Posts mit dem Label Achievement werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Achievement werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 28. Januar 2023

Die Wildnis ruft

Im letzten Post stellte ich die ersten zehn Kämpfer-amiibo der Super Smash Bros.-Reihe vor, aufgestellt auf einer passenden Präsentiertreppe. Dabei erwähnte ich nebenbei, dass diese Treppe für andere Figuren vorgesehen sei. Um diese Figuren soll es heute gehen.

Nicht nur zu Nintendos Brawler-Reihe wurden amiibo produziert, auch zu einer Handvoll anderer Titel erschienen die interaktiven NFC-Figuren. Einer dieser Titel ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Insgesamt neun amiibo erschienen zu dem Titel und es ist davon auszugehen, dass zu dessen Nachfolger (Tears of the Kingdom) weitere herausgebracht werden. Neben zwei Varianten von Link selbst (zu Pferd und mit Bogen), Zelda, einem Bokoblin und einem Wächter (in einer extra-großen Verpackung und mit beweglichen Armen) kam ein Set mit vier Champions heraus (Daruk, Mipha, Revali und Urbosa).

Ich hätte den Wächter gerne mittiger platziert, aber er ist einfach zu groß

Mir gefallen die amiibo richtig gut, die Details sind gewohnt großartig. Das Hyrule-Wappen auf dem Sockel ist ein schönes, durchgehendes Motiv für alle Figuren der Reihe. Die beweglichen Arme vom Wächter sind natürlich ein echtes Highlight und regen zum Herumspielen und in Szene setzen an. Vielleicht überarbeite ich meine Aufstellung beizeiten noch mal, bis dahin machen die amiibo auf der Treppe eine gute... Figur.

Donnerstag, 26. Januar 2023

Top Ten

Vor vier Jahren und ein paar Tagen habe ich die ersten fünf amiibo der Super Smash Bros.-Reihe präsentiert. Seit gestern befinden sich mit Nummer 9 und 10 auch die letzten beiden der ersten zehn amiibo ebendieser Reihe in meinem Besitz.

Im "First Five"-Post stellte ich die Figuren noch ganz banal nebeneinander auf. Mittlerweile habe ich, allerdings für andere amiibo reserviert (Bericht folgt), eine sehr dekorative und passende Präsentationsmöglichkeit gefunden.
Die Firma iDisplayit stellt Acryl-Cases für verschiedenste Figuren, Klemmbaustein-Sets und ähnliches her. Im Angebot finden sich auch Cases für amiibo, die als Treppen kommen und mit perfekt passenden Rundausschnitten zum Hineinstellen versehen sind. Farblich lässt sich für die Sockeltreppe zwischen schwarz und weiß wählen, ich habe mich für die dunkle Variante entschieden. Das Ganze lässt sich dann schon sehen:

Das Siegertreppchen ist überraschend geräumig

Da ich das Display im Vitrinenschrank verwende, spare ich mir die transparente Acryl-Haube. Leider sind die Displays mit knapp 50 Pfund alles andere als günstig. Da auch "nur" zwölf amiibo auf einer Treppe Platz finden, ist das sicher keine Lösung für alle Smash-amiibo. Eventuell bastele ich da auch selbst mal was, grundsätzlich sollte das nicht ganz so schwer werden. Einzig die Frage, wo ich dann zu gegebener Zeit alles unterbringe...

Aktuell bin ich bei insgesamt 24 amiibo aus der Super Smash Bros.-Reihe, von momentan über 90 erhältlichen Figuren. Aus dem nächsten Zehnersatz (11 - 20) habe ich allerdings nur genau zwei, bis zum nächsten Update an dieser Stelle dauert es trotzdem hoffentlich nicht wieder vier Jahre.

Sonntag, 26. April 2020

Eternal DOOM

Mit dem Release von DOOM Eternal vor etwas mehr als einem Monat habe ich mich auch endlich mal mit dessen direktem Vorgänger beschäftigt beziehungsweise tue das noch (dazu später mehr). Und was ein großer Spaß das ist!

Story mit unendlichem Tiefgang wird wohl hoffentlich niemand bei einem Spiel mit diesem Titel erwarten, sondern eher das, was dann auch geboten wird - brachiale Action! Dennoch bieten die beiden Spiele sogar überraschend viel Hintergrundgeschichte um die Höllendämonen, den Doom Slayer und die anderen Parteien, die noch mitmischen (gerade im neueren Spiel wird das weiter ausgeführt). Dies wird insbesondere ausgeschmückt, wenn man die in der Spielwelt verteilten Log-Einträge einsammelt und liest. Ganz interessant, wie auch die "Vergangenheit" des Doom Slayers (also die ersten Spiele der Reihe) mit einbezogen wird.
Auf jeden Fall macht es tierisch Laune, mit krachenden Waffen und knatternder Kettensäge in Gegnergruppen zu preschen und diese kunstvoll in möglichst viele Teile zu zerlegen. Dabei setzen besonders die "Glory Kills" einen finalen Todesstoß gegen die Monster eindrucksvoll in Szene und warten mit überzeichneten Nahkampftötungen auf, die einem ein Grinsen ins Gesicht zaubern allein schon aufgrund ihrer schieren Absurdität.
Dass sich das Spiel dabei nicht immer zu 100 % ernst nimmt, merkt man insbesondere in den Momenten, in denen andere Charaktere Aktionen der Spielfigur kommentieren. Ein gutes Beispiel dafür aus DOOM Eternal ist die lakonische Anmerkung eines Charakters, dass der Doom Slayer nicht einfach ein Loch in die Marsoberfläche schießen kann - woraufhin der Letztgenannte genau das tut. Auch die Tatsache, dass der Name der "Super Shotgun" im Spiel sogar ausgesprochen wird, zeugt davon.
Nach dem eher düsteren dritten Teil, der teils schon fast in Horror abzudriften versuchte, bringen die neuen Titel wieder klassische Action gepaart mit lauter Musik auf den Bildschirm und die Lautsprecher. Mehr braucht es für ein DOOM-Spiel ja auch gar nicht, meine ich.

Die Multiplayer-Modi sind tatsächlich sehr unterschiedlich angelegt in den beiden Teilen. Im "ersten" DOOM von 2016 stehen recht klassische Modi wie (Team) Deathmatch, Domination oder einer King of the Hill-Variation namens Warpath zur Auswahl, Eternal dagegen bietet lediglich den asymmetrischen Battlemode. In diesem Modus spielt ein Spieler den Doom Slayer, während zwei weitere die Rollen von mächtigen Dämonen wie einem Mancubus oder einem Marauder übernehmen.
Ich habe tatsächlich in beiden Spielen die Multiplayer-Modi ein wenig probiert und hatte mit allen Spaß. Natürlich bieten die unterschiedlichen Modi von DOOM mehr Abwechslung, dafür sind die Battlemode-Schlachten recht kurzweilig und ein Wechsel zwischen Slayer und Dämon erfordert auch ein spielerisches Umdenken.

Ein weiteres Highlight, allerdings nur im ersten der beiden Spiele vorhanden: Der SnapMap Leveleditor. Ein spaßiges Tool mit dem man relativ einfach selbst ein paar Level aus vorgegebenen Elementen zusammenbasteln kann. Darüber hinaus lassen sich auch ein paar Logikverknüpfungen erstellen, um ein wenig mehr Interaktivität in das Spielgeschehen zu bringen. In den Kreationen der Spieler finden sich einige witzige Ideen, teils mit einem veränderten Grundspielprinzip. Mit diesem Editor beschäftige ich mich zurzeit auch noch, um eine kleine Karte fertigzustellen und zu veröffentlichen. Mal davon ab, dass es - natürlich - ein Achievement dafür gibt, macht es tatsächlich auch Spaß, sich selbst den Spielfluss und den Weg des Spielers zu überlegen. Sobald der Level veröffentlicht ist, werde ich berichten.

Sonntag, 9. Februar 2020

3000!

Mit dem Beenden der Story des Hauptteils (und einer anschließenden Online-Eroberung) von Middle-earth: Shadow of War habe ich gerade das 3000. Achievement auf Steam freigeschaltet. Laut Info sind die auf insgesamt 110 Spiele verteilt. Wahnsinn, was da über die Jahre schon zusammengekommen ist!
Das Spiel ist übrigens ziemlich cool und wird zum Ende hin nochmal sehr... interessant. Schön gemacht ist vor allem, wie die Geschichte zwischen den Hobbit und Herr der Ringe passt.

Während des Abspanns läuft übrigens eine Art Musikvideo zu einem Song der Band von Michael Forgey, seines Zeichens Executive Producer bei Monolith. Forgey ist während der Entwicklung von Shadow of War an Krebs gestorben, weswegen die Kollegen und Freunde ihn auf diese Art ehren - wirklich schön gemacht!

Samstag, 25. Januar 2020

Retro-Power!

Heute habe ich mich durch die letzten beiden Paläste in Zelda II: The Adventure of Link gekämpft. Was bin ich froh, dass ich den Titel als Virtual Console-Spiel besitze - das bietet mir nämlich die Möglichkeit, zu jeder beliebigen Zeit zu speichern. Und ich bin ganz ehrlich: Ohne diese technische Hilfe hätte ich das nicht durchgezogen.
Zelda II ist ja nicht nur teils echt schwer, es lässt den Spieler auch ziemlich arg im Unklaren darüber, was er wie und wo machen muss, um schlussendlich zu siegen. Ich hatte mich ja schon kurz über Bagus Haus ausgelassen, allerdings fand das noch eine Steigerung mit New Kasuto. Wie ich da von alleine hätte drauf kommen sollen? Keinen blassen Schimmer. Na ja, jetzt bin ich auf jeden Fall durch und glücklich drüber. Ähnlich verloren und hilflos hatte ich mich auch in Castlevania II gefühlt, nur setzt das hier noch locker einen ganzen Batzen obendrauf.

Im Anschluss wollte ich nur mal kurz in meinen Stand bei Wrecking Crew schauen, ebenfalls ein NES-Titel, den ich als VC-Version auf dem 3DS besitze. Von den 100 Abschnitten hatte ich nämlich immerhin schon 94 gespielt und hing im 95. fest. Da es sich um einen der allerletzten handelt, ist er verständlicherweise nicht einfach zu schaffen. Man darf im Endeffekt kaum einen Moment anhalten, muss ständig in Bewegung bleiben und dabei auch noch etwas Glück haben im besten Fall.
Tja, zufällig habe ich das dann einfach mal geschafft. Zugegeben, ich hatte einen Speicherstand von einem angefangenen Versuch, trotzdem blieb es kniffelig. Derart angespornt ging ich dann auch die letzten fünf Level an und spielte sie durch.

Also gleich zwei Spiele beendet heute, wenn das nichts ist. Und dann habe ich auch endlich mal die Serie NOS4A2 beendet, die ich vor einiger Zeit angefangen hatte. Kann man sich auch anschauen, müsste ich aber auch nicht unbedingt im Schrank stehen haben. Zachary Quinto reißt schon viel raus, auch wenn das Skript ihm nicht wahnsinnig viel Spielraum lässt.

Samstag, 18. Januar 2020

400 Posts!

Wow, da habe ich dann doch tatsächlich die 400 Posts erreicht. Nachdem ich mein Blog jahrelang vernachlässigt habe, hätte ich fast nicht mehr damit gerechnet, in diesen Bereich zu kommen. Fast schade, dass der 400. Beitrag so ein unschönes Thema behandelt hat, aber ich selektiere hier ja nicht die negativen Nachrichten aus. Auf zur halben Tausend!

Achievement unlocked!
400 Blog Posts (+40)

Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Sonntag, 10. November 2019

Schrott sei Dank!

Heute habe ich den dritten Teil der Deponia-Reihe beendet. Ursprünglich als letzter Teil der Trilogie angedacht, bekam die Reihe später doch noch einen Nachfolger in Form von Deponia Doomsday spendiert (welcher noch aussteht). Ich bin auch sehr gespannt, wie es in diesem vierten Teil weitergeht, denn der dritte endet doch recht... final, könnte man sagen.

So emotional das Ende dann auch war, gab es allerdings kurz vorher schon eine Szene, die mich recht überraschend ins Grübeln brachte. In dieser Szene ist Rufus, der Protagonist, in Verkleidung, dazu angehalten, vor den versammelten Mitgliedern des Organon (immerhin 11.000 Mann) eine Rede zu halten. Diese lässt sich per Auswahl verschiedener Dialogzeilen minimal anpassen und ist recht witzig, aber auch nicht ganz ohne eine gewisse Doppelbödigkeit (und damit ist natürlich nicht nur die offensichtliche Spaceballs-Anspielung gemeint).
Als die Beamten jubeln, meint man, die Situation sei gemeistert. Doch gefehlt, denn nun gilt es, die Organon-Hymne anzustimmen (ein harmloses Minigame, aber nett gemacht). Und genau diese Hymne ist es, die mich dann so traf. Der Text ist simpel (hier ein YouTube-Link), rückt aber genau dadurch noch einmal mit aller Klarheit das Schicksal dieser Truppen in den Fokus. Letztlich sind sie alle Klonsoldaten (ja, ja, die Spiele stecken voller popkultureller Anspielungen) mit dem einzigen Ziel, den Planeten zu sprengen, auf dem sie selbst stationiert sind. Ein sprichwörtliches, gigantisches Selbstmordkommando also.
Dieser riesige Männerchor, untermalt mit epischer (und melancholischer) Orchestermusik, hat direkt Bilder erzeugt in meiner Phantasie. Irgendwie scheint das einen Nerv getroffen zu haben, denn ich war tatsächlich ein bisschen mitgenommen von der Vorstellung, dass all diese Soldaten sich opfern sollten für den Start des Raumschiffs Elysium.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Thema, welches im Menü des Spiels zu hören ist, als ebendiese Hymne entpuppt. Da könnte man jetzt auch drüber nachdenken, ob und was das bedeuten könnte und sollte...

Wie auch immer, tolle, nein: Großartige Spiele! Ganz eindeutige Empfehlung - wer Adventures mag, muss sich die mal anschauen. Und ganz wichtig: Unbedingt die Kommentare von Poki anhören! Dazu sei nur so viel gesagt: Selbst dazu gibt es einen Mini-Soundtrack. Irre.

Sonntag, 9. Juni 2019

Missionsbericht von Commander Kugelsicher

Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet.
Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich.
Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg!


Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.



Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.

Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.

Freitag, 31. Mai 2019

Danke für die Nachricht!

Da bekomme ich heute doch eine Mail von meiner Hochschulverwaltung, in der steht, ich könne jetzt meine Unterlagen abholen, auch meine Bachelorurkunde und -zeugnis seien erstellt. Ich gebe zu, ich war im ersten Moment tatsächlich etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite natürlich erfreut, dass scheinbar alles gut gelaufen ist und meine Thesis offenbar für mindestens zufriedenstellend befunden wurde, auf der anderen Seite etwas genervt ob der fehlenden Benachrichtigung über die abschließende Benotung ebendieser Thesis.
Tja, als ich dann nachschaute, stellte ich zum einen fest, dass ich keine entsprechende Nachricht verpasst hatte - und zum anderen, dass meine Bachelorthesis nicht nur für zufriedenstellend, sondern offenbar für sehr geil befunden wurde. Zumindest ist das meine Interpretation des Ergebnisses von 1,0.

Und jetzt: Prost!

Samstag, 13. April 2019

It. Is. Done!

Welch geschichtsträchtiger Moment...
Freitag war spätester Abgabetermin für meine Bachelor-Thesis. Pflichtbewusst war ich sogar einen Tag früher dran und gab den Packen Papier (immerhin drei Ausführungen á 78 Seiten) am Donnerstag schon ab.
Das fertige Werk dann in ausgedruckter Form in den Händen zu halten war schon ein wenig surreal. Ich habe mir auch ein Exemplar für mich selbst drucken und binden lassen, damit ich mir in 50 Jahren nochmal durchlesen kann, was für einen Quatsch ich damals geschrieben habe.
Damit bin ich in der Theorie mit meinem Studium durch. Natürlich bleibt es spannend, bis die Benotung steht (wobei mein Prof schon vorsichtig optimistisch war), aber es fehlen keine Vorlesungen mehr oder dergleichen. Irre. Also heißt es jetzt:
PARTY! SEX! ALKOHOL!

...

Na ja, wohl eher Chillen auf dem Sofa, ein Glas Cola und eine Runde fünf gegen Willi. Aber ich würde ja...!

So sieht sowas also aus

Freitag, 15. Februar 2019

Überall hat's Türen...

Vor kurzem hatte Fanatical ein Bundle im Angebot, in dem insgesamt zehn Spiele gesammelt waren. Zwei dieser Spiele sind The Last Door und The Last Door: Season 2. Beide Teile waren in der Collector's Edition vertreten, was zusätzlich zum Spiel den Soundtrack beinhaltet. Das Bundle gab es zum Spottpreis von 3,19 €, was umgerechnet knapp 32 Cent pro Spiel macht.
Tatsächlich haben mich die anderen acht Titel nicht interessiert, sodass sie bei Steamgifts endeten. Das rausgerechnet komme ich auf 1,60 € für jedes der beiden übrig bleibenden Spiele, immer noch ein sehr guter Deal.

Und sehr gut trifft es auch... sehr gut - denn das sind die Spiele nämlich! Ich war anfangs etwas skeptisch, wurde aber sehr angenehm überrascht.
Die doch recht reduzierte, grob-pixelige Graphik schreckt mich als (immer noch) Fan von Spielen vergangener Tage ja sowieso nicht per se ab. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob die vom Trailer suggerierte Stimmung wirklich gut vermittelbar wäre auf diese Art. Spoiler: Klappt ziemlich gut, zumindest meiner Meinung nach.
Die tolle musikalische Untermalung und die Soundeffekte tragen ihren Teil dazu bei, dass eine düster-mysteriöse Spannung entsteht. Die zieht sich auch komplett durch, was das Erlebnis sehr stimmig macht. Gleich am Anfang des ersten Teils wird man schon ziemlich brutal eingestimmt, denn in der ersten Szene steuert man eine Figur, die sich erhängt.
Eine seichte, fröhlich-entspannte kleine Geschichte darf man also nicht erwarten. Dafür wird man für die paar Stündchen, die man mit den Spielen verbringt, sehr gut unterhalten. Sehr lang sind die Titel sicher nicht, auf der anderen Seite entstehen auch keine wirklichen Längen. Eine angenehm kurzweilige Unterhaltung, die man durchaus auch mit einem Gläschen eines leckeren Getränks genießen kann.

Freitag, 4. Januar 2019

Space Marine!

Heute habe ich doch tatsächlich auf Steam mein allererstes Level 5 Abzeichen erreicht.
Dem Winter Sale sei Dank habe ich durch Kartenverkäufe wieder ein paar Cent erwirtschaftet, die ich wiederum in andere Sammelkarten investieren konnte. Vorhin habe ich dann die letzten Karten kaufen können, um das Abzeichen zu Warhammer 40,000: Space Marine zum vierten und damit letzten Mal steigern zu können. In Summe hat das dann 500 Erfahrungspunkte eingebracht. Nett.


First Five

Über vier Jahre sind vergangen, seit Super Smash Bros. für Wii U und 3DS erschien. Mit den Spielen wurden die ersten der die komplette Kämpferriege umfassenden amiibo veröffentlicht. Insgesamt 62 dieser Figuren wurden produziert (und es kommen noch neue hinzu, dank Super Smash Bros. Ultimate), zu jedem Kämpfer eine - und teils sogar eine "Spieler 2-Version" (wie zum Beispiel ein Cloud Strife in der Final Fantasy VII-Version und einer in der Final Fantasy VII: Advent Children-Version).
Über die Jahre habe ich ein paar davon gesammelt (mittlerweile fast 20 Stück), bisher jedoch nicht einmal die ersten fünf der Serie komplettiert. Bis heute! Endlich habe ich Nummern 1 bis 5 vereint!
Da ich eh ein paar Kleinteile bei unser aller Lieblings-Onlinehändler bestellte, suchte ich noch nach etwas, um die Mindestsumme für kostenfreien Versand zu erreichen (ja, ich bin tatsächlich zu geizig für Prime). Dabei entdeckte ich einen passablen Preis für das letzte noch fehlende amiibo zur Fünferreihe, Donkey Kong. Nun kann ich also stolz die ersten fünf präsentieren:

Die Fab Five vereint

Nummer 6 (Fox) befindet sich auch schon in meiner Sammlung, danach allerdings erst wieder Nummer 15 (Luigi). Bis zur nächsten Fünferkette wird's also vermutlich noch etwas dauern... Dafür habe ich dann auch noch Zeit, eine akzeptable Präsentationslösung zu planen.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Ins Gesicht. Mit dem Armband.

Und zwar Sardius, dem ollen Dämonenfürsten. Der hat in Super Ghouls 'n Ghosts für das SNES nämlich die liebreizende Prinzessin Guinevere (oder Prin Prin im Original) entführt.
In der Rolle des Ritters Arthur muss sich der Spieler nun auf den Weg durch sieben Level (ja, sieben!) machen, um sie aus den Klauen des Bösen zu retten. Getreu der Ghosts 'n Goblins-Reihe gestaltet sich das allerdings alles andere als einfach und es stellt sich dem Spieler allerlei übles Gezeug in den Weg.
Allerdings findet man auf der Reise verschiedene Waffen und auch Rüstungen, durch welche man die Waffen verstärken oder sogar in Abhängigkeit von der getragenen Waffe unterschiedliche Zaubersprüche wirken kann. Meist liegen diese Gegenstände in Kisten, die aber wiederum oft erst durch bisweilen aberwitzige Sprungkombinationen erscheinen. Manchmal versteckt sich in einer der Kisten aber auch ein hinterhältiger Magier, der gestern liebevoll "Sir Arschloch" getauft wurde.
Am gestrigen Abend stand in der Bar Zum Tanzenden Einhorn nämlich wieder der Nerd-Stammtisch auf dem Plan, zu dem diesmal auch ein Kommilitone und ich uns gesellen wollten. Also haben wir uns dort getroffen, nachdem ich von der Arbeit kam.
Die Bar war, wie nicht anders zu erwarten, gut besucht, sodass wir fast Mühe hatten, uns noch zwei freie Stühle zu organisieren. Dann aber floss der erste Schluck Kirschmet und wir wohnten ein paar spannenden Street Fighter II-Duellen bei. Nach einer Weile wanderten die Controller auch in unsere Hände und wir prügelten uns erst ebenfalls durch ein paar Runden Street Fighter II und danach Mortal Kombat. Danach ging es mit Super Probotector: Alien Rebels (Contra III: The Alien Wars) weiter, wo wir dank - oder eher trotz - meiner Beteiligung auch ein paar Level schafften, bevor wir endgültig das zeitliche segneten.
Nach einer Sichtung der prall gefüllten Spieletasche des Barchefs, der nebenbei auch Besitzer des bereitgestellten SNES ist, und weiteren Gläsern Kirschmet sowie einer spontanen Runde Kniffel (bei der ich sogar siegreich war, weil ich tatsächlich einen Kniffel geworfen habe!) ging es dann wieder an die Konsole zurück. Dieses Mal steckte dann das eingangs erwähnte Super Ghouls 'n Ghosts im Schacht.
Bisher hatte ich das Spiel nur mittels Emulator vollständig durchgespielt, doch in dieser Nacht sollte ich es dann auch tatsächlich auf der Konsole schaffen. Die besondere Gemeinheit des Titels: Schafft man es zum ersten Mal, den vermeintlich letzten Boss zu besiegen, erscheint eine Nachricht der entführten Prinzessin, die den Spieler bittet, mit einer besonderen, magischen Waffe zurückzukehren, da nur mit dieser der Oberdämon besiegt werden kann. Danach startet der Spieler ohne Umschweife wieder im ersten Level des Spiels. Beim zweiten Durchgang zieht allerdings der Schwierigkeitsgrad an und man muss in einer der vielen Kisten eben die richtige Waffe (ein magisches Armband) finden - und darf sie auch nicht wieder verlieren, was leicht durch einen verunglückten Sprung passieren kann.
Auch sein Leben sollte man nicht zu oft verlieren, da sonst die gefürchteten Worte "Game over" auf dem Bildschirm erscheinen. Da lohnt es sich, die immer wieder herumliegenden und -hängenden Goldsäcke einzusammeln, um zusätzliche Wiederholungen für den Fall der Fälle parat zu haben. Das war auch bitter nötig, denn gerade im dritten Level verrauchten in der zweiten Runde so einige Leben in den höllischen Flammen.
In der fünften Welt passierte dann das, was nicht passieren sollte: Ich verlor das Armband, weil ich stürzte und so unfreiwillig eine andere Waffe aufsammelte. Bis zum Schluss durchwühlte ich vergeblich Kiste um Kiste und konnte das Armband nicht finden. So musste ich dann schlussendlich mehrere Leben freiwillig opfern, bis ich es endlich wieder mein Eigen nannte. Damit mussten dann noch die beiden Bosse der siebten Welt besiegt werden, was schon eine Herausforderung darstellte, bevor ich zum Endboss vorgelassen wurde.
Dieser forderte dann um kurz nach drei Uhr morgens noch einmal alles. Nachdem wir eigentlich schon längst gegangen sein wollten und auch der Barchef auf seinen Feierabend wartete, schaffte ich es - nach einem guten Tipp vom Barchef selbst, der auch einen Versuch gestartet hatte - schließlich doch noch, Sardius zu besiegen. Was für ein Sieg! Was für ein Erlebnis! Ich bin immer noch euphorisiert...

And they lived happily ever after...

Kurioses Highlight: In den Credits wird die Prinzessin nicht nur mit ihrem Originalnamen geführt, sondern auch ihre Maße werden angegeben: B88 W58 H90.

Sonntag, 25. Januar 2015

"Die haben doch alle keine Ahnung!"

Einer der ersten Sätze von Thomas Freeman aus Taking Down Hollywood, unserem Semesterstück. Nun finde ich mich selber wieder in der Rolle desjenigen, der keine Ahnung hat. Keine Ahnung, was oder wie er sich fühlen soll.

Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.

Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.

Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das  Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.

Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.

Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.

An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.

Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.

Samstag, 3. Januar 2015

Willkommen in der Zukunft!

Zumindest von vor ein paar Tagen aus gesehen. Da war noch letztes Jahr, also Vergangenheit. Nun ist wieder ein neues Jahr angefangen und damit auch wieder 365 Tage voller Möglichkeiten. Ich bin gespannt, was in diesem Jahr passieren wird und hoffe natürlich auf möglichst positive Entwicklungen.

Wobei ich schon mit einem kleinen Unfall gestartet bin, am Freitagmittag habe ich mir nämlich ein Messer in die Hand gerammt. Selbstverständlich unfreiwillig, doch nicht ohne einer gewissen Situationskomik zu entbehren. Leider auch ein wenig blutig und leicht schmerzhaft, sodass ich doch ärztlichen Rat ersuchte. Der fiel aber letzten Endes auch recht allgemein und wenig aufregend aus, sodass ich mir vorerst keine Sorgen um abfallende Finger machen muss. Übrigens steht im Bericht, dass der entstandene Schnitt circa sieben Millimeter lang ist. Da ist sie wieder...

Die nächsten Großereignisse kündigen sich schon langsam an: Zum einen wird das Theaterstück unseres Semesters Ende Januar aufgeführt, zum anderen geht direkt danach die Klausurenphase los. Darauf folgen wiederum zwei sehr unterschiedliche, wie auch sehnsüchtig erwartete Konzerte und in den Semesterferien werde ich mich wohl stark einem schon angefangenen Projekt widmen. Stay tuned!

P.S.: Mittlerweile sind die 40.000 Zugriffe überschritten! Woohoo! Achievement unlocked!

Mittwoch, 12. November 2014

Einmal durchs Memorabileum

So lautet der Titel einer Videoreihe, die ich schon länger plane und angehen möchte. Nun ist endlich das erste beziehungsweise das "nullte" Video fertig und online. Das Ergebnis darf sich HIER angeschaut werden.
Warum "nulltes" Video? Im allerersten Beitrag erzähle ich kurz ein, zwei Hintergründe und mache einen Schnelldurchgang durchs Memorabileum. Es geht also noch nicht um einen speziellen Bereich oder einzelne Objekte aus meiner Sammlung.
Ich hoffe, mit dem Video einen kleinen Vorgeschmack geben zu können und dass die eventuellen, technischen Unzulänglichkeiten nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Für konstruktive Kritik bin ich aber in jedem Fall dankbar.
Insofern wünsche ich viel Spaß beim Anschauen!

Dienstag, 30. September 2014

Back to work

So, ab jetzt heißt es für mich wieder: Ich gehe arbeiten. Nicht so regelmäßig wie zuvor an fünf (oder mehr) Tagen die Woche, das würde ja auch meinem Studium entgegenstehen, dennoch bin ich wieder berufstätig.
Noch habe ich ja nicht richtig angefangen, nach dem Infotag (ich berichtete) war ich gestern auf einer weiteren Veranstaltung (auch wieder in der Neuen Flora) und konnte heute direkt meinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Ein schickes, weißes Hemd (gekauft) und eine aubergine-farbene Hose (geliehen) gab's obendrauf, genau wie ein Namensschildchen (auch nur geliehen).
Mein allererster Einsatz wird schon nächste Woche stattfinden, (natürlich) am 07. Oktober. Dabei werde ich noch aus zweiter Reihe zuschauen und eventuell ein paar erste Schritte selbst machen, beim nächsten Termin bin ich dann aber schon voll dabei. Nach und nach arbeite ich mich dann in alle Bereiche ein und lerne die einzelnen Stationen genau kennen, damit ich flexibel auf allen Positionen einsetzbar bin. Ich bin gespannt, wie das so wird!

Mittwoch, 20. August 2014

Hateful Days

Leute mit denen ich schon etwas länger zu tun habe, könnten meine Einstellung zum Thema Valentinstag kennen: Eine Erfindung der Blumenläden, um auch ja nicht den kommerziellen Aspekt einer Beziehung zu vergessen. Ganz prima. Mit anderen Worten: Genau wie der Nazi-Feiertag Muttertag geht mir das so ziemlich am Arsch vorbei (mal ganz davon abgesehen, dass ich ja gar keine Beziehung habe).
In diesem Jahr allerdings habe ich dann doch ein wenig Geld ausgegeben (es war ein Freitag). Nicht für eine nicht vorhandene Freundin, sondern ganz egoistisch für mich selbst. Bei Steam. Passend zum Datum waren nämlich Analogue: A Hate Story und dessen Nachfolger Hate Plus als The Hateful Days Pair im Angebot, sogar mit den jeweiligen Soundtracks. Das Paket war mit nicht ganz zehn Euro sehr günstig bepreist, also habe ich zugegriffen.
Nun habe ich die beiden Titel auch endlich mal gespielt und bin begeistert. Man muss allerdings von vornherein wissen, was die "Spiele" ausmacht, denn typische Mechaniken und Interaktionsmöglichkeiten bieten die Titel nicht. Stattdessen fallen sie in die Kategorie "Visual Novel", es wird also hauptsächlich eine Geschichte erzählt, die größtenteils in Textform präsentiert wird. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas, Freunde der schnellen Action werden wohl eher gelangweilt sein. Ich dagegen finde diese Darstellungsform (auch der Abwechslung halber) gar nicht uninteressant und so machte ich mich dann an die Entdeckung der Geschichte.

Kurze Warnung: Ab hier folgen MASSIVE SPOILER! Nur als Info, falls sich jemand lieber selbst die Hintergrundgeschichte erarbeiten möchte.

Die Geschichte spielt kurz vor dem Jahr 5000 und man schlüpft in die Rolle eines als eher introvertiert vorgestellten Charakters, der auf einer Aufklärungsmission unterwegs ist. Um das Jahr 2450 herum wurde ein "Generationenschiff" namens Mugunghwa ins All geschickt, um neue Planetenkolonien zu erschließen. Auf dem gigantischen Schiff befanden sich, wie der Name andeutet, mehrere Generationen von Familien, um einen ausreichend diversifizierten Genpool für die dann neue Kolonie zur Verfügung zu stellen.
Zu dem Schiff brach nach einiger Zeit der Kontakt ab, danach war das Schiff verschwunden und tauchte eben erst tausende Jahre später wieder auf, ohne jedoch Kontakt aufzunehmen. Die Aufgabe des Spielers ist nun, herauszufinden, was genau an Bord der Mugunghwa passiert ist. Dies geschieht hauptsächlich durch das Lesen von Log-Einträgen verschiedenster Personen. Dabei wird der Spieler von KI-Konstrukten begleitet, welche die Einträge auch kommentieren. Teils durch das Lesen der Einträge, teils durch Gespräche mit den KI-Konstrukten werden neue Schriftstücke freigeschaltet, die nach und nach die tragische Geschichte des Schiffes erzählen, die schließlich in der Auslöschung der gesamten Bevölkerung mündet.

Analogue: A Hate Story startet damit, dass der Spieler an einem Terminal eine künstliche Intelligenz namens *Hyun-ae aktivieren muss, um Zugriff auf die Datenbank zu bekommen. Die KI begrüßt den Spieler dann auch und erklärt den simpel gehaltenen Zugriff auf die Log-Einträge des Schiffes. Das Interface ist rudimentär, so kann der Spieler zum Beispiel keine eigenen Eingaben machen und in Dialogen nur aus wenigen Optionen eine Auswahl treffen.
Von Anfang an ist klar, dass etwas geschehen sein muss, denn zum einen gibt es auf dem gesamten Schiff keine Anzeichen von Leben, zum anderen zeigen die Zeitstempel der Log-Einträge Jahreszahlen von circa 280 bis 322. Durch das Lesen der Einträge erschließt sich dem Spieler nach und nach das Bild einer von archaisch-patriarchalischen Zügen geprägten Gesellschaft, die auf neo-konfuzianistischen Idealen zu basieren scheint (in Anlehnung an die koreanische Joseon-Dynastie). Gleich zu Beginn wird man mit einem Zitat konfrontiert: Namjon yeobi; Men are honoured, women are abased. Bedeutet soviel wie: Männer werden verehrt, Frauen gedemütigt, was den Zustand der Gesellschaft an Bord aus der (westlichen) Sicht des Spielers recht gut zusammenfasst. *Hyun-ae steht dieser Haltung äußerst kritisch gegenüber, wie sie des Öfteren recht deutlich macht und auch den Spieler nach dessen Meinung fragt. Generell ist sie dem Spieler gegenüber sehr entgegenkommend eingestellt und freut sich über kritische Antworten auf ihre Fragen zu der Richtigkeit der gesellschaftlichen Ideale auf der Mugunghwa.
Es stellt sich heraus, dass sie eigentlich eine lebendige Person war, die in eine KI überführt wurde, als die gesamte Schiffsbesatzung starb und sie eine nicht unwichtige Rolle in der Geschichte des Untergangs spielte. Sie lag jahrhundertelang in einer kryogenischen Kapsel, da sie zu ihrer eigentlichen Lebenszeit unheilbar krank war. Ihr Vater hoffte, sie würde in einer Zeit erweckt werden, in der die Medizin sie heilen könnte. Sie wurde jedoch ein paar Jahre vor dem Untergang des Schiffes wieder erweckt, zu einer Zeit, in der sich die Medizin im Vergleich wieder zurückentwickelt hatte. So verschlechterte sich auch ihr Gesundheitszustand immer mehr zum Ende hin.
Durch das Aktivieren der zweiten KI des Schiffes, *Mute, erfährt der Spieler sehr schnell, dass Hyun-ae (also die Person, nicht die KI), für den Tod der letzten Menschen auf der Mugunghwa verantwortlich ist. *Mute sieht Hyun-ae (auch als KI) lediglich als Massenmörderin, ohne weitere Hintergründe oder zu Motive zu erfragen. *Mute ist allerdings auch den neo-konfuzianistischen Idealen der Gesellschaft sehr stark verbunden und verteidigt diese in ihren Kommentaren, beziehungsweise sieht die klare Rollenverteilung als gut und richtig an. Sie stellt dem Spieler eine Reihe von Fragen für *Hyun-ae zur Verfügung, um von dieser die Hintergründe zum Ende des Schiffes erfahren zu können.
Wechselt der Spieler dann wieder zu *Hyun-ae als aktive KI, kann er von ihr die ganze Geschichte lesen. Bleibt der Spieler bei *Mute als aktiver KI, kann er auf Nachfrage auch von ihr einzelne Log-Einträge bekommen, wodurch Hyun-aes wahren Motive aber im Dunkeln bleiben und die Ereignisse sehr einseitig dargestellt werden.
Durch eine nahende Reaktorschmelze muss der Spieler zwischendurch Energieressourcen umverteilen und den Reaktor abschalten, sodass am Ende nur noch genügend Energie für eine aktive KI bleibt. Diese Entscheidung beeinflusst natürlich auch, welchen Teil der Geschichte man erfahren kann (und erhöht nebenbei den Wiederspielwert). Es lohnt sich also durchaus - zumindest ab der Stelle des Spiels - mehrfach zu spielen.
Wählt man *Hyun-ae, so kann man einige ihrer Tagebucheinträge lesen, die ihre Probleme, sich in der für sie komplett unverständlichen Gesellschaft zurechtzufinden, widerspiegeln. Immer wieder gerät sie mit ihren Adoptiveltern in schwere Streitigkeiten; als diese sie als Konkubine an den Herrscher geben wollen, um sich ihren Familienstatus zu erhalten, gerät die Situation außer Kontrolle. In einem verzweifelten Versuch, sie ruhig zu stellen, schneiden ihre Adoptiveltern Hyun-ae die Zunge heraus. Auf diesem Trauma baut dann die zunehmende Introvertiertheit und geistige Zerrüttung Hyun-aes auf, die darin mündet, dass sie, nach dem zusätzlichen Verlust ihrer einzigen Freundin, die Lebenserhaltungssysteme des Schiffes abschaltet.
Sind alle Dokumente vom Spieler gelesen, folgt eine abschließende Unterhaltung mit der jeweiligen KI, die unter anderem die Frage beinhaltet, ob der Spieler die KI mit den gesammelten Dokumenten herunterlädt. Mit *Hyun-ae kann sich darüberhinaus eine ganz niedliche Situation ergeben, in der sie - bei entsprechender Sympathie über den Spielverlauf - dem Spieler ihre Liebe gesteht. Der Spieler kann nun zustimmend, ablehnend oder ausweichend reagieren, was sich dann auf die Endsequenz auswirkt (die allerdings nur aus einem Bild besteht).
Als zusätzlicher Gag besteht die Möglichkeit, durch einen kleinen Trick *Mute die Tagebucheinträge von Hyun-ae zu zeigen, um sie von deren Situation in Kenntnis zu setzen. Insbesondere der Eintrag, der von Hyun-aes Verletzung berichtet, veranlasst *Mute dann zum Zweifeln und sie tritt von ihrer gänzlich einseitigen Ansicht ein wenig zurück. Daraufhin tritt sie (sofern der Spieler die Voraussetzung geschaffen hat), mit *Hyun-ae in Kontakt und der Spieler bekommt die Möglichkeit, beide mitzunehmen.

Im Nachfolger, Hate Plus, kann der Spieler einen Spielstand aus Analogue importieren, um mit der gewählten KI weiterspielen zu können. Dabei werden auch Entscheidungen wie die Antwort auf *Hyun-aes Liebesgeständnis mit einbezogen.
Durch das Herunterladen der KI von der Mugunghwa auf den Schiffscomputer des Spielers findet die jeweilige KI heraus, dass in ihrem Code Daten versteckt sind, die das Format der Log-Einträge tragen, die man in Analogue lesen konnte. Allerdings tragen diese Zeitstempel, die zu der tatsächlichen Zeitrechnung der Spielwelt passen und somit vor das Ereignis, das zu der neuen Zeitrechnung an Bord des Schiffes geführt haben muss, datieren.
Über einen Verlauf von drei Tagen extrahiert der Spieler auf dem Rückweg zur Erde nach und nach die Log-Einträge, welche die Vorgeschichte der Gesellschaft erzählen, in der Hyun-ae wiedererweckt wurde. Dazu kann der Spieler maximal sechs Einträge auf mal extrahieren, was außerdem Energie verbraucht, die nach einer festgelegten Anzahl von Einträgen pro Tag erschöpft ist. Dann muss der Spieler das Schiff "über Nacht" herunterfahren und reale zwölf Stunden warten, um weiterspielen zu können.
Die Einträge befassen sich mit Einzelpersonen, deren Beziehungen und teils sexuellen Erfahrungen, sowie mit der politischen Situation an Bord der Mugunghwa. Über einen Zeitraum von grob sieben Jahren wird ausschnittsweise gezeigt, mit welchem Kalkül die Gesellschaft vom herrschenden Rat nach und nach verändert wird und sich die Macht mehr und mehr in einer Person versammelt.
Die Erzählungen münden in der Vereitlung der Verhaftung des Rats und dessen Vorsitzenden, der durch Verrat von der Verhaftung wusste und schon im Voraus Gegenmaßnahmen einleitete. In diesem Zuge werden auch die Erinnerungen von *Mute, der Sicherheits-KI, gelöscht und ihre Berechtigungen werden auf ein Minimum reduziert.
Für *Mute als Begleiterin ist diese Entdeckung katastrophal und nachdem man am dritten Tag das Spiel startet, hat sie ihre eigenen Erinnerungen gelöscht. In einem bewegenden Abschiedsbrief sieht sie sich selbst als einzigen Fehler, da schon ihre alte Version die Machtergreifung nicht verhindern konnte und auch sie das Schiff nicht vor Hyun-ae retten konnte. In der Folge kann man eine andere Version von *Mute wiederherstellen, die eher der "älteren" Version ähnelt. Die bekannte Variante bleibt aber verloren und man reist mit der neuen Version zur Erde.
*Hyun-ae als Begleiterin stellt zwischendurch immer mal wieder Fragen zu den gelesenen Einträgen, ihr Interesse gilt oftmals beziehungstechnischen Aspekten. Außerdem vermisst sie, trotz dessen Fragilität, ihren Körper und das Gefühl, etwas zu berühren und berührt zu werden. Dazu passend erhält der Spieler im Spiel eine eMail mit Informationen über einen künstlichen Körper. *Hyun-ae zeigt sich von der Idee sichtlich angetan und äußert mehrfach den Wunsch, wieder einen Körper zu besitzen, auch um mit dem Spieler mehr als nur rudimentär interagieren zu können. In dem Zuge fällt auch das Zitat:"Don't you ever feel really strongly, sometimes, that you just want a nice hug?" (passend dazu aus dem Soundtrack).
Auch der Spielstand mit beiden KIs lässt sich importieren, sodass beide zusammen die Log-Einträge kommentieren und die Dialoge auch beide mit einbeziehen. Dadurch nehmen einige Gespräche andere Wendungen und *Mute löscht am dritten Tag auch nicht ihre Erinnerungen, trotz der katastrophalen Entdeckungen.
Am Ende des Spiels werden in zwei, drei Standbildern kurze Ausblicke auf die Zukunft gezeigt, die der Spieler mit den KIs erlebt, die dann künstliche Körper besitzen.

Ach ja, und man kann mit *Hyun-ae Kuchen essen, nachdem sie einem zwei Rezepte vorgeschlagen hat. Hält man das ganze dann noch in einem Photo fest und schickt das an die Entwickler, kann man sogar ein Achievement freischalten. Ich warte noch auf die Antwort, aber hier ist schon mal das Photo.

Abschließend kann ich sagen, haben mir die beiden Spiele sehr viel Spaß gemacht. Die Präsentation und das beschränkte Interface waren mal eine ganz willkommene Abwechslung; ebenso erfreut war ich über die Möglichkeit, jederzeit speichern zu können und die Texte in meinem eigenen Tempo lesen zu können. Sehr schön finde ich auch den Soundtrack und wie einzelne Stücke die Stimmung passend zu verschiedenen Einträgen unterstreichen. Die Geschichte und die Dialoge fand ich sehr schön geschrieben und gerade bei der Textmenge erstaunlich fehlerfrei (auch wenn ich ein oder zwei Fehler dann doch gesehen habe). Auch die Themen, die angeschnitten werden, sind eher "erwachsener" Natur und werfen schon interessante Fragen auf. Gerne mehr davon!

Nachtrag: Nun ist heute (08.09.2014) auch endlich die Mail mit dem Code für das Achievement gekommen. Kindischer Unfug natürlich, aber ich habe nie behauptet, nicht kindisch zu sein. Und auf das mit dem Unfug gehe ich lieber gar nicht erst ein...