Heute gab es mal wieder ein Triple Feature. Ich war zu Besuch bei Freunden in meiner alten Heimat, Itzehoe, wo wir uns die gesamte Bad Boys-Reihe anschauten. Dies schloss natürlich auch einen Kinobesuch für den aktuellsten Teil, Bad Boys for Life, mit ein. So haben wir zu dritt um halb zwölf mit dem ersten Teil angefangen. Zwischendurch wurde Pizza bestellt, die wir während des zweiten Teils genossen, um dann gegen halb fünf in Richtung Kino aufzubrechen.
Nachdem ich den ersten Teil noch einigermaßen gut in Erinnerung hatte, merkte ich beim zweiten Teil, dass mir fast die komplette zweite Hälfte fehlte. Das war natürlich insofern gut, dass das filmische Erlebnis gleich ein noch besseres war.
Zu den älteren Filmen muss man sicher nicht mehr sagen, als es schon zuhauf zu finden gibt im Netz und sonstwo. Es sind halt Michael Bay-Filme, aber ich mag die Streifen. Klar kann man daran rumkritisieren und die auch gerne für kompletten Mist halten, ändert aber nichts an meiner Meinung. Leichte Unterhaltung ohne größeren Anspruch erwarte ich und das bekomme ich auch.
Der neue Teil nimmt sich da nicht aus und liefert eine gelungene Fortsetzung. Ein wenig schwierig ist es schon, für Mike eine komplett neue und bis dato unbekannte Hintergrundgeschichte zu liefern und ihm dann auch noch einen Sohn anzuhängen. Auf der anderen Seite gilt ja weiterhin die Maxime, leicht verdauliche Kost zu präsentieren. Trotzdem hält der dritte Teil ein paar emotionale Szenen bereit, die dem Gesamteindruck aber keinen Abbruch tun, im Gegenteil. Der recht plötzliche Tod von Captain Howard beispielsweise hat mich kurzzeitig wünschen lassen, dass kein weiterer Film mehr die Reihe fortsetzen möge (darüber bin ich dann aber wieder hinweg).
Alles in allem ein guter Actioner mit gewohnter Besetzung und einigen klasse Neuzugängen, bei dem auch der Humor wie immer nicht zu kurz kommt. Wenn man die ersten beiden mochte, sollte man sich auch den aktuellen Film nicht entgehen lassen.
Du hast also mein Blog gefunden. Ob durch Zufall oder Absicht, du bist jetzt hier. Bleib gerne ein Weilchen und schau dir an, was ich so zu virtuellem Papier gebracht habe. Das wird vermutlich nicht immer deinen Geschmack oder dein Interesse treffen. Vielleicht ist ja der eine oder andere Post dabei, der dich zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen bringt, dich zum Nachdenken anregt oder dich im Zweifel einfach nur verstört am Kopf kratzen lässt. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Rezipieren!
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Sonntag, 19. Januar 2020
Samstag, 4. Januar 2020
Mal ein kurzer Blick zurück
So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.
Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.
Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...
Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".
Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.
Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.
Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.
Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.
Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...
Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.
Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.
Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...
Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".
Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.
Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.
Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.
Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!
| Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller |
| Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display |
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.
Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.
| Woho, Black Betty! |
| Ich sagte ja - nützlich! |
Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.
Sonntag, 9. Juni 2019
Missionsbericht von Commander Kugelsicher
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| Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet. |
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| Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich. |
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| Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg! |
Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.
Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.
Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.
Sonntag, 27. Januar 2019
Old School Gaming
Gestern war ein guter Freund von mir zu Besuch, was immer schon an sich Grund zur Freude ist. Zusätzlich gefreut habe ich mich, mit ihm zusammen endlich mal ein nach heutigen Maßstäben praktisch uraltes Brettspiel anzuspielen, das ich vor Jahren mal erstanden hatte. Das Spiel heißt (im deutschen) StarQuest.
StarQuest stammt aus dem gleichen Hause wie HeroQuest und ist mehr oder minder die Science-Fiction-Version des Fantasytitels. Elitetruppen des Galaktischen Imperiums müssen an Bord von Raumwracks gegen Horden von "Robotlings" bestehen, um für Ordnung zu sorgen. Einer der Spieler übernimmt dabei immer die Rolle des Chaos und steuert besagte Robotlings (eine bunte Mischung aus Orks, Chaoskriegern und tatsächlichen Androiden), die anderen Spieler können aus drei Elitetruppen wählen, mit denen sie in den Kampf ziehen. Maximal vier Spieler sind also in einer Partie möglich. Das Spielbrett ist bedingt modular aufbaubar und sorgt zusammen mit dem Einsatzbuch, in dem zwölf Missionen beschrieben sind, für etwas Abwechslung.
Der Clou an der Sache ist die Lizenz, unter der das Spiel produziert wurde - bei sämtlichen Figuren handelt es sich nämlich um Adaptionen aus dem Warhammer 40.000-Universum von Games Workshop.
Im englischsprachigen Raum wurde das Spiel unter dem Titel Space Crusade veröffentlicht und nutzt dort die Namen von zum Beispiel den Ultramarines oder den Blood Angels. Im deutschen dagegen wurden die Space Marines umbenannt und durch die - bizarrerweise englische - Galaxy Safe Guard, kurz GSG ersetzt. Auch die gegnerischen Figuren, die offensichtlich teils organischer Natur sind, wurden kurzerhand alle zu androiden Lebensformen erklärt.
Das beste aber sind die Waffen: Im Regelbuch wird neben deren Funktion erklärt, dass sämtliche Waffen nicht tödlich sind. Während im englischen die Marines mit Sturmkanonen, Raketenwerfern und Plasmakanonen Jagd auf die außerirdische Bedrohung machen, sind es hierzulande "Nullzeit-Kanonen", "Holo-Werfer" und - mein persönlicher Favorit - "Black-Hole-Blaster". Die - garantiert nicht-tödlichen - Beschreibungen sorgten schon für den einen oder anderen Lacher, allzumal sämtliche Graphiken aus dem Original erhalten geblieben sind.
So erzeugt der Black-Hole-Blaster ein - ich zitiere - "räumlich begrenztes Schwarzes Loch, das die Getroffenen einsaugt und in einer fremden Parallelwelt wieder freigibt". Das klingt wirklich völlig ungefährlich. Dazu kommt, dass diese Waffe im Original eine Plasmakanone darstellt, die einen Strahl erzeugt, der in gerader Linie alles trifft, bis er von einer Wand aufgehalten wird. Das in ein "räumlich begrenztes Schwarzes Loch" umzusetzen fällt mir etwas schwer, das hätte beim Raketenwerfer vielleicht doch besser gepasst...
Nichtsdestotrotz ein launiges Spiel, mit dem man durchaus etwas Zeit verbringen kann. Was wir allerdings nach zumindest zwei Anläufen der ersten Mission gemerkt haben: Mit zwei Spielern kann sich das Spiel relativ zügig im Sinne des Chaos-Spielers entscheiden. Wir werden das noch weiter testen (und die Position tauschen, sodass ich dann die Marines spielen werde), um herauszufinden, ob auch ein einzelner Trupp Marines in der Lage ist, eine Mission zu schaffen, ohne sich zu sehr auf das Glück beim Würfeln oder das Verteilen der Gegner verlassen zu müssen. Bis dahin regiert das Chaos...
StarQuest stammt aus dem gleichen Hause wie HeroQuest und ist mehr oder minder die Science-Fiction-Version des Fantasytitels. Elitetruppen des Galaktischen Imperiums müssen an Bord von Raumwracks gegen Horden von "Robotlings" bestehen, um für Ordnung zu sorgen. Einer der Spieler übernimmt dabei immer die Rolle des Chaos und steuert besagte Robotlings (eine bunte Mischung aus Orks, Chaoskriegern und tatsächlichen Androiden), die anderen Spieler können aus drei Elitetruppen wählen, mit denen sie in den Kampf ziehen. Maximal vier Spieler sind also in einer Partie möglich. Das Spielbrett ist bedingt modular aufbaubar und sorgt zusammen mit dem Einsatzbuch, in dem zwölf Missionen beschrieben sind, für etwas Abwechslung.
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| Eine Szene zu Beginn der ersten Mission |
Der Clou an der Sache ist die Lizenz, unter der das Spiel produziert wurde - bei sämtlichen Figuren handelt es sich nämlich um Adaptionen aus dem Warhammer 40.000-Universum von Games Workshop.
Im englischsprachigen Raum wurde das Spiel unter dem Titel Space Crusade veröffentlicht und nutzt dort die Namen von zum Beispiel den Ultramarines oder den Blood Angels. Im deutschen dagegen wurden die Space Marines umbenannt und durch die - bizarrerweise englische - Galaxy Safe Guard, kurz GSG ersetzt. Auch die gegnerischen Figuren, die offensichtlich teils organischer Natur sind, wurden kurzerhand alle zu androiden Lebensformen erklärt.
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| Die Imperial Fists - Entschuldigung, die GSG-Musketiere - kurz vor Missionsbeginn |
Das beste aber sind die Waffen: Im Regelbuch wird neben deren Funktion erklärt, dass sämtliche Waffen nicht tödlich sind. Während im englischen die Marines mit Sturmkanonen, Raketenwerfern und Plasmakanonen Jagd auf die außerirdische Bedrohung machen, sind es hierzulande "Nullzeit-Kanonen", "Holo-Werfer" und - mein persönlicher Favorit - "Black-Hole-Blaster". Die - garantiert nicht-tödlichen - Beschreibungen sorgten schon für den einen oder anderen Lacher, allzumal sämtliche Graphiken aus dem Original erhalten geblieben sind.
So erzeugt der Black-Hole-Blaster ein - ich zitiere - "räumlich begrenztes Schwarzes Loch, das die Getroffenen einsaugt und in einer fremden Parallelwelt wieder freigibt". Das klingt wirklich völlig ungefährlich. Dazu kommt, dass diese Waffe im Original eine Plasmakanone darstellt, die einen Strahl erzeugt, der in gerader Linie alles trifft, bis er von einer Wand aufgehalten wird. Das in ein "räumlich begrenztes Schwarzes Loch" umzusetzen fällt mir etwas schwer, das hätte beim Raketenwerfer vielleicht doch besser gepasst...
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| Noch ist alles ruhig... |
Nichtsdestotrotz ein launiges Spiel, mit dem man durchaus etwas Zeit verbringen kann. Was wir allerdings nach zumindest zwei Anläufen der ersten Mission gemerkt haben: Mit zwei Spielern kann sich das Spiel relativ zügig im Sinne des Chaos-Spielers entscheiden. Wir werden das noch weiter testen (und die Position tauschen, sodass ich dann die Marines spielen werde), um herauszufinden, ob auch ein einzelner Trupp Marines in der Lage ist, eine Mission zu schaffen, ohne sich zu sehr auf das Glück beim Würfeln oder das Verteilen der Gegner verlassen zu müssen. Bis dahin regiert das Chaos...
Freitag, 4. Januar 2019
Shark Attack
Mir fällt auf, ich habe meinen neuen Mitbewohner noch gar nicht richtig vorgestellt. Zeit, das zu ändern!
Sein Name ist Frank (englisch gesprochen) und er lebt jetzt seit einer knappen Woche bei mir. An sich ist er ein ganz distinguierter Typ, recht genügsam, still - pflegeleicht, könnte man sagen. Wenn er will, kann er auch ein ganz schön mieser Sack sein und alte Omas schubsen, rumpöbeln und Kindern Lollies klauen. Aber er ist dabei einfach so flauschig, dass man ihm unmöglich böse sein kann. Ach ja - und er ist ein Hai. Ein Blåhaj, um genau zu sein.
Als ich entdeckte, wie populär diese Hai-Art mittlerweile durch die oft absurde oder skurrile Inszenierung geworden war, keimte in mir der Wunsch auf, auch einen Artgenossen bei mir aufzunehmen. Ich beging dann den "Fehler", dies gegenüber Freunden zu erwähnen, was gerne zu Kettenreaktionen führt (ich erinnere mich da an eine ganz bestimmte Jacke...). Tja, und seit dem III. Weihnachtstag 2018 wohnt dann halt ein Hai bei mir.
Nachdem Namen wie Hainz, Haiko, Igor oder Lord Sharkness abgelehnt wurden, blieb ich schließlich bei dem jetzigen Frank hängen. Gerade eben fällt mir Frank Drebin ein, herrlich...
Ein blödes Wortspiel muss noch sein:
Sein Name ist Frank (englisch gesprochen) und er lebt jetzt seit einer knappen Woche bei mir. An sich ist er ein ganz distinguierter Typ, recht genügsam, still - pflegeleicht, könnte man sagen. Wenn er will, kann er auch ein ganz schön mieser Sack sein und alte Omas schubsen, rumpöbeln und Kindern Lollies klauen. Aber er ist dabei einfach so flauschig, dass man ihm unmöglich böse sein kann. Ach ja - und er ist ein Hai. Ein Blåhaj, um genau zu sein.
Als ich entdeckte, wie populär diese Hai-Art mittlerweile durch die oft absurde oder skurrile Inszenierung geworden war, keimte in mir der Wunsch auf, auch einen Artgenossen bei mir aufzunehmen. Ich beging dann den "Fehler", dies gegenüber Freunden zu erwähnen, was gerne zu Kettenreaktionen führt (ich erinnere mich da an eine ganz bestimmte Jacke...). Tja, und seit dem III. Weihnachtstag 2018 wohnt dann halt ein Hai bei mir.
Nachdem Namen wie Hainz, Haiko, Igor oder Lord Sharkness abgelehnt wurden, blieb ich schließlich bei dem jetzigen Frank hängen. Gerade eben fällt mir Frank Drebin ein, herrlich...
Ein blödes Wortspiel muss noch sein:
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| Hai Five! |
Sonntag, 25. Januar 2015
"Die haben doch alle keine Ahnung!"
Einer der ersten Sätze von Thomas Freeman aus Taking Down Hollywood, unserem Semesterstück. Nun finde ich mich selber wieder in der Rolle desjenigen, der keine Ahnung hat. Keine Ahnung, was oder wie er sich fühlen soll.
Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.
Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.
Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.
Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.
Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.
An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.
Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.
Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.
Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.
Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.
Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.
Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.
An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.
Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.
Samstag, 3. Januar 2015
Willkommen in der Zukunft!
Zumindest von vor ein paar Tagen aus gesehen. Da war noch letztes Jahr, also Vergangenheit. Nun ist wieder ein neues Jahr angefangen und damit auch wieder 365 Tage voller Möglichkeiten. Ich bin gespannt, was in diesem Jahr passieren wird und hoffe natürlich auf möglichst positive Entwicklungen.
Wobei ich schon mit einem kleinen Unfall gestartet bin, am Freitagmittag habe ich mir nämlich ein Messer in die Hand gerammt. Selbstverständlich unfreiwillig, doch nicht ohne einer gewissen Situationskomik zu entbehren. Leider auch ein wenig blutig und leicht schmerzhaft, sodass ich doch ärztlichen Rat ersuchte. Der fiel aber letzten Endes auch recht allgemein und wenig aufregend aus, sodass ich mir vorerst keine Sorgen um abfallende Finger machen muss. Übrigens steht im Bericht, dass der entstandene Schnitt circa sieben Millimeter lang ist. Da ist sie wieder...
Die nächsten Großereignisse kündigen sich schon langsam an: Zum einen wird das Theaterstück unseres Semesters Ende Januar aufgeführt, zum anderen geht direkt danach die Klausurenphase los. Darauf folgen wiederum zwei sehr unterschiedliche, wie auch sehnsüchtig erwartete Konzerte und in den Semesterferien werde ich mich wohl stark einem schon angefangenen Projekt widmen. Stay tuned!
P.S.: Mittlerweile sind die 40.000 Zugriffe überschritten! Woohoo! Achievement unlocked!
Wobei ich schon mit einem kleinen Unfall gestartet bin, am Freitagmittag habe ich mir nämlich ein Messer in die Hand gerammt. Selbstverständlich unfreiwillig, doch nicht ohne einer gewissen Situationskomik zu entbehren. Leider auch ein wenig blutig und leicht schmerzhaft, sodass ich doch ärztlichen Rat ersuchte. Der fiel aber letzten Endes auch recht allgemein und wenig aufregend aus, sodass ich mir vorerst keine Sorgen um abfallende Finger machen muss. Übrigens steht im Bericht, dass der entstandene Schnitt circa sieben Millimeter lang ist. Da ist sie wieder...
Die nächsten Großereignisse kündigen sich schon langsam an: Zum einen wird das Theaterstück unseres Semesters Ende Januar aufgeführt, zum anderen geht direkt danach die Klausurenphase los. Darauf folgen wiederum zwei sehr unterschiedliche, wie auch sehnsüchtig erwartete Konzerte und in den Semesterferien werde ich mich wohl stark einem schon angefangenen Projekt widmen. Stay tuned!
P.S.: Mittlerweile sind die 40.000 Zugriffe überschritten! Woohoo! Achievement unlocked!
Montag, 29. Dezember 2014
Jahresendzeitfeierlichkeiten
Und schon ist die Weihnachtszeit wieder vorbei. Ganz schön was losgewesen, teils. Was ich noch zusammenbekomme (ich werde ja auch nicht jünger), schreibe ich hier einfach mal zusammen.
Der 24. Dezember wird bei mir traditionell bei der Familie verbracht, am vergangenen Mittwoch ging es also nach Itzehoe (spricht man nicht als ö). Leider fing der Tag nicht so prickelnd an, trotz Hetze meinerseits kam ich dann doch später an als ursprünglich geplant. Die S-Bahn war nämlich scheinbar schon in Festtagsstimmung und brauchte gefühlt 20 Minuten, um von der Elbgaustraße wegzukommen. Resultat war, dass ich fast eine ganze Stunde in Pinneberg warten durfte, da mein Regionalzug natürlich lange weg war, als ich eintraf.
Pinneberg. An Heiligabend. Ich dachte kurz an die Dickens'sche Weihnachtsgeschichte und den Geist der zukünftigen Weihnacht, als ich so durch die menschenleeren Straßen schlurfte, um nicht am Bahnhof selbst warten zu müssen. Mit sehr viel Glück konnte ich immerhin noch einen Cappuccino auftreiben, den ich aber vor der Tür trinken musste. Wenigstens hatte der Laden eine Markise, was das einsetzende Tröpfeln ein wenig aushaltbarer machte.
Irgendwann kam dann meine Bahn, in der ich kurzzeitig den Verschluss meines Ohrsteckers verlor. Erst dachte ich schon, er wäre komplett verschwunden, aber dann fand ich ihn zufällig zwischen Sitz und Außenwand.
Zuhause angekommen freute sich der kleine Hund wie auch der Rest der Familie und es gab schon mal ein Käffchen vorweg. Wenig später dann Würste zur Stärkung und anschließend Berliner. Währenddessen öffnete ich auch mein Päckchen, welches den letzten Tag meines Adventskalenders markierte. Darin befand sich ein kleiner LEGO Star Wars-Bausatz (der Clone Turbo Tank aus der Microfighters-Reihe, um genau zu sein). Bei den Berlinern eskalierte eine strittige Situation temporär, wobei ich ausnahmsweise völlig unbeteiligt war. Glücklicherweise beruhigte sich das Ganze durch eine räumliche Trennung aber wieder, sodass wir schließlich den Weihnachtsbaum schmücken konnten (ich wurde in meiner anfänglichen Arbeit allerdings behindert, sodass er vollkommen unsymmetrisch und überschmückt ist, seufz).
In diesem Jahr ein Novum: Es gab kein Fondue am Abend, sondern mal ganz klassisch Gans, an der meine Mutter sich versucht hatte. Natürlich ein riesiger Aufwand, optisch aber auf jeden Fall schon beeindruckend. Ich hatte fix noch dreierlei Mousse zubereitet (nicht selbstgemacht, zugegeben, aber immerhin), die dann später als Dessert serviert wurde. Leider stellte sich heraus, dass an der Gans insgesamt vergleichsweise wenig Fleisch hing. Der Teil, den ich gegessen habe, war aber zumindest sehr lecker.
Um und bei um Mitternacht fing dann auch tatsächlich noch die Bescherung an. Wie zuvor würfelten wir aus, wer schenken oder sich beschenken lassen durfte, bis alles vergeben war. Was eine Weile dauerte, wir saßen bis fast drei Uhr zusammen. Es gab natürlich immer mal wieder Unterbrechungen wegen Toilettengängen oder Lobeshymnen auf die tollen Geschenkideen (mal ehrlich, eine Gesäßcreme verdient auch schon eine anständige Würdigung) und es wurde fast immer brav gewartet, bis der zuvor Beschenkte fertig war mit Auspacken.
Auch ich wurde reichlich bedacht und kann jetzt ein LEGO Ecto-1 mein Eigen nennen, wozu sich noch eine Videobearbeitungssoftware, ein Buch zum Thema Spieleentwicklung mit Unity, 47 Ronin und R.E.D. 1 & 2 jeweils im Steelbook, ein witziges Kartenspiel namens Boss Monster sowie ein reich gefüllter Fresskorb gesellen.
Da ich über Nacht bei meiner Familie blieb, startete auch der folgende Tag in meiner Geburtsstadt. Nach einem ordentlichen Frühstück konnte ich wie üblich noch bei ein, zwei Computerfragen unterstützen.
Ansonsten ließen wir den Tag relativ entspannt ausklingen, bis mich ein alter Kumpel abends abholte, mit dem es dann in die Lauschbar (den ehemaligen Goosmarkt) ging. Bisher war die Tradition, den ersten Weihnachtsfeiertag in der Kleinen Paaschburg einzukehren, an mir vorbeigegangen. Dort trafen wir dann im Laufe des Abends noch weitere alte Bekannte, mit denen das eine oder andere Bierchen getrunken wurde. Ziemlich unerwartet kamen während der sich entwickelnden Gespräche von einem Mitglied der Runde ein paar echte Weisheiten und offene Geständnisse. Das war in der Tat beeindruckend. Insgesamt aber befand sich das Niveau in gewohntem Tiefflug und versuchte recht erfolglos, den blöden Sprüchen und schlechten Witzen auszuweichen.
Später in der Nacht machte ich mich dann schließlich mit Sack und Pack auf den Weg zum Bahnhof und somit wieder nach Hause.
Für den 26. Dezember hatte ich mich bereit erklärt zu arbeiten, und so trat ich dann abends auch meinen Dienst in der Neuen Flora an. An diesem Abend kümmerte ich mich um die Open Bar-Gäste (also diejenigen mit einem Extra-Ticket, mit dem es fast alle Getränke gratis gibt), von denen insgesamt 17 in acht Grüppchen zu Gast im Theater waren. Die Einlassphase war dabei gar nicht wenig anstrengend, die Gäste waren aber allesamt sehr entspannt und gut drauf. Für die Pause zwischen den beiden Akten konnte ich die Reservierungen auch noch rechtzeitig abschließen, sodass die Pause selbst ziemlich ruhig verlief. Am Ende der Pause hatte ich sogar hier und da Trinkgeld bekommen und beim Nachzählen kam ich (natürlich) auf eine bekannte Zahl, sieben Euro waren es dann zusammen.
Zum mittlerweile neunten Mal wurde dann auch der III. Weihnachtstag am 27.12. begangen. Am frühen Nachmittag setzte ich mich wieder in die Bahn in Richtung alte Heimat, dort angekommen bereiteten Markus und ich zuallererst das Essen vor - wie es der Zufall wollte, gab es leckere Tortilla Wraps. Zu meiner Überraschung präsentierte Markus dabei noch leckere Cadillac-Fruchtgummis.
Nachdem der Pflichtteil erledigt war, ging es in den Keller und wir starteten mit zünftigen Prügeleien in Super Smash Bros. for Wii U. Ich schlug mich anfangs sogar noch recht gut (welch Wortspiel), nach und nach wuchs die Zahl meiner Siege aber deutlich langsamer. Von den unglaublich vielen Spielmodi probierten wir ein paar aus und konnten sogar noch zwei, drei Charaktere freischalten sowie etliche Trophäen und Items ergattern. Mit dem Spiel kann man sich definitiv eine sehr lange Zeit beschäftigen, bevor man wirklich alles gesehen, gespielt und freigeschaltet hat.
Der Rest von Markus' Familie war noch bei Verwandten, nach deren Rückkehr veranstalteten wir eine kleine Bescherung. Ich bekam ein paar sehr schöne und mit einem weißen Rahmen sehr edle Photos, ein Cookie-Glas (in dem sich auch noch eine (stark schrumpfende) Menge Cookies befinden). Dann wurde ein Paket auf den Tisch gestellt, aus dem ich erst eine Nachricht zog, bevor ich es öffnete und darin (wiederum verpackt) ein Ticket für das Sommerkonzert von Scooter im nächsten fand. Meine Begeisterung war (und ist) entsprechend groß, da ich fast nicht damit gerechnet hätte, dabei sein zu können. Hyper Hyper! Für die Kids und deren Eltern gab es von meiner Seite natürlich auch ein paar Kleinigkeiten. Bei dem Geschenk für Markus handelte es sich um einen Holzdruck des Covers vom ersten Super Mario Bros. für das NES in 40 x 60 cm. Nach dem Auspacken wurde das edle Stück dann auch gleich feierlich im Spielzimmer aufgehängt, mit der Bemerkung von mir, Platz für eine mögliche Erweiterung zu lassen.
Danach gaben wir uns oder Computergegnern weiter ordentlich auf die Mütze, bis wir irgendwann zu Rayman Legends wechselten. Zwischendurch versorgten wir uns stets gesund mit Kinder Riegeln, weißen duplo, Pringles, Coca Cola und als das erste Heineken geöffnet wurde, kam der Flaschenbart ins Spiel. Eine sehr lustige Erfindung, die ich auch noch nicht gesehen hatte vorher. Ein Silikonbart an einem Ring, den man einfach über den Flaschenhals zieht und danach stilecht sein Bier genießt. Großartige Sache!
Mit Rayman verbrachten wir dann die weitere Nacht und hatten richtig viel Spaß dabei. In dem Spiel stecken einfach so viele Ideen, da machen andere Leute mehrere Spiele draus. Am meisten Laune machen die Musiklevel am Ende einer Welt, die in den meisten Fällen einem bekannten Song nachempfunden sind. Am Ende der ersten Welt erwartete uns zum Beispiel ein Cover von Black Betty von Ram Jam, zu dem wir uns im Takt durch den Level bewegen mussten. Macht tierisch Spaß, erst recht wenn man die Stücke (er)kennt. Davon könnten gerne noch viel mehr Level im Spiel sein.
Am nächsten Tag konnten wir noch ein paar Level mehr spielen und so sind wir schon ziemlich weit gekommen im Verlauf. Allerdings steckt ja noch ein Großteil des Vorgängers Origins mit in Legends, dazu gesellen sich noch tägliche Herausforderungen, Time Trials, und und und. Auch sehr viel Spielspaß fürs Geld - noch dazu ist der Preis angenehm niedrig.
Abends wollten wir uns alle noch eine Feuerwerksveranstaltung in der Nähe anschauen, aufgrund des dort herrschenden Chaos und der damit einhergehenden, berechtigten Bedenken änderte sich der Plan aber spontan wieder. So genossen wir dann noch selbstgemachte Eisbombe und schauten uns ein ziemlich episches Feuerwerksvideo an. So ging dann auch dieser Abend zu Ende und ich pendelte wieder zurück nach Hause.
Morgen geht es noch arbeiten und am Mittwoch ist dann ja schon wieder der letzte Tag des Jahres. Kinder, wie die Zeit vergeht. Apropos Zeit: Zeit für einen gemütlichen Filmabend mit den alten Knackern aus R.E.D. 2.
Der 24. Dezember wird bei mir traditionell bei der Familie verbracht, am vergangenen Mittwoch ging es also nach Itzehoe (spricht man nicht als ö). Leider fing der Tag nicht so prickelnd an, trotz Hetze meinerseits kam ich dann doch später an als ursprünglich geplant. Die S-Bahn war nämlich scheinbar schon in Festtagsstimmung und brauchte gefühlt 20 Minuten, um von der Elbgaustraße wegzukommen. Resultat war, dass ich fast eine ganze Stunde in Pinneberg warten durfte, da mein Regionalzug natürlich lange weg war, als ich eintraf.
Pinneberg. An Heiligabend. Ich dachte kurz an die Dickens'sche Weihnachtsgeschichte und den Geist der zukünftigen Weihnacht, als ich so durch die menschenleeren Straßen schlurfte, um nicht am Bahnhof selbst warten zu müssen. Mit sehr viel Glück konnte ich immerhin noch einen Cappuccino auftreiben, den ich aber vor der Tür trinken musste. Wenigstens hatte der Laden eine Markise, was das einsetzende Tröpfeln ein wenig aushaltbarer machte.
Irgendwann kam dann meine Bahn, in der ich kurzzeitig den Verschluss meines Ohrsteckers verlor. Erst dachte ich schon, er wäre komplett verschwunden, aber dann fand ich ihn zufällig zwischen Sitz und Außenwand.
Zuhause angekommen freute sich der kleine Hund wie auch der Rest der Familie und es gab schon mal ein Käffchen vorweg. Wenig später dann Würste zur Stärkung und anschließend Berliner. Währenddessen öffnete ich auch mein Päckchen, welches den letzten Tag meines Adventskalenders markierte. Darin befand sich ein kleiner LEGO Star Wars-Bausatz (der Clone Turbo Tank aus der Microfighters-Reihe, um genau zu sein). Bei den Berlinern eskalierte eine strittige Situation temporär, wobei ich ausnahmsweise völlig unbeteiligt war. Glücklicherweise beruhigte sich das Ganze durch eine räumliche Trennung aber wieder, sodass wir schließlich den Weihnachtsbaum schmücken konnten (ich wurde in meiner anfänglichen Arbeit allerdings behindert, sodass er vollkommen unsymmetrisch und überschmückt ist, seufz).
In diesem Jahr ein Novum: Es gab kein Fondue am Abend, sondern mal ganz klassisch Gans, an der meine Mutter sich versucht hatte. Natürlich ein riesiger Aufwand, optisch aber auf jeden Fall schon beeindruckend. Ich hatte fix noch dreierlei Mousse zubereitet (nicht selbstgemacht, zugegeben, aber immerhin), die dann später als Dessert serviert wurde. Leider stellte sich heraus, dass an der Gans insgesamt vergleichsweise wenig Fleisch hing. Der Teil, den ich gegessen habe, war aber zumindest sehr lecker.
Um und bei um Mitternacht fing dann auch tatsächlich noch die Bescherung an. Wie zuvor würfelten wir aus, wer schenken oder sich beschenken lassen durfte, bis alles vergeben war. Was eine Weile dauerte, wir saßen bis fast drei Uhr zusammen. Es gab natürlich immer mal wieder Unterbrechungen wegen Toilettengängen oder Lobeshymnen auf die tollen Geschenkideen (mal ehrlich, eine Gesäßcreme verdient auch schon eine anständige Würdigung) und es wurde fast immer brav gewartet, bis der zuvor Beschenkte fertig war mit Auspacken.
Auch ich wurde reichlich bedacht und kann jetzt ein LEGO Ecto-1 mein Eigen nennen, wozu sich noch eine Videobearbeitungssoftware, ein Buch zum Thema Spieleentwicklung mit Unity, 47 Ronin und R.E.D. 1 & 2 jeweils im Steelbook, ein witziges Kartenspiel namens Boss Monster sowie ein reich gefüllter Fresskorb gesellen.
Da ich über Nacht bei meiner Familie blieb, startete auch der folgende Tag in meiner Geburtsstadt. Nach einem ordentlichen Frühstück konnte ich wie üblich noch bei ein, zwei Computerfragen unterstützen.
Ansonsten ließen wir den Tag relativ entspannt ausklingen, bis mich ein alter Kumpel abends abholte, mit dem es dann in die Lauschbar (den ehemaligen Goosmarkt) ging. Bisher war die Tradition, den ersten Weihnachtsfeiertag in der Kleinen Paaschburg einzukehren, an mir vorbeigegangen. Dort trafen wir dann im Laufe des Abends noch weitere alte Bekannte, mit denen das eine oder andere Bierchen getrunken wurde. Ziemlich unerwartet kamen während der sich entwickelnden Gespräche von einem Mitglied der Runde ein paar echte Weisheiten und offene Geständnisse. Das war in der Tat beeindruckend. Insgesamt aber befand sich das Niveau in gewohntem Tiefflug und versuchte recht erfolglos, den blöden Sprüchen und schlechten Witzen auszuweichen.
Später in der Nacht machte ich mich dann schließlich mit Sack und Pack auf den Weg zum Bahnhof und somit wieder nach Hause.
Für den 26. Dezember hatte ich mich bereit erklärt zu arbeiten, und so trat ich dann abends auch meinen Dienst in der Neuen Flora an. An diesem Abend kümmerte ich mich um die Open Bar-Gäste (also diejenigen mit einem Extra-Ticket, mit dem es fast alle Getränke gratis gibt), von denen insgesamt 17 in acht Grüppchen zu Gast im Theater waren. Die Einlassphase war dabei gar nicht wenig anstrengend, die Gäste waren aber allesamt sehr entspannt und gut drauf. Für die Pause zwischen den beiden Akten konnte ich die Reservierungen auch noch rechtzeitig abschließen, sodass die Pause selbst ziemlich ruhig verlief. Am Ende der Pause hatte ich sogar hier und da Trinkgeld bekommen und beim Nachzählen kam ich (natürlich) auf eine bekannte Zahl, sieben Euro waren es dann zusammen.
Zum mittlerweile neunten Mal wurde dann auch der III. Weihnachtstag am 27.12. begangen. Am frühen Nachmittag setzte ich mich wieder in die Bahn in Richtung alte Heimat, dort angekommen bereiteten Markus und ich zuallererst das Essen vor - wie es der Zufall wollte, gab es leckere Tortilla Wraps. Zu meiner Überraschung präsentierte Markus dabei noch leckere Cadillac-Fruchtgummis.
Nachdem der Pflichtteil erledigt war, ging es in den Keller und wir starteten mit zünftigen Prügeleien in Super Smash Bros. for Wii U. Ich schlug mich anfangs sogar noch recht gut (welch Wortspiel), nach und nach wuchs die Zahl meiner Siege aber deutlich langsamer. Von den unglaublich vielen Spielmodi probierten wir ein paar aus und konnten sogar noch zwei, drei Charaktere freischalten sowie etliche Trophäen und Items ergattern. Mit dem Spiel kann man sich definitiv eine sehr lange Zeit beschäftigen, bevor man wirklich alles gesehen, gespielt und freigeschaltet hat.
Der Rest von Markus' Familie war noch bei Verwandten, nach deren Rückkehr veranstalteten wir eine kleine Bescherung. Ich bekam ein paar sehr schöne und mit einem weißen Rahmen sehr edle Photos, ein Cookie-Glas (in dem sich auch noch eine (stark schrumpfende) Menge Cookies befinden). Dann wurde ein Paket auf den Tisch gestellt, aus dem ich erst eine Nachricht zog, bevor ich es öffnete und darin (wiederum verpackt) ein Ticket für das Sommerkonzert von Scooter im nächsten fand. Meine Begeisterung war (und ist) entsprechend groß, da ich fast nicht damit gerechnet hätte, dabei sein zu können. Hyper Hyper! Für die Kids und deren Eltern gab es von meiner Seite natürlich auch ein paar Kleinigkeiten. Bei dem Geschenk für Markus handelte es sich um einen Holzdruck des Covers vom ersten Super Mario Bros. für das NES in 40 x 60 cm. Nach dem Auspacken wurde das edle Stück dann auch gleich feierlich im Spielzimmer aufgehängt, mit der Bemerkung von mir, Platz für eine mögliche Erweiterung zu lassen.
Danach gaben wir uns oder Computergegnern weiter ordentlich auf die Mütze, bis wir irgendwann zu Rayman Legends wechselten. Zwischendurch versorgten wir uns stets gesund mit Kinder Riegeln, weißen duplo, Pringles, Coca Cola und als das erste Heineken geöffnet wurde, kam der Flaschenbart ins Spiel. Eine sehr lustige Erfindung, die ich auch noch nicht gesehen hatte vorher. Ein Silikonbart an einem Ring, den man einfach über den Flaschenhals zieht und danach stilecht sein Bier genießt. Großartige Sache!
Mit Rayman verbrachten wir dann die weitere Nacht und hatten richtig viel Spaß dabei. In dem Spiel stecken einfach so viele Ideen, da machen andere Leute mehrere Spiele draus. Am meisten Laune machen die Musiklevel am Ende einer Welt, die in den meisten Fällen einem bekannten Song nachempfunden sind. Am Ende der ersten Welt erwartete uns zum Beispiel ein Cover von Black Betty von Ram Jam, zu dem wir uns im Takt durch den Level bewegen mussten. Macht tierisch Spaß, erst recht wenn man die Stücke (er)kennt. Davon könnten gerne noch viel mehr Level im Spiel sein.
Am nächsten Tag konnten wir noch ein paar Level mehr spielen und so sind wir schon ziemlich weit gekommen im Verlauf. Allerdings steckt ja noch ein Großteil des Vorgängers Origins mit in Legends, dazu gesellen sich noch tägliche Herausforderungen, Time Trials, und und und. Auch sehr viel Spielspaß fürs Geld - noch dazu ist der Preis angenehm niedrig.
Abends wollten wir uns alle noch eine Feuerwerksveranstaltung in der Nähe anschauen, aufgrund des dort herrschenden Chaos und der damit einhergehenden, berechtigten Bedenken änderte sich der Plan aber spontan wieder. So genossen wir dann noch selbstgemachte Eisbombe und schauten uns ein ziemlich episches Feuerwerksvideo an. So ging dann auch dieser Abend zu Ende und ich pendelte wieder zurück nach Hause.
Morgen geht es noch arbeiten und am Mittwoch ist dann ja schon wieder der letzte Tag des Jahres. Kinder, wie die Zeit vergeht. Apropos Zeit: Zeit für einen gemütlichen Filmabend mit den alten Knackern aus R.E.D. 2.
Dienstag, 2. September 2014
Die Galaxie ist sicher
"Nichts dringt in mein Gehirn. Meine Reflexe sind zu schnell." Was soll bei Helden mit einer derartigen Einstellung schon schiefgehen? Nichts, offensichtlich.
Ich wüsste gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen sollte. Kurz zusammengefasst trifft es vielleicht folgendes im Ansatz ganz gut:
WAS. FÜR. EIN. GEILER. FILM.
Klar mag ich Comicverfilmungen im Allgemeinen sehr und lasse mich auch ansonsten oft und gerne gut unterhalten (auch mal im eher gehaltlosen Bereich), aber was Guardians of the Galaxy für ein Feuerwerk abbrennt ist schon sehens- und hörenswert. Einfach ein Heidenspaß und ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald nach The Avengers wieder einen so großartigen Comicheldenteamfilm sehen dürfen würde. Um mal meinen Nebenmann im Kino zu zitieren:"Ich wüsste nicht, was ich da kritisieren sollte." Belassen wir es einfach dabei. Unbedingt anschauen!
Ich wüsste gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen sollte. Kurz zusammengefasst trifft es vielleicht folgendes im Ansatz ganz gut:
WAS. FÜR. EIN. GEILER. FILM.
Klar mag ich Comicverfilmungen im Allgemeinen sehr und lasse mich auch ansonsten oft und gerne gut unterhalten (auch mal im eher gehaltlosen Bereich), aber was Guardians of the Galaxy für ein Feuerwerk abbrennt ist schon sehens- und hörenswert. Einfach ein Heidenspaß und ich hätte nicht gedacht, dass ich so bald nach The Avengers wieder einen so großartigen Comicheldenteamfilm sehen dürfen würde. Um mal meinen Nebenmann im Kino zu zitieren:"Ich wüsste nicht, was ich da kritisieren sollte." Belassen wir es einfach dabei. Unbedingt anschauen!
Donnerstag, 21. August 2014
(Fast) zehn Jahre Wacken - ein kleiner Rückblick
Zehn mal Wacken Open Air. Neun Jahre. Neun gottverdammte Jahre. Fast eine Dekade. Knapp ein Drittel meines Lebens. Eine ganz schöne Menge Zeit. Zeit, sich zurückzuerinnern an die Anfänge und an ein paar besondere Momente, ob gut oder weniger gut. Allzumal ich in diesem Jahr vorerst zum letzten Mal das Festival besucht habe, aus mehrerlei Gründen (die sich teils auch hier wiederfinden werden).
2005 (mein Gott, ist das lange her...) hieß es für mich zum allerersten Mal: Auf nach Wacken! Die Frau, die ich bald darauf eine zeitlang meine Freundin nennen durfte, hatte mich sprichwörtlich auf das Festival gebracht (Die Liebe zum Festival hielt dann leider länger, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte, für einen anderen Abend. Mit viel Whisky. Oder Rum.). Beim ersten Besuch brauchte ich mir noch keine Gedanken über einen Sonnenbrand machen, da die meiste Zeit über dunkle Wolken den Himmel be- und uns immer mal wieder mit Regen eindeckten. Dank meiner noch mangelnden Erfahrung war ich dann auch die meiste Zeit mit Frieren beschäftigt.
Dafür waren die Bands klasse, und die "Night to remember" war auch noch genau das - in mehr als einer Hinsicht. Nicht nur waren Oomph! sehr gut, auch sollte der Auftritt von Nightwish der letzte sein (im Oktober des selben Jahres wurde die Sängerin Tarja Turunen "entlassen", alles was danach kam, ist für mich nicht mehr Nightwish). Am Freitag, den 05. August 2005, irgendwann zwischen 19:30 Uhr und 20:45 Uhr kreierte ich dann eine seithin viel zitierte Phrase:"Es könnte schlimmer kommen. Es könnte Eisregen geben." Hintergrund dazu: In der genannten Zeit standen wir nahe der Black Stage unter einem Schirm und genossen den Auftritt von Within Temptation. Natürlich im Regen. Parallel dazu - und mir in dem Moment noch nicht bewusst - spielte auf der Party Stage die Band Eisregen, was meinem Zitat eine leicht humoristische Note gab. Tat der Stimmung aber auch gut, so ein kleiner Lacher. Seitdem eben immer mal gerne wieder hervorgekramt.
Ein bisschen zum Lachen, zumindest in der Rückschau, war auch meine Idee, in den mitgebrachten Geburtstagskuchen für meine dann baldige Freundin im Zelt Wunderkerzen zu stecken und anzuzünden. Das anschließende Husten sorgte dann auch für eine leicht irritierte Nachfrage aus dem Nachbarzelt, was schließlich zu einem Stück Kuchen an die Nachfragerin führte. Und da hatte ich schon mal meinen Mut zusammengenommen...
Seit diesem prägenden ersten Besuch hat es mich in diesem Jahr dann eben schon zum zehnten Mal auf den heiligen Acker verschlagen. In so gut wie jedem Jahr gab es größere und kleinere Wechsel in unserer Gruppe von Mitfahrern und Campern. Zu Hochzeiten waren mit einer zweistelligen Zahl an Leuten vor Ort, da war dann schon so einiges los bei uns. Gerade in größeren Gruppen fielen dann auch Unmengen an unvergessenen Sprüchen, einer der prominentesten ist sicherlich die alte Cappuccino-Maschine...
Ach, es war auf jeden Fall immer wieder super, auch wenn das Wetter gerne mal versucht hat, uns die Laune zu verderben. Da mein allererster Besuch wettertechnisch ja nicht sonderlich berauschend war, hatte ich zumindest die Hoffnung, dass es in dem Aspekt eigentlich nur noch besser werden könnte (mit ein, zwei Ausnahmen war das ja auch so). Nicht umsonst lautet das Motto ja auch "Rain or Shine!" und Spaß hatten wir demzufolge auch immer, ob nass oder trocken.
Ich als Sonnencremeverweigerer der ersten Stunde habe mir in den sonnigen Jahren dann auch immer mal wieder den Pelz verbrannt, in diesem Jahr ganz besonders. An ein paar, kleinen Stellen pelle ich immer noch ein bisschen. Aber Sonnencreme ist halt kein Heay Metal. Duschen zwar eigentlich auch nicht, aber das habe ich mir im Laufe der Zeit dann doch mal angewöhnt. Ist schon angenehmer, morgens / vormittags (oder im Zweifelsfall mal nachts) sich den alten Staub / Dreck / Schweiß abspülen zu können. Die Maisfelder habe ich dann auch gemieden mit Rücksicht auf meine Schuhe...
Interessant ist auch, wie sich das Festival über die Jahre entwickelt hat. Die druckbare Version der Running Order zum Beispiel war in den ersten Jahren (also meinen ersten Besuchsjahren) noch eine recht simple Excel-Tabelle, erst im Laufe der Zeit kam da ein Design zu, das dem heutigen ähnelt. Allerdings war die Liste anfangs auch nicht so gnadenlos überfüllt wie heute, da hatten die einzelnen Bands noch Platz.
Apropos Platz: Das Infield, so wie ich es damals kennenlernte, sah noch ganz anders aus als heutzutage. Die beiden Hauptbühnen waren noch minimal kleiner, die Party Stage lag links davon und auch deutlich näher (was gerne zu unschönen Tonüberschneidungen führen konnte) und es gab noch die W.E.T. Stage beziehungsweise den Headbangers Ballroom als kleine Bühne im Zelt ganz vorne links beim Einlass. Der Biergarten mitsamt seiner kleinen Bühne war lange Zeit unverändert, erst in diesem Jahr hat sich da deutlich was getan.
2009 feierte das Wackinger Village mit eigener Bühne Premiere, außerdem wurde in einer Ecke die erste, kleine Version des Bullhead City Wrestling-Zeltes aufgestellt. Stieß beides (und stößt es nach wie vor) bei mir auf Unverständnis und wenig Gegenliebe. In erster Linie bedeutete das nämlich eine vollkommen unnötige Verteuerung der Eintrittskarten für eine Gegenleistung, die man gar nicht wirklich nutzen kann. Man ist ja schon nicht in der Lage, alles mitzunehmen, wenn man sich nur auf die drei Hauptbühnen konzentriert, wozu dann also noch Zusatzprogramm?
Das Wackinger Village an sich ist ja noch ganz nett und auch die angebotenen Speisen und Getränke sind toll, wenn auch leider reichlich teuer (aller Voraussicht nach dank horrender Standmieten). Trinkhörner, Bekleideung und allerlei Accessoires sind natürlich auch käuflich zu erwerben aber dafür fahre ich ja nicht nach Wacken, da gibt es dann doch die eine oder andere Alternative - die sich dann auch thematisch in genau diesem einen Rahmen bewegt. Die Medieval Stage (mittlerweile als Wackinger Stage bekannt) steht dann auch einigermaßen in das Setting passenden Bands zur Verfügung, wobei es auch da Ausnahmen gibt (mal davon ab, dass ich sie ziemlich über habe, passen für mich Torfrock und Mittelalter nicht so recht zusammen...). So ist das ganze dann immerhin einigermaßen konsistent und als mehr oder weniger abgetrennter Bereich auch bis auf die Zuschauer in sich stimmig.
Was dann allerdings die Sache mit dem Wrestling-Zelt sollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Wrestling an sich (habe ich mit meiner Mom vor Ewigkeiten gerne mal geschaut) aber muss das in Wacken sein? Klar wurde dann auch schnell mit Oil Catching und ähnlichen Anzüglichkeiten geworben, denn eins ist klar: Sex sells. Scheint ja auch immer ganz gut besucht zu sein, das Zelt. Trotzdem war mir das zum einen zu platt und zum anderen irgendwie unpassend. Wäre das eine Art separate Attraktion mit eigenem Eintritt geworden, meinetwegen. Aber dafür die Karte wieder noch teurer machen, nein danke. Na ja, nach einer Überlegung, doch mal mit einem Kumpel in das Zelt zu gehen - und der ewig langen Schlange davor - habe ich das Teil dann erfolgreich gemieden. Über die Jahre ist es dann auch stark gewachsen und beherbergt unter anderem die W.E.T. Stage und die neue Headbanger Stage (ehemals in dem kleinen Zelt am Rande des Infields).
Was über die Jahre ebenfalls stark gewachsen ist, ist ein gewisser Grad an Dekadenz in unserem Camp. Wir waren ja schon immer darauf bedacht, uns anständig versorgen und einigermaßen bequem und trocken sitzen zu können, doch nach und nach nahm das dann schon ausufernde Züge an. Mal von wachsenden Zelten (die dafür auch ordentlich Stauraum bieten, sodass man nicht mehr für jedes Teil ans Auto rennen muss) und der Anschaffung eines stabilen, praktisch verstaubaren Tisches abgesehen waren Kühlschrank und Generator schon reichlich dekadent.
Den Kühlschrank gab es noch günstig für eine Kiste Bier abzuholen, für den Generator haben wir dann schon zusammen gespart. Klar ist das schön, auch mal eine kalte Cola trinken zu können ohne dafür vier Euro zu zahlen und auch das kleine Eisfach ist äußerst praktisch (zum Beispiel um die Cola dann auch noch mit Eis trinken zu können). Ob es das allerdings gebraucht hätte... nun ja, gebraucht mit Sicherheit nicht. Was es in der Folge natürlich gebraucht hat, ist Platz, und das reichlich. Mit Pavillon, Kühlschrank, Generator, Vorräten und dem restlichen Gepäck wie Zelten, Isomatten et cetera waren die Autos dann auch immer schnell voll. Und wir haben ja doch nie alles aufgebraucht oder nicht alles nutzen müssen.
Besonders im Jahr 2012 war das Schleppen der großen Teile unangenehm, da wir in dem Fall nicht direkt am Auto campen durften (und konnten). Es war so viel Regen gefallen (und es fiel noch mehr), dass einige Flächen einzig allein für Autos reserviert wurden und man mit Sack und Pack auf das nächste Areal laufen musste, um dort sein Camp zu errichten. Wir mussten dafür einen kleinen Knick hinunter und über einen breiten Weg, beides in entsprechend matschigem Zustand. Mein Kumpel und ich sind dann auch fast den Knick hinuntergefallen mit dem Kühlschrank in den Händen. Hat richtig viel Spaß gemacht.
Camp Scheiße nebenan war auch großartig, die Deppen wurden ihrem Campnamen durchaus gerecht. Durch anhaltende Regenfälle war die Stimmung dann auch nicht mehr ganz so hoch zu halten, sodass wir uns schließlich am Samstag dazu entschlossen, das Gelände vorzeitig zu verlassen. Nachdem wir alles abgebaut hatten, parkten wir die Autos bei Freunden in Wacken und gingen zu Fuß zu den letzten Konzerten. Den Abschluss sahen wir uns auch gar nicht mehr an, sondern saßen noch bei den Freunden zusammen und fuhren dann nachts noch heim. Übrigens sehr entspannt, wir kamen überall super durch und hatten keine Sorge, im Stau stehen zu müssen.
Nach meiner kritischen Haltung zum Wrestling-Zelt muss ich gestehen, bin ich auch über den generellen Anstieg der Kommerzialisierung und teilweisen Banalisierung des Festivals enttäuscht. Ich sehe durchaus ein, dass man mit dem W:O:A auch Geld verdienen will und muss, keine Frage. Aber immer mehr Eigenwerbung für Wacken-dies und Wacken-das fängt irgendwann an, einem gehörig auf die Nerven zu gehen. Manchmal bekam ich das Gefühl, der einzige Grund für die zusätzlichen Bildschirme wäre Platz und Gelegenheit für noch mehr Werbung in eigener Sache. Und nicht nur das, auch die Überflutung des "Full:Metal:Bag" mit Werbeflyern statt irgendwie brauchbarem Inhalt macht das ganze Ding schon fast wieder überflüssig.
Was mir auch ein bisschen seltsam vorkam, war die Belegung eines Slots auf der Hauptbühne für einen Comedian. Ich habe gar nichts gegen Comedy und auch im Metal-Bereich ist da ganz bestimmt Platz für. Nur muss für so etwas dann eine Band womöglich verschoben werden? Auf der Party Stage (oder in dem Wrestling-Zelt) wäre die Platzierung eines solchen Auftritts meiner Meinung nach deutlicher angebrachter.
Relativ plötzlich wurden auch die 0,4 l Becher abgeschafft ohne eine Begründung dafür anzugeben. Stattdessen gibt es jetzt nur noch die 0,3 l Becher und selbst für einen Becher Selter zahlt man 3,- € (plus 1,- € Becherpfand). Da in diesem Jahr die Einlasskontrollen bis vor das Wackinger Village vorgezogen wurden, durfte man nicht einmal mehr dorthin eigene Getränke mitnehmen (was für Händler von beispielsweise Trinkhörnern übrigens auch den Horror und ein ziemliches Verlustgeschäft bedeutete). Als Ausgleich gab es dann einen Plastiktrinkbeutel, der immerhin einen Liter fasst und den man auch mit ins Infield nehmen darf. Besser als nichts, auch wenn das Teil nicht gerade durch Stabilität glänzte.
Worüber wir uns definitiv nicht beschweren können, ist das Wetter der letzten beiden Jahre. Derartige Trockenheit und Hitze in Wacken war bisher eher Rarität, doch im letzten Jahr hatte sogar einer unserer Mitfahrer einen kleinen Sonnenstich, was eigentlich schon alles sagt. Und auch in diesem Jahr brannte die Sonne wieder ordentlich von oben und sorgte damit für gute Laune, aber auch viel Staub. Im Wackinger Village behalfen sich ein paar Händler später damit, dass sie mit Wasserschläuchen vor ihren Ständen versuchten, die Luft ein wenig zu reinigen, sehr zur Freude vorbeigehender, schwitzender Metalheads. An den Bühnen gab es zu meiner Verwunderung keine Wasserfontänen in die Menge, wie es in einem anderen, heißen Jahr schon der Fall gewesen war.
Verwunderung bestand auch ob der unerwarteten und (mal wieder) unbegründeten Erhöhung der Gebühr für die Frühanreise am Montag oder Dienstag. Waren bis zum letzten Jahr für Montag noch 20,- € und für Dienstag 10,- € fällig, stiegen beide Preise in diesem Jahr um zehn Euro. Keine Erklärung dafür, nichts. Finde ich dann schon frech, so steigt dann der Eintrittspreis auf insgesamt 190,- € im Vergleich zu 140,- € im letzten Jahr. Da darf man sich dann schon mal drüber ärgern (allzumal ich versucht hatte, wieder X-Mas Tickets zu bekommen).
Geärgert habe ich mich auch in jedem Jahr wieder über die Menschenmengen vor den Merchandise-Ständen oder besser, über die Handhabung. Anstatt wie bei der Bändchenausgabe eine Schlange einfach am Stand vorbeizuführen, drängten sich die Leute in einer dicken Traube vor die Stände. Dummerweise führte der Rückweg natürlich auch wieder durch die Menschenmenge, was das ganze immer stark unbequem machte. Jedes Jahr, in dem ich die Umfrage ausfüllte, gab ich auch diesen Punkt als Kritik mit an. Ich traute meinen Augen nicht, als ich in diesem Jahr dann den Hauptstand sah: Es gab tatsächlich ein Geländer, was die Besucher in einer Schlange führte und man konnte den Stand ganz entspannt zur anderen Seite verlassen. Unglaublich, dass ich das noch erleben durfte. Ich glaube also fest daran, dass meine Kritik nicht gänzlich auf taube Ohren stieß (und ich war mit Sicherheit nicht der einzige mit der Idee).
Zum diesjährigen Besuch gab es dann auch noch eine kleine Premiere. War ich all die Jahre zuvor immer mit dem (eigenen) Auto angereist, so startete in diesem Jahr erstmalig die Anreise am Bahnhof Hamburg Altona. Ein Kumpel und ich hatten unsere Rucksäcke gepackt, einen Sechser Bier für den Weg mit dabei und waren trotz der anstehenden Bahnfahrt guter Dinge - obwohl die ersten zwei Bier schon auf der Rolltreppe von uns gingen (mögen sie in Frieden ruhen...). Entgegen unserer Befürchtungen war die Bahn überhaupt nicht voll und die Fahrt sehr entspannt. In Itzehoe ging es dann zu Freunden, von denen einer uns dankbarerweise nach Wacken fuhr, sodass wir nur noch das letzte Stück über den Campingplatz zu Fuß antreten mussten. Aufgrund des vorzeitigen Ausfalls einer Mitfahrerin konnten wir auf dem Rückweg sogar noch Platz im Auto finden, was an dem Sonntag auch die Laune hob.
Ebenfalls für gute Laune bei mir sorgte das Treffen mit meinem alten Ausbildungskollegen, den ich geschätzte sechs Jahre nicht gesehen hatte. Am Samstag trottete ich einmal quer über das Campinggelände und fand ihn schließlich tatsächlich. War klasse, mal wieder ein bisschen in alten Zeiten zu schwelgen und ein wenig zu schnacken. Wir haben uns vorgenommen, auch außerhalb des W:O:A mal ein Treffen zu organisieren.
Ganz witziges Detail: Drei der Bands, die ich mir in diesem Jahr angeschaut habe, waren auch vor neun Jahren schon dabei. HammerFall, Apocalyptica und J.B.O. habe ich 2005 gesehen und mit den Auftritten in diesem Jahr schloss sich sozusagen der Kreis.
Auch wenn ich bei zwei, drei der für das nächste Jahr schon bestätigten Bands echt gerne sein würde, ist es mit der fünften Jahreszeit in den nächsten Jahren erst einmal vorbei. Von der schon erwähnten Enttäuschung über die intransparente Preispolitik und die zunehmende Kommerzialisierung abgesehen, liegt es schlicht und ergreifend auch an mangelnden Mitteln meinerseits. Als Student fehlt mir dann eben doch das Geld, um mir die teure Karte zu kaufen, dann noch eine Gebühr dafür zu zahlen, dass mein Zelt einen Tag früher steht und mir vielleicht doch das eine oder andere Getränk (und das obligatorische T-Shirt) zu genehmigen. Von den vorher eingekauften Vorräten ganz zu schweigen. Ist schade, aber vielleicht kommt ja mal wieder eine Zeit, in der es auch für mich heißt: See you in Wacken - rain or shine!
Mal zur Übersicht die Ticketpreise (aufgedruckter Preis inklusive eventuell aufgedruckter Gebühren) und die Bands, die ich über die Jahre gesehen habe (nicht einbezogen habe ich die Frühanreisegebühr):
2005: 79,- €; Bands: Oomph!, Nightwish, Within Temptation, Machine Head, Stratovarius (als "Special Surprise Act"), Apocalyptica, Corvus Corax mit Orchester, HammerFall, J.B.O. (als "Surprise Act"), Sentenced.
2006: 79,- €; Bands: Scorpions (na ja, den Anfang habe ich mir angeschaut...), Six Feet Under, In Extremo, Children of Bodom, Ministry (auch nur halb gesehen, gehört dafür aber selbst im Zelt noch gut), Fear Factory, Soulfly, Motörhead, Subway to Sally.
2007: 99,- €; Bands: Letzte Instanz, Grave Digger, J.B.O., Lacuna Coil, Blind Guardian, Schandmaul, Type O Negative, In Flames, Subway to Sally.
2008: 99,- €; Bands: Avenged Sevenfold, Iron Maiden, Kamelot, Soilwork, Sonata Arctica, Children of Bodom, Corvus Corax, Avantasia (Na ja, den Anfang. Von ganz weit weg.), As I Lay Dying, Killswitch Engage, Nightwish (man, was war ich froh über den Jack Daniel's Stand... und dann gab's bei zwei Getränken auch noch ein Army Cap dazu, super).
2009: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Schandmaul, J.B.O. (als "Secret Show"), The BossHoss, Lacuna Coil, HammerFall, Bullet for my Valentine, Motörhead, In Flames, ASP, Pain, Volbeat, Subway to Sally.
2010: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Alice Cooper, Iron Maiden, Ill Nino, Die Apokalyptischen Reiter, Stratovarius, Grave Digger, Slayer, Soulfly, Fear Factory.
2011: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Blind Guardian, Ozzy Osbourne, Van Canto, Heaven Shall Burn, Judas Priest, Knorkator, Children of Bodom, Subway to Sally.
2012: 150,- €; Bands: Sepultura & Les Tambours du Bronx, Volbeat, Oomph!, HammerFall, Leaves' Eyes, In Flames, In Extremo, Cradle of Filth (zumindest einen Teil des Gekreisches), Amon Amarth, Schandmaul. Oh, und nicht zu vergessen: Die supergeile Endzeitshow am Mittwoch... was ein Reinfall, zumindest größtenteils.
2013: 130,- € (X-Mas Ticket); Bands: Deep Purple (nicht komplett), Rammstein, Corvus Corax, ASP, Grave Digger, Fear Factory, Die Apokalyptischen Reiter, und bestimmt noch ein, zwei Bands, nur habe ich meine Running Order nicht aktualisiert nachdem ich zuhause war.
2014: 170,- €; Bands: Saor Patrol, Red Hot Chili Pipers, HammerFall, Knorkator, Five Finger Death Punch, Heaven Shall Burn, Children of Bodom, Apocalyptica, Devin Townsend Project, J.B.O., Schandmaul.
2005 (mein Gott, ist das lange her...) hieß es für mich zum allerersten Mal: Auf nach Wacken! Die Frau, die ich bald darauf eine zeitlang meine Freundin nennen durfte, hatte mich sprichwörtlich auf das Festival gebracht (Die Liebe zum Festival hielt dann leider länger, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte, für einen anderen Abend. Mit viel Whisky. Oder Rum.). Beim ersten Besuch brauchte ich mir noch keine Gedanken über einen Sonnenbrand machen, da die meiste Zeit über dunkle Wolken den Himmel be- und uns immer mal wieder mit Regen eindeckten. Dank meiner noch mangelnden Erfahrung war ich dann auch die meiste Zeit mit Frieren beschäftigt.
Dafür waren die Bands klasse, und die "Night to remember" war auch noch genau das - in mehr als einer Hinsicht. Nicht nur waren Oomph! sehr gut, auch sollte der Auftritt von Nightwish der letzte sein (im Oktober des selben Jahres wurde die Sängerin Tarja Turunen "entlassen", alles was danach kam, ist für mich nicht mehr Nightwish). Am Freitag, den 05. August 2005, irgendwann zwischen 19:30 Uhr und 20:45 Uhr kreierte ich dann eine seithin viel zitierte Phrase:"Es könnte schlimmer kommen. Es könnte Eisregen geben." Hintergrund dazu: In der genannten Zeit standen wir nahe der Black Stage unter einem Schirm und genossen den Auftritt von Within Temptation. Natürlich im Regen. Parallel dazu - und mir in dem Moment noch nicht bewusst - spielte auf der Party Stage die Band Eisregen, was meinem Zitat eine leicht humoristische Note gab. Tat der Stimmung aber auch gut, so ein kleiner Lacher. Seitdem eben immer mal gerne wieder hervorgekramt.
Ein bisschen zum Lachen, zumindest in der Rückschau, war auch meine Idee, in den mitgebrachten Geburtstagskuchen für meine dann baldige Freundin im Zelt Wunderkerzen zu stecken und anzuzünden. Das anschließende Husten sorgte dann auch für eine leicht irritierte Nachfrage aus dem Nachbarzelt, was schließlich zu einem Stück Kuchen an die Nachfragerin führte. Und da hatte ich schon mal meinen Mut zusammengenommen...
Seit diesem prägenden ersten Besuch hat es mich in diesem Jahr dann eben schon zum zehnten Mal auf den heiligen Acker verschlagen. In so gut wie jedem Jahr gab es größere und kleinere Wechsel in unserer Gruppe von Mitfahrern und Campern. Zu Hochzeiten waren mit einer zweistelligen Zahl an Leuten vor Ort, da war dann schon so einiges los bei uns. Gerade in größeren Gruppen fielen dann auch Unmengen an unvergessenen Sprüchen, einer der prominentesten ist sicherlich die alte Cappuccino-Maschine...
Ach, es war auf jeden Fall immer wieder super, auch wenn das Wetter gerne mal versucht hat, uns die Laune zu verderben. Da mein allererster Besuch wettertechnisch ja nicht sonderlich berauschend war, hatte ich zumindest die Hoffnung, dass es in dem Aspekt eigentlich nur noch besser werden könnte (mit ein, zwei Ausnahmen war das ja auch so). Nicht umsonst lautet das Motto ja auch "Rain or Shine!" und Spaß hatten wir demzufolge auch immer, ob nass oder trocken.
Ich als Sonnencremeverweigerer der ersten Stunde habe mir in den sonnigen Jahren dann auch immer mal wieder den Pelz verbrannt, in diesem Jahr ganz besonders. An ein paar, kleinen Stellen pelle ich immer noch ein bisschen. Aber Sonnencreme ist halt kein Heay Metal. Duschen zwar eigentlich auch nicht, aber das habe ich mir im Laufe der Zeit dann doch mal angewöhnt. Ist schon angenehmer, morgens / vormittags (oder im Zweifelsfall mal nachts) sich den alten Staub / Dreck / Schweiß abspülen zu können. Die Maisfelder habe ich dann auch gemieden mit Rücksicht auf meine Schuhe...
Interessant ist auch, wie sich das Festival über die Jahre entwickelt hat. Die druckbare Version der Running Order zum Beispiel war in den ersten Jahren (also meinen ersten Besuchsjahren) noch eine recht simple Excel-Tabelle, erst im Laufe der Zeit kam da ein Design zu, das dem heutigen ähnelt. Allerdings war die Liste anfangs auch nicht so gnadenlos überfüllt wie heute, da hatten die einzelnen Bands noch Platz.
Apropos Platz: Das Infield, so wie ich es damals kennenlernte, sah noch ganz anders aus als heutzutage. Die beiden Hauptbühnen waren noch minimal kleiner, die Party Stage lag links davon und auch deutlich näher (was gerne zu unschönen Tonüberschneidungen führen konnte) und es gab noch die W.E.T. Stage beziehungsweise den Headbangers Ballroom als kleine Bühne im Zelt ganz vorne links beim Einlass. Der Biergarten mitsamt seiner kleinen Bühne war lange Zeit unverändert, erst in diesem Jahr hat sich da deutlich was getan.
2009 feierte das Wackinger Village mit eigener Bühne Premiere, außerdem wurde in einer Ecke die erste, kleine Version des Bullhead City Wrestling-Zeltes aufgestellt. Stieß beides (und stößt es nach wie vor) bei mir auf Unverständnis und wenig Gegenliebe. In erster Linie bedeutete das nämlich eine vollkommen unnötige Verteuerung der Eintrittskarten für eine Gegenleistung, die man gar nicht wirklich nutzen kann. Man ist ja schon nicht in der Lage, alles mitzunehmen, wenn man sich nur auf die drei Hauptbühnen konzentriert, wozu dann also noch Zusatzprogramm?
Das Wackinger Village an sich ist ja noch ganz nett und auch die angebotenen Speisen und Getränke sind toll, wenn auch leider reichlich teuer (aller Voraussicht nach dank horrender Standmieten). Trinkhörner, Bekleideung und allerlei Accessoires sind natürlich auch käuflich zu erwerben aber dafür fahre ich ja nicht nach Wacken, da gibt es dann doch die eine oder andere Alternative - die sich dann auch thematisch in genau diesem einen Rahmen bewegt. Die Medieval Stage (mittlerweile als Wackinger Stage bekannt) steht dann auch einigermaßen in das Setting passenden Bands zur Verfügung, wobei es auch da Ausnahmen gibt (mal davon ab, dass ich sie ziemlich über habe, passen für mich Torfrock und Mittelalter nicht so recht zusammen...). So ist das ganze dann immerhin einigermaßen konsistent und als mehr oder weniger abgetrennter Bereich auch bis auf die Zuschauer in sich stimmig.
Was dann allerdings die Sache mit dem Wrestling-Zelt sollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Wrestling an sich (habe ich mit meiner Mom vor Ewigkeiten gerne mal geschaut) aber muss das in Wacken sein? Klar wurde dann auch schnell mit Oil Catching und ähnlichen Anzüglichkeiten geworben, denn eins ist klar: Sex sells. Scheint ja auch immer ganz gut besucht zu sein, das Zelt. Trotzdem war mir das zum einen zu platt und zum anderen irgendwie unpassend. Wäre das eine Art separate Attraktion mit eigenem Eintritt geworden, meinetwegen. Aber dafür die Karte wieder noch teurer machen, nein danke. Na ja, nach einer Überlegung, doch mal mit einem Kumpel in das Zelt zu gehen - und der ewig langen Schlange davor - habe ich das Teil dann erfolgreich gemieden. Über die Jahre ist es dann auch stark gewachsen und beherbergt unter anderem die W.E.T. Stage und die neue Headbanger Stage (ehemals in dem kleinen Zelt am Rande des Infields).
Was über die Jahre ebenfalls stark gewachsen ist, ist ein gewisser Grad an Dekadenz in unserem Camp. Wir waren ja schon immer darauf bedacht, uns anständig versorgen und einigermaßen bequem und trocken sitzen zu können, doch nach und nach nahm das dann schon ausufernde Züge an. Mal von wachsenden Zelten (die dafür auch ordentlich Stauraum bieten, sodass man nicht mehr für jedes Teil ans Auto rennen muss) und der Anschaffung eines stabilen, praktisch verstaubaren Tisches abgesehen waren Kühlschrank und Generator schon reichlich dekadent.
Den Kühlschrank gab es noch günstig für eine Kiste Bier abzuholen, für den Generator haben wir dann schon zusammen gespart. Klar ist das schön, auch mal eine kalte Cola trinken zu können ohne dafür vier Euro zu zahlen und auch das kleine Eisfach ist äußerst praktisch (zum Beispiel um die Cola dann auch noch mit Eis trinken zu können). Ob es das allerdings gebraucht hätte... nun ja, gebraucht mit Sicherheit nicht. Was es in der Folge natürlich gebraucht hat, ist Platz, und das reichlich. Mit Pavillon, Kühlschrank, Generator, Vorräten und dem restlichen Gepäck wie Zelten, Isomatten et cetera waren die Autos dann auch immer schnell voll. Und wir haben ja doch nie alles aufgebraucht oder nicht alles nutzen müssen.
Besonders im Jahr 2012 war das Schleppen der großen Teile unangenehm, da wir in dem Fall nicht direkt am Auto campen durften (und konnten). Es war so viel Regen gefallen (und es fiel noch mehr), dass einige Flächen einzig allein für Autos reserviert wurden und man mit Sack und Pack auf das nächste Areal laufen musste, um dort sein Camp zu errichten. Wir mussten dafür einen kleinen Knick hinunter und über einen breiten Weg, beides in entsprechend matschigem Zustand. Mein Kumpel und ich sind dann auch fast den Knick hinuntergefallen mit dem Kühlschrank in den Händen. Hat richtig viel Spaß gemacht.
Camp Scheiße nebenan war auch großartig, die Deppen wurden ihrem Campnamen durchaus gerecht. Durch anhaltende Regenfälle war die Stimmung dann auch nicht mehr ganz so hoch zu halten, sodass wir uns schließlich am Samstag dazu entschlossen, das Gelände vorzeitig zu verlassen. Nachdem wir alles abgebaut hatten, parkten wir die Autos bei Freunden in Wacken und gingen zu Fuß zu den letzten Konzerten. Den Abschluss sahen wir uns auch gar nicht mehr an, sondern saßen noch bei den Freunden zusammen und fuhren dann nachts noch heim. Übrigens sehr entspannt, wir kamen überall super durch und hatten keine Sorge, im Stau stehen zu müssen.
Nach meiner kritischen Haltung zum Wrestling-Zelt muss ich gestehen, bin ich auch über den generellen Anstieg der Kommerzialisierung und teilweisen Banalisierung des Festivals enttäuscht. Ich sehe durchaus ein, dass man mit dem W:O:A auch Geld verdienen will und muss, keine Frage. Aber immer mehr Eigenwerbung für Wacken-dies und Wacken-das fängt irgendwann an, einem gehörig auf die Nerven zu gehen. Manchmal bekam ich das Gefühl, der einzige Grund für die zusätzlichen Bildschirme wäre Platz und Gelegenheit für noch mehr Werbung in eigener Sache. Und nicht nur das, auch die Überflutung des "Full:Metal:Bag" mit Werbeflyern statt irgendwie brauchbarem Inhalt macht das ganze Ding schon fast wieder überflüssig.
Was mir auch ein bisschen seltsam vorkam, war die Belegung eines Slots auf der Hauptbühne für einen Comedian. Ich habe gar nichts gegen Comedy und auch im Metal-Bereich ist da ganz bestimmt Platz für. Nur muss für so etwas dann eine Band womöglich verschoben werden? Auf der Party Stage (oder in dem Wrestling-Zelt) wäre die Platzierung eines solchen Auftritts meiner Meinung nach deutlicher angebrachter.
Relativ plötzlich wurden auch die 0,4 l Becher abgeschafft ohne eine Begründung dafür anzugeben. Stattdessen gibt es jetzt nur noch die 0,3 l Becher und selbst für einen Becher Selter zahlt man 3,- € (plus 1,- € Becherpfand). Da in diesem Jahr die Einlasskontrollen bis vor das Wackinger Village vorgezogen wurden, durfte man nicht einmal mehr dorthin eigene Getränke mitnehmen (was für Händler von beispielsweise Trinkhörnern übrigens auch den Horror und ein ziemliches Verlustgeschäft bedeutete). Als Ausgleich gab es dann einen Plastiktrinkbeutel, der immerhin einen Liter fasst und den man auch mit ins Infield nehmen darf. Besser als nichts, auch wenn das Teil nicht gerade durch Stabilität glänzte.
Worüber wir uns definitiv nicht beschweren können, ist das Wetter der letzten beiden Jahre. Derartige Trockenheit und Hitze in Wacken war bisher eher Rarität, doch im letzten Jahr hatte sogar einer unserer Mitfahrer einen kleinen Sonnenstich, was eigentlich schon alles sagt. Und auch in diesem Jahr brannte die Sonne wieder ordentlich von oben und sorgte damit für gute Laune, aber auch viel Staub. Im Wackinger Village behalfen sich ein paar Händler später damit, dass sie mit Wasserschläuchen vor ihren Ständen versuchten, die Luft ein wenig zu reinigen, sehr zur Freude vorbeigehender, schwitzender Metalheads. An den Bühnen gab es zu meiner Verwunderung keine Wasserfontänen in die Menge, wie es in einem anderen, heißen Jahr schon der Fall gewesen war.
Verwunderung bestand auch ob der unerwarteten und (mal wieder) unbegründeten Erhöhung der Gebühr für die Frühanreise am Montag oder Dienstag. Waren bis zum letzten Jahr für Montag noch 20,- € und für Dienstag 10,- € fällig, stiegen beide Preise in diesem Jahr um zehn Euro. Keine Erklärung dafür, nichts. Finde ich dann schon frech, so steigt dann der Eintrittspreis auf insgesamt 190,- € im Vergleich zu 140,- € im letzten Jahr. Da darf man sich dann schon mal drüber ärgern (allzumal ich versucht hatte, wieder X-Mas Tickets zu bekommen).
Geärgert habe ich mich auch in jedem Jahr wieder über die Menschenmengen vor den Merchandise-Ständen oder besser, über die Handhabung. Anstatt wie bei der Bändchenausgabe eine Schlange einfach am Stand vorbeizuführen, drängten sich die Leute in einer dicken Traube vor die Stände. Dummerweise führte der Rückweg natürlich auch wieder durch die Menschenmenge, was das ganze immer stark unbequem machte. Jedes Jahr, in dem ich die Umfrage ausfüllte, gab ich auch diesen Punkt als Kritik mit an. Ich traute meinen Augen nicht, als ich in diesem Jahr dann den Hauptstand sah: Es gab tatsächlich ein Geländer, was die Besucher in einer Schlange führte und man konnte den Stand ganz entspannt zur anderen Seite verlassen. Unglaublich, dass ich das noch erleben durfte. Ich glaube also fest daran, dass meine Kritik nicht gänzlich auf taube Ohren stieß (und ich war mit Sicherheit nicht der einzige mit der Idee).
Zum diesjährigen Besuch gab es dann auch noch eine kleine Premiere. War ich all die Jahre zuvor immer mit dem (eigenen) Auto angereist, so startete in diesem Jahr erstmalig die Anreise am Bahnhof Hamburg Altona. Ein Kumpel und ich hatten unsere Rucksäcke gepackt, einen Sechser Bier für den Weg mit dabei und waren trotz der anstehenden Bahnfahrt guter Dinge - obwohl die ersten zwei Bier schon auf der Rolltreppe von uns gingen (mögen sie in Frieden ruhen...). Entgegen unserer Befürchtungen war die Bahn überhaupt nicht voll und die Fahrt sehr entspannt. In Itzehoe ging es dann zu Freunden, von denen einer uns dankbarerweise nach Wacken fuhr, sodass wir nur noch das letzte Stück über den Campingplatz zu Fuß antreten mussten. Aufgrund des vorzeitigen Ausfalls einer Mitfahrerin konnten wir auf dem Rückweg sogar noch Platz im Auto finden, was an dem Sonntag auch die Laune hob.
Ebenfalls für gute Laune bei mir sorgte das Treffen mit meinem alten Ausbildungskollegen, den ich geschätzte sechs Jahre nicht gesehen hatte. Am Samstag trottete ich einmal quer über das Campinggelände und fand ihn schließlich tatsächlich. War klasse, mal wieder ein bisschen in alten Zeiten zu schwelgen und ein wenig zu schnacken. Wir haben uns vorgenommen, auch außerhalb des W:O:A mal ein Treffen zu organisieren.
Ganz witziges Detail: Drei der Bands, die ich mir in diesem Jahr angeschaut habe, waren auch vor neun Jahren schon dabei. HammerFall, Apocalyptica und J.B.O. habe ich 2005 gesehen und mit den Auftritten in diesem Jahr schloss sich sozusagen der Kreis.
Auch wenn ich bei zwei, drei der für das nächste Jahr schon bestätigten Bands echt gerne sein würde, ist es mit der fünften Jahreszeit in den nächsten Jahren erst einmal vorbei. Von der schon erwähnten Enttäuschung über die intransparente Preispolitik und die zunehmende Kommerzialisierung abgesehen, liegt es schlicht und ergreifend auch an mangelnden Mitteln meinerseits. Als Student fehlt mir dann eben doch das Geld, um mir die teure Karte zu kaufen, dann noch eine Gebühr dafür zu zahlen, dass mein Zelt einen Tag früher steht und mir vielleicht doch das eine oder andere Getränk (und das obligatorische T-Shirt) zu genehmigen. Von den vorher eingekauften Vorräten ganz zu schweigen. Ist schade, aber vielleicht kommt ja mal wieder eine Zeit, in der es auch für mich heißt: See you in Wacken - rain or shine!
Mal zur Übersicht die Ticketpreise (aufgedruckter Preis inklusive eventuell aufgedruckter Gebühren) und die Bands, die ich über die Jahre gesehen habe (nicht einbezogen habe ich die Frühanreisegebühr):
2005: 79,- €; Bands: Oomph!, Nightwish, Within Temptation, Machine Head, Stratovarius (als "Special Surprise Act"), Apocalyptica, Corvus Corax mit Orchester, HammerFall, J.B.O. (als "Surprise Act"), Sentenced.
2006: 79,- €; Bands: Scorpions (na ja, den Anfang habe ich mir angeschaut...), Six Feet Under, In Extremo, Children of Bodom, Ministry (auch nur halb gesehen, gehört dafür aber selbst im Zelt noch gut), Fear Factory, Soulfly, Motörhead, Subway to Sally.
2007: 99,- €; Bands: Letzte Instanz, Grave Digger, J.B.O., Lacuna Coil, Blind Guardian, Schandmaul, Type O Negative, In Flames, Subway to Sally.
2008: 99,- €; Bands: Avenged Sevenfold, Iron Maiden, Kamelot, Soilwork, Sonata Arctica, Children of Bodom, Corvus Corax, Avantasia (Na ja, den Anfang. Von ganz weit weg.), As I Lay Dying, Killswitch Engage, Nightwish (man, was war ich froh über den Jack Daniel's Stand... und dann gab's bei zwei Getränken auch noch ein Army Cap dazu, super).
2009: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Schandmaul, J.B.O. (als "Secret Show"), The BossHoss, Lacuna Coil, HammerFall, Bullet for my Valentine, Motörhead, In Flames, ASP, Pain, Volbeat, Subway to Sally.
2010: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Alice Cooper, Iron Maiden, Ill Nino, Die Apokalyptischen Reiter, Stratovarius, Grave Digger, Slayer, Soulfly, Fear Factory.
2011: 109,- € (X-Mas Ticket); Bands: Blind Guardian, Ozzy Osbourne, Van Canto, Heaven Shall Burn, Judas Priest, Knorkator, Children of Bodom, Subway to Sally.
2012: 150,- €; Bands: Sepultura & Les Tambours du Bronx, Volbeat, Oomph!, HammerFall, Leaves' Eyes, In Flames, In Extremo, Cradle of Filth (zumindest einen Teil des Gekreisches), Amon Amarth, Schandmaul. Oh, und nicht zu vergessen: Die supergeile Endzeitshow am Mittwoch... was ein Reinfall, zumindest größtenteils.
2013: 130,- € (X-Mas Ticket); Bands: Deep Purple (nicht komplett), Rammstein, Corvus Corax, ASP, Grave Digger, Fear Factory, Die Apokalyptischen Reiter, und bestimmt noch ein, zwei Bands, nur habe ich meine Running Order nicht aktualisiert nachdem ich zuhause war.
2014: 170,- €; Bands: Saor Patrol, Red Hot Chili Pipers, HammerFall, Knorkator, Five Finger Death Punch, Heaven Shall Burn, Children of Bodom, Apocalyptica, Devin Townsend Project, J.B.O., Schandmaul.
Sonntag, 1. Dezember 2013
Ein Freund, ein guter Freund....
Wieder einmal stelle ich - wenig überraschend - fest, dass sich gute Freunde weder an irgendetwas messen lassen können (nicht, dass sie es müssten) noch durch irgendetwas ersetzbar wären.
In diesem Sinne bin ich dankbar dafür, dass es sie gibt und ich bin mir fast sicher, dass sich an dem Verhältnis auch in Zukunft wenig bis nichts ändern wird. Ihr wisst, wer ihr seid!
P.S.: Das "Care-Paket" ist echt mal eine total liebe Idee und ich bin begeistert, wie gut das doch passt - als wenn man sich kennen würde ;-)
In diesem Sinne bin ich dankbar dafür, dass es sie gibt und ich bin mir fast sicher, dass sich an dem Verhältnis auch in Zukunft wenig bis nichts ändern wird. Ihr wisst, wer ihr seid!
P.S.: Das "Care-Paket" ist echt mal eine total liebe Idee und ich bin begeistert, wie gut das doch passt - als wenn man sich kennen würde ;-)
Samstag, 5. Oktober 2013
Year of change
Als das letzte Jahr endete, behauptete ich (wahrscheinlich nur zu mir selbst), dass sich im nächsten Jahr einiges ändern würde. Da ich allerdings schon seit geraumer Zeit immer wieder den Wunsch nach Veränderung verspürte (und dies auch ab und an kund tat), nahm ich es selbst kaum wirklich ernst. Und nun, ein Dreivierteljahr später, hat sich dann doch eine ganze Menge getan. Zeit, auch hier mal wieder ein Lebenszeichen zu hinterlassen.
Mit meiner Jobsituation hatte ich ja schon länger mehr oder minder gehadert. Spätestens seit dem fast vierteljährlichen Aufenthalt in Hachinohe, Japan (ich berichtete ausführlich im Zeitraum von September bis November 2011) war mir klar, dass ich das nicht mein Leben lang machen wollen würde. Doch bisher war es mir nicht gelungen, mein Phlegma zu durchbrechen und den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung zu tun. Kurz vor Sommerbeginn (der leider auch schon wieder rum ist...) fing ich dann aber tatsächlich an, ernsthafte Überlegungen anzustellen. Ich begann mich zu fragen, ob ich nicht doch noch ein Studium beginnen sollte. Die grobe Richtung im Bereich der Informatik stand für mich schnell fest, doch der genaue Studiengang wollte noch gefunden werden. Nach kurzer Zeit konnte ich die Auswahl durch Einschränkung auf den Medienbereich zumindest etwas verfeinern. Daraufhin schaute ich mir die infrage kommenden Lernorte an und konnte Wedel ob der unverschämt hohen Semestergebühren (knapp 1.400 Euro) gleich ausschließen. Damit blieben noch die Universität Hamburg und die HAW Hamburg. Über die Stadtgrenzen hinweg habe ich mich gar nicht erst informiert, da ich definitiv hier bleiben wollte und auch keine große Lust auf lange Pendelstrecken habe. Aufgrund von Empfehlungen durch Freunde und der Tatsache, dass mein nunmehr gewählter Studiengang "Media Systems" nur an der HAW unterrichtet wird, fiel die Wahl dann eben auf die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Mittlerweile hatte es bei meinem Arbeitgeber auch sehr unschöne Entwicklungen gegeben, die schlussendlich in einer großen Zahl von Entlassungen mündeten. Davon war ich selbst zwar nicht direkt betroffen, doch machte die negative Grundstimmung auch mir zu schaffen und bestärkte mich damit in meinem Vorhaben. Nachdem ich meine Bewerbung für die HAW dann abgeschickt hatte (und das gerade noch fristgerecht), fieberte ich der Antwort entgegen. Zur großen Freude kam die Antwort dann auch noch gerade rechtzeitig, bevor wir zur diesjährigen Reise nach Wacken antraten und fiel zu meiner großen Erleichterung positiv aus. Damit war mein Plan schon fast umgesetzt, es fehlte lediglich noch die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses. Mein Chef zeigte sich wenig überrascht, auch ihm war die Situation natürlich bewusst und ihm waren wohl auch schon Gerüchte zu Ohren gekommen. Er bedauerte zwar den Verlust in der Abteilung (was ich als großes Kompliment betrachte), beglückwünschte mich aber zu meiner Entscheidung.
Nachdem formell dann alles geklärt war, konnte also ein neuer (Lebens-) Abschnitt beginnen. Oder zumindest fast. Denn die Finanzierung des Vorhabens wollte selbstverständlich auch geklärt sein. Dazu bedurfte es weiterer Einschnitte. Der offensichtlichste kam von ganz alleine, schließlich bekomme ich ohne Arbeitsplatz auch kein Gehalt mehr. Also musste ich mich auch darüber informieren und stellte schließlich alle geforderten Dokumente für Anträge bei unter anderem dem BAföG-Amt zusammen. Wie sich herausstellen sollte, war der größte Teil der Arbeit vollkommen umsonst (und bei dem Gedanken daran stellen sich wieder wundervolle Folterphantasien ein...), da das BAföG-Amt mir - salopp formuliert - vorwirft, ich hätte ja auch mal eher studieren gehen können. Ich überlege noch, auf den Brief zu antworten, allerdings wäre das dann noch ein weiteres Mal verschwendete Zeit und bisher hatte ich keine Muße dazu. Nun ja, glücklicherweise ist das BAföG-Amt nicht die einzige - wenngleich auch günstigste - Geldquelle und so muss ich mein Studium nicht direkt wieder beenden.
Ein weiterer, großer Einschnitt betraf mein Auto. Im Studium hätte ich mir das nicht mehr leisten können und so sah ich mich schweren Herzens gezwungen, mich davon zu trennen. So habe ich es dann mal richtig ordentlich geputzt, vom Aussaugen des Innenraums über Staub wischen der Armaturen bis zu einer Komplettwäsche, damit der Wagen so richtig gut aussah. In diesem Zustand machte ich dann einige Bilder, schrieb ein paar Zeilen beschreibenden Text und fertigte so eine Verkaufsanzeige bei einem Onlineportal an. Es dauerte gar nicht lange, bis die ersten Händler sich meldeten, deren Angebote sich natürlich als entsprechend niedrig herausstellten. Dann meldete sich jedoch ein Privatmann, der ehrliches Interesse an dem Auto bekundete und am Telephon schon begeistert schien. Nur ein paar Tage später kam er dann vorbei, um sich das gute Stück zu besehen. Nach einer kurzen Besichtigung und ein paar Metern um den Block wollte er den Wagen am liebsten gleich mitnehmen. Sein Preis lag immer noch über meiner Mindestgrenze und das gesammelte Zubehör nahm er mir auch noch ab - alles in allem ein guter Deal also. Trotz des Wehmuts war ich doch froh, meinen Wagen so zügig verkauft zu bekommen und so eine Sorge weniger tragen zu müssen. Und dennoch ist es immer noch ein klein wenig ungewohnt, an meinem ehemaligen, jetzt leeren Parkplatz vorbeizugehen. Von der Tatsache, dass meine Mobilität dadurch eingeschränkt wurde, mal ganz abgesehen.
So habe ich jetzt keinen Job mehr, kein Auto... aber hey, immerhin habe ich noch meine Wohnung! Und auch in der hat sich endlich wieder was getan im Laufe des Jahres. Anlässlich eines mehr oder weniger spontanen Besuches bei Möbel Höffner im Frühjahr mit guten Freunden hatte ich ein neues Sofa für mein Wohnzimmer aufgetan. Nach meinem Montageeinsatz in Spanien, von dem ich gegen Ende Mai zurück war, wurde das dann geliefert und der Vorgänger wanderte nach Itzehoe als Inventar für den Zockerkeller bei Markus. Macht sich dort übrigens sehr gut und ist zum gemeinsamen Zocken auch nach wie vor geeignet. Zuerst stand mein dann neues Sofa etwas enger mit dem Hocker zusammen und bot keinen Platz für einen Wohnzimmertisch, weswegen der alte auch zu Bonsch gewandert war. Irgendwann nervte mich diese Tatsache allerdings ganz gewaltig und ich musste wieder ein wenig umbauen. Trotz Schiebens passt weiterhin alles ins Wohnzimmer und selbst die Balkontür geht noch auf. Da konnte ich mir dann auch einen passenden Tisch von unseren schwedischen Möbellieferanten besorgen, der ganz ausgezeichnet in die vergrößerte Lücke passt. So sieht's dann auch richtig schön nach Wohnzimmer aus.
Und auch im Memorabileum hat sich dieses Jahr schon einiges weiterentwickelt. Bei facebook habe ich ja schon den einen oder anderen Zwischenschritt veröffentlicht, um das zu belegen. In näherer Zukunft soll es dann mit den Vitrinen auch weitergehen, sodass ich zum einen der Katalogisierung meines Bestandes näherkomme, zum anderen dann auch mal einer offiziellen Teileröffnung. Man darf gespannt bleiben und ich werde berichten, sowie es Neuigkeiten gibt.
Zu den letzten Neuerungen gehört dann auch noch ein weiterer Computer in meinem Haushalt. Trotz meiner bisherigen Weigerung beziehungsweise des bisher nicht benötigten Mehrwertes ist durch das Studium ein zumindest genügender Bedarf nach einem tragbaren System erwachsen. So nenne ich dann seit ein paar Tagen ein Laptop mein Eigen, den ich auch gleich als meinen neuen Hauptarbeitsplatz eingerichtet habe. So kann ich entspannt auf dem Sofa sitzen und beispielsweise mein Blog aktualisieren (so wie in diesem Fall), ohne Probleme mit zu kleiner Schrift auf zu großer Entfernung zu bekommen (oder irgendwann mit lächerlichen Vergrößerungsstufen). Darüberhinaus habe ich gleich einen Schritt weiter gedacht und die praktische Funktion der Fernsteuerung für mich entdeckt. So brauche ich für meinen "großen" Rechner nicht mehr den Fernseher als Bildschirm anschalten, sondern steuere ihn einfach über das Laptop. Spart Strom und endlich muss ich nicht mehr aufstehen, um einen Song zu suchen! Wunderbar, diese moderne Technik!
Ich werde noch sehen, inwieweit ich mein Blog dann in Zukunft mal wieder regelmäßiger nicht nur besuche sondern auch um Posts erweitere. Bisher glänzt dieses Jahr nicht gerade mit der schieren Anzahl von Posts, auch wenn die Textmenge dafür nicht gerade gering ist. Wir werden sehen.
Mit meiner Jobsituation hatte ich ja schon länger mehr oder minder gehadert. Spätestens seit dem fast vierteljährlichen Aufenthalt in Hachinohe, Japan (ich berichtete ausführlich im Zeitraum von September bis November 2011) war mir klar, dass ich das nicht mein Leben lang machen wollen würde. Doch bisher war es mir nicht gelungen, mein Phlegma zu durchbrechen und den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung zu tun. Kurz vor Sommerbeginn (der leider auch schon wieder rum ist...) fing ich dann aber tatsächlich an, ernsthafte Überlegungen anzustellen. Ich begann mich zu fragen, ob ich nicht doch noch ein Studium beginnen sollte. Die grobe Richtung im Bereich der Informatik stand für mich schnell fest, doch der genaue Studiengang wollte noch gefunden werden. Nach kurzer Zeit konnte ich die Auswahl durch Einschränkung auf den Medienbereich zumindest etwas verfeinern. Daraufhin schaute ich mir die infrage kommenden Lernorte an und konnte Wedel ob der unverschämt hohen Semestergebühren (knapp 1.400 Euro) gleich ausschließen. Damit blieben noch die Universität Hamburg und die HAW Hamburg. Über die Stadtgrenzen hinweg habe ich mich gar nicht erst informiert, da ich definitiv hier bleiben wollte und auch keine große Lust auf lange Pendelstrecken habe. Aufgrund von Empfehlungen durch Freunde und der Tatsache, dass mein nunmehr gewählter Studiengang "Media Systems" nur an der HAW unterrichtet wird, fiel die Wahl dann eben auf die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Mittlerweile hatte es bei meinem Arbeitgeber auch sehr unschöne Entwicklungen gegeben, die schlussendlich in einer großen Zahl von Entlassungen mündeten. Davon war ich selbst zwar nicht direkt betroffen, doch machte die negative Grundstimmung auch mir zu schaffen und bestärkte mich damit in meinem Vorhaben. Nachdem ich meine Bewerbung für die HAW dann abgeschickt hatte (und das gerade noch fristgerecht), fieberte ich der Antwort entgegen. Zur großen Freude kam die Antwort dann auch noch gerade rechtzeitig, bevor wir zur diesjährigen Reise nach Wacken antraten und fiel zu meiner großen Erleichterung positiv aus. Damit war mein Plan schon fast umgesetzt, es fehlte lediglich noch die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses. Mein Chef zeigte sich wenig überrascht, auch ihm war die Situation natürlich bewusst und ihm waren wohl auch schon Gerüchte zu Ohren gekommen. Er bedauerte zwar den Verlust in der Abteilung (was ich als großes Kompliment betrachte), beglückwünschte mich aber zu meiner Entscheidung.
Nachdem formell dann alles geklärt war, konnte also ein neuer (Lebens-) Abschnitt beginnen. Oder zumindest fast. Denn die Finanzierung des Vorhabens wollte selbstverständlich auch geklärt sein. Dazu bedurfte es weiterer Einschnitte. Der offensichtlichste kam von ganz alleine, schließlich bekomme ich ohne Arbeitsplatz auch kein Gehalt mehr. Also musste ich mich auch darüber informieren und stellte schließlich alle geforderten Dokumente für Anträge bei unter anderem dem BAföG-Amt zusammen. Wie sich herausstellen sollte, war der größte Teil der Arbeit vollkommen umsonst (und bei dem Gedanken daran stellen sich wieder wundervolle Folterphantasien ein...), da das BAföG-Amt mir - salopp formuliert - vorwirft, ich hätte ja auch mal eher studieren gehen können. Ich überlege noch, auf den Brief zu antworten, allerdings wäre das dann noch ein weiteres Mal verschwendete Zeit und bisher hatte ich keine Muße dazu. Nun ja, glücklicherweise ist das BAföG-Amt nicht die einzige - wenngleich auch günstigste - Geldquelle und so muss ich mein Studium nicht direkt wieder beenden.
Ein weiterer, großer Einschnitt betraf mein Auto. Im Studium hätte ich mir das nicht mehr leisten können und so sah ich mich schweren Herzens gezwungen, mich davon zu trennen. So habe ich es dann mal richtig ordentlich geputzt, vom Aussaugen des Innenraums über Staub wischen der Armaturen bis zu einer Komplettwäsche, damit der Wagen so richtig gut aussah. In diesem Zustand machte ich dann einige Bilder, schrieb ein paar Zeilen beschreibenden Text und fertigte so eine Verkaufsanzeige bei einem Onlineportal an. Es dauerte gar nicht lange, bis die ersten Händler sich meldeten, deren Angebote sich natürlich als entsprechend niedrig herausstellten. Dann meldete sich jedoch ein Privatmann, der ehrliches Interesse an dem Auto bekundete und am Telephon schon begeistert schien. Nur ein paar Tage später kam er dann vorbei, um sich das gute Stück zu besehen. Nach einer kurzen Besichtigung und ein paar Metern um den Block wollte er den Wagen am liebsten gleich mitnehmen. Sein Preis lag immer noch über meiner Mindestgrenze und das gesammelte Zubehör nahm er mir auch noch ab - alles in allem ein guter Deal also. Trotz des Wehmuts war ich doch froh, meinen Wagen so zügig verkauft zu bekommen und so eine Sorge weniger tragen zu müssen. Und dennoch ist es immer noch ein klein wenig ungewohnt, an meinem ehemaligen, jetzt leeren Parkplatz vorbeizugehen. Von der Tatsache, dass meine Mobilität dadurch eingeschränkt wurde, mal ganz abgesehen.
So habe ich jetzt keinen Job mehr, kein Auto... aber hey, immerhin habe ich noch meine Wohnung! Und auch in der hat sich endlich wieder was getan im Laufe des Jahres. Anlässlich eines mehr oder weniger spontanen Besuches bei Möbel Höffner im Frühjahr mit guten Freunden hatte ich ein neues Sofa für mein Wohnzimmer aufgetan. Nach meinem Montageeinsatz in Spanien, von dem ich gegen Ende Mai zurück war, wurde das dann geliefert und der Vorgänger wanderte nach Itzehoe als Inventar für den Zockerkeller bei Markus. Macht sich dort übrigens sehr gut und ist zum gemeinsamen Zocken auch nach wie vor geeignet. Zuerst stand mein dann neues Sofa etwas enger mit dem Hocker zusammen und bot keinen Platz für einen Wohnzimmertisch, weswegen der alte auch zu Bonsch gewandert war. Irgendwann nervte mich diese Tatsache allerdings ganz gewaltig und ich musste wieder ein wenig umbauen. Trotz Schiebens passt weiterhin alles ins Wohnzimmer und selbst die Balkontür geht noch auf. Da konnte ich mir dann auch einen passenden Tisch von unseren schwedischen Möbellieferanten besorgen, der ganz ausgezeichnet in die vergrößerte Lücke passt. So sieht's dann auch richtig schön nach Wohnzimmer aus.
Und auch im Memorabileum hat sich dieses Jahr schon einiges weiterentwickelt. Bei facebook habe ich ja schon den einen oder anderen Zwischenschritt veröffentlicht, um das zu belegen. In näherer Zukunft soll es dann mit den Vitrinen auch weitergehen, sodass ich zum einen der Katalogisierung meines Bestandes näherkomme, zum anderen dann auch mal einer offiziellen Teileröffnung. Man darf gespannt bleiben und ich werde berichten, sowie es Neuigkeiten gibt.
Zu den letzten Neuerungen gehört dann auch noch ein weiterer Computer in meinem Haushalt. Trotz meiner bisherigen Weigerung beziehungsweise des bisher nicht benötigten Mehrwertes ist durch das Studium ein zumindest genügender Bedarf nach einem tragbaren System erwachsen. So nenne ich dann seit ein paar Tagen ein Laptop mein Eigen, den ich auch gleich als meinen neuen Hauptarbeitsplatz eingerichtet habe. So kann ich entspannt auf dem Sofa sitzen und beispielsweise mein Blog aktualisieren (so wie in diesem Fall), ohne Probleme mit zu kleiner Schrift auf zu großer Entfernung zu bekommen (oder irgendwann mit lächerlichen Vergrößerungsstufen). Darüberhinaus habe ich gleich einen Schritt weiter gedacht und die praktische Funktion der Fernsteuerung für mich entdeckt. So brauche ich für meinen "großen" Rechner nicht mehr den Fernseher als Bildschirm anschalten, sondern steuere ihn einfach über das Laptop. Spart Strom und endlich muss ich nicht mehr aufstehen, um einen Song zu suchen! Wunderbar, diese moderne Technik!
Ich werde noch sehen, inwieweit ich mein Blog dann in Zukunft mal wieder regelmäßiger nicht nur besuche sondern auch um Posts erweitere. Bisher glänzt dieses Jahr nicht gerade mit der schieren Anzahl von Posts, auch wenn die Textmenge dafür nicht gerade gering ist. Wir werden sehen.
Dienstag, 11. Dezember 2012
Reicht jetzt
In einer spontanen Aktion hat Markus gestern einen Kinoabend für ihn und mich realisiert. Nach dem Trailer hat er entschieden, dass Ralph reicht's definitiv der richtige Film für uns wäre - und er sollte recht behalten.
Der Film hat natürlich auch die Disney-üblichen Themen wie Freundschaft und Treue in der Story verarbeitet, punktet aber hauptsächlich mit den grandiosen und zahllosen Anspielungen auf bekannte (und etwas weniger bekannte) Videospiele. Viele davon siedeln sich noch in der guten, alten 8-Bit und 16-Bit Ära an, was einigen Szenen auch eine dementsprechende, passende Optik verleiht. Die Gags sind wirklich super, wobei einem sicher viel entgeht, wenn man so gar keine Ahnung von Videospielen hat. Trotzdem bietet der Streifen viel Spaßpotential, was gerade aus dem Zusammenspiel von Vanellope und Ralph entsteht. Die Wortspiele, die die Kleine am laufenden Band produziert oder die Sprüche der Soldatin sind auch jedes Mal echte Brüller. Auch der Soundtrack passt super zum Gesamtbild. Alles in allem ein erstklassiger Film, sogar noch besser als nach dem spaßigen Trailer schon erwartet.
Der Film hat natürlich auch die Disney-üblichen Themen wie Freundschaft und Treue in der Story verarbeitet, punktet aber hauptsächlich mit den grandiosen und zahllosen Anspielungen auf bekannte (und etwas weniger bekannte) Videospiele. Viele davon siedeln sich noch in der guten, alten 8-Bit und 16-Bit Ära an, was einigen Szenen auch eine dementsprechende, passende Optik verleiht. Die Gags sind wirklich super, wobei einem sicher viel entgeht, wenn man so gar keine Ahnung von Videospielen hat. Trotzdem bietet der Streifen viel Spaßpotential, was gerade aus dem Zusammenspiel von Vanellope und Ralph entsteht. Die Wortspiele, die die Kleine am laufenden Band produziert oder die Sprüche der Soldatin sind auch jedes Mal echte Brüller. Auch der Soundtrack passt super zum Gesamtbild. Alles in allem ein erstklassiger Film, sogar noch besser als nach dem spaßigen Trailer schon erwartet.
Samstag, 1. Dezember 2012
Live from the US and A
Nach langer Abstinenz mal wieder ein kleines Update von meiner Seite. Während ich hier in Texarkana (auf der östlichen Seite in Arkansas) im Hotel sitze, dachte ich mir, kann ich auch mal wieder ein paar Zeilen posten.
Vor meiner Abreise am vergangenen Montag habe ich zusammen mit Sandra endlich mal Kick-Ass gesehen. Was für ein geiler Film! Basiert auf einem Comic, was schon per se ein größeres Plus bedeutet, hat eine abgefahrene und total coole Story, sympathische Darsteller, fetzige Dialoge und einen ziemlich groovigen Soundtrack. Definitiv ganz weit oben in der Highscore-Liste, wenn auch unter Scott Pilgrim vs. The World... aber an den wird so schnell auch nichts rankommen.
Auf dem Flug in die Vereinigten Staaten habe ich mir ein paar Filme angeschaut, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass es selbst in der Business Class des British Airways-Fliegers keine Wechselspannungssteckdosen gab, sondern nur die Gleichspannungsanschlüsse, wie man sie aus dem Auto kennt. Da hat der 3DS dann irgendwann klein beigegeben und ich wechselte das Unterhaltungsprogramm zu recht aktuellen Kinofilmen.
Als erstes sah ich mir The Raven an, was ein wirklich guter Einstieg war. Der Film behandelt den fiktiven letzten Lebensabschnitt Edgar Allan Poes, in dem er von einem Psychopathen herausgefordert wird, der Morde inspiriert von Geschichten Poes begeht und die Verlobte des Autors entführt. Beeindruckend stilsichere, bedrückende Bilder werden untermalt von einem mal melancholischen, mal treibenden Soundtrack, der immer großartig klingt. Die Schauspieler sind toll, allen voran natürlich John Cusack als Edgar Allan Poe selbst, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Die Sprache der Figuren ist bisweilen sehr lyrisch, fast musikalisch (ich habe den Film im englischen Originalton geschaut), was ich absolut überzeugend und erstklassig implementiert fand. Wer also Thriller oder Poes Werke oder ganz generell etwas düstere Streifen mag, kann dem Film sicherlich etwas abgewinnen.
Als nächstes gab ich mir die totale Erinnerung mit der Neufassung von Total Recall. Der Film besteht als solider Actioner ziemlich gut, auch wenn er etwas blutleer (im wahrsten Sinne) daherkommt. Trotz Armut, Schießereien und Explosionen bleibt alles immer irgendwie sauber. Der Look des Films gefällt mir ganz gut, die beiden weiblichen Hauptrollen sind auch wie immer sehr hübsch anzuschauen und die Effekte kommen gut rüber. Das letzte Mal, dass ich das Original gesehen habe, ist schon lange her, dennoch denke ich, bewerte ich den alten Schinken mit Arnie wohl besser. Nichtsdestotrotz ein Film fürs Regal.
Zum Abschluss noch eine Fortsetzung, nämlich Men in Black 3. Der Streifen ist richtig gut und bietet von vielem ein bisschen. In der Hauptsache lebt die Geschichte selbstverständlich wieder von der Situationskomik, die sich aus dem Zusammenspiel von Agent J und K ergibt. Da J in der Zeit zurückreisen muss, um den Mord an K zu verhindern, trifft er dort auf dessen jüngeres ich, was dem Buddy-Element eine neue Variante hinzufügt. Die Action kommt auch nicht gänzlich zu kurz und gegen Ende gibt es sogar eine ungewohnt emotionale Szene, die sich aber sehr gut einfügt. Alles in allem eine gelungene Fortführung der Serie, die auch gleich Lust auf mehr macht.
Nun also bin ich mal wieder unterwegs, diesmal in den USA, genauer gesagt in Arkansas, kurz vor der Grenze zu Texas. Hört und sieht man auch ganz deutlich an den Leuten. Cowboy-Hüte, Kautabak und der typische Fernseh-Ami-Akzent sorgen schon für reichlich Klischee-Eindruck. Dann noch die Drive-In-Geldautomaten... Man, man, man sind die derbe faul hier. Da wird eben noch wirklich jede Strecke gefahren, die länger als das Auto ist. Beim Körperumfang mancher Leute hier aber auch fast wieder verständlich.
Etwas anstrengend ist noch der Zeitunterschied. Hier hänge ich der deutschen Zeit immerhin sieben Stunden hinterher. Vor dreieinhalb Wochen war ich noch in Japan, wo ich acht Stunden voraus war. Echt gewöhnungsbedürftig, diese Zeitreisen.
Sehr einfallsreich übrigens der Name des Ortes, in dem wir unser Quartier bezogen haben: Texarkana. Liegt genau auf der Grenze Texas - Arkansas, eine "State Line" benannte Straße führt auch tatsächlich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort und teilt ihn in Ost- (Texas) und Westseite (Arkansas). Da fallen einem auch Gesetze deutlich auf, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. In Texas beispielsweise bekommt man an einer Tankstelle keinen Alkohol, in Arkansas dagegen sehr wohl. Absurd wird das Ganze dann, wenn die gegenüberliegenden Straßenseiten derselben Straße verschiedene Gesetze haben. Etwas beknackt, aber so sind sie eben manchmal, unsere westlichen Freunde...
Ashdown, der Ort in dem die Papierfabrik steht, mutet vom Namen dagegen eher wie ein Nachbarort von Silent Hill an. Am Montag werde ich auch schon wieder weiterreisen, dann geht es nach Kingsport in Tennessee.
Vor meiner Abreise am vergangenen Montag habe ich zusammen mit Sandra endlich mal Kick-Ass gesehen. Was für ein geiler Film! Basiert auf einem Comic, was schon per se ein größeres Plus bedeutet, hat eine abgefahrene und total coole Story, sympathische Darsteller, fetzige Dialoge und einen ziemlich groovigen Soundtrack. Definitiv ganz weit oben in der Highscore-Liste, wenn auch unter Scott Pilgrim vs. The World... aber an den wird so schnell auch nichts rankommen.
Auf dem Flug in die Vereinigten Staaten habe ich mir ein paar Filme angeschaut, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass es selbst in der Business Class des British Airways-Fliegers keine Wechselspannungssteckdosen gab, sondern nur die Gleichspannungsanschlüsse, wie man sie aus dem Auto kennt. Da hat der 3DS dann irgendwann klein beigegeben und ich wechselte das Unterhaltungsprogramm zu recht aktuellen Kinofilmen.
Als erstes sah ich mir The Raven an, was ein wirklich guter Einstieg war. Der Film behandelt den fiktiven letzten Lebensabschnitt Edgar Allan Poes, in dem er von einem Psychopathen herausgefordert wird, der Morde inspiriert von Geschichten Poes begeht und die Verlobte des Autors entführt. Beeindruckend stilsichere, bedrückende Bilder werden untermalt von einem mal melancholischen, mal treibenden Soundtrack, der immer großartig klingt. Die Schauspieler sind toll, allen voran natürlich John Cusack als Edgar Allan Poe selbst, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Die Sprache der Figuren ist bisweilen sehr lyrisch, fast musikalisch (ich habe den Film im englischen Originalton geschaut), was ich absolut überzeugend und erstklassig implementiert fand. Wer also Thriller oder Poes Werke oder ganz generell etwas düstere Streifen mag, kann dem Film sicherlich etwas abgewinnen.
Als nächstes gab ich mir die totale Erinnerung mit der Neufassung von Total Recall. Der Film besteht als solider Actioner ziemlich gut, auch wenn er etwas blutleer (im wahrsten Sinne) daherkommt. Trotz Armut, Schießereien und Explosionen bleibt alles immer irgendwie sauber. Der Look des Films gefällt mir ganz gut, die beiden weiblichen Hauptrollen sind auch wie immer sehr hübsch anzuschauen und die Effekte kommen gut rüber. Das letzte Mal, dass ich das Original gesehen habe, ist schon lange her, dennoch denke ich, bewerte ich den alten Schinken mit Arnie wohl besser. Nichtsdestotrotz ein Film fürs Regal.
Zum Abschluss noch eine Fortsetzung, nämlich Men in Black 3. Der Streifen ist richtig gut und bietet von vielem ein bisschen. In der Hauptsache lebt die Geschichte selbstverständlich wieder von der Situationskomik, die sich aus dem Zusammenspiel von Agent J und K ergibt. Da J in der Zeit zurückreisen muss, um den Mord an K zu verhindern, trifft er dort auf dessen jüngeres ich, was dem Buddy-Element eine neue Variante hinzufügt. Die Action kommt auch nicht gänzlich zu kurz und gegen Ende gibt es sogar eine ungewohnt emotionale Szene, die sich aber sehr gut einfügt. Alles in allem eine gelungene Fortführung der Serie, die auch gleich Lust auf mehr macht.
Nun also bin ich mal wieder unterwegs, diesmal in den USA, genauer gesagt in Arkansas, kurz vor der Grenze zu Texas. Hört und sieht man auch ganz deutlich an den Leuten. Cowboy-Hüte, Kautabak und der typische Fernseh-Ami-Akzent sorgen schon für reichlich Klischee-Eindruck. Dann noch die Drive-In-Geldautomaten... Man, man, man sind die derbe faul hier. Da wird eben noch wirklich jede Strecke gefahren, die länger als das Auto ist. Beim Körperumfang mancher Leute hier aber auch fast wieder verständlich.
Etwas anstrengend ist noch der Zeitunterschied. Hier hänge ich der deutschen Zeit immerhin sieben Stunden hinterher. Vor dreieinhalb Wochen war ich noch in Japan, wo ich acht Stunden voraus war. Echt gewöhnungsbedürftig, diese Zeitreisen.
Sehr einfallsreich übrigens der Name des Ortes, in dem wir unser Quartier bezogen haben: Texarkana. Liegt genau auf der Grenze Texas - Arkansas, eine "State Line" benannte Straße führt auch tatsächlich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort und teilt ihn in Ost- (Texas) und Westseite (Arkansas). Da fallen einem auch Gesetze deutlich auf, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. In Texas beispielsweise bekommt man an einer Tankstelle keinen Alkohol, in Arkansas dagegen sehr wohl. Absurd wird das Ganze dann, wenn die gegenüberliegenden Straßenseiten derselben Straße verschiedene Gesetze haben. Etwas beknackt, aber so sind sie eben manchmal, unsere westlichen Freunde...
Ashdown, der Ort in dem die Papierfabrik steht, mutet vom Namen dagegen eher wie ein Nachbarort von Silent Hill an. Am Montag werde ich auch schon wieder weiterreisen, dann geht es nach Kingsport in Tennessee.
Montag, 8. Oktober 2012
Meine Freunde...
... sind weder homosexuell noch kriminell (soweit ich weiß), trotzdem (oder gerade deshalb?) macht es immer wieder Spaß, sich mit ihnen zu treffen. Deshalb nutzte ich die Gunst der Stunde und veranstaltete relativ spontan eine Zusammenkunft in meiner Bude, bevor ich auf die nächste Montagereise musste.
Tatsächlich fand sich auch eine ganz anständige Zahl an Leuten, die sich bereiterklärten, bei mir vorbeizuschauen. Da ich zuvor in einen Karton Kirschmet investiert hatte, kam der Inhalt auch direkt zum Einsatz, oder besser gesagt in die Becher. Ise und Flo in Begleitung ihres Nachwuchses waren auch da, was mich sehr gefreut hat. Zwar mussten die drei dann etwas früher wieder starten, weil der Kleine doch nicht recht zur Ruhe kommen wollte, aber immerhin waren sie da. Ich habe von ihnen sogar eine Packung mit Proviant für den Weg bekommen, darin fanden sich je eine Packung Hanuta, Duplo und Kinder Riegel. Außerdem lag ein Marco Polo-Reiseführer zu Deutschlands Freizeitparks mit bei, also ein ziemlich tolles Paket. Die Vorräte neigen sich zwar mittlerweile stark dem Ende zu, der Supermarkt ist aber nicht weit weg, welch Glück. Da gibt's zwar nicht direkt die guten Sachen von Ferrero, aber das eine oder andere ist hier auch ganz lecker. Auch von den Dänemark-Urlaubern waren die meisten zu mir gekommen, trotz der Rückfahrt am selben Tag und auch Markus schaffte es, sich für eine Weile dazuzugesellen. So kam es schließlich, dass trotz meiner im letzten Jahr extra angeschafften IKEA-Stühle sogar ein oder zwei Sitzplätze fehlten. Das machte aber im Endeffekt nicht so viel aus, da sich wie immer das Geschehen etwas verteilte, die Raucher bevölkerten den Balkon, die Küche wurde auch ausgiebig für Diskussionen genutzt und zur Not wurde es sich auch auf dem Boden bequem gemacht.
Alles in allem also wieder ein sehr schöner Abend, ich sollte viel öfter einfach mal einladen. Von den groß angekündigten Film-Sessions ist ja auch noch keine gestartet. Sobald ich wieder daheim bin, muss da mal was in die Wege geleitet werden!
Nebenbei noch mal vielen Dank an alle, die da waren. Schön, dass ich so klasse Freunde habe!
Tatsächlich fand sich auch eine ganz anständige Zahl an Leuten, die sich bereiterklärten, bei mir vorbeizuschauen. Da ich zuvor in einen Karton Kirschmet investiert hatte, kam der Inhalt auch direkt zum Einsatz, oder besser gesagt in die Becher. Ise und Flo in Begleitung ihres Nachwuchses waren auch da, was mich sehr gefreut hat. Zwar mussten die drei dann etwas früher wieder starten, weil der Kleine doch nicht recht zur Ruhe kommen wollte, aber immerhin waren sie da. Ich habe von ihnen sogar eine Packung mit Proviant für den Weg bekommen, darin fanden sich je eine Packung Hanuta, Duplo und Kinder Riegel. Außerdem lag ein Marco Polo-Reiseführer zu Deutschlands Freizeitparks mit bei, also ein ziemlich tolles Paket. Die Vorräte neigen sich zwar mittlerweile stark dem Ende zu, der Supermarkt ist aber nicht weit weg, welch Glück. Da gibt's zwar nicht direkt die guten Sachen von Ferrero, aber das eine oder andere ist hier auch ganz lecker. Auch von den Dänemark-Urlaubern waren die meisten zu mir gekommen, trotz der Rückfahrt am selben Tag und auch Markus schaffte es, sich für eine Weile dazuzugesellen. So kam es schließlich, dass trotz meiner im letzten Jahr extra angeschafften IKEA-Stühle sogar ein oder zwei Sitzplätze fehlten. Das machte aber im Endeffekt nicht so viel aus, da sich wie immer das Geschehen etwas verteilte, die Raucher bevölkerten den Balkon, die Küche wurde auch ausgiebig für Diskussionen genutzt und zur Not wurde es sich auch auf dem Boden bequem gemacht.
Alles in allem also wieder ein sehr schöner Abend, ich sollte viel öfter einfach mal einladen. Von den groß angekündigten Film-Sessions ist ja auch noch keine gestartet. Sobald ich wieder daheim bin, muss da mal was in die Wege geleitet werden!
Nebenbei noch mal vielen Dank an alle, die da waren. Schön, dass ich so klasse Freunde habe!
Montag, 3. September 2012
Neon Rave 1.0
Am Samstag stand Hannes und mir in der Großen Freiheit 36 ein Programm mit "Hits der letzten 2 Jahrzehnte aus Trance, House und Techno" mit Marusha live on Stage bevor. Schon vor dem Auftritt der bekannten deutschen Vinylartistin wurden so einige ziemlich bekannte Tracks gespielt, die direkt in die Beine gingen. Als Twisted lief, musste ich ein bisschen wehmütig an meinen Trance-Homie Markus denken...
War echt eine coole Sache und auch mal ein bisschen Abwechslung zum sonstigen Genuss der eher "härteren" Musik. Witzigerweise trafen wir (neben einer Menge von - ich zitiere Hannes - Pinneberger HSV-Fan-Asseln) dann auch noch eine ehemalige Klassenkameradin von Hannes, die mit einer Freundin unterwegs war. Leider haben wir uns später wieder aus den Augen verloren, aber vielleicht trifft man sich ja mal wieder, wer weiß.
Als besonderes Highlight spendierte Marusha nach ihrem Set noch ein paar Autogramme auf eigenen Postkarten und stellte sich sogar für Photos zur Verfügung. Das konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen und so hat Hannes sogar ein Erinnerungsphoto mit der guten Frau.
Das Event soll in ähnlicher Form unter dem Namen Neon Rave 2.0 am 01. Dezember wiederholt werden, mal sehen ob ich dann im Land bin um wieder akkurat abzufeiern! Ich würde mich auf jeden Fall freuen, auch über mehr Begleitung würden weder Hannes noch ich uns beschweren, denke ich.
Interessant gestaltete sich auch der Rückweg. Wie so oft fuhr natürlich kein Bus passend zu meiner Ankunft an der Elbgaustraße, also trat ich wie fast immer den (recht erträglichen) Fußweg an. An der Kreuzung Spreestraße / Franzosenkoppel stellte ich dann fest, dass ein Bus eh nicht weiter hätte fahren können, einer stand nämlich auch schon verlassen mit Warnblinker vor der Kreuzung. Zwei Taxifahrer hatten es scheinbar beide eilig gehabt, entweder ihre Kunden abzuliefern oder aber zum nächsten Auftrag zu fahren. Das erste Auto, das ich sah, stand mitten auf der Kreuzung und fast der gesamte Motorraum war zusammengedrückt in Richtung Fahrgastzelle. Das war schon etwas krass und aufgrund der anwesenden Polizei- und Feuerwehrmannschaft wartete ich trotz gesperrter Straße ganz brav auf die Grünphase der Fußgängerampel. Über die Straße gegangen sah ich das zweite Taxi, das auf der Seite liegend den Zaun zur Straße zerquetschte und den Bürgersteig versperrte. Der Aufprall musste verdammt laut gewesen sein. Von den Insassen war im Vorübergehen niemand zu sehen, allem Anschein nach saß einer der Taxifahrer aufgelöst in einem Polizeibus und wurde verhört. Ich sah auf jeden Fall zu, dass ich vorankam.
War echt eine coole Sache und auch mal ein bisschen Abwechslung zum sonstigen Genuss der eher "härteren" Musik. Witzigerweise trafen wir (neben einer Menge von - ich zitiere Hannes - Pinneberger HSV-Fan-Asseln) dann auch noch eine ehemalige Klassenkameradin von Hannes, die mit einer Freundin unterwegs war. Leider haben wir uns später wieder aus den Augen verloren, aber vielleicht trifft man sich ja mal wieder, wer weiß.
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Das Event soll in ähnlicher Form unter dem Namen Neon Rave 2.0 am 01. Dezember wiederholt werden, mal sehen ob ich dann im Land bin um wieder akkurat abzufeiern! Ich würde mich auf jeden Fall freuen, auch über mehr Begleitung würden weder Hannes noch ich uns beschweren, denke ich.
Interessant gestaltete sich auch der Rückweg. Wie so oft fuhr natürlich kein Bus passend zu meiner Ankunft an der Elbgaustraße, also trat ich wie fast immer den (recht erträglichen) Fußweg an. An der Kreuzung Spreestraße / Franzosenkoppel stellte ich dann fest, dass ein Bus eh nicht weiter hätte fahren können, einer stand nämlich auch schon verlassen mit Warnblinker vor der Kreuzung. Zwei Taxifahrer hatten es scheinbar beide eilig gehabt, entweder ihre Kunden abzuliefern oder aber zum nächsten Auftrag zu fahren. Das erste Auto, das ich sah, stand mitten auf der Kreuzung und fast der gesamte Motorraum war zusammengedrückt in Richtung Fahrgastzelle. Das war schon etwas krass und aufgrund der anwesenden Polizei- und Feuerwehrmannschaft wartete ich trotz gesperrter Straße ganz brav auf die Grünphase der Fußgängerampel. Über die Straße gegangen sah ich das zweite Taxi, das auf der Seite liegend den Zaun zur Straße zerquetschte und den Bürgersteig versperrte. Der Aufprall musste verdammt laut gewesen sein. Von den Insassen war im Vorübergehen niemand zu sehen, allem Anschein nach saß einer der Taxifahrer aufgelöst in einem Polizeibus und wurde verhört. Ich sah auf jeden Fall zu, dass ich vorankam.
Wie oft willst du noch zurückkehren?
Diese Frage muss sich Arnold Schwarzenegger in Expendables 2 von Bruce Willis gefallen lassen. Nur einer von einer ganzen Reihe Gags und Anspielungen auf Kosten des ehemaligen Governators. Insgesamt merkt man dem Film an, dass er sich kein Stück ernst nimmt und das tut auch wirklich gut. Noch habe ich den (vermeintlich besseren) Director's Cut vom ersten Teil noch nicht gesehen, sondern nur die Kinofassung und der Fortschritt ist auf jeden Fall spürbar. Selten in einem eigentlich ganz schön (überzogen) brutalen Film so viel gelacht, wie bei der teils ganz schön schrägen Truppe. Dolph Lundgren baut seine Rolle als leicht psychotischer Freak weiter aus während die Neuzugänge sich auch sehr gut integrieren. Ich sage nur, der einsame Wolf. Super, ein richtig schöner Männer-Film zum Bier trinken, Grölen, sich über Gewalt amüsieren und über die dummen Sprüche lachen. Fehlen eigentlich nur noch Titten!
Von Wedel über Hagenow nach LV-223
Nachdem mein Urlaub leider schon wieder viel zu schnell vorbei war, fand ich mich letzten Montag wieder auf der Arbeit ein. Dort angekommen hieß es auch gleich, mich auf den nächsten Tag vorzubereiten, da ich mit einem Kollegen nach Glückstadt auf Montage fahren sollte. Als wäre das nicht schon leicht stressig genug, kam auch noch ein Notfall dazwischen, weswegen ich am selben Tag noch zu einem weiteren Kunden nach Hagenow fahren musste. Dank einer Einstellung im Navigationssystem, Autobahnen zu meiden (was ich leider erst am nächsten Tag herausfand), dauerte die Anreise lockere zwei Stunden. Beim Kunden verbrachte ich dann auch einige Zeit, um das vermeintliche Problem zu lokalisieren und zumindest temporär zu beheben.
Abends war ich noch mit Hannes zum Kino verabredet, wir wollten uns Prometheus anschauen. Aufgrund der schon stark vorangeschrittenen Zeit bei meiner Abreise aus Hagenow konnte ich nicht zwischendurch noch nach Hause und musste im Monteursoutfit direkt in Richtung Kino aufbrechen. Da ich von der (ziemlich dämlichen) Einstellung noch nichts wusste und darüberhinaus relativ hektisch war, steuerte ich einfach zur nächsten Autobahnauffahrt, sämtliche anderslautenden Kommentare der Navigationssoftware ignorierend. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, auf der A24 konnte ich nämlich ordentlich Gas geben und so einiges an Zeit herausholen. In Hamburg angekommen, hatte ich es nach wie vor eilig und wurde natürlich auch prompt geblitzt - ausgerechnet nach dem Einbiegen auf die Reeperbahn... So kam ich schlussendlich zwar immer noch nach Vorstellungsbeginn im Kino an, als Hannes und ich dann aber den Saal betraten, lief zu unserem Glück noch Werbung.
Den Film selbst hätte ich gerne in einem etwas weniger gestressten Zustand gesehen, denn die von uns gebuchten VIP-Sitze waren schon sehr entspannend. Entgegen dem sehr actionlastig anmutenden Trailer kommt der Film über weite Strecken ziemlich ruhig daher und baut eher auf die Charakterdarstellung der Schauspieler. Natürlich bietet der Streifen auch Action, Blut fließt ebenso ein wenig und die Schauplätze wirken allesamt sehr atmosphärisch düster und mysteriös, doch im Endeffekt sind es eben die Figuren, die den Film tragen. Ich will das gar nicht negativ verstanden wissen, es ist eben nur anders, als es der Trailer vermuten lassen könnte. Muss man am besten wirklich selbst sehen, um sich ein Bild davon zu machen.
Übrigens: Auch wenn Prometheus als Quasi-Prequel zum ersten Alien-Film angenommen wird, so ist es doch kein direkt anschließender Vorgänger und es bleibt noch genügend Stoff für mindestens einen weiteren Teil zwischen den beiden Filmen.
Abends war ich noch mit Hannes zum Kino verabredet, wir wollten uns Prometheus anschauen. Aufgrund der schon stark vorangeschrittenen Zeit bei meiner Abreise aus Hagenow konnte ich nicht zwischendurch noch nach Hause und musste im Monteursoutfit direkt in Richtung Kino aufbrechen. Da ich von der (ziemlich dämlichen) Einstellung noch nichts wusste und darüberhinaus relativ hektisch war, steuerte ich einfach zur nächsten Autobahnauffahrt, sämtliche anderslautenden Kommentare der Navigationssoftware ignorierend. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, auf der A24 konnte ich nämlich ordentlich Gas geben und so einiges an Zeit herausholen. In Hamburg angekommen, hatte ich es nach wie vor eilig und wurde natürlich auch prompt geblitzt - ausgerechnet nach dem Einbiegen auf die Reeperbahn... So kam ich schlussendlich zwar immer noch nach Vorstellungsbeginn im Kino an, als Hannes und ich dann aber den Saal betraten, lief zu unserem Glück noch Werbung.
Den Film selbst hätte ich gerne in einem etwas weniger gestressten Zustand gesehen, denn die von uns gebuchten VIP-Sitze waren schon sehr entspannend. Entgegen dem sehr actionlastig anmutenden Trailer kommt der Film über weite Strecken ziemlich ruhig daher und baut eher auf die Charakterdarstellung der Schauspieler. Natürlich bietet der Streifen auch Action, Blut fließt ebenso ein wenig und die Schauplätze wirken allesamt sehr atmosphärisch düster und mysteriös, doch im Endeffekt sind es eben die Figuren, die den Film tragen. Ich will das gar nicht negativ verstanden wissen, es ist eben nur anders, als es der Trailer vermuten lassen könnte. Muss man am besten wirklich selbst sehen, um sich ein Bild davon zu machen.
Übrigens: Auch wenn Prometheus als Quasi-Prequel zum ersten Alien-Film angenommen wird, so ist es doch kein direkt anschließender Vorgänger und es bleibt noch genügend Stoff für mindestens einen weiteren Teil zwischen den beiden Filmen.
Die beste Band der Welt!
Diesen Titel tragen die ärzte sicher nicht unverdient! Am 25.08. waren Hannes, Franzi und ich beim Abschlusskonzert der aktuellen Tournee auf der Trabrennbahn und es war einfach nur sensationell. Nach der Vorband Der König tanzt von einem der Mitglieder von Fettes Brot spielten die drei Jungs aus Berlin (aus Berlin!) sagenhafte drei Stunden eine echt richtig geile Show. Nicht nur war die Songauswahl ganz große klasse, auch die Momente zwischen den Liedern, die von der Band immer wieder mit total schrägen Ansagen oder dummen Sprüchen gefüllt wurden, heizten die Stimmung immer weiter an. Ich kann mich persönlich an kein Konzert erinnern, bei dem ich je soviel gelacht hätte. Die immer wieder eingestreuten kleinen Abwandlungen bekannter Songs sorgten ihrerseits für das eine oder andere fette Grinsen im Gesicht. Die großartige Atmosphäre war nur einer der Gründe, warum die Zeit wie im Flug verging und ich fast ein wenig traurig war, als das Konzert sich dem Ende neigte. Nichtsdestotrotz ein absolutes Erlebnis, dass ich a) jederzeit wiederholen würde und b) nur jedem empfehlen kann, der es noch nicht genießen durfte. Herrlich!
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