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Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Samstag, 13. April 2019

It. Is. Done!

Welch geschichtsträchtiger Moment...
Freitag war spätester Abgabetermin für meine Bachelor-Thesis. Pflichtbewusst war ich sogar einen Tag früher dran und gab den Packen Papier (immerhin drei Ausführungen á 78 Seiten) am Donnerstag schon ab.
Das fertige Werk dann in ausgedruckter Form in den Händen zu halten war schon ein wenig surreal. Ich habe mir auch ein Exemplar für mich selbst drucken und binden lassen, damit ich mir in 50 Jahren nochmal durchlesen kann, was für einen Quatsch ich damals geschrieben habe.
Damit bin ich in der Theorie mit meinem Studium durch. Natürlich bleibt es spannend, bis die Benotung steht (wobei mein Prof schon vorsichtig optimistisch war), aber es fehlen keine Vorlesungen mehr oder dergleichen. Irre. Also heißt es jetzt:
PARTY! SEX! ALKOHOL!

...

Na ja, wohl eher Chillen auf dem Sofa, ein Glas Cola und eine Runde fünf gegen Willi. Aber ich würde ja...!

So sieht sowas also aus

Dienstag, 12. März 2019

Ein Monat noch...

... dann ist der späteste Abgabetermin für meine Bachelorthesis angesetzt. So langsam wird's spannend! Ich nähere mich zumindest der ersten Fassung des Theorieteils, danach sollte es hoffentlich fixer mit dem Rest gehen. Noch bin ich optimistisch!

Freitag, 1. Februar 2019

Final Countdown

Gestern kam die erwartete E-Mail aus dem Fakultätsservicebüro der HAW: Meinem "Antrag auf Genehmigung einer Bachelorarbeit" wurde stattgegeben. Welch Freude! Nicht, dass ich mir deswegen ernsthaft Sorgen gemacht hätte...
Interessanter war da schon eine andere Information aus derselben Mail, das Anfangs- und Enddatum betreffend. Hochoffizieller Start ist heute, also der 02. Februar 2019 - Abgabe allerspätestens am 12. April diesen Jahres.
Heißt also, dass ab jetzt die (Denk-) Maschinen auf Hochtouren laufen müssen, um in den nächsten beiden Monaten da ein anständiges Werk zustande zu bringen. Chaka!

Dienstag, 15. Januar 2019

Rainy Mood

So. This day happened. Holy fuck.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass dieses Jahr ziemlich prima angefangen hat, auch wenn ich den Übergang dahin schlicht mit Essen vor dem Bildschirm verbracht habe. Aber nach der Schicht im Theater vorher (ich war erst gegen Viertel nach elf zuhause) und mangels entsprechender Planungen war mir nicht mehr groß nach weggehen. Egal, war auch in Ordnung, obwohl ich meine Anlage schon immer lauter drehen musste, um den Sprecher im Video zu verstehen, das ich beim Essen geschaut habe.

Dann habe ich endlich mal wieder Fortschritte mit meiner Thesis gemacht. Mein begleitender Professor ist auch wieder im Bild, meine ersten Seiten fand er sogar tatsächlich gut. Demnächst geht es dann an die Anmeldung, womit definitiv auch Zeitdruck entsteht. Immerhin bleibe ich am Ball und versuche, weiter voranzukommen.

Zeit ist dann auch der entscheidende Punkt. Um so viel Zeit wie möglich in dieses letzte, große Projekt meines Studiums stecken und es damit endgültig abschließen zu können, habe ich mich dann zu einem nicht ganz so erfreulichen Schritt durchgerungen. Ich berichtete ja im März letzten Jahres (einer von wahnsinnigen zwei (z-w-e-i) Posts aus 2018), dass ich mich zur Betriebsratswahl hatte aufstellen lassen. Was danach fehlte, war das Ergebnis.
Für mich etwas überraschend bekam ich eine ganze Menge Stimmen, sodass ich schlussendlich in den aktiven Betriebsrat gewählt wurde. Dort betätigte ich mich im Ausschuss für Arbeitssicherheit und wurde sogar zu dessen Vorsitzenden gewählt. Die Themen waren nicht immer ganz einfach und vor allem oft sehr langwierige Angelegenheiten (oder laufen sogar immer noch), trotzdem hat mir die Arbeit Spaß gemacht.
Heute habe ich dann meinen Rücktritt bekannt gegeben.
Bam.
Letztlich habe ich keine andere, einigermaßen effektive Zeitersparnis gesehen als diesen Schritt. Das klingt sehr hart und es macht mich auch nicht gerade sehr glücklich aber ich muss den Fokus jetzt ganz klar auf mein Studium setzen, wenn ich das (erfolgreich) beenden will. Deswegen habe ich auch gesagt, dass ich lieber aussteige, als ansonsten immer wieder absagen zu müssen und mich nicht mehr zu beteiligen. Es ist deutlich sinnvoller, dass dann jemand für mich nachrückt, der den Posten dementsprechend auch aktiv besetzt. Immerhin wurde meine Entscheidung zumindest ruhig aufgenommen und es gab nicht etwa Diskussionen darüber - zumindest nicht in meiner Anwesenheit.

Das war die eine Sache - und dann gab es da noch etwas, zeitlich vorher noch, was mich doch etwas aus der Bahn geschleudert hat.
Ich hatte in den letzten Wochen das Gefühl gehabt, jemandem langsam näherzukommen. Wir hatten uns auch schon privat getroffen und in dieser Woche war ein weiteres Treffen geplant. In die Planungen hinein erwähnte sie dann - glücklicherweise, müsste ich eigentlich sagen - dass sie darin aber nicht mehr als ein Treffen unter Freunden sieht.
Bam. Nummer 2. Wobei, chronologisch gesehen Nummer 1.
Während mein Herz versuchte, mir von innen heraus meine Rippen zu brechen, versuchte ich nach außen, meine Fassung zu wahren. Wir schrieben noch ein paar Nachrichten hin und her und sie war weiterhin sehr liebenswürdig dabei, trotzdem merkte ich, wie die Körperwärme meine Gliedmaßen verließ. Meine Finger begannen stark zu zittern und ich machte mir ernsthaft Sorgen darüber, das Haus zu verlassen (ich musste ja noch zur Betriebsratssitzung).
So richtig realisiert habe ich das ganze vermutlich noch nicht. Natürlich hatte ich die ganze Zeit über diese eklige, ätzende Stimme im Hinterkopf, die mir immer wieder mitteilte, was ich heute dann bestätigt bekommen habe. Tja, hätte ich mal nicht versucht, die Stimme so gut es geht zu ignorieren. Manchmal scheint die ja doch recht zu haben, so sehr ich würgen möchte, während ich das schreibe. Und wie ich würgen möchte. Geronnenes Blut. Habe ich vielleicht schon mal erwähnt. Scheiße, einfach... scheiße. Fuck. Shit. Piss.

Schön passend dazu: Rainy Mood, eine Seite, die beim Fokussieren unterstützen soll. Passt halt aber auch, wenn einem eher nach Heulen zumute ist. Wie meinte Gretchen Ross so schön? I guess some people are just born with tragedy in their blood.

Dienstag, 27. März 2018

Kinners, wie die Zeit vergeht!

Schon wieder ist der letzte Post ganze sechs Monate her. Wenn ich da an meine Anfangszeiten als Blogger zurückdenke, in denen ich in seltenen Fällen sogar mehr als einen Post pro Tag geschrieben habe... So hatte ich mir das irgendwie nicht vorgestellt. Ich wollte doch mehr schreiben, für die dreieinhalb Leute, die das vielleicht tatsächlich lesen, aber auch für mich. Wie ein Tagebuch, bloß online und so, dass andere Leute mitlesen können (so sie denn wollen).
Es ist schon wieder einiges passiert zwischendurch. Mein Studium nähert sich stark dem Ende zu, ich bin jetzt am Anfang meiner Bachelorthesis, es hat sich überraschenderweise ein Frau gefunden, die sich für mich interessiert und - noch ganz aktuell - es tut sich was in meinem Nebenjob im Theater.
Eben erst bin ich beim Stöbern über meinen alten Post aus 2014 gestolpert, in dem ich berichtete, wie ich zu meinem immer noch aktuellen Nebenjob kam. Knapp dreieinhalb Jahre arbeite ich nun bei der On Stage & Sports GmbH als Servicekraft im Vorderhaus. Gerade im letzten halben Jahr bin ich dabei auch öfter mal außerhalb meines "Stammhauses", der Neuen Flora, unterwegs gewesen. So habe ich denn mittlerweile drei der vier Stage-Theater in Hamburg besucht als Mitarbeiter.
Im nächsten Monat werde ich dann auch das letzte Theater von der Liste streichen können, wenn ich meine neue Position als Teamleiter (in Einarbeitung) antreten werde. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, weil das ja wieder neue Informationen, Abläufe und Verantwortlichkeiten bedeuten wird - und eben auch ein für mich neues Haus. Es bleibt spannend!
Darüber hinaus habe ich mich für die Betriebsratswahl in unserer Firma aufstellen lassen, die Ergebnisse stehen noch aus. Eventuell kommt da also auch noch was neues auf mich zu. Aufregend, das Ganze.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Im Theater

Der Besuch eines klassischen Bühnentheaters ist ja oft wie eine kleine Zeitreise, zurück in die Ära vor Kino und Fernsehen. So haben die Gebäude selbst auch meist ihren Anteil an diesem Gefühl, wenn sie entsprechend gestaltet beziehungsweise eingerichtet sind.
Die Neue Flora ist trotz ihres noch jungen Alters und der damit verbundenen Modernität zumindest klassisch inspiriert. So ist der eigentliche Theatersaal der Anordnung der antiken Amphitheater nachempfunden, der Foyerbereich soll von der Architektur der 1920er Jahre inspiriert sein. Der rote Teppich und die eher gedämpfte, indirekte Beleuchtung unterstützen dabei, einen edlen Eindruck zu erwecken.
In den meisten Fällen tut auch das Publikum sein übriges dazu, um die Illusion einer zeitlichen Entrückung aufrechtzuerhalten. Treten die Männer im Anzug, die Frauen in schönen, langen Kleidern in das Theater, fühlt man sich tatsächlich ein wenig in der Zeit zurückversetzt. Und welches Stück könnte besser zu diesem anachronistischen Gefühl passen als das Phantom der Oper? Ich selber habe es leider noch nicht gesehen (was ich unbedingt mal nachholen muss!), doch bekommt man am Abend natürlich das eine oder andere mit.
Auf jeden Fall hat der Aufenthalt im Theater für mich - trotz der Tatsache, dass ich mich ja nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten dort aufhalte - etwas unglaublich romantisches - und das meine ich nicht im kitschigen, sondern vielmehr im klassischen Sinne. Die aubergine-farbenen Designeranzüge (von Guido Maria Kretschmer; das musste ich erstmal nachschlagen), die wir als Team dabei tragen, unterstreichen das noch zusätzlich. Eigentlich fehlt nur noch, dass irgendwo im Theater Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich hängt.

Dienstag, 30. September 2014

Back to work

So, ab jetzt heißt es für mich wieder: Ich gehe arbeiten. Nicht so regelmäßig wie zuvor an fünf (oder mehr) Tagen die Woche, das würde ja auch meinem Studium entgegenstehen, dennoch bin ich wieder berufstätig.
Noch habe ich ja nicht richtig angefangen, nach dem Infotag (ich berichtete) war ich gestern auf einer weiteren Veranstaltung (auch wieder in der Neuen Flora) und konnte heute direkt meinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Ein schickes, weißes Hemd (gekauft) und eine aubergine-farbene Hose (geliehen) gab's obendrauf, genau wie ein Namensschildchen (auch nur geliehen).
Mein allererster Einsatz wird schon nächste Woche stattfinden, (natürlich) am 07. Oktober. Dabei werde ich noch aus zweiter Reihe zuschauen und eventuell ein paar erste Schritte selbst machen, beim nächsten Termin bin ich dann aber schon voll dabei. Nach und nach arbeite ich mich dann in alle Bereiche ein und lerne die einzelnen Stationen genau kennen, damit ich flexibel auf allen Positionen einsetzbar bin. Ich bin gespannt, wie das so wird!

Samstag, 5. Oktober 2013

Year of change

Als das letzte Jahr endete, behauptete ich (wahrscheinlich nur zu mir selbst), dass sich im nächsten Jahr einiges ändern würde. Da ich allerdings schon seit geraumer Zeit immer wieder den Wunsch nach Veränderung verspürte (und dies auch ab und an kund tat), nahm ich es selbst kaum wirklich ernst. Und nun, ein Dreivierteljahr später, hat sich dann doch eine ganze Menge getan. Zeit, auch hier mal wieder ein Lebenszeichen zu hinterlassen.

Mit meiner Jobsituation hatte ich ja schon länger mehr oder minder gehadert. Spätestens seit dem fast vierteljährlichen Aufenthalt in Hachinohe, Japan (ich berichtete ausführlich im Zeitraum von September bis November 2011) war mir klar, dass ich das nicht mein Leben lang machen wollen würde. Doch bisher war es mir nicht gelungen, mein Phlegma zu durchbrechen und den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung zu tun. Kurz vor Sommerbeginn (der leider auch schon wieder rum ist...) fing ich dann aber tatsächlich an, ernsthafte Überlegungen anzustellen. Ich begann mich zu fragen, ob ich nicht doch noch ein Studium beginnen sollte. Die grobe Richtung im Bereich der Informatik stand für mich schnell fest, doch der genaue Studiengang wollte noch gefunden werden. Nach kurzer Zeit konnte ich die Auswahl durch Einschränkung auf den Medienbereich zumindest etwas verfeinern. Daraufhin schaute ich mir die infrage kommenden Lernorte an und konnte Wedel ob der unverschämt hohen Semestergebühren (knapp 1.400 Euro) gleich ausschließen. Damit blieben noch die Universität Hamburg und die HAW Hamburg. Über die Stadtgrenzen hinweg habe ich mich gar nicht erst informiert, da ich definitiv hier bleiben wollte und auch keine große Lust auf lange Pendelstrecken habe. Aufgrund von Empfehlungen durch Freunde und der Tatsache, dass mein nunmehr gewählter Studiengang "Media Systems" nur an der HAW unterrichtet wird, fiel die Wahl dann eben auf die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Mittlerweile hatte es bei meinem Arbeitgeber auch sehr unschöne Entwicklungen gegeben, die schlussendlich in einer großen Zahl von Entlassungen mündeten. Davon war ich selbst zwar nicht direkt betroffen, doch machte die negative Grundstimmung auch mir zu schaffen und bestärkte mich damit in meinem Vorhaben. Nachdem ich meine Bewerbung für die HAW dann abgeschickt hatte (und das gerade noch fristgerecht), fieberte ich der Antwort entgegen. Zur großen Freude kam die Antwort dann auch noch gerade rechtzeitig, bevor wir zur diesjährigen Reise nach Wacken antraten und fiel zu meiner großen Erleichterung positiv aus. Damit war mein Plan schon fast umgesetzt, es fehlte lediglich noch die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses. Mein Chef zeigte sich wenig überrascht, auch ihm war die Situation natürlich bewusst und ihm waren wohl auch schon Gerüchte zu Ohren gekommen. Er bedauerte zwar den Verlust in der Abteilung (was ich als großes Kompliment betrachte), beglückwünschte mich aber zu meiner Entscheidung.
Nachdem formell dann alles geklärt war, konnte also ein neuer (Lebens-) Abschnitt beginnen. Oder zumindest fast. Denn die Finanzierung des Vorhabens wollte selbstverständlich auch geklärt sein. Dazu bedurfte es weiterer Einschnitte. Der offensichtlichste kam von ganz alleine, schließlich bekomme ich ohne Arbeitsplatz auch kein Gehalt mehr. Also musste ich mich auch darüber informieren und stellte schließlich alle geforderten Dokumente für Anträge bei unter anderem dem BAföG-Amt zusammen. Wie sich herausstellen sollte, war der größte Teil der Arbeit vollkommen umsonst (und bei dem Gedanken daran stellen sich wieder wundervolle Folterphantasien ein...), da das BAföG-Amt mir - salopp formuliert - vorwirft, ich hätte ja auch mal eher studieren gehen können. Ich überlege noch, auf den Brief zu antworten, allerdings wäre das dann noch ein weiteres Mal verschwendete Zeit und bisher hatte ich keine Muße dazu. Nun ja, glücklicherweise ist das BAföG-Amt nicht die einzige - wenngleich auch günstigste - Geldquelle und so muss ich mein Studium nicht direkt wieder beenden.
Ein weiterer, großer Einschnitt betraf mein Auto. Im Studium hätte ich mir das nicht mehr leisten können und so sah ich mich schweren Herzens gezwungen, mich davon zu trennen. So habe ich es dann mal richtig ordentlich geputzt, vom Aussaugen des Innenraums über Staub wischen der Armaturen bis zu einer Komplettwäsche, damit der Wagen so richtig gut aussah. In diesem Zustand machte ich dann einige Bilder, schrieb ein paar Zeilen beschreibenden Text und fertigte so eine Verkaufsanzeige bei einem Onlineportal an. Es dauerte gar nicht lange, bis die ersten Händler sich meldeten, deren Angebote sich natürlich als entsprechend niedrig herausstellten. Dann meldete sich jedoch ein Privatmann, der ehrliches Interesse an dem Auto bekundete und am Telephon schon begeistert schien. Nur ein paar Tage später kam er dann vorbei, um sich das gute Stück zu besehen. Nach einer kurzen Besichtigung und ein paar Metern um den Block wollte er den Wagen am liebsten gleich mitnehmen. Sein Preis lag immer noch über meiner Mindestgrenze und das gesammelte Zubehör nahm er mir auch noch ab - alles in allem ein guter Deal also. Trotz des Wehmuts war ich doch froh, meinen Wagen so zügig verkauft zu bekommen und so eine Sorge weniger tragen zu müssen. Und dennoch ist es immer noch ein klein wenig ungewohnt, an meinem ehemaligen, jetzt leeren Parkplatz vorbeizugehen. Von der Tatsache, dass meine Mobilität dadurch eingeschränkt wurde, mal ganz abgesehen.
So habe ich jetzt keinen Job mehr, kein Auto... aber hey, immerhin habe ich noch meine Wohnung! Und auch in der hat sich endlich wieder was getan im Laufe des Jahres. Anlässlich eines mehr oder weniger spontanen Besuches bei Möbel Höffner im Frühjahr mit guten Freunden hatte ich ein neues Sofa für mein Wohnzimmer aufgetan. Nach meinem Montageeinsatz in Spanien, von dem ich gegen Ende Mai zurück war, wurde das dann geliefert und der Vorgänger wanderte nach Itzehoe als Inventar für den Zockerkeller bei Markus. Macht sich dort übrigens sehr gut und ist zum gemeinsamen Zocken auch nach wie vor geeignet. Zuerst stand mein dann neues Sofa etwas enger mit dem Hocker zusammen und bot keinen Platz für einen Wohnzimmertisch, weswegen der alte auch zu Bonsch gewandert war. Irgendwann nervte mich diese Tatsache allerdings ganz gewaltig und ich musste wieder ein wenig umbauen. Trotz Schiebens passt weiterhin alles ins Wohnzimmer und selbst die Balkontür geht noch auf. Da konnte ich mir dann auch einen passenden Tisch von unseren schwedischen Möbellieferanten besorgen, der ganz ausgezeichnet in die vergrößerte Lücke passt. So sieht's dann auch richtig schön nach Wohnzimmer aus.
Und auch im Memorabileum hat sich dieses Jahr schon einiges weiterentwickelt. Bei facebook habe ich ja schon den einen oder anderen Zwischenschritt veröffentlicht, um das zu belegen. In näherer Zukunft soll es dann mit den Vitrinen auch weitergehen, sodass ich zum einen der Katalogisierung meines Bestandes näherkomme, zum anderen dann auch mal einer offiziellen Teileröffnung. Man darf gespannt bleiben und ich werde berichten, sowie es Neuigkeiten gibt.
Zu den letzten Neuerungen gehört dann auch noch ein weiterer Computer in meinem Haushalt. Trotz meiner bisherigen Weigerung beziehungsweise des bisher nicht benötigten Mehrwertes ist durch das Studium ein zumindest genügender Bedarf nach einem tragbaren System erwachsen. So nenne ich dann seit ein paar Tagen ein Laptop mein Eigen, den ich auch gleich als meinen neuen Hauptarbeitsplatz eingerichtet habe. So kann ich entspannt auf dem Sofa sitzen und beispielsweise mein Blog aktualisieren (so wie in diesem Fall), ohne Probleme mit zu kleiner Schrift auf zu großer Entfernung zu bekommen (oder irgendwann mit lächerlichen Vergrößerungsstufen). Darüberhinaus habe ich gleich einen Schritt weiter gedacht und die praktische Funktion der Fernsteuerung für mich entdeckt. So brauche ich für meinen "großen" Rechner nicht mehr den Fernseher als Bildschirm anschalten, sondern steuere ihn einfach über das Laptop. Spart Strom und endlich muss ich nicht mehr aufstehen, um einen Song zu suchen! Wunderbar, diese moderne Technik!

Ich werde noch sehen, inwieweit ich mein Blog dann in Zukunft mal wieder regelmäßiger nicht nur besuche sondern auch um Posts erweitere. Bisher glänzt dieses Jahr nicht gerade mit der schieren Anzahl von Posts, auch wenn die Textmenge dafür nicht gerade gering ist. Wir werden sehen.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Vast

Das englische Adjektiv lässt sich mit enorm, gewaltig oder weit übersetzen und gibt damit ganz treffend den Eindruck der Größe wieder, den die USA bei mir hinterlassen. Es hat alleine drei Flüge gebraucht, um von Texarkana, TX / AR nach Kingsport, TN zu kommen. Das sagt schon einiges aus, und ich habe nicht mal die Hälfte der Staaten überquert.
Und was für ein Unterschied, der sich mir optisch bot, nachdem ich aus dem Flughafen kam: Während die Gegend in Texas eher dröge, flache und weite Ödnis war, finden sich hier tatsächlich auch topographische Landschaftsmerkmale und dichtere, gesundere Vegetation! Ich bin zugegebenermaßen begeistert, die Umgebung sieht wirklich sehr schön aus, auch wenn hier trotz der sehr milden bis warmen Temperaturen der Herbst natürlich schon Einzug gehalten hat. Sollte ich noch etwas Zeit vor meiner Abreise haben, werde ich versuchen, noch ein paar Eindrücke zu gewinnen - die ich leider nicht festhalten kann, da ich weder an meine Kamera noch an mein Handy gedacht habe... Heute Mittag zum Beispiel saß ich mit einem Kollegen unserer amerikanischen Schwesterfirma in einem Fischrestaurant an einem Fluss und kam in der Sonne fast schon ins Schwitzen. Das Lokal ist wirklich erstklassig gelegen und bietet eine tolle Atmosphäre, passend zum Thema.
Ein weiteres Erlebnis, das mir nicht alle Tage unterkommt, war eine Begegnung auf dem letzten der drei Flüge auf dem Weg nach Kingsport (von Atlanta zum Tri-Cities Airport). Nachdem sich ein junger Mann neben mich gesetzt hatte, sprach er mich plötzlich auf deutsch an. Er hatte meinen Reisepass gesehen und damit erkannt, dass ich aus Deutschland komme. Nun konnte der aber weit mehr, als sich nur vorstellen oder sexuelle Wünsche äußern, denn er hatte lange Deutschunterricht genommen - in seiner Heimat, Nicaragua! In der Folge unterhielten wir uns also den gesamten Flug über auf deutsch, was er sehr gut meisterte. Außerhalb des deutschen Sprachraums habe ich bis jetzt noch niemanden getroffen, dessen Deutsch so gut war, trotz der üblichen Flexionsprobleme. Sein Aufenthalt in den Staaten erklärte sich durch sein Medizinstudium in Mississipi, nach Bristol war er unterwegs, um seine Familie zu treffen. Wirkte schon ein wenig surreal, war aber eine angenehme Abwechslung, mal nicht übersetzen zu müssen, sondern einfach meine Muttersprache nutzen zu können. Zufälle gibt's...

Samstag, 1. Dezember 2012

Live from the US and A

Nach langer Abstinenz mal wieder ein kleines Update von meiner Seite. Während ich hier in Texarkana (auf der östlichen Seite in Arkansas) im Hotel sitze, dachte ich mir, kann ich auch mal wieder ein paar Zeilen posten.

Vor meiner Abreise am vergangenen Montag habe ich zusammen mit Sandra endlich mal Kick-Ass gesehen. Was für ein geiler Film! Basiert auf einem Comic, was schon per se ein größeres Plus bedeutet, hat eine abgefahrene und total coole Story, sympathische Darsteller, fetzige Dialoge und einen ziemlich groovigen Soundtrack. Definitiv ganz weit oben in der Highscore-Liste, wenn auch unter Scott Pilgrim vs. The World... aber an den wird so schnell auch nichts rankommen.
Auf dem Flug in die Vereinigten Staaten habe ich mir ein paar Filme angeschaut, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass es selbst in der Business Class des British Airways-Fliegers keine Wechselspannungssteckdosen gab, sondern nur die Gleichspannungsanschlüsse, wie man sie aus dem Auto kennt. Da hat der 3DS dann irgendwann klein beigegeben und ich wechselte das Unterhaltungsprogramm zu recht aktuellen Kinofilmen.
Als erstes sah ich mir The Raven an, was ein wirklich guter Einstieg war. Der Film behandelt den fiktiven letzten Lebensabschnitt Edgar Allan Poes, in dem er von einem Psychopathen herausgefordert wird, der Morde inspiriert von Geschichten Poes begeht und die Verlobte des Autors entführt. Beeindruckend stilsichere, bedrückende Bilder werden untermalt von einem mal melancholischen, mal treibenden Soundtrack, der immer großartig klingt. Die Schauspieler sind toll, allen voran natürlich John Cusack als Edgar Allan Poe selbst, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Die Sprache der Figuren ist bisweilen sehr lyrisch, fast musikalisch (ich habe den Film im englischen Originalton geschaut), was ich absolut überzeugend und erstklassig implementiert fand. Wer also Thriller oder Poes Werke oder ganz generell etwas düstere Streifen mag, kann dem Film sicherlich etwas abgewinnen.
Als nächstes gab ich mir die totale Erinnerung mit der Neufassung von Total Recall. Der Film besteht als solider Actioner ziemlich gut, auch wenn er etwas blutleer (im wahrsten Sinne) daherkommt. Trotz Armut, Schießereien und Explosionen bleibt alles immer irgendwie sauber. Der Look des Films gefällt mir ganz gut, die beiden weiblichen Hauptrollen sind auch wie immer sehr hübsch anzuschauen und die Effekte kommen gut rüber. Das letzte Mal, dass ich das Original gesehen habe, ist schon lange her, dennoch denke ich, bewerte ich den alten Schinken mit Arnie wohl besser. Nichtsdestotrotz ein Film fürs Regal.
Zum Abschluss noch eine Fortsetzung, nämlich Men in Black 3. Der Streifen ist richtig gut und bietet von vielem ein bisschen. In der Hauptsache lebt die Geschichte selbstverständlich wieder von der Situationskomik, die sich aus dem Zusammenspiel von Agent J und K ergibt. Da J in der Zeit zurückreisen muss, um den Mord an K zu verhindern, trifft er dort auf dessen jüngeres ich, was dem Buddy-Element eine neue Variante hinzufügt. Die Action kommt auch nicht gänzlich zu kurz und gegen Ende gibt es sogar eine ungewohnt emotionale Szene, die sich aber sehr gut einfügt. Alles in allem eine gelungene Fortführung der Serie, die auch gleich Lust auf mehr macht.

Nun also bin ich mal wieder unterwegs, diesmal in den USA, genauer gesagt in Arkansas, kurz vor der Grenze zu Texas. Hört und sieht man auch ganz deutlich an den Leuten. Cowboy-Hüte, Kautabak und der typische Fernseh-Ami-Akzent sorgen schon für reichlich Klischee-Eindruck. Dann noch die Drive-In-Geldautomaten... Man, man, man sind die derbe faul hier. Da wird eben noch wirklich jede Strecke gefahren, die länger als das Auto ist. Beim Körperumfang mancher Leute hier aber auch fast wieder verständlich.
Etwas anstrengend ist noch der Zeitunterschied. Hier hänge ich der deutschen Zeit immerhin sieben Stunden hinterher. Vor dreieinhalb Wochen war ich noch in Japan, wo ich acht Stunden voraus war. Echt gewöhnungsbedürftig, diese Zeitreisen.
Sehr einfallsreich übrigens der Name des Ortes, in dem wir unser Quartier bezogen haben: Texarkana. Liegt genau auf der Grenze Texas - Arkansas, eine "State Line" benannte Straße führt auch tatsächlich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort und teilt ihn in Ost- (Texas) und Westseite (Arkansas). Da fallen einem auch Gesetze deutlich auf, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. In Texas beispielsweise bekommt man an einer Tankstelle keinen Alkohol, in Arkansas dagegen sehr wohl. Absurd wird das Ganze dann, wenn die gegenüberliegenden Straßenseiten derselben Straße verschiedene Gesetze haben. Etwas beknackt, aber so sind sie eben manchmal, unsere westlichen Freunde...
Ashdown, der Ort in dem die Papierfabrik steht, mutet vom Namen dagegen eher wie ein Nachbarort von Silent Hill an. Am Montag werde ich auch schon wieder weiterreisen, dann geht es nach Kingsport in Tennessee.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Kurioses

Ach, es ist schon so manches Mal ein wenig amüsant, hier in Japan. Nicht nur regen die Menschen selbst mich oftmals zu einem Schmunzeln an, aus den verschiedensten Gründen, auch die Gegebenheiten tun ihr übriges.
Natürlich gibt es auch in diesem Hotel wieder die großartigen Toilettensitze (diesmal auch mit Sitzheizung!) mit rektaler Duschverwöhnung inklusive (was bei dem erstklassig einlagigen Klopapier wahrscheinlich nicht die schlechteste Sache ist) und auch hier sind die Badezimmer wie Einbaumodule gehalten. Und auch in Ishinomaki stehen alle paar Meter die schon aus Hachinohe bekannten Getränkeautomaten. Und ja, auch hier hat es schon mal leicht gewackelt. Aber das kenne ich ja auch schon.
Neu sind hier Münzwaschautomaten im Erdgeschoss (hatte ich tatsächlich noch nie benutzt) und Trockner für die frisch gewaschene Wäsche direkt darüber. Trotz japanischer Texte so ziemlich idiotensicher, die Dinger, und so auch für mich glücklicherweise bedienbar.
Auch so mancher Name der Shops in der größeren Shopping Mall um die Ecke liest sich reichlich schräg. Schon mal was von Semantic Design gehört? Oder Pink Adobe? Oder Aimerfeel? Ich könnte mir auch nichts darunter vorstellen, Japaner scheinbar schon eher. In jedem Fall immer Grund genug, mich noch wieder etwas komischer anzusehen, wenn ich so dastehe, mir mal wieder einen der Namen genüsslich auf der Zunge zergehen lasse und mir dabei ein Grinsen kaum verkneifen kann.
Zuguterletzt noch was kreatives von mir selbst:
Wenn ich schon keinen Penis an unsere Maschine malen kann, dann halt etwas subtiler.

Freitag, 12. Oktober 2012

Alles super!

Wie man sieht, ist alles in bester Ordnung und wir haben Spaß bei der Arbeit. Einer der Jungs war so nett und hat ein Photo von Magneto und mir geschossen. Einen oder zwei Tage später kam er sogar mit dem Ausdruck auf Photopapier vorbei. Sehr cool!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Back in the land of the rising sun

Pünktlich zu unserem Nationalfeiertag bin ich, zusammen mit einem Kollegen, in Japan eingetroffen. Mein schon zweiter Besuch im Land der aufgehenden Sonne, nach dem Aufenthalt in Hachinohe im letzten Jahr. Diesmal befinde ich mich etwas weiter südlich, in Ishinomaki (siehe auch bei "on the Road"). Alleine hier sind durch den Tsunami im letzten Jahr in etwa 2.000 Menschen umgekommen, was zahlreiche neue Friedhöfe erklärt, allernorts zerstörte Häuser und Berge von Schutt und demolierten Fahrzeugen. Unser Job ist zum Glück erfreulicher, stellen wir doch eine neue Maschine auf. Davon abgesehen, bin ich froh hier zu sein und nicht in Indien, wo es zuerst hingehen sollte.
Der Ort selbst ist etwas kleiner als Hachinohe und wir wohnen etwas abseits der Innenstadt. Supermärkte gibt es hier auch, nur nicht ganz so viele Restaurants und Gaststätten. Davon abgesehen hat es Ishinomaki eben auch schlimm getroffen und laut Auskunft stehen wohl erst circa zehn Prozent der Geschäfte et cetera wieder. Interessanterweise ist die Auswahl der größeren Märkte hier zum Teil deckungsgleich mit denen in Hachinohe - wir haben hier auch ein Ito Yokado, ein Super Sports Xebio, einen Real Drugstore, ein KS und einen Yamada. Da bieten sich bei sicher ähnlichem Angebot dann mal ein paar Besuche an, erst recht, wenn es nicht so weit ist.
Mein 3DS begleitet mich natürlich auch wieder, damit ich weiter fleißig Miis sammeln kann. Dummerweise zeigt er zwar weder für Australien, noch für Belgien oder die Vatikanstadt eine Karte an, im Falle von Japan sinnigerweise aber schon. Ich rechne mit neuen Regionseinträgen.
Derzeit herrschen sieben Stunden Zeitunterschied, ich lebe also ganz schön in der Zukunft. Zur (deutschen) Winterzeit erhöht sich mein Vorsprung auf sogar ganze acht Stunden.

Montag, 3. September 2012

Von Wedel über Hagenow nach LV-223

Nachdem mein Urlaub leider schon wieder viel zu schnell vorbei war, fand ich mich letzten Montag wieder auf der Arbeit ein. Dort angekommen hieß es auch gleich, mich auf den nächsten Tag vorzubereiten, da ich mit einem Kollegen nach Glückstadt auf Montage fahren sollte. Als wäre das nicht schon leicht stressig genug, kam auch noch ein Notfall dazwischen, weswegen ich am selben Tag noch zu einem weiteren Kunden nach Hagenow fahren musste. Dank einer Einstellung im Navigationssystem, Autobahnen zu meiden (was ich leider erst am nächsten Tag herausfand), dauerte die Anreise lockere zwei Stunden. Beim Kunden verbrachte ich dann auch einige Zeit, um das vermeintliche Problem zu lokalisieren und zumindest temporär zu beheben.
Abends war ich noch mit Hannes zum Kino verabredet, wir wollten uns Prometheus anschauen. Aufgrund der schon stark vorangeschrittenen Zeit bei meiner Abreise aus Hagenow konnte ich nicht zwischendurch noch nach Hause und musste im Monteursoutfit direkt in Richtung Kino aufbrechen. Da ich von der (ziemlich dämlichen) Einstellung noch nichts wusste und darüberhinaus relativ hektisch war, steuerte ich einfach zur nächsten Autobahnauffahrt, sämtliche anderslautenden Kommentare der Navigationssoftware ignorierend. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, auf der A24 konnte ich nämlich ordentlich Gas geben und so einiges an Zeit herausholen. In Hamburg angekommen, hatte ich es nach wie vor eilig und wurde natürlich auch prompt geblitzt - ausgerechnet nach dem Einbiegen auf die Reeperbahn... So kam ich schlussendlich zwar immer noch nach Vorstellungsbeginn im Kino an, als Hannes und ich dann aber den Saal betraten, lief zu unserem Glück noch Werbung.
Den Film selbst hätte ich gerne in einem etwas weniger gestressten Zustand gesehen, denn die von uns gebuchten VIP-Sitze waren schon sehr entspannend. Entgegen dem sehr actionlastig anmutenden Trailer kommt der Film über weite Strecken ziemlich ruhig daher und baut eher auf die Charakterdarstellung der Schauspieler. Natürlich bietet der Streifen auch Action, Blut fließt ebenso ein wenig und die Schauplätze wirken allesamt sehr atmosphärisch düster und mysteriös, doch im Endeffekt sind es eben die Figuren, die den Film tragen. Ich will das gar nicht negativ verstanden wissen, es ist eben nur anders, als es der Trailer vermuten lassen könnte. Muss man am besten wirklich selbst sehen, um sich ein Bild davon zu machen.
Übrigens: Auch wenn Prometheus als Quasi-Prequel zum ersten Alien-Film angenommen wird, so ist es doch kein direkt anschließender Vorgänger und es bleibt noch genügend Stoff für mindestens einen weiteren Teil zwischen den beiden Filmen.

Sonntag, 22. Juli 2012

Vier Bundesländer an einem Tag

Und wir sind nur knapp am fünften vorbei!
Der Weg zu einem Kunden führte mich und einen Arbeitskollegen nach Emmerich am Rhein. Das Städtchen liegt in Nordrhein-Westfalen und da wir mit dem Auto fuhren, passierten wir ein Viertel der Bundesländer und fuhren an Bremen knapp vorbei. Gestartet sind wir in Wedel, also Schleswig-Holstein, von wo aus es durch Hamburg nach Niedersachsen ging, welches wir schließlich auch hinter uns ließen, als wir in Nordrhein-Westfalen ankamen. Für den Trip benötigten wir ungefähr vier Stunden, würde im Schnitt also eine Stunde pro Bundesland bedeuten, die meiste Zeit entfiel aber, dank etlicher Baustellen, auf Niedersachsen.

Dienstag, 3. April 2012

Ostern in Polen

Ganz so lange werde ich dann wohl doch nicht bleiben müssen, aber zumindest Karfreitag bin ich noch hier in Kwidzyn und erst nachts wieder in Hamburg. Wenn die Dinge nicht so gut laufen wie angenommen, auch erst am Samstag, aber ich versuche ja stets, optimistisch zu bleiben (wenigstens dabei).
Der Hinflug ging über München, einen Direktflug gibt es wohl nicht (mehr). Was dadurch an Zeit verloren geht, ist schon traurig. Dann musste ich noch eine kleine Strecke fahren, zum Glück bekam ich ein Navigationssystem zum Leihwagen dazu (zwei Stunden ohne Plan durch Polen gurksen wäre dann doch nicht so meins). Dabei musste ich den Fluss Wisła überqueren und zwar per Fähre. Allerdings nicht, wie man das bei uns so kennt, also ein kleines Schiff, auf das ein paar Autos passen und das dann hin- und herschippert. Diese ganz besondere Fähre hat zum einen nur Platz für maximal drei Autos und zum anderen läuft sie auf einem Stahlseil, das auf beiden Uferseiten verankert ist. Mit dem Schild, das eine Geschwindigkeit der Fähre von 5 km/h angibt, wurde nach dem Navi sogar noch übertrieben, mein festgestellter Höchstwert lag bei 4 km/h. Sehr gemütliche Sache.
Nun bin ich also in Kwidzyn und habe gerade für umgerechnet 11,63 € ein Drei-Gänge-Menü und eine Cola (in einem Weinglas) verspeist - ich gönnte mir eine Kwidzyner Kartoffelsuppe mit ordentlich Speckeinlage, eine anständige Portion Spaghetti carbonara und zum Abschluss eine Crème brûlée (verdammte Apostrophen-Fetischisten, diese Franzosen... danke Wikipedia!). Letztere war sehr eindrucksvoll dekoriert, der Koch hatte ein durchsichtiges Stück Karamell zu einer Art länglichen Flamme verarbeitet und schräg in die Crème gesteckt, außerdem war der Teller unter dem Schälchen mit Zuckerkülor verziert. Sollte ich noch eine davon essen, werde ich ein Photo machen.
Überhaupt ist das Hotel echt mal seine drei Sterne wert. Alles ist sehr sauber, vieles sieht noch ziemlich neu aus, man merkt, dass sich hier Mühe gegeben wird, definitiv. Das Bad sieht auch sehr gut aus, mit dunklen Holzelementen wirkt das insgesamt um einiges gemütlicher als mein Bad zuhause. Die Internetverbindung ist auch überraschend fix, im Gegensatz zu denen auf meinen letzten Reisen. Insofern lässt es sich für die paar Tage hier ziemlich angenehm aushalten.

Witziges Detail auf dem Bon für die Autobahnvignette: Eine Zwischenüberschrift lautet "Paragon Fiskalny", was soviel wie Steuerbeleg bedeutet. Da habe ich doch direkt mal nach dem Renegade-Interrupt gesucht, um einfach davonzubrausen oder der Kassendame eine Behandlung á la Khalisah Bint Sinan al-Jilani angedeihen zu lassen...

Donnerstag, 16. Februar 2012

It's done!

Nun habe ich es also mal wieder überstanden und darf nach Hause fliegen. Der Kunde ist zufrieden und hat die Maschine ziemlich anstandslos abgenommen - das originale Übergabezertifikat habe ich sogar dabei, damit ich mich auch mal wichtig fühlen darf. Auch mal ein angenehmes Gefühl, wenn alles dann glatt läuft.
Im Moment sitze ich gerade in Jakarta in der Premier Lounge und warte auf den ersten Langstreckenflug nach Dubai, von wo aus dann der letzte Flieger nach Hamburg startet. Insgesamt bin ich noch eine ganze Weile unterwegs und ich hoffe, ich werde möglichst viel Zeit davon einfach verschlafen können.
So oder so freue ich mich schon unheimlich darauf, wieder nach Hause zu kommen, allzumal ja direkt am Abend ein Konzertbesuch ansteht. Da ist es dann auch gar nicht so schlimm, dass ich vorher wohl nicht beim Friseur vorbeischauen werde, um die mittlerweile schon wieder recht lange Matte zu stutzen. Kann ich mal wieder ein kleines bisschen headbangen, das ist ja nie verkehrt.
Hier übrigens mal ein Beweis, dass es auch in Indonesien nicht nur gutes Wetter gibt:

Sonntag, 12. Februar 2012

This was a trial

I'm making a note here of your success.
Freitagmorgen um 08:00 Uhr war der Testlauf offiziell - und erfolgreich - vorbei. Damit gehen für mich auch fast drei Wochen Nachtschicht zu Ende, die ich zu mehr als 90% damit verbracht habe, an meinem Laptop zu sitzen, zu protokollieren und mir nebenbei die Zeit zu vertreiben. Ich bin immer noch nicht ganz wieder im regulären Tag- / Nacht-Zyklus angekommen, weswegen der heutige, freie Sonntag sehr gelegen kommt.
Die nächsten paar Tage werde ich nun noch mit minimalen Restarbeiten verbringen und einem eventuellen Test eines Aggregat-Tauschs, bevor ich Donnerstag Abend wieder nach Hause aufbreche. Trotz des (in meinen Augen) bescheidenen Wetters daheim (da ich bei derartigen Temperaturen quasi in ständiger Lebensgefahr schwebe) freue ich mich schon sehr darauf, endlich wieder Hamburger Luft zu schnuppern, mal ganz davon abgesehen, dass ich eine ganze Menge Leute auch ganz schön vermisse (was laut einigen Aussagen sogar auf Gegenseitigkeit beruht). Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder nach Hause zu kommen!

Donnerstag, 2. Februar 2012

Nacht für Nacht

Da hat uns der liebe Kunde doch glatt mal die ersten drei Tage unseres Testlaufs ersatzlos gestrichen, sowas! Bedeutet als Konsequenz, dass der Testlauf nach hinten um drei Tage verlängert werden muss, um wieder bei insgesamt zehn Tagen zu sein, nach Adam Riese. Daraus wiederum folgt, dass sich meine für den 11.02. geplante Abreise leider auch verschiebt, da wir nicht direkt nach dem Ende des Testlaufs den Kunden verlassen wollen. Nun sind wir also beim 16.02. als Abreisedatum, Wiederankunft in der Bundesrepublik ist dann der Freitag, 17.02.
Ich hoffe inständig, dass sich keine weitere Verspätung ergibt, da ich sonst - mal wieder - ein mit Sicherheit tolles Konzert verpassen würde. So komme ich gerade eben rechtzeitig zurück, sodass ich abends mit Freunden Schandmaul genießen kann, worauf ich mich auch freue, mal davon abgesehen passt es dann ja auch als Rückkehrer-Party ganz gut.
Langsam aber sicher geht mir das auch auf den Sack, die ganze Nacht hier zu sitzen und der Maschine zuzusehen. Noch dazu habe ich nicht einmal Kinder Riegel hier. Ich will nach Hause!