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Sonntag, 9. Juni 2019

Missionsbericht von Commander Kugelsicher

Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet.
Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich.
Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg!


Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.



Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.

Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.

Sonntag, 27. Januar 2019

Old School Gaming

Gestern war ein guter Freund von mir zu Besuch, was immer schon an sich Grund zur Freude ist. Zusätzlich gefreut habe ich mich, mit ihm zusammen endlich mal ein nach heutigen Maßstäben praktisch uraltes Brettspiel anzuspielen, das ich vor Jahren mal erstanden hatte. Das Spiel heißt (im deutschen) StarQuest.

StarQuest stammt aus dem gleichen Hause wie HeroQuest und ist mehr oder minder die Science-Fiction-Version des Fantasytitels. Elitetruppen des Galaktischen Imperiums müssen an Bord von Raumwracks gegen Horden von "Robotlings" bestehen, um für Ordnung zu sorgen. Einer der Spieler übernimmt dabei immer die Rolle des Chaos und steuert besagte Robotlings (eine bunte Mischung aus Orks, Chaoskriegern und tatsächlichen Androiden), die anderen Spieler können aus drei Elitetruppen wählen, mit denen sie in den Kampf ziehen. Maximal vier Spieler sind also in einer Partie möglich. Das Spielbrett ist bedingt modular aufbaubar und sorgt zusammen mit dem Einsatzbuch, in dem zwölf Missionen beschrieben sind, für etwas Abwechslung.

Eine Szene zu Beginn der ersten Mission

Der Clou an der Sache ist die Lizenz, unter der das Spiel produziert wurde - bei sämtlichen Figuren handelt es sich nämlich um Adaptionen aus dem Warhammer 40.000-Universum von Games Workshop.
Im englischsprachigen Raum wurde das Spiel unter dem Titel Space Crusade veröffentlicht und nutzt dort die Namen von zum Beispiel den Ultramarines oder den Blood Angels. Im deutschen dagegen wurden die Space Marines umbenannt und durch die - bizarrerweise englische - Galaxy Safe Guard, kurz GSG ersetzt. Auch die gegnerischen Figuren, die offensichtlich teils organischer Natur sind, wurden kurzerhand alle zu androiden Lebensformen erklärt.

Die Imperial Fists - Entschuldigung, die GSG-Musketiere - kurz vor Missionsbeginn

Das beste aber sind die Waffen: Im Regelbuch wird neben deren Funktion erklärt, dass sämtliche Waffen nicht tödlich sind. Während im englischen die Marines mit Sturmkanonen, Raketenwerfern und Plasmakanonen Jagd auf die außerirdische Bedrohung machen, sind es hierzulande "Nullzeit-Kanonen", "Holo-Werfer" und - mein persönlicher Favorit - "Black-Hole-Blaster". Die - garantiert nicht-tödlichen - Beschreibungen sorgten schon für den einen oder anderen Lacher, allzumal sämtliche Graphiken aus dem Original erhalten geblieben sind.
So erzeugt der Black-Hole-Blaster ein - ich zitiere - "räumlich begrenztes Schwarzes Loch, das die Getroffenen einsaugt und in einer fremden Parallelwelt wieder freigibt". Das klingt wirklich völlig ungefährlich. Dazu kommt, dass diese Waffe im Original eine Plasmakanone darstellt, die einen Strahl erzeugt, der in gerader Linie alles trifft, bis er von einer Wand aufgehalten wird. Das in ein "räumlich begrenztes Schwarzes Loch" umzusetzen fällt mir etwas schwer, das hätte beim Raketenwerfer vielleicht doch besser gepasst...

Noch ist alles ruhig...

Nichtsdestotrotz ein launiges Spiel, mit dem man durchaus etwas Zeit verbringen kann. Was wir allerdings nach zumindest zwei Anläufen der ersten Mission gemerkt haben: Mit zwei Spielern kann sich das Spiel relativ zügig im Sinne des Chaos-Spielers entscheiden. Wir werden das noch weiter testen (und die Position tauschen, sodass ich dann die Marines spielen werde), um herauszufinden, ob auch ein einzelner Trupp Marines in der Lage ist, eine Mission zu schaffen, ohne sich zu sehr auf das Glück beim Würfeln oder das Verteilen der Gegner verlassen zu müssen. Bis dahin regiert das Chaos...


Montag, 3. September 2012

Wie oft willst du noch zurückkehren?

Diese Frage muss sich Arnold Schwarzenegger in Expendables 2 von Bruce Willis gefallen lassen. Nur einer von einer ganzen Reihe Gags und Anspielungen auf Kosten des ehemaligen Governators. Insgesamt merkt man dem Film an, dass er sich kein Stück ernst nimmt und das tut auch wirklich gut. Noch habe ich den (vermeintlich besseren) Director's Cut vom ersten Teil noch nicht gesehen, sondern nur die Kinofassung und der Fortschritt ist auf jeden Fall spürbar. Selten in einem eigentlich ganz schön (überzogen) brutalen Film so viel gelacht, wie bei der teils ganz schön schrägen Truppe. Dolph Lundgren baut seine Rolle als leicht psychotischer Freak weiter aus während die Neuzugänge sich auch sehr gut integrieren. Ich sage nur, der einsame Wolf. Super, ein richtig schöner Männer-Film zum Bier trinken, Grölen, sich über Gewalt amüsieren und über die dummen Sprüche lachen. Fehlen eigentlich nur noch Titten!

Dienstag, 12. Juni 2012

Maximum Payne

Er ist schon eine arme Sau, der Max. Irgendwie trifft er doch nie jemanden, dem er auch mal von vornherein vertrauen kann und der ihn nicht am Ende bescheißt und versucht, aus dem Weg zu räumen. Seine Familie ist bereits am Anfang des ersten Teils getötet worden und die Erinnerung daran lässt ihn auch Jahre später noch nicht los. Schlimmer noch, mittlerweile ist Max alkohol- und tablettenabhängig in dem Versuch, den Schmerz, der mit den Erinnerungen einhergeht, zum Verstummen zu bringen.
Mittlerweile in São Paulo mit einem neuen Job als Bodyguard und Vollzeitalkoholiker muss Mr. Payne schnell lernen, dass es auch in Brasilien genügend böse Jungs gibt, die einen nervösen Zeigefinger haben. Wie zuvor schon stellt sich dabei auch heraus, dass man leider nicht immer jedem trauen sollte oder kann und Leute sterben, die Max eigentlich beschützen sollte.
Max Payne 3 spielt immer wieder geschickt Rückblenden ein, die erzählen, was unseren tragischen Held vom kalten New York ins heiße São Paulo führte und mehr und mehr zum seelischen und körperlichen Wrack verkommen ließ. Unter neuer Regie ist das Spielgefühl dabei weit temporeicher als in den Vorgängern und bringt immer mal wieder unsichtbare Zeitlimits ein, um den Spieler voranzutreiben. Außerdem stirbt es sich gefühlt um einiges schneller, was gerade aktive Deckungssuche empfehlenswert macht. Die Waffenauswahl wurde auch drastisch auf ein realistisches Maß reduziert, zwei Handfeuerwaffen und eine zweihändige Waffe, mehr kann Max jetzt nicht mehr tragen. Darüberhinaus muss er die zweihändige Waffe fallen lassen, sobald er beide Einhandwaffen im Dual Wield-Modus benutzt. Nicht ganz so realistisch sind da die goldenen Waffen, die man in Teilen in den Levels zusammensammelt, allerdings lässt sich der Bling-bling-Effekt auch abschalten. Zwei goldene Ingrams sind allerdings schon irgendwie ein cooler Anblick...
Die bekannten (und gut gemachten) Comic-Sequenzen der Vorgänger wurden gestrichen, die Story wird ausschließlich in Zwischensequenzen in Spielgraphik erzählt. Natürlich ist James McCaffrey als Sprecher wieder mit von der Partie (alles andere wäre auch unverzeihlich gewesen) und leiht in diesem Teil Max Payne auch sein Gesicht und stand für die Motion Capturing-Aufnahmen zur Verfügung.
Der Soundtrack kommt ebenfalls nicht mehr von den Finnen, sondern von Health und funktioniert meiner Meinung nach auch prima. Gerade der Song Tears, der kurz vor Ende während einer großen Schießerei und während der Credits läuft, hat hohes Ohrwurmpotential und gefällt mir richtig gut auch abseits des Spiels.
Die bekannten Bullet Time-Moves wurden um ein paar situationsabhängige Auslöser ergänzt und machen gewohnt Laune. Insgesamt spielt sich das Game sehr flüssig und natürlich extrem bleihaltig. Freunden gehobener Action-Unterhaltung kann ich das nur ans Herz legen. Alleine James McCaffreys Stimme, die die immer wieder eingestreuten One-Liner vorträgt ist schon Kaufargument pur.

Montag, 10. Oktober 2011

Sunday, bloody Sunday

Ob der noch fahrtüchtig ist?
Nachdem ich am vorletzten Sonntag nur kurz verlauten ließ, wieder ein wenig Geld in japanisches Merchandise investiert zu haben, möchte ich meiner Leserschaft ein paar der aktuellsten Bilder der beiden vergangenen Sonntage nicht vorenthalten. Ich war beides Mal in der Stadt unterwegs, um wieder die eine oder andere Ecke zu erkunden, die mir bisher noch unbekannt war. Hierbei entstanden auch wieder neue Photos, wobei ich gestern leider meine Kamera im Hotelzimmer vergaß. Auf der anderen Seite vielleicht auch nicht so schlimm, sonst wäre ich vor lauter Photographieren kaum zu Anderem gekommen, aber dazu später mehr.

Schon ganz zu Anfang sind wir morgens auf dem Weg zur Arbeit oft an einem Anbieter für Grabsteine vorbeigekommen, dessen Ausstellung mich faszinierte ob der im Vergleich mit europäischen Norm-Grabsteinen gezeigten opulenten Dekadenz. Darüber hinaus stach ein Stück besonders heraus, eine Säule, die allerdings kein Grabmal darstellt, sondern ein dekoratives Element. Die relative Schlichtheit des Kunststücks spricht mich tatsächlich ziemlich an und so konnte ich nicht umhin, das Ganze denn auch bildlich festzuhalten.

Sollte ich jemals ein Haus und törichterweise dann auch noch einen Garten besitzen, muss ich mir eine solche Säule anschaffen. Die einzig störende Auffälligkeit ist die offenkundige Nahtstelle, allerdings bin ich mir fast sicher, dass sich diese kaschieren lässt, die entsprechenden Materialien vorausgesetzt.
Auch ein Totenschrein, bewacht von zwei Löwen und verziert mit verschiedenen Drachen, gefiel mir sehr gut. So möchte ich mich denn bitte auch bestattet wissen.
Generell zeichnete sich das Angebot durch die schon erwähnte Opulenz aus, die unsere Friedhöfe wie Steinkreise aussehen lässt.
Besonders merkwürdig wirkten ein Apfel und ein Fußball, besonders im Hinblick auf jüngste Ereignisse.
Was für ein Schrein!

Hat da jemand Steve Jobs gesagt? Oder HSV?


















Perfektes Englisch
















Wer hat's erkannt?










Richtig...













Fürs Memorabileum






Im Kaufhaus schlenderte ich vor einer kleinen Mahlzeit bei den goldenen Bögen Amerikas noch kurz in den zweiten Stock, den ich noch nicht genauer unter die Lupe genommen hatte. Außer Bekleidung gab es in einer Ecke eine kleinere Spielhalle. Neben vielen Greifautomaten und den allgegenwärtigen Pachinko-Automaten standen dort auch ein paar elektronische Spielgeräte. Ein paar davon sahen anfangs relativ komplex aus, noch dazu bei nicht lesbaren Regeln und drei oder mehr Knöpfen.
Brains!!!




Ein Spiel allerdings entbahr jeglicher Komplexität, ging und geht es doch ausschließlich um das Ausschalten von auftauchenden Gegnern. Die Rede ist von The House of the Dead 4, das auf einem großen Bildschirm mit Ingram-Nachbildungen spielbar war. Der anwesende Spieler hatte sichtlich Spaß, war aber zu seinem Leidwesen nicht außerordentlich gut, weshalb so einige 100-Yen-Münzen im Einwurfschlitz verschwanden, um dem virtuellen Tod zu entgehen. Schade, dass kein zweites oder gar drittes Triumviratsmitglied anwesend war, das wäre definitiv das absolute Highlight geworden! Nichtsdestotrotz freute ich mich über diesen Fund und ich werde eventuell auch noch einen Testbericht nachliefern, so ich dazu komme.

Die will ich für meine Wii!

Pulp Fiction anyone?
Am gestrigen Sonntag dann nahm ich mir vor, endlich die SEGA Game World sowie einen angrenzenden Shop zu besuchen. Außerdem hatte ein Kollege mich auf den Fantasy Dome aufmerksam gemacht, der ein Stück hinter den erstgenannten liegt. Dorthin begab ich mich nach meinem obligatorischen Besuch beim 7&i Holdings inklusive einem nahrhaften Frühstück bei McD.
Es verfolgt mich...
... aber ich bin bewaffnet!
Der Fantasy Dome ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine große Ansammlung an Spielgeräten aller Art. Greifautomaten, Gashapon-Automaten, verschiedenste Videospiele von Beat 'em Ups über Fuß- und Baseball bis hin zu den klassischen Lightgun-Shootern ist alles dabei, was das Herz begehrt. Auch hier war die House of the Dead-Serie wieder vertreten, dieses Mal mit dem dritten Teil (den ich übrigens auch für meine Wii besitze). Da ich nach einer erfolgreichen Partie am Greifautomaten noch genau sieben 100-Yen-Münzen mein Eigen nannte und das Spiel unbesetzt war, gönnte ich mir eine kleine Mutantenjagd. Zu meiner Überraschung war die Lightgun nicht bloß eine kleine Handfeuerwaffe, sondern eine dicke Pumpgun! Der Nachlademechanismus funktionierte auch wie vom Original bekannt durch Ziehen am unteren Griffstück. Das fehlende Fadenkreuz war anfänglich ungewohnt, erhöhte aber den "Realismusfaktor" ein wenig. Ich kam auch durch ein paar Level, bis mir schließlich die Münzen ausgingen. Zu zweit macht das Spiel dann noch ein ganzes Ende mehr Spaß, zumal es auch etwas einfacher ist, mit den ganzen Mutanten fertig zu werden. Aber auch so eine nette Kurzweil, bevor ich mich auf den Weg zur SEGA Game World machte.
Dort angekommen, betrat ich zuerst das Geschäft direkt daneben. Vom Eingang aus links waren Angeln und passende Ausrüstung sowie Kleidung zu haben. Um eine geschlossene Erwachsenen-Abteilung in der Mitte ging ich hinten herum, wo ein Sammelsurium an elektronischen Geräten, Laserdiscs und Deko zu finden war. Schließlich kam ich in den Videospielbereich, der mir direkt Tränen der Freude in die Augen trieb. Die ersten Konsolen, die ich sah, ließen mich lockere 20 Jahre in der Zeit zurückspringen, in meine Kindheit. In den Regalen vor mir sah ich haufenweise Super Famicom Konsolen, die japanische Version dessen, was im Westen als SNES oder Super Nintendo geläufig ist. Die Geräte waren zwar gebraucht, aber allesamt ziemlich gut erhalten und eingeschweißt, komplett mit Netzteil und Controller. Dazugehörige Spiele fanden sich in der direkten Umgebung, genauso wie weitere Konsolen, auch anderer Hersteller. Ich sah N64 oder Nintendo 64, Xbox, MegaDrive und weitere.
Als ich meinen Rundgang betont langsam fortsetzte, dämmerte mir ganz allmählich, dass der Laden weit größere Dimensionen besaß, als von außen angenommen. Weitläufige Regale, vollgestellt mit Spielen zu modernen Konsolen wie PS3, Wii oder DS / 3DS an denen ich schon mittlerweile stark beeindruckt vorbeiging, wechselten sich schließlich mit dem ab, was ich als "Overkill vom Overkill" bezeichnen möchte. Regale, die bis an die in geschätzten fünf Metern Höhe befindlichen Decke vollgestopft sind mit Figuren, Statuen, Bausätzen und was man sonst noch so finden kann. Viele der angebotenen Figuren kannte ich nicht einmal, allerdings kam ich irgendwann auch an ein großes Regal, welches eine ungekannte Zahl an Merchandise zu Neon Genesis Evangelion beinhaltete. Mehr aus Neugierde verbrachte ich einige Zeit damit, das Regal zu durchstöbern, habe ich doch für derartig große Boxen leider keinen Platz im Koffer (was mich auch schon schweren Herzens hat Abstand nehmen lassen von einer Gundam Wing Edition des Linkin Park-Albums A Thousand Suns). Merkwürdigster Fund war dabei ein Bord mit Kondomen und einem Schaumbad!
Neben größeren Figuren und Statuen spielen vor allem Trading- und Gashaponfiguren eine nicht unwesentliche Rolle bei den japanischen Otaku. Auch dazu fanden sich Regale mit Unmengen an akribisch eingetüteten Figuren. Insgesamt schien ein großer Anteil des Spiele- und Figurenangebots aus einem Gebraucht- oder Restpostendepot zu stammen, zumeist aber in sehr guter Qualität. Bei den Tradingfiguren konnte ich dann auch nicht umhin, mir ein paar der "Engel" aus den neueren Evangelion-Filmen zuzulegen, auch wenn sich die Suche nach weiteren Exemplaren ob der eng beieinander stehenden Regale und der Tatsache, dass sich die Evangelion-Figuren am Boden befanden, relativ stressig gestaltete. Schließlich konnte ich sechs Exemplare von derzeit acht verfügbaren ergattern, ein guter Schnitt.
Ich war mittlerweile ob der Übermacht der Eindrücke, der vorherrschenden Temperaturen, der Luftverhältnisse und der allgemeinen Lautstärke fast ein wenig betäubt, als ich weiterging. An den zahllosen Manga ging ich dann auch vorüber, ohne Japanischkenntnisse würde das auch keinen Sinn ergeben, sich damit zu befassen. So steuerte ich dann die Film- und CD-Regale an. An den Filmen schlenderte ich nur kurz vorbei und bestaunte ein paar interessant aussehende Special Editions. Bei den CD's schaute ich etwas genauer und fand schließlich auch Soundtracks, wo ich wiederum zugriff - der Soundtrack zu Final Fantasy VIII inklusive des Arrangement-Albums FITHOS LUSEC WECOS VINOSEC sowie eine Sammlung von Evangelion-Stücken auf Refrain of Evangelion wanderten in meine langsam etwas zittrigen Hände.
Als ich bezahlt und das Geschäft verlassen hatte, ging ich dann auch nur kurz in die SEGA Game World, die ein größeres Angebot an Videospielen bietet. Ich war allerdings schon ein wenig zu benommen, um mich wirklich ausgiebig damit auseinander zu setzen, also ging ich, nachdem ich mir an einem nahen Automaten eine Cola gegönnt und den ersten Schluck mehr als genossen hatte, zum Hotel zurück.

Dienstag, 3. Mai 2011

New Tools (2)

So, erstmal zum Einstimmen was aus dem RE: Afterlife OST

Heute kam mal wieder eine nette Lieferung an. Genauer gesagt, kam sie schon gestern, nur war ich natürlich auf der Arbeit und konnte das Paket nicht in Empfang nehmen. Nachbarn waren scheinbar auch nicht da und so wurde die Zustellung heute wiederholt, allerdings zu meiner Arbeitsstelle, da ich sicherstellen wollte, das Paket heute auch zu bekommen. Das zog wiederum den Nachteil nach sich, den Karton durch die Stadt nach Hause manövrieren zu müssen. Das war schon eine kleine Odyssee für sich, da der Karton größer als erwartet war und dadurch an Handlichkeit vermissen ließ. Dennoch ist er sicher und unbeschadet zu Hause angekommen und ich konnte ihm die zwei zuvor gezeigten, kleineren Kartons entnehmen.

Die beiden Kartons wiederum waren Transportmittel für diese zwei Alukoffer:

Kenner wissen eventuell sogar schon, worum es gehen könnte, alle anderen dürfen sich aber auch gerne an den folgenden Bildern erfreuen. Ich tue es auf jeden Fall.











Wie die Aufschrift des linken Koffers schon richtig vermuten lässt, befinden sich tatsächlich Nachbildungen von den berühmt-berüchtigten Waffen, nämlich der Plasma Cutter aus Dead Space und Dead Space 2 in den Koffern.

Die beiden Geräte machen echt Eindruck in den Koffern, auch wenn sie (leider) nicht funktionsfähig sind.


Wider Erwarten bestehen die beiden Plasma Cutter auch nicht komplett aus Kunststoff, am vorderen Teil sind jeweils Metallteile verarbeitet worden. Das verleiht den beiden Geräten zum einen ein höheres Gewicht, was nicht unbedingt unangenehm ist, aber auch eine gewisse Kopflastigkeit, die sich gerade beim Plasma Cutter des ersten Dead Space-Teils bemerkbar macht.

Interessante Details: Beim Plasma Cutter des ersten Teils lässt sich die Antenne (unten) aus der Halterung lösen.


Der Cutter aus dem zweiten Spiel bietet eine zusätzliche Taschenlampe (die allerdings auch extra Batterien benötigt), sowie das besonders coole Feature, die Schneideinheit um 90° drehen zu können (nur manuell, aber immerhin). Auch die gewinkelten Bleche oben und unten an der Schneideinheit lassen sich per Hand bewegen.



Beide Geräte liegen ganz gut in der Hand, nur die schon erwähnte Kopflastigkeit wird längeres Tragen wohl erschweren, aber Coolness hat schließlich auch ihren Preis.






Was beiden Plasma Cuttern gemein ist, ist die LED-Funktion. In beide Geräte lassen sich zwei handelsübliche 1,5 V Batterien einsetzen (plus drei schmale für die Taschenlampe), die auf Drücken des Abzugs das typische Drei-Punkte-Leuchten erzeugen. Zwar, anders als in den Spielen (da ist es eher ein kaltes blau), in grün, aber man will ja nicht wählerisch sein. Im Bild ist es oben links über meinem Fernseher deutlich an der Wand erkennbar.




Abschließend bleibt mir nur noch, mich über zwei schöne neue Stücke für meine Sammlung zu freuen, die sich allein schon durch die Koffer sehr cool machen im Memorabileum.

Donnerstag, 2. September 2010

Killer Instinkt

Mal wieder eine äußerst ansehnliche Neuerwerbung, die ich mir da geleistet habe:

Bei dem Schmuckstück handelt es sich um eine praktische Aufnahme für Wiimote (wahlweise inklusive Wii MotionPlus) und Nunchuk. Besonders geeignet natürlich für Spiele wie z.B. House of the Dead: Overkill oder Resident Evil: Umbrella Chronicles (die sich natürlich auch beide in meinem Besitz befinden). Was man auf dem Bild nicht ganz erkennen kann, ist die Gesamtlänge des Geräts, die liegt nämlich bei stolzen 85 cm. Da kommt schon ein ziemlich geiles Feeling auf, wenn man im Wohnzimmer liegt, das Gewehr auf einen Hocker gestützt, und Zombies die hässlichen Fressen wegspratzt. Da kommen bestimmt noch lustige Poserbilder bei rum...
Zuerst gesehen hatte ich das Mordinstrument auf der gamescom am Big Ben-Stand und mir war sofort klar, dass ich das bestellen würde. Gesagt, getan, und am gleichen Abend ging noch die amazon-Bestellung raus, da ich sowieso den damaligen gamescom-Tages-Deal bestellte (Darksiders in der Hellbook Edition für PC im übrigen).
Das Beste: Wenn man die Wiimote entsprechend kalibriert, kann man sogar das Scope tatsächlich nutzen! Bietet keine Vergrößerung, aber erhöht den "Realismus" ungemein. Boom Headshot!

Donnerstag, 24. Juni 2010

WM-Fieber!

Bei so manch einem Zeitgenossen scheint das wörtlich zu verstehen sein...
Was gestern Abend wieder bei mir in der Nachbarschaft abging, war schon der Wahnsinn. Getröte, Geböller, Geknalle, Gegröle, Gehupe - anything goes, Hauptsache möglichst laut. Als wenn's schon um was gegangen wäre! Obwohl mich Fußball generell nicht die Bohne juckt und die WM genau in dieselbe Kategorie von Irrelevanz fällt, kann ich mich natürlich nicht gegen ein passives Miterleben erwehren. Noch besitze ich ja keine Schnellfeuerwaffen, schade eigentlich. Ich hätte dann immerhin auch was zu feiern gehabt.