingend formuliert.
The Expendables habe ich mir dann auch gleich mal reingezogen - man, was für ein Geballer und Gebombe! Da hat die Surroundanlage (und gerade der Subwoofer) ordentlich was zu tun - hallo Nachbarn! Das ist dann aber auch schon fast das einzig Gute, das man über den Streifen verlieren kann, einige der Dialogzeilen sind derart unterirdisch, dass ich stellenweise das Gefühl hatte, man hätte die Drehbuchautoren auch im Kugelhagel verloren. Dann sah ich aber, dass kein Geringerer als Sly Stallone selbst daran mitgebastelt hatte, da war es dann auch klar. Nichtsdestotrotz ein recht amüsanter Film ohne großen Sinn und Verstand, für einen anständigen Männerabend mit Chips und (vor allem) Bier aber erstklassig geeignet.
Der nächste Schritt ist nun, meinen Kleiderschrank mal aufzuforsten und mich von dem einen oder anderen Stück zu trennen, auch um Platz für die neuen Sachen zu schaffen. Das wird auch spannend, ich habe auch schon so einiges auf der Liste, das eine neue Heimat im nahen Kleidercontainer finden wird.
Außerdem kam ein Päckchen mit zwei Büchern, die sich mit einem Thema beschäftigen, dessen ich mich anzunehmen ich mir für das nächste Jahr definitiv vorgenommen habe. Beiliegend war ein Gutschein für Dove Verwöhnende Lotion mit Shea Butter über 20% Rabatt. Wer sowas zufällig brauchen kann, möge sich gerne bei mir melden.
Zitat des Tages, während ich bei Spines Sneaker anprobierte:"Lass mal dahingehen wo's richtig teuer ist, da sind weniger Asis." Gesprochen von einem, der selbst wie einer klang und auch so aussah...
Ich war tatsächlich in mehr als einem Laden und habe auch mehr als eine Hose gekauft, um klassische Klischees vorwegzunehmen. Im Gegenteil, ich bin um einen ordentlichen Stapel Klamotten reicher.
Eingepackt habe ich nämlich acht Shorts, zwei Jeans und eine weitere Hose, einen Pullover, vier weiße und drei schwarze, schlichte T-Shirts (dass das zusammen sieben ergibt, fiel mir auch erst zuhause auf), zwei Jogginghosen, ein Paar neue Chucks, eine neue Jacke, ein Springseil und eine Rolle schwarzes Nähgarn. Und da ich eh noch Akkus brauchte (die ich dann auch besorgt habe), habe ich mir zum krönenden Abschluss bei Saturn noch ein paar Kleinigkeiten gegönnt: Die drei Alben von 30 Seconds to Mars, vier Blu-rays (The Expendables, Fanboys, Priest in 3D und Rare Exports) sowie ein ziemlich interessant klingendes Buch mit dem Titel Die Sieben Todsünden, geschrieben von Corey Fucking Taylor, wie er es selbst so klingend formuliert.
The Expendables habe ich mir dann auch gleich mal reingezogen - man, was für ein Geballer und Gebombe! Da hat die Surroundanlage (und gerade der Subwoofer) ordentlich was zu tun - hallo Nachbarn! Das ist dann aber auch schon fast das einzig Gute, das man über den Streifen verlieren kann, einige der Dialogzeilen sind derart unterirdisch, dass ich stellenweise das Gefühl hatte, man hätte die Drehbuchautoren auch im Kugelhagel verloren. Dann sah ich aber, dass kein Geringerer als Sly Stallone selbst daran mitgebastelt hatte, da war es dann auch klar. Nichtsdestotrotz ein recht amüsanter Film ohne großen Sinn und Verstand, für einen anständigen Männerabend mit Chips und (vor allem) Bier aber erstklassig geeignet.
Der nächste Schritt ist nun, meinen Kleiderschrank mal aufzuforsten und mich von dem einen oder anderen Stück zu trennen, auch um Platz für die neuen Sachen zu schaffen. Das wird auch spannend, ich habe auch schon so einiges auf der Liste, das eine neue Heimat im nahen Kleidercontainer finden wird.
Außerdem kam ein Päckchen mit zwei Büchern, die sich mit einem Thema beschäftigen, dessen ich mich anzunehmen ich mir für das nächste Jahr definitiv vorgenommen habe. Beiliegend war ein Gutschein für Dove Verwöhnende Lotion mit Shea Butter über 20% Rabatt. Wer sowas zufällig brauchen kann, möge sich gerne bei mir melden.
Zitat des Tages, während ich bei Spines Sneaker anprobierte:"Lass mal dahingehen wo's richtig teuer ist, da sind weniger Asis." Gesprochen von einem, der selbst wie einer klang und auch so aussah...
Mittwoch, 28. Dezember 2011
X-Mas 2011
Nach ein paar ereignisreichen, schönen und zum größten Teil sehr amüsanten Tagen ist das diesjährige Weihnachtsfest auch schon wieder vorbei und das Ende dieses Jahres nähert sich mit raumgreifenden Schritten.
Wie jedes Jahr habe ich den Heiligabend bei meiner Familie in unserer beschaulichen, kleinen Kreisstadt verbracht. In diesem hat unser Kreis zwar einen Rekordtiefstand erreicht durch die Tatsache, dass nur drei von vier Geschwistern anwesend sein konnten und auch keine weiteren Verwandten, aber wir haben uns dennoch einen schönen Abend gemacht. Traditionell gibt es bei uns an Heiligabend Fondue, nur der Mann meiner Mutter ist dabei immer etwas ungeduldig und bekam deshalb Rouladen mit Rotkohl und Kartoffeln, um nicht vom Fleisch zu fallen. Vorteil daran war, dass meine Mom genügend Rotkohl vorbereitet hatte, um auch mich daran teilhaben lassen zu können (ihr Rotkohl ist eben immer sagenhaft lecker).
Bei der anschließenden Bescherung sind wir dann reihum vorgegangen mit dem Beschenken und Beschenktwerden. In meiner Ecke sammelten sich dann auch ein paar schöne Dinge, wie die letzten beiden mir noch fehlenden Killswitch Engage-Alben (Killswitch Engage und As Daylight Dies, letzteres in der Special Edition, man kennt mich), Wanted (im Limited Edition Collector's Set), Robo Geisha (Japan-Trash, yeah!), eine Packung köstlicher belgischer Meeresfrüchte, das Buch Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers (der Vorgänger war schon grandios) sowie zwei Star Wars-Actionfiguren. Bei einer dieser Figuren ist sogar ein Soundchip mit dabei, der mit einem entsprechenden Gerät Sätze des Charakters spricht. Selbstredend habe ich das Tool gleich im Anschluss bei eBay gesucht, gefunden und erstanden. Ist noch nicht angekommen, ich werde berichten, sobald ich das Feature testen konnte.
Später gab's dann noch richtig "dramatische" Filmkost mit Blind Side. Ein netter Film, passt ja mit seiner versöhnlichen Botschaft auch prima zu Weihnachten. Hätte ich mir mit Sicherheit nicht im Kino angesehen, aber so konnte man den Streifen mal schauen.
Am nächsten Tag war ich dann gleich wieder in Itzehoe, es gab ja noch ein paar Reste zu vertilgen. Außerdem lief nebenbei mal wieder Stirb langsam - Jetzt erst recht im Fernsehen, direkt danach sogar der erste Teil der Reihe. War auch mal wieder sehr unterhaltsam. Genauso wie auch der kleine Hunderverschnitt namens Eddie, der immer zum Knuddeln herumgereicht wurde. Wirklich ein niedliches kleines Viech, auch wenn er irgendwie immer ein wenig tollpatschig aussieht.
Noch unterhaltsamer war dann die Tatsache, dass der gute, alte Max mal wieder in fast direkter Nähe zu Besuch war und man so bei Markus wieder zusammenkommen konnte. Auch Marcé stieß noch dazu, um die Runde älterer Männer auf vier zu erhöhen. So hatten wir wieder eine ganze Menge Spaß und ich konnte nicht umhin festzustellen, dass man sich trotz einiger Zeit zwischen Besuchen immer noch auf einer Wellenlänge bewegt und noch kein Fall von Entfremdung stattgefunden hat. So können wir immer noch gemeinsam über dumme Sprüche aus Sinnlos im Weltraum lachen wie über aktuellere Ereignisse (hat jemand Mutistenfete gesagt?). Leider ging auch an diesem Abend die Zeit wie immer viel zu schnell vorbei sodass nur die Hoffnung bleibt, dass es nicht wieder ein Jahr dauert bis zum nächsten Treffen.
Ein Jahr war gestern auch wieder vergangen seit dem letzten III. Weihnachtstag, der auch dieses Jahr seinen Start in Itzehoe erlebte. Nach einem leckeren, von Markus gezauberten Mittagessen gab es eine kleine Bescherungsrunde. Meine kleine Patentochter hatte ein Album für mich angefertigt mit Zeichnungen und Photos, das wir dann auch gleich zusammen durchgesehen haben. Eine wirklich schöne Sache und sie hat ein paar witzige Ideen gehabt und tolle Bilder gemalt. Kann auf Anfrage gerne eingesehen werden. Außerdem gab es quasi als Fortsetzung zum Geschenk des letzten Jahres, einem Filmplakat-Kalender für jede Woche des Jahres, nun die Ausgabe fürs nächste Jahr. Auch eine klasse Sache, allzumal die Kalenderblätter nach ihrem intentionierten Dienst auch noch als Poster dienen können. Dann eröffnete Markus mir, dass er seine kreative Ader gefunden hatte und überreichte mir ein Päckchen mit diversen Perlenbildern für die Super Mario-Motive als Vorlage gedient hatten. Sehr coole Sache, ich überlege derzeit, ob ich sie als Wandschmuck einsetze, da sie mir als Untersetzer fast zu schade erscheinen - mal davon abgesehen, dass ich auch immer nur einen gleichzeitig verwenden kann und die anderen dann unter dem Tisch verstauben müssten (und Heißgetränke wären auch keine gute Idee...).
Nachdem ich derart reich beschenkt wurde, durfte auch ich verteilen. Natürlich hatte ich ein paar Kleinigkeiten für die beiden Kinder besorgt und auch die Herrin des Hauses durfte nicht leer ausgehen. Das eigentliche Highlight aber kam zum Schluss, als ich nämlich ellenlang ausholte und mit Alex' Hilfe ein paar Geschichten zum Geschenk für Markus ersann. Wir hatten uns nämlich zusammengetan, nachdem ich ein günstiges Angebot entdeckte hatte, und Markus einen Nintendo 3DS geschenkt, und das auch gleich im Pack mit Super Mario 3D Land. Die Freude (gerade bei Markus) war entsprechend groß und so wurde auch das Auspacken und das erste Einschalten entsprechend zelebriert. Später fuhren wir dann weiter zu mir, um ungestört weiter unserem Hobby frönen zu können.
Bei mir angekommen befriedigten wir erst einmal ein dringendes Grundbedürfnis, indem wir uns auf den Weg zum Redox House machten und uns jeweils ein delikates Filet-Steak gönnten. Praktischerweise konnten wir dabei auch gleich die Schrittzähler unserer 3DS-Systeme einsetzen, da wir den Weg natürlich zu Fuß zurücklegten. Bei Fleisch und leckerem Köstritzer Dunkelbier (diesmal auch nur aus dem Glas, nicht vom Tisch) unterhielten wir uns dabei tatsächlich nicht nur über Videospiele sondern eher über gänzlich andere Themen, was das Gespräch aber nicht minder angenehm machte, im Gegenteil.
Nach unserer Rückkehr in meine Wohnung war dann aber natürlich das Hauptthema wieder eindeutig und so gingen wir als erstes auf Zombiejagd bei ein paar Runden The House of the Dead: Overkill, natürlich stilecht mit meinen beiden P99-Wiimotes. Davor genehmigten wir uns noch einen Schluck meines neunzehnjährigen Whiskys, bevor wir beim Spielen zwei Restflaschen Rum und Whiskey gemischt mit Cola leerten. Dabei kamen dann auch ein paar meiner neueren Eiswürfelformen zum Einsatz, extrem gut passend zum Beispiel die Gehirne (Brains!), wobei sich die Haifischflossen auch sehr gut machen im Glas ("Es kitzelt in der Nase, wenn er steht."). Im Verlauf kam es zu fast schon erschreckenden Szenen, die garantiert nichts mit dem Alkoholpegel zu tun hatten...
Wir kamen dann später auch noch zu New Super Mario Bros. Wii, das wie immer einen gewissen Reiz durch die Tatsache bekam, dass man zwar miteinander spielen, sich also unterstützen und helfen kann, aber eben auch genau das Gegenteil praktizieren kann. Genau dadurch wurde so manches Chaos entfacht, was in dem einen oder anderen verlorenen Leben resultierte. Auf der anderen Seite schimmerte aber auch immer mal wieder ein erstaunlicher Anteil an Skill durch, dem dann auch eine entsprechende Anerkennung nachfolgte.
Im Endeffekt ging auch hierbei die Zeit mal wieder viel zu schnell vorbei und was bleibt ist die Erinnerung an einen großartigen Abend mit einem großartigen Freund und die Hoffnung, in nicht allzu ferner Zukunft in vielleicht ähnlicher Form eine Wiederholung starten zu können.
Wie jedes Jahr habe ich den Heiligabend bei meiner Familie in unserer beschaulichen, kleinen Kreisstadt verbracht. In diesem hat unser Kreis zwar einen Rekordtiefstand erreicht durch die Tatsache, dass nur drei von vier Geschwistern anwesend sein konnten und auch keine weiteren Verwandten, aber wir haben uns dennoch einen schönen Abend gemacht. Traditionell gibt es bei uns an Heiligabend Fondue, nur der Mann meiner Mutter ist dabei immer etwas ungeduldig und bekam deshalb Rouladen mit Rotkohl und Kartoffeln, um nicht vom Fleisch zu fallen. Vorteil daran war, dass meine Mom genügend Rotkohl vorbereitet hatte, um auch mich daran teilhaben lassen zu können (ihr Rotkohl ist eben immer sagenhaft lecker).
Bei der anschließenden Bescherung sind wir dann reihum vorgegangen mit dem Beschenken und Beschenktwerden. In meiner Ecke sammelten sich dann auch ein paar schöne Dinge, wie die letzten beiden mir noch fehlenden Killswitch Engage-Alben (Killswitch Engage und As Daylight Dies, letzteres in der Special Edition, man kennt mich), Wanted (im Limited Edition Collector's Set), Robo Geisha (Japan-Trash, yeah!), eine Packung köstlicher belgischer Meeresfrüchte, das Buch Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers (der Vorgänger war schon grandios) sowie zwei Star Wars-Actionfiguren. Bei einer dieser Figuren ist sogar ein Soundchip mit dabei, der mit einem entsprechenden Gerät Sätze des Charakters spricht. Selbstredend habe ich das Tool gleich im Anschluss bei eBay gesucht, gefunden und erstanden. Ist noch nicht angekommen, ich werde berichten, sobald ich das Feature testen konnte.
Später gab's dann noch richtig "dramatische" Filmkost mit Blind Side. Ein netter Film, passt ja mit seiner versöhnlichen Botschaft auch prima zu Weihnachten. Hätte ich mir mit Sicherheit nicht im Kino angesehen, aber so konnte man den Streifen mal schauen.
Am nächsten Tag war ich dann gleich wieder in Itzehoe, es gab ja noch ein paar Reste zu vertilgen. Außerdem lief nebenbei mal wieder Stirb langsam - Jetzt erst recht im Fernsehen, direkt danach sogar der erste Teil der Reihe. War auch mal wieder sehr unterhaltsam. Genauso wie auch der kleine Hunderverschnitt namens Eddie, der immer zum Knuddeln herumgereicht wurde. Wirklich ein niedliches kleines Viech, auch wenn er irgendwie immer ein wenig tollpatschig aussieht.
Noch unterhaltsamer war dann die Tatsache, dass der gute, alte Max mal wieder in fast direkter Nähe zu Besuch war und man so bei Markus wieder zusammenkommen konnte. Auch Marcé stieß noch dazu, um die Runde älterer Männer auf vier zu erhöhen. So hatten wir wieder eine ganze Menge Spaß und ich konnte nicht umhin festzustellen, dass man sich trotz einiger Zeit zwischen Besuchen immer noch auf einer Wellenlänge bewegt und noch kein Fall von Entfremdung stattgefunden hat. So können wir immer noch gemeinsam über dumme Sprüche aus Sinnlos im Weltraum lachen wie über aktuellere Ereignisse (hat jemand Mutistenfete gesagt?). Leider ging auch an diesem Abend die Zeit wie immer viel zu schnell vorbei sodass nur die Hoffnung bleibt, dass es nicht wieder ein Jahr dauert bis zum nächsten Treffen.
Ein Jahr war gestern auch wieder vergangen seit dem letzten III. Weihnachtstag, der auch dieses Jahr seinen Start in Itzehoe erlebte. Nach einem leckeren, von Markus gezauberten Mittagessen gab es eine kleine Bescherungsrunde. Meine kleine Patentochter hatte ein Album für mich angefertigt mit Zeichnungen und Photos, das wir dann auch gleich zusammen durchgesehen haben. Eine wirklich schöne Sache und sie hat ein paar witzige Ideen gehabt und tolle Bilder gemalt. Kann auf Anfrage gerne eingesehen werden. Außerdem gab es quasi als Fortsetzung zum Geschenk des letzten Jahres, einem Filmplakat-Kalender für jede Woche des Jahres, nun die Ausgabe fürs nächste Jahr. Auch eine klasse Sache, allzumal die Kalenderblätter nach ihrem intentionierten Dienst auch noch als Poster dienen können. Dann eröffnete Markus mir, dass er seine kreative Ader gefunden hatte und überreichte mir ein Päckchen mit diversen Perlenbildern für die Super Mario-Motive als Vorlage gedient hatten. Sehr coole Sache, ich überlege derzeit, ob ich sie als Wandschmuck einsetze, da sie mir als Untersetzer fast zu schade erscheinen - mal davon abgesehen, dass ich auch immer nur einen gleichzeitig verwenden kann und die anderen dann unter dem Tisch verstauben müssten (und Heißgetränke wären auch keine gute Idee...).
Nachdem ich derart reich beschenkt wurde, durfte auch ich verteilen. Natürlich hatte ich ein paar Kleinigkeiten für die beiden Kinder besorgt und auch die Herrin des Hauses durfte nicht leer ausgehen. Das eigentliche Highlight aber kam zum Schluss, als ich nämlich ellenlang ausholte und mit Alex' Hilfe ein paar Geschichten zum Geschenk für Markus ersann. Wir hatten uns nämlich zusammengetan, nachdem ich ein günstiges Angebot entdeckte hatte, und Markus einen Nintendo 3DS geschenkt, und das auch gleich im Pack mit Super Mario 3D Land. Die Freude (gerade bei Markus) war entsprechend groß und so wurde auch das Auspacken und das erste Einschalten entsprechend zelebriert. Später fuhren wir dann weiter zu mir, um ungestört weiter unserem Hobby frönen zu können.
Bei mir angekommen befriedigten wir erst einmal ein dringendes Grundbedürfnis, indem wir uns auf den Weg zum Redox House machten und uns jeweils ein delikates Filet-Steak gönnten. Praktischerweise konnten wir dabei auch gleich die Schrittzähler unserer 3DS-Systeme einsetzen, da wir den Weg natürlich zu Fuß zurücklegten. Bei Fleisch und leckerem Köstritzer Dunkelbier (diesmal auch nur aus dem Glas, nicht vom Tisch) unterhielten wir uns dabei tatsächlich nicht nur über Videospiele sondern eher über gänzlich andere Themen, was das Gespräch aber nicht minder angenehm machte, im Gegenteil.
Nach unserer Rückkehr in meine Wohnung war dann aber natürlich das Hauptthema wieder eindeutig und so gingen wir als erstes auf Zombiejagd bei ein paar Runden The House of the Dead: Overkill, natürlich stilecht mit meinen beiden P99-Wiimotes. Davor genehmigten wir uns noch einen Schluck meines neunzehnjährigen Whiskys, bevor wir beim Spielen zwei Restflaschen Rum und Whiskey gemischt mit Cola leerten. Dabei kamen dann auch ein paar meiner neueren Eiswürfelformen zum Einsatz, extrem gut passend zum Beispiel die Gehirne (Brains!), wobei sich die Haifischflossen auch sehr gut machen im Glas ("Es kitzelt in der Nase, wenn er steht."). Im Verlauf kam es zu fast schon erschreckenden Szenen, die garantiert nichts mit dem Alkoholpegel zu tun hatten...Wir kamen dann später auch noch zu New Super Mario Bros. Wii, das wie immer einen gewissen Reiz durch die Tatsache bekam, dass man zwar miteinander spielen, sich also unterstützen und helfen kann, aber eben auch genau das Gegenteil praktizieren kann. Genau dadurch wurde so manches Chaos entfacht, was in dem einen oder anderen verlorenen Leben resultierte. Auf der anderen Seite schimmerte aber auch immer mal wieder ein erstaunlicher Anteil an Skill durch, dem dann auch eine entsprechende Anerkennung nachfolgte.
Im Endeffekt ging auch hierbei die Zeit mal wieder viel zu schnell vorbei und was bleibt ist die Erinnerung an einen großartigen Abend mit einem großartigen Freund und die Hoffnung, in nicht allzu ferner Zukunft in vielleicht ähnlicher Form eine Wiederholung starten zu können.
Montag, 15. August 2011
Arschloch Sommer!
So forderte Thomas Lindner, seines Zeichens Sänger der Band Schandmaul, uns auf, in den Himmel zu schreien. Heute fand auf der Bahrenfelder Trabrennbahn das Doppelkonzert von Schandmaul und In Extremo statt und da es sich um ein Open Air Konzert handelte, war der Wunsch nach Regenlosigkeit entsprechend groß gewesen. Da wider alle Hoffnung doch überall das Wasser stand und sich gerade hinter dem FoH-Turm eine riesige Pfütze, die schon als Teich durchging, gebildet hatte, war die Sauerei dementsprechend groß. Das gesamte Areal war vermatscht und es war unmöglich, sauberen Fußes auch nur in die Nähe der Bühne zu kommen. So habe ich mir an diesem einen Abend meine Klamotten weit mehr verdreckt als über die gesamte Zeit in Wacken. Auch mal eine Leistung. Dennoch hielt das die Zuschauer natürlich nicht vom Feiern ab und mehr als einmal erwähnten die Bands das auch lobend.
Die beiden Bands waren dennoch super drauf und haben echt richtig schöne Shows abgeliefert. Mitsingpotential gab es natürlich zuhauf, was auch extensiv genutzt wurde, sofern denn Textkenntnis vorhanden war. Bonscho, Franzi, Danica und ich hatten auf jeden Fall unseren Spaß, der teils auch erst durch die witterungsbedingten Umstände entstand. Einige der Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, den Matsch auf den umstehenden Leuten zu verteilen, sei es absichtlich oder ungewollt. Am Ende lag dann auch tatsächlich noch einer mit dem Rücken im Matsch, glücklicherweise hat Nica sogar rechtzeitig den Auslöser der Kamera betätigt (Photo folgt).
Schandmaul spielten eine tolle Mischung aus Klassikern und neueren Songs und sorgten so für prima Tanzstimmung, was schließlich in einer "Wall of Polka" mündete (O-Ton Thomas Lindner). Durch den Matsch eine Riesenschweinerei, aber immerhin war es ja nicht kalt. Die Atmosphäre war klasse und es wurde kräftig gefeiert, bis die Jungs und Damen dann für die zweite Gruppe von Akustikkünstlern die Bühne räumten.
In Extremo schaffte es dann locker, noch einen oben draufzusetzen. Nicht nur schraubten sie die Lautstärke noch einmal weiter nach oben, sie brachten auch einiges an Pyro-Show auf, um der Menge sprichwörtlich einzuheizen (was bei der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit sehr positiv aufgenommen wurde). Auch das Siebengestirn fuhr eine erstklassige Setlist auf, um die Stimmung nicht nur zu halten, sondern noch zu steigern. Spätestens beim Spielmannsfluch ließ dann so langsam die Stimmkraft nach, was aber niemanden wirklich vom Mitsingen abhielt.
Alles in Allem ein super Konzertabend zu einem fairen Preis für zwei tolle Bands hintereinander.
Kleine Anekdote am Rande: Wieder zu Hause angekommen, bin ich mittels meines Regenponchos ins Badezimmer getippelt und direkt noch mit den Schuhen an den Füßen in die Badewanne gestiegen, um wenigstens den gröbsten Dreck zu entfernen. Außerdem tat das warme Wasser meinen unterkühlten Füßen auch sehr gut, denn ich hatte nur meine Chucks angezogen, die schon weit vor Konzertbeginn durchnässt waren. Nun läuft gerade meine Waschmaschine im Hintergrund mit zwei Paaren Schuhen in der Trommel, die danach hoffentlich wieder tragbar sein werden. Klingt übrigens sehr witzig, selbst mit den Schuhen im Beutel hört sich das nach ordentlicher Randale an.
Die beiden Bands waren dennoch super drauf und haben echt richtig schöne Shows abgeliefert. Mitsingpotential gab es natürlich zuhauf, was auch extensiv genutzt wurde, sofern denn Textkenntnis vorhanden war. Bonscho, Franzi, Danica und ich hatten auf jeden Fall unseren Spaß, der teils auch erst durch die witterungsbedingten Umstände entstand. Einige der Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, den Matsch auf den umstehenden Leuten zu verteilen, sei es absichtlich oder ungewollt. Am Ende lag dann auch tatsächlich noch einer mit dem Rücken im Matsch, glücklicherweise hat Nica sogar rechtzeitig den Auslöser der Kamera betätigt (Photo folgt).
Schandmaul spielten eine tolle Mischung aus Klassikern und neueren Songs und sorgten so für prima Tanzstimmung, was schließlich in einer "Wall of Polka" mündete (O-Ton Thomas Lindner). Durch den Matsch eine Riesenschweinerei, aber immerhin war es ja nicht kalt. Die Atmosphäre war klasse und es wurde kräftig gefeiert, bis die Jungs und Damen dann für die zweite Gruppe von Akustikkünstlern die Bühne räumten.
In Extremo schaffte es dann locker, noch einen oben draufzusetzen. Nicht nur schraubten sie die Lautstärke noch einmal weiter nach oben, sie brachten auch einiges an Pyro-Show auf, um der Menge sprichwörtlich einzuheizen (was bei der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit sehr positiv aufgenommen wurde). Auch das Siebengestirn fuhr eine erstklassige Setlist auf, um die Stimmung nicht nur zu halten, sondern noch zu steigern. Spätestens beim Spielmannsfluch ließ dann so langsam die Stimmkraft nach, was aber niemanden wirklich vom Mitsingen abhielt.
Alles in Allem ein super Konzertabend zu einem fairen Preis für zwei tolle Bands hintereinander.
Kleine Anekdote am Rande: Wieder zu Hause angekommen, bin ich mittels meines Regenponchos ins Badezimmer getippelt und direkt noch mit den Schuhen an den Füßen in die Badewanne gestiegen, um wenigstens den gröbsten Dreck zu entfernen. Außerdem tat das warme Wasser meinen unterkühlten Füßen auch sehr gut, denn ich hatte nur meine Chucks angezogen, die schon weit vor Konzertbeginn durchnässt waren. Nun läuft gerade meine Waschmaschine im Hintergrund mit zwei Paaren Schuhen in der Trommel, die danach hoffentlich wieder tragbar sein werden. Klingt übrigens sehr witzig, selbst mit den Schuhen im Beutel hört sich das nach ordentlicher Randale an.
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