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Dienstag, 23. Mai 2023

Es ist nicht immer einfach, ein Paket zu empfangen

Anfang April hatte ich bei eBay eine Figur gekauft, die mir noch in meiner Sammlung fehlte. Die letzte Final Fantasy Master Creatures Vol. 1 Figur, eine limitierte Variante einer anderen Figur (Bahamut, als Variante dann Tiamat).

Allerdings kam bei mir nicht diese Figur an, sondern eine komplett andere (ein Light Lightan, ganz abgefahrenes Teil). "Meine" Figur landete in China, bei dem Käufer, der die haben wollte, die nun bei mir lag. Der Verkäufer war zum Glück total nett und kulant, mein Geld kam quasi direkt zurück. Außerdem konnte er Kontakt herstellen mit dem anderen Käufer, der dann einem Austausch zustimmte.

Wir haben uns also abgesprochen, Adressen ausgetauscht und Pakete fertig gemacht. Das dauert natürlich, erst recht als Privatperson hat man ja keine Priorität bei Kurierdiensten aller Art.

Nun, mein Paket war heute unterwegs, mit Live-Verfolgung. Als dann sogar noch ein ganz paar Stopps ausstanden eigentlich, klingelte es. Ich freute mich schon, geil, wird der DHL-Mann sein. War er auch! Mal davon ab, dass die Tür wieder nicht richtig aufging unten (muss ich gleich mal der Hausverwaltung melden) drückte er mir ein Paket in die Hand, das ich (noch) gar nicht erwartet hatte. Da war die Tracking-Information nämlich scheinbar nicht ganz aktuell, aber das freut mich ja umso mehr, wenn auch mal was "früher" kommt als gedacht.

Ich also damit wieder rauf und dachte mir schon, man sind die wieder beknackt, dass sie zwei Leute losschicken mit Sendungen für dieselbe Adresse. Dachte ich.

Oben angekommen schaute ich auf die Online-Verfolgung und sah nur den Hinweis, dass mein Paket nicht zugestellt werden konnte. Gerade eben quasi. Da wunderte ich mich dann doch ein bisschen, während mir die Halsschlagader anschwoll. Dank des Adrenalins wurde ich dann aber auch mutig.

Ich also wieder in die Schuhe und runter zum Briefkasten. Und siehe da, die Karte war immerhin auch schon drin. Und den gelben Wagen sah ich auch noch in der Straße, also bin ich einfach hin (ich war ja immer noch mutig!). Der Fahrer war grad noch am Zustellen, also musste ich kurz warten und sah dem Rasenkanten schneidenden Menschen kurz zu.

Als der Zusteller dann zurückkam, fragte ich ihn, ob er gerade die Karte in meinen Kasten geworfen hat (erwähnt hatte er das nämlich nicht). Er meinte dann was von, muss in die Filiale wegen Geld (es waren 13,99 € Nachnahme fällig). Daraufhin meinte ich nur, andere Fahrer könnten das auch direkt klären. Er ging dann in den Wagen und machte rum (und schien noch wen anrufen zu wollen, warum auch immer). Ein Glück hatte ich 15 € im Portemonnaie!

Schlussendlich konnte ich ihm das Geld dann geben (er konnte natürlich kein Wechselgeld rausgeben) und mein Paket bekommen, das etwas ramponiert aussah.

Ich gebe zu, ich musste ein bisschen lachen ob meines "Erfolges", als ich dann wieder in meiner Wohnung war. Was ein Typ... Und ich gebe gar nicht mal nur ihm die Schuld, die armen werden ja auch nie wirklich gut vorbereitet von DHL (beziehungsweise dem Sub-Sub-Sub-Unternehmer, bei dem die letztlich angestellt sind). Na ja, ich habe jetzt meine Figur.

Oh, und die Figur ist auch in Ordnung, war genügend Verpackungsmaterial drumherum.

Links Bahamut, rechts Tiamat (heute angekommen)

Mittwoch, 8. Januar 2020

Was habe ich euch denn getan?

Gerade habe ich die Hintergrundinformationen, die als Bonus in der Castlevania Anniversary Collection enthalten sind, zu Ende durchgeschaut. Stehen einige sehr interessante und spannende Dinge drin, wenn auch nur zu den acht enthaltenen Spielen. Natürlich will ich mich nicht beschweren, es sind ja tolle Sachen dabei, wie zum Beispiel Konzeptzeichnungen und Designideen.

Nun trägt einer der frühen Vertreter des Belmont-Clans ja zufällig meinen Vornamen. In den beiden Game Boy-Titeln (Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge) spielt man ebendiesen Christopher Belmont. Ein wenig befremdlich zuerst auf der einen, doch ziemlich cool auf der anderen Seite war das Gefühl, als der Name auf dem Bildschirm erschien. Recht schnell habe ich mich dann dran gewöhnt und war fast begeistert, als ich ihn im zweiten Teil wieder steuerte.
In den Designskizzen finden sich auch Anmerkungen zu den beiden Spielen für Nintendos tragbare Konsole (beziehungsweise Konsolen, die Switch mitgezählt) mit vielen Nennungen des Charakters. Besonders bei einer Gegnerübersicht musste ich dann doch etwas schmunzeln. Hier mal ein Auszug zum besseren Verständnis:
Immer auf mich!

Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Montag, 7. Oktober 2019

Das Beste daran

Würde mich jemand fragen, was meiner Meinung nach das Beste an Assassin's Creed Unity sei, würde ich folgendes Bild vorlegen und dazu sagen: Die Gelegenheit, diesen dann doch recht coolen Screenshot schießen zu können.
They called him the Crowfather
Ich mag die Reihe ja an sich gerne, aber noch nie hatte ich so viele technische Probleme, hat mich die Geschichte derart kalt gelassen und haben mich die Charaktere so wenig interessiert. Eine riesengroße Menge verschenktes Potential. Aber im DLC-AddOn (also noch nichtmal im Hauptspiel!) Dead Kings konnte ich im Laufe einer optionalen Nebenmission dann genau diesen Schnappschuss machen. Der gefällt mir in der Komposition und mit der Lichtstimmung tatsächlich sehr gut.
Manchmal muss man sich seine positiven Momente dann ja selbst suchen. Hier, kurz vor Schluss, habe ich meinen dann auch endlich gefunden.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die lange Reise durch Nosgoth

Gerade habe ich auch das zweite Kapitel um Seelensauger Raziel zu Ende gebracht. Wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn ich diesmal durch einige Programmabstürze gequält wurde - das freie Speichern gibt es nämlich nicht mehr, sondern stattdessen fest vorgegebene Orte dafür. Wenn kurz vor dem nächsten Speicherpunkt das Spiel vorzeitig beendet wird und man eine komplette Sequenz wiederholen muss, ist das schon anstrengend. Nach einer weiteren Recherche konnte ich die letzte Spielsitzung dann allerdings ohne Probleme spielen.
Besonderes Highlight: Die Puzzle in den Elementarschmieden. Waren im ersten Teil noch hauptsächlich Blöcke zu schieben, sind die Rätsel dieses Mal deutlich komplexer und interaktiver. Die Animation, wenn die Schmiede dann, mit Energie angefüllt, ihre Elementarmacht bündelt und dem Reaver bereitstellt, ist immer wieder ein äußerst befriedigender Abschluss für das Lösen der Mechanismen in den Schreinen.
Die Geschichte aus dem ersten Teil wird weitergeführt und in epischere Breiten getragen. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass man Nosgoth unter anderem in verschiedenen Zeitaltern besucht, was sich an der Umgebung unterschiedlich stark bemerkbar macht. Allerdings endet auch der zweite Teil mit genug offenen Fragen für eine Fortführung der Geschichte - die dann mit Legacy of Kain: Defiance hoffentlich einen würdigen Abschluss erhält. Ich werde es alsbald herausfinden...


Fast selbstverständlich, aufgrund der Qualität lasse ich es aber nicht unerwähnt: Der Musiker Kurt Harland liefert, wie im ersten Post zu Soul Reaver 2 schon angesprochen, auch dieses Mal wieder grandios atmosphärische Tracks ab. Richtig, richtig gut und sorgt für zusätzliche Stimmung. Gerne mehr davon im nächsten Teil.


Die Säulen in ihrem ursprünglichen Glanz

Mittwoch, 8. Mai 2019

The second coming

Nachdem ich den ersten Teil erfolgreich beendet habe, konnte ich heute Soul Reaver 2 beginnen. In den letzten Tagen hatte ich schon ein paar Dinge getestet und das Spiel zum Laufen gebracht, damit ich mich direkt ins Abenteuer begeben konnte.
Erst gab es ein paar Probleme, dank einem Graphik-Wrapper (dgVoodoo) konnte ich diese allerdings beheben. Auch mein Gamepad kann ich wieder nutzen, im Vergleich zum ersten Teil sogar nativ ohne Probleme. Dass ich dennoch JoyToKey benutze liegt im Grunde nur daran, dass sich das Pausemenü nur über die Escape-Taste aufrufen lässt. Da ich meine Tastatur aber nicht nur für diese eine Taste jedes Mal vom Tisch neben mich legen oder für jeden Menüaufruf aufstehen möchte, habe ich die Funktion auf eine der freien Gamepad-Tasten gelegt. Schon praktisch.

Direkt vom Start weg fällt wieder der grandiose Soundtrack auf. Schon im Menü wird man von dem Stück "Ariel's Lament" begrüßt, was sofort für Gänsehaut sorgt. Selbstverständlich hält sich diese Qualität auch im Rest des Spiels (zumindest in dem Teil, den ich bereits gespielt habe, ich bin optimistisch für den weiteren Verlauf).
Das Introvideo erzählt noch einmal das Ende des ersten Teils, Soul Reaver 2 schließt also tatsächlich direkt an den ersten Teil an. In dem Video fällt gleich auf, dass die Synchronstimme von Kain die gleiche geblieben ist - Raziel hat eine neue bekommen. Dabei handelt es sich um Udo Schenk, der unter anderem Kevin Bacon, Gary Oldman, Ray Liotta und Ralph Fiennes in deutschen Vertonungen spricht. Stimmlich also keine schlechte Wahl, nur eben eine Umgewöhnung. Der Ältere hat seine Stimme übrigens auch behalten.
Gefühlt sind die Dialoge auch länger und ausgefeilter als im ersten Spiel, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Erzählung weiter entfaltet.

Die neun Säulen von Nosgoth: Verdorben, aber noch nicht zerstört

Samstag, 4. Mai 2019

Fortsetzung folgt...

Diese Worte prangten eben auf meinem Bildschirm, nachdem ich Legacy of Kain: Soul Reaver beendet hatte. Wobei beendet schon im Grunde zu viel gesagt ist, denn zu sagen, dass das Spiel recht offen endet, wäre arg schmeichelhaft ausgedrückt. Gefühlt endet der Titel mitten im Endkampf und lässt den Spieler mit mehr Fragen als Antworten zurück, mit der Hoffnung, dass ein Nachfolger auch tatsächlich erscheint (dass dies so ist weiß ich ja bereits, immerhin).
Dennoch, ein tolles, düsteres Erlebnis mit einer grandiosen Atmosphäre, lauter undurchschaubaren Charakteren und hier und da netten Wendungen und Entwicklungen.
Selbstverständlich habe ich auf dem Weg alles eingesackt, was es einzusacken gab (auch wenn ich die Glyphen dann doch nie benutzt habe) und auch jedes optionale Gebiet besucht.
Schönes Beispiel für letzteres: Die Stadt der Menschen. Kann man komplett links liegen lassen (sprichwörtlich, auf dem Weg ins Endgebiet), dann verpasst man aber einen Glyph und ein paar Artefakte, sowie eine weitere architektonische Abwechslung. Und darüber hinaus ein cooles Stück aus dem Soundtrack. Sollte man also mitnehmen.

Meine im letzten Post schon ausgedrückte Freude bleibt also bestehen und findet hoffentlich im zweiten Teil ihre verdiente Fortsetzung. Ab jetzt wird es dann auch komplett neu und (noch) spannend(er).

Was mir am Ende auch positiv auffiel, ist der im Vergleich zu modernen Spielen angenehm kurze Abspann. Noch dazu ist auch der mit toller Musik untermalt und zeigt neben den Namen des Entwicklerteams Konzeptgraphiken aus verschiedenen Phasen. Gefällt mir sehr gut!

Freitag, 3. Mai 2019

Saving Nosgoth

Es ist Retro-Zeit: Ich habe gestern (wieder) Legacy of Kain: Soul Reaver angefangen, das 1999 erschienen ist. Das Spiel habe ich zwar vor Jahren schon gespielt, allerdings will ich nun mit den beiden Nachfolger Soul Reaver 2 und Defiance endlich die ganze Trilogie um Raziel und Kain erlebt haben. Als Einstimmung und weil ich mich definitiv nicht an die komplette Geschichte - die noch dazu mit einem fiesen Cliffhanger endet, soviel weiß ich noch - erinnere, habe ich eben den ersten Teil erneut gestartet.

Wie zu erwarten war hatte ich anfangs Probleme, das Spiel überhaupt starten zu können. Nach ein wenig Online-Recherche und ein paar Tests konnte ich dann allerdings loslegen, nur mein Gamepad wollte nicht ganz mitspielen (ha!). Auch dieses Problem ließ sich beheben und so konnte ich mich schließlich auf die Jagd nach Kain machen.

Und was soll ich sagen? Trotz der technischen Schwierigkeiten, die hauptsächlich auf das Alter des Spiels und den damit sprichwörtlich vorprogrammierten Inkompatibilitäten zurückzuführen sind, macht es nach wie vor Spaß. Nicht nur sind das Setting und die Charaktere saucool, auch der Soundtrack von Kurt Harland trägt seinen Teil dazu bei, die Atmosphäre der Welt von Nosgoth zu verstärken.
Selbstverständlich bietet der Titel längst nicht alle Komfortfunktionen eines aktuellen Action-Adventures - Dinge wie einen Wegweiser, eine Minimap (es gibt ja nicht mal eine Weltkarte!) oder sogar automatisches Speichern (wobei gewisse Ereignisse tatsächlich gespeichert zu werden scheinen) sucht man hier vergebens. Man stelle sich das mal vor, man muss allen Ernstes im Pausemenü händisch den Speicherbefehl auswählen! Auch die Bosse kommen ohne hell leuchtende Schwachstellen aus, die richtige Taktik will vom Spieler selbst herausgefunden werden.

Aufgrund des Alters des Spiels sind nicht wie bei einigen modernen Spielen verschiedene Sprachen bei der Installation auswählbar (ich habe die CD-ROM-Version), sodass ich zur Abwechslung mal auf deutsch spiele. Im Gegensatz zu anderen Titeln finde ich die Synchronisation allerdings ziemlich gelungen und auch die Sprecher der Figuren gut gewählt. Mit der Meinung scheine ich auch nicht alleine dazustehen, weswegen ich auch gar nicht erst versuchen werde, mir die englischen Dateien zu organisieren.

Weil mir die Figuren so sehr liegen, habe ich auch die zwei Hauptcharaktere - Raziel und Kain - als Actionfiguren in meiner Sammlung (eine Videovorstellung folgt zu gegebener Zeit). Gaming Heads kündigte vor einer Weile eine neue Statue von Raziel an, der, den namensgebenden Soul Reaver in der rechten Hand, an einer der neun Säulen von Nosgoth hängt. Leider erweckt der Reaver eher den Eindruck eines Bohrers einer der Big Daddys aus der BioShock-Reihe, weswegen ich dann doch verzichtet habe, obwohl Raziel selbst sehr gut getroffen ist.

Ich kenne dich, Raziel. Du bist würdig.

Sonntag, 5. Juni 2016

Die verlorenen Jungs

Gestern Abend habe ich endlich mal ein kleines, geradezu kultiges Filmchen nachgeholt, das im nächsten Jahr seinen dreißigsten Geburtstag feiert. Die Rede ist natürlich von The Lost Boys, dem vierten Film von Joel Schumacher.
Sein Alter merkt man dem Film erfreulich wenig an und wenn, dann hauptsächlich durch die Kostüme und Frisuren der Charaktere - und durch die Musik. Die Story ist tatsächlich wenig überraschend oder mit unerwarteten Wendungen versehen, aber das muss sie auch gar nicht. Der junge Kiefer Sutherland als Anführer einer kleinen Truppe von Vampiren ist schon so cool, dass es alleine fast wert ist, den Film zu sehen.
Insgesamt sehr nett gemacht, sicher nicht ganz vergleichbar mit heutigen Genrefilmen oder gar Budgets, aber dennoch zurecht ein (meiner Meinung nach) in Fankreisen gefeierter Streifen. Wer mit Vampiren gar nichts anfangen kann, den wird auch dieser Film sicher nicht überzeugen. Allerdings darf Entwarnung insofern gegeben werden, als dass The Lost Boys zum Glück sehr weit weg ist von Weichspül-Vampiren die nur im Zwielicht nach draußen kommen.

Was mir als Kind der 80er Jahre wieder mal besonders gut gefallen hat, ist der Soundtrack des Films. Zu Musik aus der Zeit habe ich nach wie vor eine ganz besondere Verbindung und die Stücke in diesem Film waren sehr schön ausgewählt. Das Hauptthema des Films, Cry Little Sister, hat es mir im Speziellen angetan, das wird wohl die nächsten Tage ein Ohrwurm bleiben.

Zu den beiden Nachfolgern kann ich noch nichts sagen, aber der Vollständigkeit halber werde ich mir die auch noch besorgen und ebenfalls sichten.

Sonntag, 7. September 2014

Von wegen ungeschriebene Geschichten...

Nach dem ganz vorzüglichen Genuss von The Book of Unwritten Tales sowie dem Prequel Die Vieh Chroniken stelle ich erleichtert fest, dass weder das Adventure-Genre tot ist, noch Spiele aus deutschen Landen unlustig oder gar schlecht sein müssen.
Ich hatte großen Spaß mit den beiden Titeln, die in so gut wie jeder Hinsicht überzeugen. Lediglich die Musik könnte noch einen kleinen Tick eingängiger werden, doch für ein Erstlingswerk (für The Book of Unwritten Tales) vom damals frisch gebackenen Musiker Benny Oschmann ist das Ergebnis schon erstaunlich. Darüberhinaus sind auch durch die Bank professionelle und bekannte Sprecher engagiert worden, die ihren Job richtig super erledigen, so wird Nate zum Beispiel von Dietmar Wunder (der Sprecher von unter anderem Daniel Craig) gesprochen.
Die Atmosphäre der Fantasy-Welt ist immer stimmig, wobei sich das Spiel zu keiner Zeit so Ernst nimmt, dass nicht auch Platz für den einen oder anderen Anachronismus wäre. Überhaupt kommt der Humor nicht zu kurz in den Titeln. Sehr erheiternd ist zum Beispiel, wie viele Klischees und Fantasy-Stereotypen durch den Kakao gezogen werden oder auch mal die eine oder andere amüsante Parallele zu unserer Welt gezogen wird. Die Pointen kamen dabei für mich immer treffend und ich hatte nicht ein mal das Gefühl, mich zum Lachen zwingen zu müssen.
Alles in allem sehr schöne Spiele für Freunde von klassischen Point and Click-Adventures und ich freue mich schon auf The Book of Unwritten Tales 2!

Sonntag, 22. Juli 2012

Rhythm and Blues

Neu in meiner Sammlung: Ein Musik-Rhythmus-Spiel für den Nintendo 3DS. An sich nichts neues, habe ich doch schon ein paar Guitar Hero-Titel (wenn auch für die Wii) im Regal stehen. Dieses Spiel basiert aber auf einer Spieleserie, die ich sehr verehre und deren Soundtracks mich insbesondere immer wieder faszinieren und inspirieren. Die Rede ist von Final Fantasy.
Der neueste Ableger, pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum der Serie, hört auf den klingenden Namen Theatrhythm Final Fantasy und steckte passenderweise am selben Tag im Briefkasten, an dem ich mich auf den Weg nach Köln machte, um die Symphonic Fantasies zu genießen. So konnte ich dann auf der Fahrt schon ein wenig testen und feststellen, dass das Spiel tatsächlich sehr viel Spaß macht. Die Präsentation ist in sich stimmig, obschon sie auch gerne etwas ernster hätte daherkommen dürfen, aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Die Stücke spielen sich angenehm unterschiedlich durch drei verschiedene Arten von Stages, die sich alle in der Handhabung leicht unterscheiden. Bei der Songauswahl, die sich aus den 13 Haupttiteln der Serie definiert (plus einigen anderen Songs in speziellen Stages), wird man niemals jeden Fan zufriedenstellen können, doch ist nach meiner bisherigen Durchsicht die Auswahl gelungen. Noch dazu gibt es die Möglichkeit, sich zusätzliche Songs zu kaufen, die man dann ebenfalls spielen kann.
Nach ein paar gespielten Songs schaltet man zusätzliche Inhalte frei, im Challenge-Modus kann man Songs aus dem Series-Modus in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden versuchen zu perfektionieren, während der Chaos Shrine mit den sogenannten Dark Notes aufwartet, die sich aus jeweils zwei Songs zusammensetzen und generell gefühlt schwerer sind als die Standard-Songs. Hierbei gibt es unter anderem Items, wie sammelbare, farbige Kristalle zum Freischalten neuer Charaktere, Sammelkarten oder generell nützliche, einsetzbare Dinge wie Heiltränke einzusammeln. Auch scheint nach einer bestandenen Dark Note jeweils eine neue aufzutauchen, so war es zumindest bisher meine Erfahrung.
Bei allem, was man spielt, sammelt man Rhythmia, um den Musikkristall wieder in Einklang zu bringen - soviel zur Story. Macht aber gar nichts, denn bei diesem Titel geht es gar nicht um eine epische Geschichte, sondern um die Musik, die für sich genommen schon episch genug ist. Von mir aus könnten natürlich noch viel mehr Songs zu gerade den Spielen, die ich bisher gespielt habe, enthalten sein, aber irgendwo muss man halt auch eine Grenze ziehen bei mittlerweile immerhin 13 Spielen der Hauptserie, ohne jegliche Ableger gezählt.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ready Player One

I just finished reading this absolutely great book and I am still pretty much excited about it. As I read the original, English version, I figured I might as well keep this entry in the same language due to respect and for the fun of it.
First of all, I totally am in love with this book. In a way, now that I finished it, the feeling I have is quite similar to what I felt after having watched Scott Pilgrim vs. The World for the first time (and it still feels great watching it again). Actually, a few things even reminded me of that movie, which is probably not intentionally the case, but just my own interpretation. Still, this is a written declaration of love to the true geeks and nerds (and also to 80's pop culture, of course) amongst us, to whom I consider myself being a part of, at least to some extent. Even though I did not get all the references to movies, music or even games, I had a great time reading the book and there were still quite a lot of things I did know about or had at least heard of.
Ready Player One could be seen as a game that became a written story. There is the greater main quest, finding the Easter egg, but there are also sub-quests (like a love story - every good tale needs a little emotion, isn't it?) who often distract the hero from his hunt and thus delay his progress. Most of the story takes place in a virtual surrounding, called the OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) which is described as some kind of evolution of today's MMO's, with the difference that everybody is able to be in the same game at the same time, not spread on different servers. The OASIS features a vast universe with thousands of planets to explore and even games built on them as three-dimensional versions to be played with yourself as the hero. People are being represented as customizable avatars that can, like in a role-playing-game, rise in level, becoming stronger and better to be able to fight other avatars or participate in quests.
Over the course of events, the story that emerges achieves the task of getting better and better, up to the ultimate climactic final battle, the figurative last stand of good versus evil. Honestly, I was on the edge of my seat through the last pages. I really hoped that everything would turn out well in the end and the heroes would win. Actually, I guess you might be able to break down the story arc into quite typical units and even find most of the "Hero's Journey" elements, but it is the way in which they are presented that makes Ready Player One such a wonderful book.

There is also a very nice passage about perspective, that I'd like to quote:
"Whenever I saw the sun, I reminded myself that I was looking at a star. One of over a hundred billion stars in our galaxy. A galaxy that was just one of billions of other galaxies in the observable universe. This helped me keep things in perspective."
That's just really neatly put, now, isn't it?

Dienstag, 12. Juni 2012

I climbed to the pinnacle of heaven to fight the ultimate terror

Die Credits von Diablo III laufen tatsächlich länger als der gesamte Endkampf und das Outro zusammen dauern... und dann gibt's nicht einmal ein Achievement fürs komplett ansehen - das konnte sogar House of the Dead: Overkill besser! ... Das musste einfach mal gesagt werden.

Mittlerweile bin ich auch schon zum zweiten Mal in Akt 2 angelangt auf dem nächsthöheren Schwierigkeitsgrad (Albtraum). Der Unterschied ist doch schon spürbar, gerade wenn ich etwas länger gespielt habe und / oder leicht nachlässig oder müde bin. Dann beißt meine Dämonenjägerin doch schon des Öfteren ins virtuelle Gras. Immerhin ist die "Strafe" dafür weit milder als noch im zweiten Teil.
Apropos Unterschiede und zweiter Teil: Ich musste im Verlauf des Spielens immer wieder feststellen, dass trotz der ja nicht gerade geringen Entwicklungszeit von weit über einem Jahrzehnt (Diablo II erschien 2000) sich ein klein wenig Enttäuschung breit machte, wenn auch auf recht hohem Niveau.
Zum Einen bieten die Umgebungen kaum wirkliche Überraschungen, die Charakterklassen sind auch nicht unbedingt einen Innovationspreis wert und selbst das Kernelement des Spiels, das Jagen nach immer besserer Ausrüstung, will gefühlt nicht so flüssig greifen wie im direkten Vorgänger.
Der erste Akt spielt, ganz klassisch und der Serientradition folgend, in der Gegend um Tristram und sogar zum Teil in der aus dem ersten Spiel bekannten Kapelle. Damit ist aber auch klar, dass sich das zugrunde liegende Tileset wenig bis eher nichts neues bietet, sondern lediglich Abwandlungen und aufgehübschte Versionen bekannter Gebiete. Für den Einstieg völlig in Ordnung, ist es ja auch nett gemacht und durch gewisse Zufallselemente bei jedem Spiel(neu)start leicht abgeändert. Das folgende Kapitel spielt dann in der Wüste, doch Moment, hatten wir das nicht schon, und das sogar ebenfalls im zweiten Akt? Ja, und zwar in Diablo II, nur das dieses Mal eben nicht Lut Gholein, sondern Caldeum als Ausgangspunkt gewählt wurde und die ägyptische Mythologie scheinbar nicht mehr als Ideenlieferant bereitstand. Der dritte Akt folgt dann gewissermaßen dem fünften Akt (also der Erweiterung Lord of Destruction) des zweiten Teils in das Gebiet um den Arreat. Ehemals Berg, nun gigantischer Krater, in den man dann auch hinabsteigt und der infernalische Gebiete präsentiert - die ebenfalls schon mehrfach thematisiert wurden. Vor dem Abstieg geht es durch belagerte Schneegebiete, um den Armeen von Azmodan die Stirn zu bieten - been there, did that, mag mancher denken. Auch Baal belagerte den Arreat schon mit seinen Armeen, die man, sich den Berg hinaufkämpfend, nach und nach dezimierte. Und das Gefühl, dabei Teil einer großen Belagerung zu sein, stellte sich damals weit eindeutiger heraus, wozu der Soundtrack sein Übriges tat. So bekommt man lediglich mit den Hohen Himmeln in Akt 4 wirklich neue Umgebungen zu Gesicht. 25%. Ein Viertel. 0,25 eines ganzen. Das ist nicht gerade viel für zwölf Jahre, die vergangen sind seit Teil 2.
Von dem Barbar, Hexendoktor, Zauberer, Dämonenjäger und dem Mönch sind auch keine grundlegenden Neuerungen zu erwarten. Sicher spielen sich die Charaktere durch neue / andere Fähigkeiten und die generelle Änderung des Skill-Systems anders als vorangegangene Iterationen. Dennoch lassen sich zumindest Vergleiche herstellen. Zauberer gibt es schon seit Teil eins, genauso wie Krieger, die sich in Teil 2 in den Paladin und den Barbaren aufspalteten. Eine Schurkin, die dann zur Amazone wurde, komplettierte das Helden-Dreigestirn des ersten Teils. Zu den bereits genannten vier Klassen aus Diablo II kamen noch ein Totenbeschwörer sowie im Add-On der Druide und die Assassine hinzu. Barbar und Zauberer wurden dann namentlich übernommen, der Totenbeschwörer wurde in Richtung Voodoo abgewandelt zum Hexendoktor, aus einer Mischung von Amazone und Assassine wurden die Dämonenjäger geboren und der Paladin musste seine Rüstung ablegen und Kung Fu lernen. Im Westen also weiter nichts neues.
Dass mir das Jagen und Sammeln weniger Spaß macht als vor zwölf Jahren, mag an mehr als einem Faktor liegen. Zum einen an der tatsächlich nicht so flüssig laufenden Sammelei, zum anderen daran, dass sich mein ganz persönlicher Anspruch an Spiele im Laufe der Jahre verändert hat. Außer Frage steht, dass ich mittlerweile Spiele favorisiere, die eine Geschichte erzählen - je epischer, je besser. Darüberhinaus hat sich bei mir ein gewisser Sättigungsgrad an Fantasy eingestellt, sodass ich bevorzugt in Richtung Science-Fiction abwandere. Nun trifft aber weder das eine, noch das andere auf Diablo III zu. Sicher, die dünne Geschichte, die das Spiel erzählt, ist sehr ordentlich aufbereitet und die Zwischensequenzen sind großartig choreographiert. Letzten Endes aber dient das ganze nur als lockerer Rahmen, der versucht wird, durch die gute, alte Suchtspirale auszufüllen. Zum Jahrtausendwechsel hatte ich nur viel eher das Gefühl, das meine Sammelwut belohnt würde. Immer mal wieder fand ich ein brauchbares neues Ausrüstungsstück, einen Edelstein, eine Rune oder ein Juwel (die letzteren beiden erst ab dem Add-On). Nun gibt es noch Ausrüstung und Edelsteine - die dafür aber in insgesamt 14 (in Worten: Vierzehn!) Qualitätsstufen. Um einen Edelstein einer nächsthöheren Stufe herstellen zu können, benötigt man jeweils drei Edelsteine der darunterliegenden Qualitätsstufe und eine gewisse Summe an Goldstücken, die natürlich ebenfalls größer wird, je höherwertig die Edelsteine werden. Ginge man davon aus, nur Edelsteine der schlechtesten Stufe zu finden, bräuchte man knapp 1,6 Millionen davon, um einen einzigen Edelstein der höchsten Qualität herzustellen. Außerdem würde dieser Vorgang geschätzte 42 Millionen Goldstücke kosten. Nicht mal eben ein Schnäppchen! Zum Vergleich: In Diablo II gab es ganze fünf Qualitätsstufen, dafür aber drei Edelsteinsorten mehr (Saphire, Diamanten und Schädel wurden in Teil 3 gestrichen) und das Verbinden von anfänglich sechs, später ebenfalls drei Edelsteinen zu einem höherwertigen war dank des Horadrim-Würfels sogar kostenfrei.
Als ausgesprochener Fan von guten Soundtracks waren auch meine Ohren ein wenig enttäuscht. Die musikalische Untermalung ist stets stimmig und unaufdringlich, aber eben auch nicht eingängig. Die mittlerweile dritte Version des Tristram-Themes ist ja nur mehr ein Remix und andere Stücke stechen leider nicht so sehr für sich hervor. Ich kann mich erinnern, dass der zweite Serienteil das deutlich besser machte. Als besonders herausragend ist mir dabei nach wie vor die Belagerung von Harrogath im Gedächtnis geblieben. Im Zusammenspiel mit dem hervorragenden Score fühlte man sich wirklich als Held in einer großen Schlacht. Insgesamt zeichnete sich Diablo II durch einen weit eingängigeren Soundtrack aus, als es jetzt im dritten Teil der Fall ist.
Man darf gespannt sein was zukünftige Patches bringen, selbst größere Änderungen sollte man wohl nicht von vornherein ausschließen. Ich werde wohl den zweiten Schwierigkeitsgrad noch beenden und dann eventuell noch ein paar Sammel-Achievements im einfachen Modus versuchen zu vervollständigen, aber einen weiteren Schwierigkeitsgrad oder einen weiteren Charakter werde ich erstmal nicht anfangen.

Zum Thema warum Diablo III nicht ganz so süchtig macht wie Teil II, ein pseudo-wissenschaftlicher Ansatz (in englisch). Liest sich sehr interessant und es gibt sogar eine Reaktion von Blizzard darauf!

Donnerstag, 7. Juni 2012

Schneewittchen

Gleich zum Kinostart von Snow White and the Huntsman waren wir im Kino, um uns den Film anzusehen. Im Cinemaxx am Dammtor wurde darüberhinaus ein kleines Event veranstaltet, bei dem unter anderem die Crew des Tanzenden Einhorns in Gewandung leckere Cocktails ausschank und darüberhinaus ein paar Kostümierte durch das Foyer spazierten. Zwischen ein paar Kämpfern kam es dann auch mal zu Auseinandersetzungen, sehr zur Freude des (schaulustigen) Publikums.
Zum Film selbst kann ich sagen, dass er mir gefiel, allerdings nicht so sehr, dass ich ihn in meine Bibliothek aufnehmen müsste. An der einen oder anderen Stelle hätte man dann doch noch mehr draus machen können, wie ich finde. Interessanterweise habe ich erst kürzlich gelesen, dass der Film ursprünglich mal als Trilogie angedacht war. Dem scheint aber die Budgetplanung in die Quere gekommen zu sein, sodass doch "nur" ein Film gedreht wurde. Hätte den Kampfszenen aber bestimmt gut getan, mehr ins richtige Licht gerückt zu werden. Zur Hintergrundgeschichte der bösen Königin hätte man so auch mehr ausholen können oder die Herkunft und den Verbleib des Spiegels erklären. Nun ist es, wie es ist und der Film ist ja auch nicht schlecht, nur eben auch kein totaler Überflieger, trotz des Dauer-Schlafzimmerblicks von Kristen "Stoneface" Stewart und einer schicken Charlize Theron (erst recht mit dem Federnkleid und den dunkel geschminkten Augen).
Übrigens ist das mal wieder ein prima Streifen, den man neu synchronisieren könnte. Neben ein paar kleinen Lachern, die der Film selbst schon bietet (die Zwerge bieten da gerne mal Anlass zu), waren Hannes und ich uns bei mehreren Szenen einig, dass der Film ganz schön Drogen-verherrlichend ist (immer diese Pilze...). Und die hässlichen Feen-Geschwister namens Gollum und Ollum sind auch ganz schön hart...

Sonntag, 20. Mai 2012

Das dreifach gehörnte Böse

Seit Dienstag ist also (endlich) Diablo III erhältlich und es gibt durchaus geteilte Meinungen, erst recht was Anlaufschwierigkeiten des Battle.net-Anmeldevorgangs betrifft. Da ich das Spiel vorbestellt hatte, auf der Game Disc aber nur die deutsche Version vorlag, musste ich mir eh den englischen Client herunterladen, was einige Zeit dauerte. Diese Zeit nutzte ich äußerst produktiv, um weiter in meiner Wohnung Fenster zu putzen und Staub zu wischen (womit ich dann in der Intensität erstmal wieder durch bin - und es war auch dringend nötig!).
Mittlerweile ist der Download natürlich abgeschlossen, das Spiel installiert und schon die ersten Stündchen probegespielt. Es fühlt sich in einigen Punkten schon etwas anders an, Levelaufstiege laufen ja zum Beispiel nun völlig automatisiert ab und man braucht keine Punkte mehr auf Eigenschaften oder Talente verteilen. Insofern ist wieder ein deutlicher Umstieg zu merken, vielleicht sogar stärker als es zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Fall war. Alles in allem aber macht es schon wieder viel zu viel Spaß und die Sammelsucht greift - jetzt auch mit Achievements! Bisher ist meine Dämonenjägerin bis zu einem alten Bekannten, nämlich King Leoric, vorgedrungen und hat diesen auch erfolgreich besiegt (diesmal hoffentlich endgültig) mit tatkräftiger Unterstützung des Templers Kormac. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, dieses Mal wird die Story ja etwas ausführlicher durch öfters einsetzende Videosequenzen erzählt, mal ganz davon ab, dass die Spielcharaktere auch endlich selbst sprechen.

Als historischer Vergleich alle drei Spiele in meiner Sammlung:
Links der Klassiker im einfachen Jewel Case, in der Mitte der zweite Teil in der amerikanischen Battle Chest-Ausgabe und rechts die neue Collector's Edition zu Diablo III.

Dienstag, 1. Mai 2012

Vernichter der Welten

Hannes erzählte mir jüngst von seinen Minecraft-Erlebnissen und von einem erfolglosen Kaufversuch des Programms. Das elektronische Lastschriftverfahren scheint aus Deutschland nicht zu funktionieren und einen PayPal-Account (oder gar eine Kreditkarte) nennt Hannes (noch) nicht sein Eigen. Mein Angebot war dann, das Spiel über meinen PayPal-Account zu kaufen und mir das Geld einfach von ihm wiedergeben zu lassen.
Gesagt, getan. Eine derartige elektronische Zahlung läuft ja in Sekundenschnelle und so konnten wir direkt testen, ob alles geklappt hat.
Die darauffolgenden paar Stunden waren dann also meine ersten Erfahrungen mit dem Spiel. Vorab sei gesagt, dass, soviel Spaß es auch gemacht hat, ich es mir dann doch nicht kaufen werde.
Wir starteten eine Welt im Kreativmodus, um sofort alle Blöcke, Items et cetera in unendlicher Menge zur Verfügung zu haben und nicht erst (um dem Namen des Spiels gerecht zu werden) Materialien abbauen zu müssen. Dadurch konnte sich auch die Kreativität gleich voll entfalten - auch wenn dies sich im ersten Moment darauf beschränkte, ein Schwein in TNT einzumauern und zu sprengen.
Fast wie ein Gehirn
Nach der relativ kleinen Demonstration der Sprengkraft brauchte ich ein größeres Ziel. Ein paar willkürliche Zerstörungsakte später war mir aufgefallen, dass die allermeisten Blöcke trotz weggesprengter Verbindung weiterhin in der Luft schweben zu schienen. Dies brachte mich dann auf meine groß(artig)e Idee: Wenn schon einzelne Blöcke schweben, dann ließe sich auch eine freischwebende Bergkuppe realisieren! Ich suchte mir also den nächsten, größeren Berg und begann, mich mehr oder minder systematisch durch ihn hindurch zu sprengen. Währenddessen musste ich auch eine Wasserquelle im Berg trocken legen, die mir die Zerstörungsarbeit erschwerte. Nach getaner Arbeit musste ich dann einen Screenshot vom Ergebnis machen, bevor ich gutgelaunt den dann fliegenden Rest des Berges auch noch zerbombte.
Die Welt brennt!
Dermaßen erheitert flog ich ein wenig weiter, bis ich an eine stark bewaldete Halbinsel kam. Hier packte mich abermals die Zerstörungswut. Nachdem ich anfangs ein paar Bäume einfach nur in Brand gesetzt hatte, entdeckte ich schließlich mit Hannes' Hilfe den Eimer mit Lava. Ich entfachte ein Inferno, ein wahres Höllenfeuer in dem Waldstück, dem auch zahlreiche Tiere und des Nachts Zombies und andere Ungetüme zum Opfer fielen. Es war fast paralysierend, Baum für Baum unter einem Strom von glühender Lava zu begraben und dem pulsierenden Fließen zu zusehen. Dazu gönnten wir uns Songs wie Fire Water Burn, Highway to Hell oder Burn it down und Hannes gab mir den Titel, den auch dieser Post jetzt trägt. Man könnte dem Ganzen fast eine Art therapeutische Wirkung zuschreiben... auf jeden Fall mal amüsant, den Teufel raushängen lassen zu können.
Siehe! Ein Zeichen!
Später übte Hannes sich noch in angewandter Blasphemie, als er ein großes Holzkreuz erbaute und anschließend in Brand setzte. Das reichte ihm aber noch nicht, woraufhin er ein ziemlich gigantisches Kreuz errichtete und mit Fackeln versah. Passenderweise fing es dann auch noch zu gewittern an, was eine ziemlich coole Atmosphäre erzeugte. Leider gelang es uns nicht, einen Screenshot mit Blitz im Hintergrund zu machen, aber auch so wirkt das Bild beinahe gespenstisch. Zu guter Letzt übergoss Hannes das Holzkonstrukt mit Lavaströmen, um es zu vernichten. Durch die Hitze der Lava fing das Holz an zu brennen, sodass am Ende, als er die Lavaströme äußerlich mit Wasser zum Erstarren brachte, nur eine steinerne Hülle zurückblieb, in deren Innern immer noch hier und da Feuer loderten.
Alles in allem ein witziger Spaß und ich habe, solange ich das Spiel noch auf meiner Festplatte hatte, immer mal wieder einen Berg gesprengt. Dennoch ist das Programm dann doch alleine optisch schon nicht ansprechend genug, um mich längerfristig zu begeistern, trotz der gegebenen kreativen wie destruktiven Möglichkeiten. Ich sollte mich ausführlich mit dem RPG Maker befassen...

Mittwoch, 7. März 2012

Action im Quadrat

Nach dem Pokerabend bei Markus war Bonsch bei mir geblieben, um eine schon vor längerer Zeit angegangene Reise zu beenden. Uns stand nämlich immer noch das letzte Kapitel in Resident Evil 5 auf dem letzten Schwierigkeitsgrad bevor. Dazu hatte Bonsch seine PS3 mitgebracht, die wir an meiner Anlage betrieben. Im Splitscreen ging es dann gegen die Majini-Horden und schließlich Wesker selbst, der uns so einiges abverlangte. Nach unzähligen Bildschirmtoden überkamen wir jedoch auch das letzte Hindernis und konnten so ein weiteres Mal den Abspann des Spiels genießen. Außer eines Achievements für das Bewältigen des höchsten Schwierigkeitsgrades gab es allerdings keine weitere Belohnung, die erspielten Punkte reichten bei weitem nicht aus, um noch Bonusobjekte freizuschalten.
Dafür begann aus einem Test heraus direkt das nächste Projekt, Darksiders. Eigentlich hatte Bonscho nur kurz testen wollen, ob sich das Spiel auf seiner PS3, bei der englisch als Systemsprache ausgewählt ist, auch auf englisch spielen lassen würde und wenn ja, ob die englischen Sprecher besser wären als die deutschen. Nachdem wir beides bejahen konnten, blieben wir noch weiter dabei und erledigten die ersten Aufträge, bis wir den ersten Bossgegner besiegt hatten und uns etwas in der dann folgenden Umgebung umgesehen hatten. Dabei fanden wir neue Waffen, bekamen neue Fähigkeiten und sammelten so einige Gegenstände auf dem Weg ein. Das Spiel macht auf jeden Fall einen höllischen Spaß, wenn man so mit Krieg durch die Reihen der Gegner wirbelt und alles kurz und klein hauen kann, was in gewissen Teilen auch die Umgebung mit einbezieht. Besonders amüsant ist es dann zum Beispiel, Gegner mit Parkuhren zu vermöbeln oder Autos auf ihnen zu parken. Da werde ich beizeiten dann auch noch mal meine Hellbook Edition auspacken müssen und das Game auf dem PC zocken, ein Gamepad für den richtigen Spielgenuss habe ich ja.

Montag, 27. Februar 2012

Game of Thrones

Am vergangenen Wochenende hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mit ein paar Freunden die erste Staffel der Serie genießen zu dürfen. Angepriesen als eine Fantasy-Serie, kam genau jener Aspekt dann doch irgendwie etwas zu kurz, mal von den ersten fünf Minuten der ersten Folge und den letzten fünf Minuten der letzten Folge und eines ebenso kurzen Intermezzos abgesehen. Insoweit also schon Ernüchterung. Dazu kommt noch, dass trotz der öfteren Betonung meiner Lieblingszahl diese dennoch keine allzu große Rolle spielte. Stattdessen regierten schwülstig vorgetragene Intrigen in einer Zahl, die nur noch von der Größe des Cast übertroffen wurde. Bei den ganzen Verstrickungen, Liebschaften, Feindschaften und dunklen Geschäften fehlte mir immer wieder der Überblick, allzumal ich mir die ganzen Namen auch nie merken konnte. Ein Charakterschema hätte da sicherlich geholfen. Allerdings sind gefühlte 95% der Figuren derarte Unsympathen, dass ich mir stets den einen oder anderen rollenden Kopf gewünscht habe. Bei einigen Charakteren gerne auch mit vorangehender Folter zur Belustigung. Als dann doch mal wer stirbt, ist zwar tatsächlich eine der nervtötendsten und meiner Meinung nach lächerlichsten Figuren dabei, aber dann stirbt leider auch noch einer der ganz großen Hoffnungsträger ein klein bisschen überraschend und irgendwie auch sinnloserweise (was die Abscheu des auslösenden Charakters gegenüber in ungeahnte Höhen trieb).
Einen gar nicht so geringen Spaßfaktor zog die Serie aus zwei Faktoren: Zum einen der Figur des Tyrion Lannister (gespielt von Peter Dinklage), einem halbwüchsigen, scharfzüngigen, dauergeilen Typen, der sich generell keine Illusionen macht und zum anderen sorgte die deutsche Dialogregie für so einige eher unfreiwillig komische Momente und Dialoge. Das allein sorgte, neben der immer angenehmen Gesellschaft von Freunden, dafür, dass ich tatsächlich durchhielt, bis auch die zehnte und vorerst letzte Folge über den Bildschirm geflimmert war.
Nichtsdestotrotz wird diese Serie nie den Weg in meine Film-Bibliothek finden.

Freitag, 24. Februar 2012

Erzwungene Freizeit

Nun bin ich also schon wieder eine Woche in der Heimat, Zeit für ein kleines Update.
Nachdem das Schandmaul-Konzert am Abend meiner Heimkehr leider ausgefallen und ich dann den Abend buchstäblich verschlafen habe, stand gleich am Samstag die wahrscheinlich letzte Party in Brunsbüttel an. Was für eine krasse Party das war, wurde so gut wie allen Anwesenden allerdings erst in den darauffolgenden Tagen bewusst, als nach und nach nämlich Klagen über Magen-Darm-Beschwerden laut wurden. Mich selber erwischte es auch, sodass ich bisher nur einen Tag wieder in der Firma war. Nachdem ich Montag schon ziemlich fertig war, blieb ich Dienstag vorsichtshalber zuhause, auf Besserung hoffend. Als die sich nur zögerlich einstellen wollte, stattete ich dann meinem Arzt doch einen Besuch ab, der mich daraufhin bis Freitag krank schrieb. Mittlerweile bin ich aber wieder gut dabei, gestern habe ich auch mal wieder einen Kinder Riegel genascht (und wie geil das war!). Mein "Dank" also an Maike und Carsten für die freien Tage.
Einen kleinen Vorteil hatte die Tatsache, dass ich die Woche über zuhause war allerdings dann doch. Es kam nämlich ein wenig Post ins Haus, die ich dann direkt persönlich annehmen konnte, ohne den Umweg über die Nachbarn oder die Postfiliale nehmen zu müssen. Die Nachlieferung von Resident Evil: Revelations kam, nachdem es beim ersten Versuch nie meine Wohnung erreichte, beim zweiten Mal dann auch an, inklusive der Pre-Order-Box, und ging nicht noch einmal verloren, wie es bei Ocarina of Time 3D der Fall gewesen war. Das Circle Pad Pro hatte mich ja bereits erreicht, nun konnte ich es also zusammen mit dem neuesten Capcom-Titel testen. Und es schockt auf jeden Fall! Die Graphik ist ziemlich beeindruckend für die kleine Kiste, das Ganze dann noch in 3D - das vermittelt schon ein gutes Mittendrin-Gefühl. Die Steuerung mit dem Circle Pad Pro gefällt mir auch sehr gut, erinnert mich an Resident Evil 5 auf der PS3 mit Gamepad. Macht einen großen Spaß und ich musste mich schon losreißen, um nicht gleich ordentlich weiter zu zocken.
Zu dem Spiel und zu einem zweiten, nämlich The Last Story, wurden auch die passenden Soundtracks geliefert. Sehr schön und atmosphärisch, beim Revelations-Soundtrack sogar noch mit einer Bonus-Disc zu The Mercenaries 3D. The Last Story wurde von Großmeister Nobuo Uematsu musikalisch untermalt, da ist eh Kritik so gut wie ausgeschlossen.
Das wiederum dazu passende Spiel kam gestern an, der DHL-Mann erwischte mich zum Glück gerade beim Reinkommen. Ich war nämlich beim Zoll gewesen, um ein Paket vom BioWare Store abzuholen und hatte mich auf dem Rückweg unter die geübten Hände meiner Friseurin begeben, um der Wucherung auf meinem Schädel wieder Herr zu werden. Als ich dann mit Paket in Händen ins Treppenhaus kam, rannte der Kerl mir geradezu hinterher, um mir mein Paket geben zu können. Ausgezeichnetes Timing, könnte man sagen.
In dem Paket aus Übersee fanden sich zwei Modelle der SSV Normandy SR2, eins im Cerberus-Branding aus Mass Effect 2 und eines mit Systems Alliance-Logos. Außerdem lag die Collector's Edition des Art of the Mass Effect Universe-Buches bei, ein sehr wuchtiges, sehr schönes Teil.
Sehr schön ist auch The Last Story, das ich zumindest auch einmal kurz anspielen musste. Interessantes Kampfsystem, welches ich mir dann noch in Ruhe zu Gemüte führen muss. Der Limited Edition lag auch ein Paket aus Soundtrack-Auszügen und Artbook bei, das Elements of The Last Story betitelt wurde - das gleiche Paket, das ich mir schon aus Japan mitgebracht hatte im letzten Jahr. Dort war das Spiel nämlich schon längst erschienen und es stand noch nicht genau fest, wann es bei uns erscheinen würde und erst recht nicht, ob es eine Version mit entsprechenden Extras geben würde. Nun denn, so habe ich wieder eine Auktion mehr zum Einstellen bei eBay.

Sonntag, 18. Dezember 2011

What the fuck...?

Das dachte ich während des Filmgenusses von Sucker Punch mehrfach. Was für ein schweinegeiler Film! Mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack und ich denke, insgesamt werden sich am ehesten Männer von dem Streifen angesprochen fühlen aber mir gefällt das Meisterstück absolut. Mal wieder ein grandioses Werk von Zack Snyder, der mich auch schon mit 300 und Watchmen mehr als begeistern konnte. Der visuelle Stil ist geradezu berauschend und damit meine ich nicht (nur) die Mädels in ihren feschen Outfits, sondern ganz generell die Optik, die hauptsächlich in den Fantasiewelten einiges vom Filmgenuss ausmacht.
Was mich als Freund erlesener Akustik ganz besonders erfreut hat ist der sagenhafte Soundtrack. Meine Fresse, wie großartig die Stücke passen! Und was für eine irre Stimme Emily Browning präsentiert bei den Stücken, die sie vorträgt! Die Version von Sweet Dreams gefällt mir sogar noch besser als die von Marilyn Manson und die ist schon erstklassig. Auch Asleep (ebenfalls von Emily Browning gesungen) hat es mir schwer angetan, der Ohrwurm wird wieder eine Weile halten. Klare Sache, dass ich das Soundtrack-Album da sofort bestellt habe.