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Sonntag, 26. April 2020

Eternal DOOM

Mit dem Release von DOOM Eternal vor etwas mehr als einem Monat habe ich mich auch endlich mal mit dessen direktem Vorgänger beschäftigt beziehungsweise tue das noch (dazu später mehr). Und was ein großer Spaß das ist!

Story mit unendlichem Tiefgang wird wohl hoffentlich niemand bei einem Spiel mit diesem Titel erwarten, sondern eher das, was dann auch geboten wird - brachiale Action! Dennoch bieten die beiden Spiele sogar überraschend viel Hintergrundgeschichte um die Höllendämonen, den Doom Slayer und die anderen Parteien, die noch mitmischen (gerade im neueren Spiel wird das weiter ausgeführt). Dies wird insbesondere ausgeschmückt, wenn man die in der Spielwelt verteilten Log-Einträge einsammelt und liest. Ganz interessant, wie auch die "Vergangenheit" des Doom Slayers (also die ersten Spiele der Reihe) mit einbezogen wird.
Auf jeden Fall macht es tierisch Laune, mit krachenden Waffen und knatternder Kettensäge in Gegnergruppen zu preschen und diese kunstvoll in möglichst viele Teile zu zerlegen. Dabei setzen besonders die "Glory Kills" einen finalen Todesstoß gegen die Monster eindrucksvoll in Szene und warten mit überzeichneten Nahkampftötungen auf, die einem ein Grinsen ins Gesicht zaubern allein schon aufgrund ihrer schieren Absurdität.
Dass sich das Spiel dabei nicht immer zu 100 % ernst nimmt, merkt man insbesondere in den Momenten, in denen andere Charaktere Aktionen der Spielfigur kommentieren. Ein gutes Beispiel dafür aus DOOM Eternal ist die lakonische Anmerkung eines Charakters, dass der Doom Slayer nicht einfach ein Loch in die Marsoberfläche schießen kann - woraufhin der Letztgenannte genau das tut. Auch die Tatsache, dass der Name der "Super Shotgun" im Spiel sogar ausgesprochen wird, zeugt davon.
Nach dem eher düsteren dritten Teil, der teils schon fast in Horror abzudriften versuchte, bringen die neuen Titel wieder klassische Action gepaart mit lauter Musik auf den Bildschirm und die Lautsprecher. Mehr braucht es für ein DOOM-Spiel ja auch gar nicht, meine ich.

Die Multiplayer-Modi sind tatsächlich sehr unterschiedlich angelegt in den beiden Teilen. Im "ersten" DOOM von 2016 stehen recht klassische Modi wie (Team) Deathmatch, Domination oder einer King of the Hill-Variation namens Warpath zur Auswahl, Eternal dagegen bietet lediglich den asymmetrischen Battlemode. In diesem Modus spielt ein Spieler den Doom Slayer, während zwei weitere die Rollen von mächtigen Dämonen wie einem Mancubus oder einem Marauder übernehmen.
Ich habe tatsächlich in beiden Spielen die Multiplayer-Modi ein wenig probiert und hatte mit allen Spaß. Natürlich bieten die unterschiedlichen Modi von DOOM mehr Abwechslung, dafür sind die Battlemode-Schlachten recht kurzweilig und ein Wechsel zwischen Slayer und Dämon erfordert auch ein spielerisches Umdenken.

Ein weiteres Highlight, allerdings nur im ersten der beiden Spiele vorhanden: Der SnapMap Leveleditor. Ein spaßiges Tool mit dem man relativ einfach selbst ein paar Level aus vorgegebenen Elementen zusammenbasteln kann. Darüber hinaus lassen sich auch ein paar Logikverknüpfungen erstellen, um ein wenig mehr Interaktivität in das Spielgeschehen zu bringen. In den Kreationen der Spieler finden sich einige witzige Ideen, teils mit einem veränderten Grundspielprinzip. Mit diesem Editor beschäftige ich mich zurzeit auch noch, um eine kleine Karte fertigzustellen und zu veröffentlichen. Mal davon ab, dass es - natürlich - ein Achievement dafür gibt, macht es tatsächlich auch Spaß, sich selbst den Spielfluss und den Weg des Spielers zu überlegen. Sobald der Level veröffentlicht ist, werde ich berichten.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Life IS strange!

Zumindest, wenn man in der Haut von Chloe Price steckt.
Bereits in Life is Strange begleitete sie als beste Freundin von Max(ine) Caulfield den Spieler. Die sehr emotionale Geschichte um Verlust und die Angst davor, sowie den großen und kleinen Nöten des Erwachsenwerdens und der damit zusammenhängenden Verwirrung und Schwierigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden wurde noch gewürzt mit der Fähigkeit der Protagonistin, die Zeit zurückdrehen zu können.
Mehr und mehr entdeckte Max außerdem die Abgründe von Arcadia Bay und der Blackwell Academy. Ein psychotischer Schüler, ein besessener Photograph und ein vermisstes Mädchen, das später tot aufgefunden wurde, waren nur der Vorgeschmack für ein katastrophales Finale. Am Ende musste Max sich entscheiden - rettet sie ihre Freundin, die sie über alles liebt oder ihre Heimatstadt? Keine leichte Entscheidung, wie so einige im Spielverlauf.
Klar kann man das als Teenie-Drama abtun - aber man kann sich auch einfach darauf einlassen und das Spiel genießen und mitfiebern und mitleiden. Ich bin ja sowieso jemand, der sich für derartige Geschichten begeistern kann (auch wenn man mir das vermutlich nicht unbedingt glauben würde), insofern hat mir auch Life is Strange sehr gefallen. Der toll ausgewählte Soundtrack und auch der Score haben mal wieder einen großen Anteil daran gehabt. Kann ich nur empfehlen, zum Beispiel mal bei einem Streamingdienst reinzuhören.

In Life is Strange: Before The Storm ist Chloe dann die vom Spieler gesteuerte Protagonistin, spielt dieser Teil doch circa drei Jahre vor der Rückkehr von Max Caulfield nach Arcadia Bay.
Seit ihr Vater knapp zwei Jahre vor Spielbeginn bei einem Autounfall ums Leben kam, hat sich Chloe stark verändert. Das an Wissenschaft interessierte Mädchen wurde zu einem zynischen, rebellischen Teenager, der absolut gar nicht begeistert darüber ist, dass seine Mutter eine neue Liebe gefunden hat. Erst recht nicht, da es sich - ihrer Meinung nach - um einen militaristischen Faschist handelt.
Darüber hinaus scheint der Kontakt zu Max vor ein paar Monaten abgebrochen zu sein. Chloe legt sich deshalb ein Tagebuch an, das sich (ähnlich wie in Life is Strange) während des Spielverlaufs füllt mit Briefen an Max. Die sind mal berichtend, mal anklagend, mal amüsant, mal traurig.
Genauso entwickelt sich auch die unwahrscheinliche Beziehung zwischen Chloe und Rachel Amber, einer der populärsten Schülerinnen von Blackwell. Nach einer völlig unerwarteten Begegnung auf einem Konzert gleich zu Spielbeginn trifft Chloe am nächsten Tag wieder auf Rachel, die sie überredet, den Unterricht zu schwänzen und lieber Zeit mit ihr zu verbringen. Die anschließenden Stunden sind eine Achterbahn der Gefühle, denn nach der anfänglichen Vertrautheit zwischen den beiden Mädchen reagiert Rachel plötzlich abweisend und lässt Chloe ratlos, wütend und traurig auf dem Schrottplatz zurück.
Nachdem später der Grund für Rachels plötzliche Gefühlsschwankung erklärt ist, planen sie und Chloe, aus Arcadia Bay zu verschwinden. Beim Abendessen mit Rachels Eltern kommt es jedoch zu einem Gefühlsausbruch, der mit einer Erklärung von Rachels Vater für dessen Verhalten endet. Dessen vermeintliches Fremdgehen entpuppt sich als eine viel größere Sache und in der Folge versucht Chloe, Rachel dabei zu helfen, ihre leibliche Mutter zu treffen.
Dieser Versuch endet zwischenzeitlich desaströs mit einer Messerattacke auf Rachel, die gerade noch rechtzeitig von Chloe ins Krankenhaus geschafft werden kann. Dort bittet Rachel sie allerdings, weiter nach ihrer Mutter zu suchen. Chloe kommt dem Wunsch nach und findet noch eine weitere Schicht von Lügen und Verheimlichungen. Rachels Vater arbeitete mit dem Kriminellen zusammen, der auch Rachel mit dem Messer angriff. Er wollte dafür sorgen, dass Rachels Mutter für immer aus dem Weg geräumt wird. Diese Erkenntnis trifft Rachel, wenn man als Spieler die Entscheidung trifft, ihr davon zu erzählen, natürlich extrem hart.
Trotzdem oder gerade wegen dieser gemeinsam durchlebten Ereignisse verbringen die beiden Mädchen weiterhin viel Zeit miteinander und festigen ihre Beziehung - bis zu dem grausamen Ereignis, das ganz am Ende, noch nach dem Abspann des Spiels, angedeutet wird. Spieler von Life is Strange wissen, dass Rachel zum Zeitpunkt der Rückkehr von Max nach Arcadia Bay bereits tot ist. Ihr angedeuteter letzter Moment in Jeffersons Photo-Bunker trifft den Spieler dennoch heftig in die Magengrube nach all den vorangegangen Bildern. Holt man den ursprünglich ersten Teil der Reihe im Anschluss nach oder spielt in erneut, kann man Chloe nur noch besser verstehen, die bereits zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben mit einem derartigen Verlust konfrontiert wird.

Ähnlich brachial endet die Bonus Episode "Farewell", die im September 2008 spielt. Max ist noch in Arcadia Bay und zu Besuch bei Chloe - um ihr von dem bevorstehenden Umzug ihrer Familie nach Seattle zu erzählen. Allerdings spielen die beiden erst noch eine Piratengeschichte, wie vor mehreren Jahren schon. Dabei vergruben sie damals einen Schatz im Garten, den sie nun wiederfinden wollen.
Die ganze Episode ist ein einziger, langer, bittersüßer Abschied - sowohl für Max und Chloe, als auch für den Spieler, denn ist wohl das letzte Mal, dass wir die Mädchen in einem Spiel sehen. Hier und da finden sich einige Anspielungen zu Life is Strange wieder, nicht nur durch den Ort und die Charaktere selbst, sondern auch Kleinigkeiten wie etwa die Schneekugel auf dem Kaminsims.
Und spätestens, wenn die beiden Mädchen im Wohnzimmer angekommen sind und Chloe in einem Nebensatz erwähnt, dass ihre Eltern eigentlich schon zu Hause sein wollten, weiß der Spieler, wie diese Episode endet. Es ist nämlich der Tag, an dem Chloes Vater stirbt. Zum Ende kommt dann auch ihre Mutter mit genau diesen schrecklichen Neuigkeiten heim. Auch Max ist davon hart getroffen.
Umso grausamer ist dann ihr Abschied von Chloe auf der Beerdigung, von der aus ihre Familie direkt nach Seattle fährt. Erst Jahre später kehrt sie nach Arcadia Bay und damit zu Chloe zurück.

Gerade die Geschichte um Rachel und ihre Beziehung zu Chloe fand ich toll, weil in Life is Strange eben nur noch posthum über Rachel berichtet werden kann. Es zeigt sie aus einer anderen Perspektive, als die Erzählungen und Gerüchte einen glauben lassen wollen. Es ist natürlich nicht gänzlich unmöglich, dass sie in der Zeit zwischen Before The Storm, das 2010 spielt, und dem chronologischen Nachfolger (2013) eine Wandlung durchgemacht hat. Möglicherweise wurde das auch zusätzlich bedingt durch die Ereignisse, die sich nach ihrer Begegnung mit Chloe zugetragen haben. Dennoch scheint einiges von dem, was Max über sie erfahren kann, zumindest unwahrscheinlich oder doch recht vage. Ohne wirklich offizielle Informationen spekulieren auch die Spieler der Serie teils sehr detailliert über den Charakter und ihre Motive.

Interessant ist, dass Before The Storm das übernatürliche Element fehlt, das Max in Life is Strange verkörperte. Hier und dort scheint es kleinere Anzeichen für mögliche Einflüsse oder gar Kräfte zu geben, aber nie wird direkt davon Gebrauch gemacht. So hat Chloe zum Beispiel prophetische Träume, in denen ihr verstorbener Vater sie unterstützt, wodurch sie Rachel am Abend im Park wiederfindet.
Rachel dagegen wird oft mit Feuer in Verbindung gebracht - nicht nur, weil sie für den Großbrand verantwortlich ist, sondern auch wegen der Art und Weise. Als sie den brennenden Mülleimer umtritt, schreit sie in die gleiche Richtung, wobei um sie herum der Wind scheinbar plötzlich ebenfalls in diese Richtung weht und das Feuer so anfacht. Darüber hinaus scheint der Großbrand urplötzlich zu erlöschen, als Rachel mit der Messerwunde ins Krankenhaus kommt.
Schaut man sich ein wenig in Foren zu dem Thema um, kann man mit Sicherheit noch mehr und noch deutlich absurdere Theorien finden. Fakt ist, dass die Spiele wunderschön geschrieben und vertont sind - sowohl auf Seiten der Figuren als auch des Soundtracks. Die eigens dafür geschriebenen Stücke als auch die lizenzierten Tracks sind stets passend eingesetzt und oft mehr als nur leicht melancholisch, was mir ja immer wieder gefällt. Auf YouTube habe ich eine Playlist mit dem Soundtrack zu Before The Storm gefunden, die auch beim Schreiben dieses Posts lief. Gerne mal reinhören.

Sonntag, 12. Januar 2020

Schon wahr, irgendwie

Ich mag ja die Jungs von Cyanide & Happiness. Immer wieder bringen sie neue, großartige Comic Strips raus, die mich in den meisten Fällen zum Lachen bringen durch ihren sehr dunklen Humor. Bisweilen kommen auch richtiggehend emotionale Comics heraus, die gerne mal mehr in Richtung Magengrube zielen, besonders, wenn es wieder heißt "Depressing Comic Week".
Die Zeichner scheuen sich auch nicht, immer mal wieder ältere Werke zu zitieren in sozialen Netzwerken. So geschehen kürzlich mit diesem Strip. Und ach, wie viel Wahrheit in diesem kleinen, simplen Comic steckt. Es sind eben die einfachen Dinge...

Mittwoch, 8. Januar 2020

Was habe ich euch denn getan?

Gerade habe ich die Hintergrundinformationen, die als Bonus in der Castlevania Anniversary Collection enthalten sind, zu Ende durchgeschaut. Stehen einige sehr interessante und spannende Dinge drin, wenn auch nur zu den acht enthaltenen Spielen. Natürlich will ich mich nicht beschweren, es sind ja tolle Sachen dabei, wie zum Beispiel Konzeptzeichnungen und Designideen.

Nun trägt einer der frühen Vertreter des Belmont-Clans ja zufällig meinen Vornamen. In den beiden Game Boy-Titeln (Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge) spielt man ebendiesen Christopher Belmont. Ein wenig befremdlich zuerst auf der einen, doch ziemlich cool auf der anderen Seite war das Gefühl, als der Name auf dem Bildschirm erschien. Recht schnell habe ich mich dann dran gewöhnt und war fast begeistert, als ich ihn im zweiten Teil wieder steuerte.
In den Designskizzen finden sich auch Anmerkungen zu den beiden Spielen für Nintendos tragbare Konsole (beziehungsweise Konsolen, die Switch mitgezählt) mit vielen Nennungen des Charakters. Besonders bei einer Gegnerübersicht musste ich dann doch etwas schmunzeln. Hier mal ein Auszug zum besseren Verständnis:
Immer auf mich!

Sonntag, 20. Oktober 2019

You wouldn't get it

Gestern Nachmittag habe ich mit einer guten Freundin den neuen Joker-Film gesehen. Wir sind etwas geteilter Meinung, was das Erlebnis angeht. Kurze Warnung vorweg: Ich erwähne unter Umständen Details, die einem das eigene Erleben verderben könnten.

Die spoilerfreie Kurzfassung: Ich finde den Film grandios. Grandios düster, auf emotionaler Ebene ziemlich brachial und Joaquin Phoenix spielt Arthur Fleck unfassbar genial.

Über die ganz offensichtliche Sozialkritik, die im Film dargestellt wird, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Nach Meinung des Jokers (im Comic The Killing Joke) braucht es nur einen schlechten Tag, um derart dem Wahnsinn zu verfallen wie er selbst.
Im Film sind es mehrere, gehäufte Ereignisse, die schließlich dazu führen, dass Arthur das titelgebende Pseudonym annimmt. Der Weg, den er während dieses Verfalls zurücklegt, ist eine einzige, emotionale Abwärtsspirale. Immer wieder zeigen Szenen die Gedankenwelt Arthurs, seine Wahnvorstellungen, idealisierte Situationen, in denen er sich selbst stets positiv projiziert. Die übrigen Bilder sind düster, stets drücken sie auf den Protagonisten, dessen Psyche schließlich an seinem Umfeld zerbricht - und er beginnt, dass, was er vorher als Tragödie wahrnahm, als Komödie zu sehen.

Selbst rein oberflächlich betrachtet und ohne tiefere Analyse der Ereignisse gefällt mir der Film richtig gut. Interessant wird es dann noch, die einzelnen Szenen, ihre Anordnung und mögliche Auswirkungen genau zu betrachten. Immerhin trägt der Film den Namen des Protagonisten, der definitiv kein Held ist - und dies laut eigener Aussage auch gar nicht sein will. Was im Endeffekt aber auch bedeutet, dass der Zuschauer jede Szene mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte, da sie sich als weitere Wahnvorstellung des Jokers entpuppen könnte (es gibt Theorien darüber, dass der gesamte Film nichts als eine solche Illusion in der Psyche Flecks ist).
So oder so ein Film, bei dem sich mehrfache Sichtungen lohnen werden. Ein nicht übermäßig komplexer, aber durch seine fast schon Schlichtheit passender und atmosphärischer Soundtrack trägt einen Großteil dazu bei (und wie der geneigte Leser meines Blogs wissen wird, ist Musik für mich ja ein wichtiger Bestandteil).

Montag, 7. Oktober 2019

Das Beste daran

Würde mich jemand fragen, was meiner Meinung nach das Beste an Assassin's Creed Unity sei, würde ich folgendes Bild vorlegen und dazu sagen: Die Gelegenheit, diesen dann doch recht coolen Screenshot schießen zu können.
They called him the Crowfather
Ich mag die Reihe ja an sich gerne, aber noch nie hatte ich so viele technische Probleme, hat mich die Geschichte derart kalt gelassen und haben mich die Charaktere so wenig interessiert. Eine riesengroße Menge verschenktes Potential. Aber im DLC-AddOn (also noch nichtmal im Hauptspiel!) Dead Kings konnte ich im Laufe einer optionalen Nebenmission dann genau diesen Schnappschuss machen. Der gefällt mir in der Komposition und mit der Lichtstimmung tatsächlich sehr gut.
Manchmal muss man sich seine positiven Momente dann ja selbst suchen. Hier, kurz vor Schluss, habe ich meinen dann auch endlich gefunden.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die lange Reise durch Nosgoth

Gerade habe ich auch das zweite Kapitel um Seelensauger Raziel zu Ende gebracht. Wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn ich diesmal durch einige Programmabstürze gequält wurde - das freie Speichern gibt es nämlich nicht mehr, sondern stattdessen fest vorgegebene Orte dafür. Wenn kurz vor dem nächsten Speicherpunkt das Spiel vorzeitig beendet wird und man eine komplette Sequenz wiederholen muss, ist das schon anstrengend. Nach einer weiteren Recherche konnte ich die letzte Spielsitzung dann allerdings ohne Probleme spielen.
Besonderes Highlight: Die Puzzle in den Elementarschmieden. Waren im ersten Teil noch hauptsächlich Blöcke zu schieben, sind die Rätsel dieses Mal deutlich komplexer und interaktiver. Die Animation, wenn die Schmiede dann, mit Energie angefüllt, ihre Elementarmacht bündelt und dem Reaver bereitstellt, ist immer wieder ein äußerst befriedigender Abschluss für das Lösen der Mechanismen in den Schreinen.
Die Geschichte aus dem ersten Teil wird weitergeführt und in epischere Breiten getragen. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass man Nosgoth unter anderem in verschiedenen Zeitaltern besucht, was sich an der Umgebung unterschiedlich stark bemerkbar macht. Allerdings endet auch der zweite Teil mit genug offenen Fragen für eine Fortführung der Geschichte - die dann mit Legacy of Kain: Defiance hoffentlich einen würdigen Abschluss erhält. Ich werde es alsbald herausfinden...


Fast selbstverständlich, aufgrund der Qualität lasse ich es aber nicht unerwähnt: Der Musiker Kurt Harland liefert, wie im ersten Post zu Soul Reaver 2 schon angesprochen, auch dieses Mal wieder grandios atmosphärische Tracks ab. Richtig, richtig gut und sorgt für zusätzliche Stimmung. Gerne mehr davon im nächsten Teil.


Die Säulen in ihrem ursprünglichen Glanz

Mittwoch, 8. Mai 2019

The second coming

Nachdem ich den ersten Teil erfolgreich beendet habe, konnte ich heute Soul Reaver 2 beginnen. In den letzten Tagen hatte ich schon ein paar Dinge getestet und das Spiel zum Laufen gebracht, damit ich mich direkt ins Abenteuer begeben konnte.
Erst gab es ein paar Probleme, dank einem Graphik-Wrapper (dgVoodoo) konnte ich diese allerdings beheben. Auch mein Gamepad kann ich wieder nutzen, im Vergleich zum ersten Teil sogar nativ ohne Probleme. Dass ich dennoch JoyToKey benutze liegt im Grunde nur daran, dass sich das Pausemenü nur über die Escape-Taste aufrufen lässt. Da ich meine Tastatur aber nicht nur für diese eine Taste jedes Mal vom Tisch neben mich legen oder für jeden Menüaufruf aufstehen möchte, habe ich die Funktion auf eine der freien Gamepad-Tasten gelegt. Schon praktisch.

Direkt vom Start weg fällt wieder der grandiose Soundtrack auf. Schon im Menü wird man von dem Stück "Ariel's Lament" begrüßt, was sofort für Gänsehaut sorgt. Selbstverständlich hält sich diese Qualität auch im Rest des Spiels (zumindest in dem Teil, den ich bereits gespielt habe, ich bin optimistisch für den weiteren Verlauf).
Das Introvideo erzählt noch einmal das Ende des ersten Teils, Soul Reaver 2 schließt also tatsächlich direkt an den ersten Teil an. In dem Video fällt gleich auf, dass die Synchronstimme von Kain die gleiche geblieben ist - Raziel hat eine neue bekommen. Dabei handelt es sich um Udo Schenk, der unter anderem Kevin Bacon, Gary Oldman, Ray Liotta und Ralph Fiennes in deutschen Vertonungen spricht. Stimmlich also keine schlechte Wahl, nur eben eine Umgewöhnung. Der Ältere hat seine Stimme übrigens auch behalten.
Gefühlt sind die Dialoge auch länger und ausgefeilter als im ersten Spiel, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Erzählung weiter entfaltet.

Die neun Säulen von Nosgoth: Verdorben, aber noch nicht zerstört

Samstag, 4. Mai 2019

Fortsetzung folgt...

Diese Worte prangten eben auf meinem Bildschirm, nachdem ich Legacy of Kain: Soul Reaver beendet hatte. Wobei beendet schon im Grunde zu viel gesagt ist, denn zu sagen, dass das Spiel recht offen endet, wäre arg schmeichelhaft ausgedrückt. Gefühlt endet der Titel mitten im Endkampf und lässt den Spieler mit mehr Fragen als Antworten zurück, mit der Hoffnung, dass ein Nachfolger auch tatsächlich erscheint (dass dies so ist weiß ich ja bereits, immerhin).
Dennoch, ein tolles, düsteres Erlebnis mit einer grandiosen Atmosphäre, lauter undurchschaubaren Charakteren und hier und da netten Wendungen und Entwicklungen.
Selbstverständlich habe ich auf dem Weg alles eingesackt, was es einzusacken gab (auch wenn ich die Glyphen dann doch nie benutzt habe) und auch jedes optionale Gebiet besucht.
Schönes Beispiel für letzteres: Die Stadt der Menschen. Kann man komplett links liegen lassen (sprichwörtlich, auf dem Weg ins Endgebiet), dann verpasst man aber einen Glyph und ein paar Artefakte, sowie eine weitere architektonische Abwechslung. Und darüber hinaus ein cooles Stück aus dem Soundtrack. Sollte man also mitnehmen.

Meine im letzten Post schon ausgedrückte Freude bleibt also bestehen und findet hoffentlich im zweiten Teil ihre verdiente Fortsetzung. Ab jetzt wird es dann auch komplett neu und (noch) spannend(er).

Was mir am Ende auch positiv auffiel, ist der im Vergleich zu modernen Spielen angenehm kurze Abspann. Noch dazu ist auch der mit toller Musik untermalt und zeigt neben den Namen des Entwicklerteams Konzeptgraphiken aus verschiedenen Phasen. Gefällt mir sehr gut!

Freitag, 3. Mai 2019

Saving Nosgoth

Es ist Retro-Zeit: Ich habe gestern (wieder) Legacy of Kain: Soul Reaver angefangen, das 1999 erschienen ist. Das Spiel habe ich zwar vor Jahren schon gespielt, allerdings will ich nun mit den beiden Nachfolger Soul Reaver 2 und Defiance endlich die ganze Trilogie um Raziel und Kain erlebt haben. Als Einstimmung und weil ich mich definitiv nicht an die komplette Geschichte - die noch dazu mit einem fiesen Cliffhanger endet, soviel weiß ich noch - erinnere, habe ich eben den ersten Teil erneut gestartet.

Wie zu erwarten war hatte ich anfangs Probleme, das Spiel überhaupt starten zu können. Nach ein wenig Online-Recherche und ein paar Tests konnte ich dann allerdings loslegen, nur mein Gamepad wollte nicht ganz mitspielen (ha!). Auch dieses Problem ließ sich beheben und so konnte ich mich schließlich auf die Jagd nach Kain machen.

Und was soll ich sagen? Trotz der technischen Schwierigkeiten, die hauptsächlich auf das Alter des Spiels und den damit sprichwörtlich vorprogrammierten Inkompatibilitäten zurückzuführen sind, macht es nach wie vor Spaß. Nicht nur sind das Setting und die Charaktere saucool, auch der Soundtrack von Kurt Harland trägt seinen Teil dazu bei, die Atmosphäre der Welt von Nosgoth zu verstärken.
Selbstverständlich bietet der Titel längst nicht alle Komfortfunktionen eines aktuellen Action-Adventures - Dinge wie einen Wegweiser, eine Minimap (es gibt ja nicht mal eine Weltkarte!) oder sogar automatisches Speichern (wobei gewisse Ereignisse tatsächlich gespeichert zu werden scheinen) sucht man hier vergebens. Man stelle sich das mal vor, man muss allen Ernstes im Pausemenü händisch den Speicherbefehl auswählen! Auch die Bosse kommen ohne hell leuchtende Schwachstellen aus, die richtige Taktik will vom Spieler selbst herausgefunden werden.

Aufgrund des Alters des Spiels sind nicht wie bei einigen modernen Spielen verschiedene Sprachen bei der Installation auswählbar (ich habe die CD-ROM-Version), sodass ich zur Abwechslung mal auf deutsch spiele. Im Gegensatz zu anderen Titeln finde ich die Synchronisation allerdings ziemlich gelungen und auch die Sprecher der Figuren gut gewählt. Mit der Meinung scheine ich auch nicht alleine dazustehen, weswegen ich auch gar nicht erst versuchen werde, mir die englischen Dateien zu organisieren.

Weil mir die Figuren so sehr liegen, habe ich auch die zwei Hauptcharaktere - Raziel und Kain - als Actionfiguren in meiner Sammlung (eine Videovorstellung folgt zu gegebener Zeit). Gaming Heads kündigte vor einer Weile eine neue Statue von Raziel an, der, den namensgebenden Soul Reaver in der rechten Hand, an einer der neun Säulen von Nosgoth hängt. Leider erweckt der Reaver eher den Eindruck eines Bohrers einer der Big Daddys aus der BioShock-Reihe, weswegen ich dann doch verzichtet habe, obwohl Raziel selbst sehr gut getroffen ist.

Ich kenne dich, Raziel. Du bist würdig.

Freitag, 15. Februar 2019

Überall hat's Türen...

Vor kurzem hatte Fanatical ein Bundle im Angebot, in dem insgesamt zehn Spiele gesammelt waren. Zwei dieser Spiele sind The Last Door und The Last Door: Season 2. Beide Teile waren in der Collector's Edition vertreten, was zusätzlich zum Spiel den Soundtrack beinhaltet. Das Bundle gab es zum Spottpreis von 3,19 €, was umgerechnet knapp 32 Cent pro Spiel macht.
Tatsächlich haben mich die anderen acht Titel nicht interessiert, sodass sie bei Steamgifts endeten. Das rausgerechnet komme ich auf 1,60 € für jedes der beiden übrig bleibenden Spiele, immer noch ein sehr guter Deal.

Und sehr gut trifft es auch... sehr gut - denn das sind die Spiele nämlich! Ich war anfangs etwas skeptisch, wurde aber sehr angenehm überrascht.
Die doch recht reduzierte, grob-pixelige Graphik schreckt mich als (immer noch) Fan von Spielen vergangener Tage ja sowieso nicht per se ab. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob die vom Trailer suggerierte Stimmung wirklich gut vermittelbar wäre auf diese Art. Spoiler: Klappt ziemlich gut, zumindest meiner Meinung nach.
Die tolle musikalische Untermalung und die Soundeffekte tragen ihren Teil dazu bei, dass eine düster-mysteriöse Spannung entsteht. Die zieht sich auch komplett durch, was das Erlebnis sehr stimmig macht. Gleich am Anfang des ersten Teils wird man schon ziemlich brutal eingestimmt, denn in der ersten Szene steuert man eine Figur, die sich erhängt.
Eine seichte, fröhlich-entspannte kleine Geschichte darf man also nicht erwarten. Dafür wird man für die paar Stündchen, die man mit den Spielen verbringt, sehr gut unterhalten. Sehr lang sind die Titel sicher nicht, auf der anderen Seite entstehen auch keine wirklichen Längen. Eine angenehm kurzweilige Unterhaltung, die man durchaus auch mit einem Gläschen eines leckeren Getränks genießen kann.

Dienstag, 15. Januar 2019

Sometimes, just sometimes...

Wenngleich heute (man kennt vielleicht meine Einstellung, dass "morgen", also der nächste Tag, erst offiziell beginnt, wenn ich geschlafen habe (was momentan eher unwahrscheinlich ist)) kein sonderlich erbaulicher Tag war beziehungsweise ist, habe ich trotzdem eine Art "kreative Eingebung" gehabt. Basierend auf einer ziemlich profanen Erkenntnis hatte ich eine Idee, die ich versuchen wollte, umzusetzen.
Nach etwas Probieren kam ich dann auch langsam in Richtung dessen, was ich in meiner Vorstellung gesehen hatte. Ich konnte mich nicht hundertprozentig festlegen, deswegen habe ich Varianten erstellt. Hier die Endauswahl:

 

Man mag das wenig subtil nennen aber ehrlich gesagt, ist mir das ziemlich egal.

Immer wieder (und wieder und wieder und wieder...) grandios: Vigil.

Rainy Mood

So. This day happened. Holy fuck.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass dieses Jahr ziemlich prima angefangen hat, auch wenn ich den Übergang dahin schlicht mit Essen vor dem Bildschirm verbracht habe. Aber nach der Schicht im Theater vorher (ich war erst gegen Viertel nach elf zuhause) und mangels entsprechender Planungen war mir nicht mehr groß nach weggehen. Egal, war auch in Ordnung, obwohl ich meine Anlage schon immer lauter drehen musste, um den Sprecher im Video zu verstehen, das ich beim Essen geschaut habe.

Dann habe ich endlich mal wieder Fortschritte mit meiner Thesis gemacht. Mein begleitender Professor ist auch wieder im Bild, meine ersten Seiten fand er sogar tatsächlich gut. Demnächst geht es dann an die Anmeldung, womit definitiv auch Zeitdruck entsteht. Immerhin bleibe ich am Ball und versuche, weiter voranzukommen.

Zeit ist dann auch der entscheidende Punkt. Um so viel Zeit wie möglich in dieses letzte, große Projekt meines Studiums stecken und es damit endgültig abschließen zu können, habe ich mich dann zu einem nicht ganz so erfreulichen Schritt durchgerungen. Ich berichtete ja im März letzten Jahres (einer von wahnsinnigen zwei (z-w-e-i) Posts aus 2018), dass ich mich zur Betriebsratswahl hatte aufstellen lassen. Was danach fehlte, war das Ergebnis.
Für mich etwas überraschend bekam ich eine ganze Menge Stimmen, sodass ich schlussendlich in den aktiven Betriebsrat gewählt wurde. Dort betätigte ich mich im Ausschuss für Arbeitssicherheit und wurde sogar zu dessen Vorsitzenden gewählt. Die Themen waren nicht immer ganz einfach und vor allem oft sehr langwierige Angelegenheiten (oder laufen sogar immer noch), trotzdem hat mir die Arbeit Spaß gemacht.
Heute habe ich dann meinen Rücktritt bekannt gegeben.
Bam.
Letztlich habe ich keine andere, einigermaßen effektive Zeitersparnis gesehen als diesen Schritt. Das klingt sehr hart und es macht mich auch nicht gerade sehr glücklich aber ich muss den Fokus jetzt ganz klar auf mein Studium setzen, wenn ich das (erfolgreich) beenden will. Deswegen habe ich auch gesagt, dass ich lieber aussteige, als ansonsten immer wieder absagen zu müssen und mich nicht mehr zu beteiligen. Es ist deutlich sinnvoller, dass dann jemand für mich nachrückt, der den Posten dementsprechend auch aktiv besetzt. Immerhin wurde meine Entscheidung zumindest ruhig aufgenommen und es gab nicht etwa Diskussionen darüber - zumindest nicht in meiner Anwesenheit.

Das war die eine Sache - und dann gab es da noch etwas, zeitlich vorher noch, was mich doch etwas aus der Bahn geschleudert hat.
Ich hatte in den letzten Wochen das Gefühl gehabt, jemandem langsam näherzukommen. Wir hatten uns auch schon privat getroffen und in dieser Woche war ein weiteres Treffen geplant. In die Planungen hinein erwähnte sie dann - glücklicherweise, müsste ich eigentlich sagen - dass sie darin aber nicht mehr als ein Treffen unter Freunden sieht.
Bam. Nummer 2. Wobei, chronologisch gesehen Nummer 1.
Während mein Herz versuchte, mir von innen heraus meine Rippen zu brechen, versuchte ich nach außen, meine Fassung zu wahren. Wir schrieben noch ein paar Nachrichten hin und her und sie war weiterhin sehr liebenswürdig dabei, trotzdem merkte ich, wie die Körperwärme meine Gliedmaßen verließ. Meine Finger begannen stark zu zittern und ich machte mir ernsthaft Sorgen darüber, das Haus zu verlassen (ich musste ja noch zur Betriebsratssitzung).
So richtig realisiert habe ich das ganze vermutlich noch nicht. Natürlich hatte ich die ganze Zeit über diese eklige, ätzende Stimme im Hinterkopf, die mir immer wieder mitteilte, was ich heute dann bestätigt bekommen habe. Tja, hätte ich mal nicht versucht, die Stimme so gut es geht zu ignorieren. Manchmal scheint die ja doch recht zu haben, so sehr ich würgen möchte, während ich das schreibe. Und wie ich würgen möchte. Geronnenes Blut. Habe ich vielleicht schon mal erwähnt. Scheiße, einfach... scheiße. Fuck. Shit. Piss.

Schön passend dazu: Rainy Mood, eine Seite, die beim Fokussieren unterstützen soll. Passt halt aber auch, wenn einem eher nach Heulen zumute ist. Wie meinte Gretchen Ross so schön? I guess some people are just born with tragedy in their blood.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Another one bites the dust

Heute wäre Chris Cornell 53 geworden. Wäre, weil er sich am 18. Mai diesen Jahres das Leben genommen hat.
Ein guter Freund von Chris Cornell war Chester Bennington. War, weil er sich heute das Leben genommen hat. Er wäre am 20. März nächstes Jahr 42 Jahre alt geworden.

Unter anderem durch Linkin Park bin ich damals auf den Geschmack gekommen, was härtere Musik angeht. Andere Bands folgten, ich bin ja generell recht offen was Musik angeht. Und dennoch, gerade die ersten beiden Alben - Hybrid Theory und Meteora - haben nach wie vor einen speziellen Platz in meinem Herzen. Noch heute kann ich die beiden CDs rauf und runter hören und viele der Songs haben eine sehr emotionale Bedeutung für mich (wie ich ja allgemein durch Musik recht einfach emotional beeinflussbar bin).
Mit den Jahre entwickelte sich die Band weiter, änderte ihren Stil, wurde teils elektronischer, dann zuletzt "softer", "poppiger". Als großer Fan der alten Stücke konnte und kann ich damit nicht ganz so viel anfangen (trotz alledem wird auch das vorerst letzte Album der Band seinen Weg in mein Regal finden). Aber man muss den Jungs lassen, dass sie immer ihren Weg gegangen sind und ihre Sache gemacht haben, aller Kritik zum Trotz.

So trifft mich die heutige, traurige Nachricht doch etwas mehr, als ich gedacht hätte. Ich hatte immer die Hoffnung, dass Linkin Park noch einmal zu ihren Wurzeln zurückkehren würden oder sich diesen zumindest wieder annähern. Dass noch ein Album kommt, dass einen ähnlichen Nerv bei mir trifft wie die ersten beiden.
Nun ist sicher, dass es nicht mehr dazu kommen wird. Selbst wenn die Band weitermacht, mit Mike als alleinigem Sänger oder gar einem neuen Frontmann, es wird nicht mehr Linkin Park sein. Das macht mich traurig.
Zum Glück habe ich wenigstens ein einziges Mal auf ein Konzert geschafft.

Passend dazu zwei Features: Crawling mit Chris Cornell und Hunger Strike mit Chester Bennington.



Find some peace and rest your soul.

Sonntag, 5. Juni 2016

Die verlorenen Jungs

Gestern Abend habe ich endlich mal ein kleines, geradezu kultiges Filmchen nachgeholt, das im nächsten Jahr seinen dreißigsten Geburtstag feiert. Die Rede ist natürlich von The Lost Boys, dem vierten Film von Joel Schumacher.
Sein Alter merkt man dem Film erfreulich wenig an und wenn, dann hauptsächlich durch die Kostüme und Frisuren der Charaktere - und durch die Musik. Die Story ist tatsächlich wenig überraschend oder mit unerwarteten Wendungen versehen, aber das muss sie auch gar nicht. Der junge Kiefer Sutherland als Anführer einer kleinen Truppe von Vampiren ist schon so cool, dass es alleine fast wert ist, den Film zu sehen.
Insgesamt sehr nett gemacht, sicher nicht ganz vergleichbar mit heutigen Genrefilmen oder gar Budgets, aber dennoch zurecht ein (meiner Meinung nach) in Fankreisen gefeierter Streifen. Wer mit Vampiren gar nichts anfangen kann, den wird auch dieser Film sicher nicht überzeugen. Allerdings darf Entwarnung insofern gegeben werden, als dass The Lost Boys zum Glück sehr weit weg ist von Weichspül-Vampiren die nur im Zwielicht nach draußen kommen.

Was mir als Kind der 80er Jahre wieder mal besonders gut gefallen hat, ist der Soundtrack des Films. Zu Musik aus der Zeit habe ich nach wie vor eine ganz besondere Verbindung und die Stücke in diesem Film waren sehr schön ausgewählt. Das Hauptthema des Films, Cry Little Sister, hat es mir im Speziellen angetan, das wird wohl die nächsten Tage ein Ohrwurm bleiben.

Zu den beiden Nachfolgern kann ich noch nichts sagen, aber der Vollständigkeit halber werde ich mir die auch noch besorgen und ebenfalls sichten.

Donnerstag, 10. März 2016

Alpträume vorprogrammiert

Heute kam ein Paket aus Japan, das einen durchaus als grausig zu bezeichnenden Inhalt trug, bei mir an. Ausnahmsweise musste ich dafür auch mal nicht selbst zum Zollamt fahren, sondern konnte die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) direkt beim DHL Express-Zusteller bezahlen. Angenehme Sache.

In dem Paket befand sich der ultimative Terror, und das gleich in doppelter Form:
Zum Glück ist noch Plastik zwischen mir und ihnen
Die wiederkehrende Figur aus Silent Hill 2 namens Red Pyramid Thing (alternativ bekannt als Pyramid Head) fungiert als eine Art unbesiegbarer Boss, der den Spieler gerne mal in äußerst unangenehme Situationen bringt (ähnlich wie Nemesis in Resident Evil 3: Nemesis). Das Aussehen des Charakters ist dabei an Henker aus der Vergangenheit (innerhalb der Spielwelt) angelehnt.
Letztlich stellt sich am Ende des Spiels heraus, dass Pyramid Head eine Projektion der Schuldgefühle des Hauptcharakters darstellt, um sich selbst für seine Sünden zu bestrafen. Nach einem finalen Kampf gegen gleich zwei Inkarnationen von Pyramid Head spießen diese sich in einer verstörenden Sequenz mit ihren eigenen Speeren auf. Danach kann der Spieler den Raum, in dem der Kampf stattfand, verlassen.
Ich traue der Ruhe trotzdem nicht
Um diese markante Stelle des Spiels nachstellen zu können, habe ich mir auch extra zwei der Figuren bestellt. Wenn es jetzt noch eine Figur von James Sunderland gäbe...

Ich habe dieses Mal einen (für mich) neuen Händler ausprobiert und bin direkt begeistert. AmiAmi ist ein Online-Shop, der ein riesiges Sortiment an Figuren, Statuen und weiterem Merchandise zu Anime, Mangas, Videospielen bereithält und darüber hinaus auch noch Musik und Filme (und wahrscheinlich noch mehr) anbietet. Von der Bestellung bis zur Lieferung (das Paket sollte eigentlich gestern schon zugestellt werden) verging nicht einmal eine ganze Woche und das inklusive Verschiffung aus Japan und Durchlauf beim Zoll in Frankfurt. Ganz großes Lob und eine klare Empfehlung!

Montag, 9. Februar 2015

Warum nicht?

Eine Frage, die ich mir oft stelle. Viel zu oft. Warum kann ich dies nicht, warum geht das nicht. Auch heute wieder, obwohl ich ein echt geiles Konzert besucht habe, sucht mich auf dem Rückweg diese Frage heim.
Unter versuchter Zerstörung meiner Fingerknöchel an allerlei auf dem Weg liegenden Objekten frage ich mich wieder und wieder, warum ich nicht meine Gefühle einfach ausschalten kann. Warum ich nicht einfach mit dem, was ich habe, zufrieden sein kann. Warum ich immer traurig wegen dem bin, was ich eben nicht habe.
Warum kann ich gewisse Empfindungen, bestimmte Emotionen nicht abtöten, ausschalten, einfach nicht mehr haben? Es kotzt mich an, und ich verachte mich selbst für meine Schwäche.
Ich will doch einfach nur glücklich sein. Mir scheint es oft, als würde mir dazu etwas, oder besser, jemand fehlen. Aber ist das wirklich so? Oder bilde ich mir das nur ein? Rede ich mir das nur ein? Zerfrisst die empfundene Einsamkeit langsam meinen Verstand? Oder ist auch das nur Einbildung? Kann ich das gefrorene Stück verrotteten Fleisches, das sich einst mein Herz nannte, wirklich wieder in seinen Ursprungszustand versetzen? Und findet sich, irgendwann vielleicht, tatsächlich die Eine, die wagemutig und wahnsinnig genug ist, diesen Weg mit mir zu gehen?
Ich bezweifle es, nach wie vor. Und trotzdem will das Gefühl nicht absterben. Warum nicht?

Mittwoch, 24. September 2014

Goin' Downtown

Wieder ein Adventure, wieder mit sehr guten Sprechern, wieder aus deutschen Landen und wieder hatte ich Spaß damit. Wenn auch weniger wegen des Humors, der war zwar auch vorhanden, allerdings eher spärlich eingesetzt (dafür aber schön pointiert).
Die Geschichte dreht sich um Jake, einen ziemlich verbitterten Polizisten im New York der Zukunft. Mit der Stimme von Jan Odle - dem Synchronsprecher von Will Smith - klärt dieser den anfangs unerklärlichen Selbstmord einer Prostituierten auf. Das Setting ist ziemlich dystopisch und düster, auch Jake drückt stets unglaublichen Schwermut aus, wenn er Dinge beschreibt.
Trotz oder eher gerade wegen der ungewohnt und erwartet erwachsenen Geschichte hat mir der Ausflug nach New York im Jahr 2072 sehr viel Spaß gemacht. Der Soundtrack ist bei Goin' Downtown auch wieder schön anzuhören, besonders der Titelsong, der ein wenig an Pain erinnern mag, hat es mir angetan. Kann ich wieder nur empfehlen, erst recht wenn man mal kein Adventure in einer Fantasy-Welt spielen möchte.

Sonntag, 11. Mai 2014

Thoughts on Suicide...

Sollte es einem nicht zu denken geben dass wir ein praktisches Fremdwort dafür haben, sich das Leben zu nehmen aber keines dafür, das Leben zu retten? Oder allgemein die ganzen, schönen -zide wie Pestizid, Homizid, Genozid, et cetera. Man sollte meinen, sowas würde mal jemandem auffallen...
Aber das eignet sich natürlich nicht für das Fernsehen, das generiert keine Einschaltquoten, da locken keine Schlagzeilen. Ach, mir wird schon wieder schlecht, ich geh weiter nach dem großen, roten Knopf suchen...

Sonntag, 5. Mai 2013

Admittedly wrong, and very much so

Lange, sehr lange, ist hier so gut wie nichts passiert. Ein Teil der Erklärung ist ganz einfach Faulheit, ein weiterer zu wenig Zeit, die ich anderweitig verplant hatte und dann ist da noch... vieles, das sich in meinem Kopf bewegt hat und auch weiterhin bewegt. Erst recht in jüngster Vergangenheit. Ich versuche mich im folgenden mal daran, etwas davon einigermaßen verständlich niederzuschreiben (ohne Garantie auf tatsächliches Verständnis!).
Vor demnächst anderthalb Monaten bin ich nun tatsächlich 30 Jahre alt geworden. Und ich lebe immer noch, also geht es direkt auf ins nächste Jahrzehnt. To the stars and beyond! Nun, vielleicht nicht ganz, noch nicht.
Den Wechsel von der zwei zur drei in der Zehnerstelle habe ich als Anlass genommen, zurückzublicken auf das, was war und mich ebenso zu fragen, was sein wird. Dabei wurde mir nur allzu deutlich, dass ich im Grunde gar nicht ganz zufrieden bin mit meiner Situation; trotz der Tatsache, dass es mir augenscheinlich nicht schlecht geht - ich bin gesund (mal von meinem rechten Knie abgesehen, die Diagnose steht da allerdings noch aus), ich habe einen gut bezahlten Job, der durch die Reisen sogar hier und da noch mehr abwirft, ich habe eine (für eine Person) relativ große (und meiner Meinung nach ganz passabel eingerichtete) Wohnung, die sogar mein Memorabileum beherbergt, mein Auto fährt mich auch von A nach B und generell kann ich mir eine ganze Menge leisten, ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen.
Man sollte meinen, ich müsste doch ziemlich glücklich sein, oder etwa nicht? Auf der einen Seite ist dem selbstverständlich so, da mir durchaus bewusst ist, dass es nicht nur genügend Leute gibt, denen es längst nicht so gut geht wie mir, sondern ich aufgrund der Tatsache, bisher keine größeren Verpflichtungen eingegangen zu sein, meine Unabhängigkeit eben auch vollends auskosten kann. Das hilft zudem außerordentlich dabei, die Maske der ewigen Blödelei aufzubehalten. Muss ja nicht jeder wissen, wie es in Wirklichkeit hinter der Fassade aussieht (es soll ja auch Leute geben, die nur sehr schlecht mit der Wahrheit umgehen können). Bis dahin also alles im grünen Bereich. Allerdings gibt es da ja immer noch die berühmte Kehrseite der Medaille.
Während meiner Auslandsaufenthalte ist es mir nun schön öfter passiert (und wird es in nächster Zukunft gleich zweifach schon wieder passieren), dass ich geplante oder gebuchte Events verpasst habe und beispielsweise Konzertkarten unter Wert verkaufen musste. Einmal in zwei Jahren ist sowas nervig, aber noch erträglich. Öfter wird es dann unangenehm und sorgt für miese Laune. Und dann kommen dazu ja noch Geburtstagspartys, Einweihungsfeiern, Kinobesuche, Barabende, Clubnächte oder einfach ganz generell Treffen mit Freunden zu Anlässen jedweder Art. Es ist dann zwar nett, informiert zu werden, was ich mal wieder verpasst habe, nur hätte ich es am liebsten ja gar nicht erst verpasst. Seit dem fast dreimonatigen Aufenthalt in Japan ist mir klar geworden, dass ich das nicht ewig werde durchhalten können. Dafür bin ich dann doch nicht der Typ. Mittlerweile bin ich auch an einem Punkt angelangt, an dem ich mich frage, bis wann ich noch etwas ändern kann. Mich verändern kann. Wie lange ich damit noch warten, wie viel Zeit ich noch ungenutzt verstreichen lassen soll. Den Vorwurf des Phlegmatismus muss ich mir durchaus berechtigt gefallen lassen. Aus diesem Grund kreisen momentan viele Gedanken in meinem Kopf umher, was einer der Gründe dafür ist, dass ich seit über einem Monat so ziemlich keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen habe. Immerhin habe ich schon angefangen, Ideen zu sammeln und zu sichten, Überlegungen anzustellen und werde versuchen, daraus so schnell wie möglich konkrete Pläne zu entwickeln.
Ein weiterer Grund für Nächte voller Herumgewälze und nicht einschlafen können ist meine Unfähigkeit, mir selbst vergeben zu können. Ich hab schon so einige Fehler gemacht, Dummheiten begangen... Menschen verletzt. Diese Erinnerungen, gerade an letzteres, sind scheinbar tiefer und gründlicher in mein Erinnerungsvermögen eingebrannt als die angenehmen Momente, denn gerade sie sind besonders penetrant und erscheinen äußerst lebhaft, sobald ich meine Augen schließe. Mein Gehirn besitzt die vorgeblich unglaublich nutzbringende Fähigkeit, negative Ereignisse meines Daseins bis in kleinste Detail zu speichern, mich aber wohltuende, angenehme und schöne Momente nur verschwommen erinnern zu lassen. Keine wirkliche Errungenschaft. Wenn ich dann noch bedenke, dass meine Fehler sich logischerweise nur vermehren können... Mir selbst gegenüberstehend lässt sich das sehr einfach erklären, beziehungsweise rechtfertigen: Warum sollte ich für das Leid, welches ich anderen zufügte, nicht mindestens ebenso sehr selbst leiden müssen? Also quäle ich mich selbst mit Bildern aus meiner Vergangenheit, die mir zeigen, was für ein miserabler Kerl ich doch sein kann. Ein ekelhaft ätzender, vor Zynismus und Bitterkeit triefender Pessimist, nur darauf bedacht, seine ach so harte Schale aufrecht zu erhalten, damit nur ja niemand an den zerbrechlichen Kern käme. Blöd nur, dass die Stacheln, die auf der verhärteten Schale sitzen, nicht nur nach außen ragen. Es ist fast schmerzhaft, das selbst niederzuschreiben und noch einmal zu lesen. Ich finde es, auf eine sehr morbide Art, extrem faszinierend, wie ein emotionaler Zustand, eine rein psychische Wahrnehmung, einen physisch erlebbaren, tatsächlich spürbaren Schmerz auslösen kann, wie zum Beispiel Druck auf der Brust oder einen Stich im Brustbereich, ein flaues Gefühl im Magen, das einem sämtlichen Appetit nimmt, oder einem glatt den Atem nehmen kann. Das selbst zu erleben ist weniger faszinierend, denn unangenehm, nichtsdestotrotz zeigt es doch die eigentliche Stärke der menschlichen Psyche. In manchen Momenten sollte ich froh sein, dass sie nicht noch stärker ist. Ebenso sehr könnte ich mich selbst permanent ohrfeigen, nur würden dann die Flecken in meinem Gesicht unschöne Fragen aufwerfen. Die Blicke kenne ich nur zu gut und vermeide derartiges also. Bloß unauffällig bleiben.
Ich denke, und ich behaupte sogar allen Ernstes, dabei, ziemlich im Gegensatz zu meinem sonstigen Auftreten, nicht zu übertreiben, dass ich durchaus berechtigt die Behauptung aufstellen kann, in den bisher erlebten Beziehungen kein besonders passabler oder auch nur aktiver Partner gewesen zu sein. Allzu meist zeichnete ich mich dadurch aus, meine Freundin lediglich als ein Anhängsel zu betrachten, auf sie herabzusehen oder gar gänzlich zu ignorieren (mit letzterem machte ich besonders auf Feiern (Hochzeiten!) von mir reden...). Natürlich kenne auch ich das Sprichwort "Hinterher ist man immer schlauer". Dies wissend sollte man annehmen, ich wäre vielleicht lernfähig, würde mich oder mein Verhalten sogar verändern. Nur ist mir diese Übertragungsleistung bisher nicht gelungen. Immerhin ist mir schon der Schritt der Selbsterkenntnis geglückt und ich kann mich aufgrund dessen richtig schön scheiße fühlen. Nur zurecht, wie ich meine. Manchmal wünsche ich mir ein paar Klone von mir für meinen Keller. Einfach, um mal der ganzen aufgestauten Wut Luft machen zu können. Allerdings hätte ich wiederum wenig Lust, dauernd die Sauerei in Ordnung bringen zu müssen.
So oder so, ich bitte hiermit ganz öffentlich um Verzeihung. Untypisch für mich, ich weiß. Ein weiterer Fehler meiner Person. Mir ist bewusst, dass sich Fehler aus der Vergangenheit nicht ungeschehen machen lassen. Ebenso sehr weiß ich, dass sich manche Dinge nicht vergeben lassen können, um nicht in Vergessenheit zu geraten, aus der Gefahr heraus, wiederholt zu werden. Dennoch ist dies ein Versuch, durch das Veröffentlichen dieser Dinge, die in mir vorgehen, mich zu einem winzigen Teil eben davon zu befreien. Ob es klappt oder nicht, wird sich zeigen müssen. Dem Egoisten in mir ist es auch egal, wie die Reaktionen hierauf ausfallen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein wenig schockierend wirken mag. Doch es fühlt sich an, als würde ich permanent auf den Scherben, in denen ich so vieles zurückgelassen habe, herumkauen und es wird der Tag kommen, an dem ich einen großen Schwall geronnenen Blutes kotzen werde. Es ist nicht unbedingt so, als würde ich diesen Zeitpunkt herbeisehnen. It's a little like kicking my own teeth in, and considering the "enjoyment" I feel being at the dentist's, it is not quite the pleasure. Even though somebody said one should not weep for roads untraveled, I am still pulling this through. One thing I had to figure out over time is that I am by far not the "lone wolf" kind of guy I often pretended to be. For every time I told myself to not be in need of anybody by my side, I was wrong, so very, very wrong. There is a good reason why I cannot stand the silence of my home and I turn on the music as fast as I can whenever I get back to my flat. Nur wenig ist schmerzhafter als die drückende Stille, die sich manchmal anfühlt wie unendlich viele Schreie in einem brüllenden Crescendo vereint. Die Disharmonie lässt grüßen. Es hat schon einen Grund, warum ich vor längerer Zeit mal einen Nickname namens Lord_Solitude hatte. In one word, it explains pretty much how I feel inside at times. Just so hollow, so... lonely, simply put. Like there is nobody who really understands me all the way, completely, who really ever will fill the gap I feel in my chest. That connection would have to go all the way through to me, piercing all the shitty shell I built, totally skin deep. Actually, I am a little bit afraid, because I have not the slightest idea what might happen to me in that moment. Still, I guess it would be more than worth the risk trying it.

Das ist jetzt doch schon wieder ganz schön lang geworden. Und man mag es als leicht emotional interpretieren können. Auch meine Neigung zur Verbindung von Musik und Emotionen habe ich wieder zur Genüge zum Ausdruck gebracht. Provokative Aussagen ist man von mir wahrscheinlich gewohnt, dennoch bin ich gespannt, ob und wenn ja, welche Reaktionen dieser Post hervorrufen mag. Hoffentlich muss ich nicht glücklich darüber sein, mich gerade in etwas weiterer Entfernung aufzuhalten...

Und ja, Teile dieses Posts sind unter Einfluss von Alkohol entstanden. Wem das seltsam vorkommen mag, dem empfehle ich ausdrücklich, sich mal ein paar Interviews mit Stephen King zu Gemüte zu führen. Mal davon abgesehen hätte ich die eine oder andere Sache sicher niemals in der Art niedergeschrieben. Wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnte, Alkohol wirkt als Emotionsverstärker, nur eben ohne die Garantie, dass es in die richtige Richtung wirkt.