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Dienstag, 23. Mai 2023

Es ist nicht immer einfach, ein Paket zu empfangen

Anfang April hatte ich bei eBay eine Figur gekauft, die mir noch in meiner Sammlung fehlte. Die letzte Final Fantasy Master Creatures Vol. 1 Figur, eine limitierte Variante einer anderen Figur (Bahamut, als Variante dann Tiamat).

Allerdings kam bei mir nicht diese Figur an, sondern eine komplett andere (ein Light Lightan, ganz abgefahrenes Teil). "Meine" Figur landete in China, bei dem Käufer, der die haben wollte, die nun bei mir lag. Der Verkäufer war zum Glück total nett und kulant, mein Geld kam quasi direkt zurück. Außerdem konnte er Kontakt herstellen mit dem anderen Käufer, der dann einem Austausch zustimmte.

Wir haben uns also abgesprochen, Adressen ausgetauscht und Pakete fertig gemacht. Das dauert natürlich, erst recht als Privatperson hat man ja keine Priorität bei Kurierdiensten aller Art.

Nun, mein Paket war heute unterwegs, mit Live-Verfolgung. Als dann sogar noch ein ganz paar Stopps ausstanden eigentlich, klingelte es. Ich freute mich schon, geil, wird der DHL-Mann sein. War er auch! Mal davon ab, dass die Tür wieder nicht richtig aufging unten (muss ich gleich mal der Hausverwaltung melden) drückte er mir ein Paket in die Hand, das ich (noch) gar nicht erwartet hatte. Da war die Tracking-Information nämlich scheinbar nicht ganz aktuell, aber das freut mich ja umso mehr, wenn auch mal was "früher" kommt als gedacht.

Ich also damit wieder rauf und dachte mir schon, man sind die wieder beknackt, dass sie zwei Leute losschicken mit Sendungen für dieselbe Adresse. Dachte ich.

Oben angekommen schaute ich auf die Online-Verfolgung und sah nur den Hinweis, dass mein Paket nicht zugestellt werden konnte. Gerade eben quasi. Da wunderte ich mich dann doch ein bisschen, während mir die Halsschlagader anschwoll. Dank des Adrenalins wurde ich dann aber auch mutig.

Ich also wieder in die Schuhe und runter zum Briefkasten. Und siehe da, die Karte war immerhin auch schon drin. Und den gelben Wagen sah ich auch noch in der Straße, also bin ich einfach hin (ich war ja immer noch mutig!). Der Fahrer war grad noch am Zustellen, also musste ich kurz warten und sah dem Rasenkanten schneidenden Menschen kurz zu.

Als der Zusteller dann zurückkam, fragte ich ihn, ob er gerade die Karte in meinen Kasten geworfen hat (erwähnt hatte er das nämlich nicht). Er meinte dann was von, muss in die Filiale wegen Geld (es waren 13,99 € Nachnahme fällig). Daraufhin meinte ich nur, andere Fahrer könnten das auch direkt klären. Er ging dann in den Wagen und machte rum (und schien noch wen anrufen zu wollen, warum auch immer). Ein Glück hatte ich 15 € im Portemonnaie!

Schlussendlich konnte ich ihm das Geld dann geben (er konnte natürlich kein Wechselgeld rausgeben) und mein Paket bekommen, das etwas ramponiert aussah.

Ich gebe zu, ich musste ein bisschen lachen ob meines "Erfolges", als ich dann wieder in meiner Wohnung war. Was ein Typ... Und ich gebe gar nicht mal nur ihm die Schuld, die armen werden ja auch nie wirklich gut vorbereitet von DHL (beziehungsweise dem Sub-Sub-Sub-Unternehmer, bei dem die letztlich angestellt sind). Na ja, ich habe jetzt meine Figur.

Oh, und die Figur ist auch in Ordnung, war genügend Verpackungsmaterial drumherum.

Links Bahamut, rechts Tiamat (heute angekommen)

Sonntag, 26. Juli 2020

Fuck you, Tinder

Heute Mittag habe ich meinen Tinder-Account gelöscht. Ziemlich angepisst. Oh, es könnte sein, dass ich in diesem Post etwas verschissen viel fluche.

Wieso hatte ich überhaupt einen Account bei dem Drecksladen? Im Endeffekt hat das mehr als Scherz angefangen, als eine Freundin meinte, das könnte mir helfen, jemanden kennenzulernen.
Mein altes Gammel-Smartphone zu dem Zeitpunkt konnte nicht einmal die verkackte App starten, was schon Zeichen genug hätte sein müssen. Allerdings lässt sich der Rotz auch per Webseite benutzen, sodass ich mich darauf verlegt habe.

Was mir direkt auffiel, ja gerade zu ins Gesicht gekotzt hat, ist die un-fucking-fassbare Oberflächlichkeit dieses beschissenen Services. Du kannst ein ganzes Dutzend Bilder von dir hochladen (da komme ich gleich noch zu) und dann wahnsinnige, geradezu exorbitant massive 500 (ja, fünf-scheiß-hundert!) Zeichen als Profiltext eingeben. Zum Vergleich: Nach dem zweiten Absatz dieses Posts war ich schon mehr als 50 Zeichen drüber. Da kannste natürlich schön detailliert deine komplette Lebensgeschichte niederschreiben … Der Text wird übrigens auch erst angezeigt, wenn man bewusst klickt. Was vermutlich erklärt, warum es so wenig ist, weil sich das eh kein Arsch durchliest, wenn er oder sie stattdessen schlampige Bilder hin und her wischen kann.
Mir ist natürlich klar, dass Tinder gar nicht erst damit wirbt, eine ernsthafte Partnervermittlung sein zu wollen, sondern vielmehr eine Anlaufstelle für läufige Singles (oder drecksverhurte Fremdgeher) darstellt, die sich durch die Bevölkerung vögeln wollen. Trotzdem gibt es viel zu viele Profile, in deren Beschreibungstext nur nach "etwas ernstem" gesucht wird. Mag sein, dass ich ganze Kacke am Ende selber etwas zu ernst genommen habe, aufregen tut mich die Scheiße trotzdem.

Die Profile kann man grob in mehrere Kategorien einteilen:
Da gibt es die ehrlichen, die auf den Photos schon so einen notgeilen Blick drauf haben und auch in ihrem Text (wenn denn einer vorhanden ist) ihr Gesuch äußern, endlich mal wieder "richtig gefickt" werden zu wollen. Mal drüber nachgedacht, dass euch das Leben scheinbar sowieso schon gefickt hat, wenn ihr bei Tinder nach sowas suchen müsst?
Dann sind da die ganz klaren Lügner, mit Photos schön von oben in die Tiefen des Ausschnitts, bei dem man direkt feststellen kann, ob sie komplett rasiert sind oder noch ein Streifchen vorhanden ist - aber im Text will man von "ONS oder F+" natürlich nichts wissen. Meine Fresse. Verpisst euch, ihr Fotzen.
Supersportler in trendigen Outifts und Posen sind natürlich en masse vorhanden. Ob nun Bouldern, (Kite) Surfen, Pole Dancing oder - ganz besonders beliebt - Yoga - sie sind alle dort zu finden. Und selbstverständlich ist man auch sonst ganz doll aktiv unterwegs und so. Und immer schön den Arsch in der engen Leggings in die Kamera halten, aber wehe, da guckt einer hin oder kommentiert das auch noch! Ihr Ficker.
Eben schon erwähnt, aber an sich noch eher eine eigene Katgeorie, sind die Yoga-Girls. "Schaut her, ich hampel hier total kunstvoll vor einem Sonnenuntergang am Strand rum!" Mädel, willst du Werbung für irgendwas machen oder ficken? Dann noch einen mit leicht pseudo-esoterisch angehauchten Schlagwörtern durchsetzten Profiltext dazu ("spirituell", "open minded" sind die beliebtesten) - Voilà! Bitte hier auf diese Yoga-Matte kotzen.
World Traveler (weil deutsch ist ja so out) sind auch ganz groß. Am besten noch auf einer (eigenen) Segelyacht posieren, um auch ja deutlich zu machen, dass Geld für sie kein Problem darstellt. Immer unterwegs, immer aktiv, aber ach ja, Kinder wollen sie schon ganz gerne an sich. Kein Ding, im Zweifel einfach über Bord werfen, wenn es einem dann doch zu eng wird auf der Yacht. Ich muss mehr essen, ich kann schon gar nicht mehr weiter kotzen...
Eine äußerst subtile Kategorie sind auch die Frauen, die sich gerne mit Luxus umgeben, aber selber nicht über die ausreichende finanzielle Grundlage verfügen. Auf den Bildern daher auch immer mit einem Gläschen Sekt - Entschuldigung, ich meinte natürlich Champagner! - zu sehen, zu engem Kleid, aggressivem Make-up und teuren Accessoires suchen sie nach gut situierten Männern, von denen sie sich aushalten lassen können für gelegentliche sexuelle Dienstleistungen. Hans, get ze Flammenwerfer!
Richtiggehend spannend wird es bei denen, die das verkackte Prinzip nicht verstanden haben. Noch mal kurz zur Erinnerung: Man kann eine ganze Menge Photos einstellen, die auch direkt angezeigt werden, das bisschen Text (sofern überhaupt vorhanden), erst nach einem zusätzlichen Klick. Wenn dann ein Bild von einer Blüte, irgendeine pseudo-relevante Graphik, eine einfarbige Fläche oder immerhin ein Photo von hinten als einziges Bild vorhanden ist, möchte ich nicht meinen Kopf auf die Tischplatte schlagen, sondern deren. Möglichst mehrfach, bis es vielleicht doch noch 'Klick!' macht. Das ist eine scheiß-oberflächliche Kack-App, die in allererste Linie über Photos funktioniert. Ihr kriegt nicht einmal das gebacken? Und dann die Begründungen (ich war ja manchmal schon neugierig): "Ich bin bekannt, deswegen erst mal kein Photo" - dann nutz doch nicht die App, du verblödetes Etwas! "Ich will erst mal sehen, ob jemand ernsthaft an einer Unterhaltung interessiert ist" - aber ich will doch wissen, mit wem! Gehst du auch nur mit einer Tüte über dem Kopf nach draußen? Vielleicht, und vielleicht ist das besser so... Mann, Mann, Mann, schon mal was vom ersten Eindruck gehört? Der ist bei euch Blitzbirnen natürlich hervorragend.
So ein ganz paar tatsächlich nette, mindestens halbwegs natürliche Profile gibt es auch, allerdings sind die derart in der Unterzahl, dass es kaum lohnt, zu warten, bis Tinder sich entscheidet, einem ein solches anzubieten.

Wenn es dann doch mal zu einem Match kommt, wird es erst so richtig interessant. Was passiert? Tja, in den meisten meiner Fälle genau gar nichts. Man ist ja im Internet unterwegs und da ist es völlig egal, ob man sich verhält wie ein Arschloch - so zumindest der Anschein (gilt natürlich nicht nur für Tinder). Heißt im Klartext: Obwohl ein Match nur zustande kommt, wenn beide nach rechts gewischt - also "geliked" haben - kann das jederzeit von einer der beiden Parteien wieder gelöscht werden, auch grundlos. Man könnte natürlich eine Nachricht an die betreffende Person schreiben, dass man sich "verwischt" hat oder erst im Nachhinein auf die glorreiche Idee kam, den Profiltext zu lesen, aber das ist wohl zu viel Arbeit. Und wie bereits erwähnt, im Internet ist Höflichkeit ja generell eher unbekannt.
Sowas kann auch mal mitten in einer Unterhaltung passieren, so wie bei mir zuletzt und der Auslöser für das Löschen meines Accounts und das endgültige Verfassen dieses Beitrags (geplant ist der schon länger). Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob den Mädels bewusst ist, dass nicht nur das Match, sondern auch die Nachrichten gelöscht werden.

Eine Kleinigkeit bei der ganzen Kack-Geschichte war durchaus unterhaltend: Mit einem Kumpel per Skype zu schnacken, parallel ein Gläschen zu trinken und nebenbei bei Tinder zu wischen. Da konnte man sich dann auch über die ganz besonderen "Highlights" unterhalten oder mal den einen oder anderen Screenshot austauschen. Rechtfertigt aber definitiv nicht das Fortbestehen meines Accounts, also weg mit der Scheiße!

Freitag, 17. Januar 2020

Von wegen gewonnen

Vor kurzem bekam ich einen Anruf, bei dem mir mitgeteilt wurde, ich hätte bei einem Gewinnspiel gewonnen. An sich nicht gänzlich unrealistisch, ab und an mache ich ja mal hier und da mit. Telephonische Rückmeldungen erwarte ich allerdings nicht dazu, weswegen ich direkt etwas skeptisch war.
Es hieß, ich hätte einen Einkaufsgutschein im Wert von 750 Euro gewonnen, dies sei aber an eine gewisse Bedingung geknüpft. Diese Bedingung bestand darin, ein Zeitschriftenabonnement abzuschließen (zumindest habe ich das letztlich so verstanden). Nett wie ich bin, habe ich erstmal zugestimmt, damit ich dann auf postalischem Wege auch eine Bestätigung bekommen würde.
Zehn bis zwölf Tage sollte der Vorgang dauern, wurde mir mitgeteilt, dann hätte ich nicht nur meinen Gutschein, sondern auch die Bestätigung des Abonnements. Den Anruf bekam ich an einem der letzten Tage des vergangenen Jahres. Nun ist schon etwas mehr als die angekündigte Zeit vergangen - und auf den Gutschein warte ich weiterhin vergebens (Überraschung!). Die Abo-Bestätigung kam dagegen bereits per Post an, der dementsprechende Widerruf geht morgen raus.

Keine Ahnung, warum ich überhaupt zugestimmt habe, da muss mein Kopf einfach mal ausgeschaltet gewesen sein. Nicht, dass ich wirklich geglaubt hätte, ich würde den Gutschein tatsächlich erhalten, aber schon ekelhaft, diese Methoden. Bekannt sind die involvierten Firmen auch längst für ihr Vorgehen.

Freitag, 29. März 2019

Ein herber (oder eher süßer) Verlust

Vor einer Weile habe ich mir mal wieder etwas Vanilla Coke gegönnt - dachte ich.
Die beiden Flaschen, die ich aus dem Regal genommen hatte, stellten sich bei näherer Betrachtung daheim nämlich als zuckerfrei heraus. Da ich sie aber nun schon mitgenommen hatte, dachte ich mir, muss ich sie wenigstens testen.
Wenig überraschend fiel der Test allerdings negativ aus. Der sehr künstliche Geschmack (und ja, mir ist klar, dass wir über Cola reden) wurde mir direkt bewusst und auch nach mehr als einem Glas wurde es nicht besser, im Gegenteil. Die zweite Flasche ist noch unangerührt.

Nachdem ich danach immer mal wieder beim Einkaufen geschaut habe, ob ich denn die reguläre Variante finde, um sie in den Wagen zu packen, ging ich immer leer aus. Eben habe ich mich dann daran erinnert und Freund Google zu dem Thema befragt - mit dem erschreckenden Ergebnis, dass anscheinend sowohl Cherry Coke als auch Vanilla Coke nur noch in der zuckerfreien Version vertrieben werden (zumindest in Deutschland). Nicht als Alternative zur normalen, zuckerhaltigen Version, sondern ausschließlich. Wer auch immer das entschieden hat, darf sich ab jetzt gerne ausschließlich von Süßstoff ernähren... Unfassbar!

Samstag, 23. September 2017

Ripping apart rip-offs

Im Laufe der Woche habe ich mich durch die Teile meiner Sammlung an Figuren, Statuen und sonstigem Merchandise gearbeitet, für die ich bisher noch keine Regale im Memorabileum stehen habe. Der Grund für dieses Unterfangen ist unter anderem die Planung der zukünftigen Regale, die ich für die Stücke, die derzeit noch in Kartons verstaut sind, brauchen werde.

Dabei habe ich unter anderem auch meine Super Mario-Teilsammlung gesichtet und die mögliche Regalverteilung geplant (und gegenüber einer ursprünglichen Schätzung sogar verringern können). Während des Durchsehens wollte ich auch einen speziellen Teil der Sammlung inventarisieren, um festzustellen, wieviel mir noch zur Vervollständigung fehlt.
Es geht hierbei um kleine Sammelfiguren von Furuta aus Japan, die in Schokoladeneiern (ähnlich Kinder Überraschung von Ferrero) verkauft werden (ich berichtete unter anderem hier schon davon, sogar mit Bild). Ganz wie bei den Ü-Eiern befindet sich innen eine Kapsel, in der die Figur lagert. Die Figuren sind in ein paar, wenigen Teilen verpackt, sodass man noch ein bisschen Spaß beim Zusammenbauen hat. Selbstverständlich ist auch bei den Japanern von außen nicht einsehbar, welche Figur im Inneren des Eis lagert.

Das große Problem bei den Figuren ist, dass sie sich offensichtlich recht gut zum Nachahmen eignen, soll heißen, es sind eine ganze Menge Plagiate im Umlauf. Auf eBay lassen sich recht schnell viel zu viele davon finden. Wenn man eine Zeitlang sammelt und hier und da ein wenig Erfahrung gesammelt hat, kann man anhand von ein paar Punkten sehr einfach eine Fälschung von einem Original unterscheiden, erst recht, wenn man sie in den Händen hält.
Diese Erfahrung hatte ich ganz augenscheinlich vor einiger Zeit noch nicht, wie sich bei der Durchsicht meiner Furuta-Figuren herausstellte. Ich musste mit wachsender Enttäuschung und Verärgerung feststellen, dass über die Hälfte meiner bis dato angesammelten Figuren (39 von insgesamt 69 Figuren) keine Originale waren. Nachdem ich die Fälschungen aussortiert hatte, beschloss ich auch größtenteils keinen Ersatz zu beschaffen, da ich die ersten drei Serien komplett verloren hatte.
Gesammelte Werke
Nachdem der erste Ärger verflogen war, begann ich zu überlegen, was ich mit dem Haufen an Imitaten machen sollte. Der niederträchtige Teil in mir ließ kurz die Idee aufkommen, die Teile auf eBay zu verkaufen und so zu tun, als hätte ich keine Ahnung, dass es sich um Plagiate handeln könnte. Meine Ehre als Sammler überwog aber im selben Augenblick, da ich niemand anderem diese traurige Erkenntnis zumuten möchte. Damit blieb mir nur eine Option: Entsorgung.

Allerdings wollte ich die Figürchen auch nicht einfach nur in die gelbe Tonne werfen (was einzeln vielleicht auch noch minimal spaßig gewesen wäre), sondern sicherstellen, dass sie unbrauchbar sind. Also musste ich sie vorher mindestens beschädigen, wenn nicht gar zerstören.
Als ich meinen Hammer aus dem Wandschrank holte kam mir die Idee, das Ganze filmisch festzuhalten, um mir per Videobearbeitung einen Spaß daraus zu machen. Im Keller angekommen reifte die Idee ob der schieren Zahl der Figuren schließlich noch etwas weiter und ich begann, kleine Szenen aufzustellen. Im Folgenden ein Beispiel vom Beginn dieses Prozesses:
Luigi steht zum Anstoß bereit
Er schießt, und - Tor!, äh Tote!









Als der Anfang gemacht war, kamen mir immer mehr Ideen in den Sinn und ich begann, eine kleine Geschichte zu spielen.
Schon wieder wurde Prinzessin Peach entführt, schon wieder musste Mario auf und sie retten. Dieses Mal hatte er aber genug und wurde richtig sauer. Mordend kämpft er sich durch das Pilzkönigreich bis zu Bowsers Schloss und dessen Herrn vor und siegt am Ende auch über diesen.
Mehr Details möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sondern stattdessen auf das entstandende Video verweisen, indem man sich diese Reise in Gänze zu Gemüte führen kann. Für eventuelle Schäden an Gehirnzellen wird nicht gehaftet!


P.S.: Noch ein brandheißer (ha!) Tipp von mir zum Schluss: Wenn man auf die Idee kommt, Dinge in seinem Keller anzuzünden, sollte man VORHER das Fenster öffnen.

Montag, 9. Februar 2015

Warum nicht?

Eine Frage, die ich mir oft stelle. Viel zu oft. Warum kann ich dies nicht, warum geht das nicht. Auch heute wieder, obwohl ich ein echt geiles Konzert besucht habe, sucht mich auf dem Rückweg diese Frage heim.
Unter versuchter Zerstörung meiner Fingerknöchel an allerlei auf dem Weg liegenden Objekten frage ich mich wieder und wieder, warum ich nicht meine Gefühle einfach ausschalten kann. Warum ich nicht einfach mit dem, was ich habe, zufrieden sein kann. Warum ich immer traurig wegen dem bin, was ich eben nicht habe.
Warum kann ich gewisse Empfindungen, bestimmte Emotionen nicht abtöten, ausschalten, einfach nicht mehr haben? Es kotzt mich an, und ich verachte mich selbst für meine Schwäche.
Ich will doch einfach nur glücklich sein. Mir scheint es oft, als würde mir dazu etwas, oder besser, jemand fehlen. Aber ist das wirklich so? Oder bilde ich mir das nur ein? Rede ich mir das nur ein? Zerfrisst die empfundene Einsamkeit langsam meinen Verstand? Oder ist auch das nur Einbildung? Kann ich das gefrorene Stück verrotteten Fleisches, das sich einst mein Herz nannte, wirklich wieder in seinen Ursprungszustand versetzen? Und findet sich, irgendwann vielleicht, tatsächlich die Eine, die wagemutig und wahnsinnig genug ist, diesen Weg mit mir zu gehen?
Ich bezweifle es, nach wie vor. Und trotzdem will das Gefühl nicht absterben. Warum nicht?

Freitag, 26. September 2014

Electric Fail Day

Tja, hat sich was mit "Magic Fingers". Da liefen die HDMI-Inputs meines A/V-Receivers doch heute prompt wieder nicht... Nachdem ich gestern schon erschrocken feststellen musste, dass kein Ton mehr aus den Boxen kam und kein Bild mehr auf dem Fernseher angezeigt wurde, ich nach dem Öffnen des Geräts aber nichts offensichtlich defektes finden konnte (und nach dem Zusammenbau auch alles wieder lief), fand ich mich heute wieder mit dem selben Problem konfrontiert. Sehr unschöne Sache, denn wenn ich keine Musik hören kann, würfele ich mich vom Balkon. Immerhin funktioniert der HDMI-Front-Eingang, was mich etwas beruhigt. Dennoch eine extrem nervige Angelegenheit!
Nach ein wenig Recherche ist das wohl nicht ganz unbekannt und scheinbar ein Problem mit dem HDMI-Board im Receiver. Eventuell könnte man da selber Kondensatoren ab- und neue anlöten, nur ist bei den winzigen SMD-Bauteilen dann einfach Feierabend. Das muss ich mir echt nicht antun, zumal ich keine derart kleine Spitze für meinen Lötkolben habe. Vielleicht liegt es ja auch an einem Chip, der mit den fünf HDMI-Eingängen auf der Rückseite (aber nicht mit dem Eingang an der Vorderseite) verbunden ist. So oder so werde ich da selbst nichts dran machen können.
Ein Anruf bei einem von Onkyo auf der Webseite selbst vorgeschlagenen Technik-Service brachte mir die Information, auf der Webseite nach einem Kulanzantrag zu schauen. Leider fällt meine Seriennummer nicht in die Kulanzreihe und eine Reparatur würde in etwa 250 € kosten. Die Alternative: Ein neues Gerät, was im Endeffekt nicht so wahnsinnig viel mehr kostet. Das wird dann wohl kein Onkyo-Receiver werden...

Zusätzlich zu dem (teil-) kaputten Receiver machte mir die kürzlich bestellte USB-Soundkarte keine Freude. Mit einer Aufnahmesoftware verweigerte das Teil in einigen Fällen komplett den Dienst, Tonausgabe klang auch extrem kratzig und teils brüchig. Davon ab hatte das Gehäuse schon Risse, als es ankam. Man sollte doch nicht immer das preisgünstigste Produkt wählen... Immerhin kann ich das Gerät zurückschicken.

Montag, 18. August 2014

Kinder Inflation

Die übliche Packung Kinder Riegel ist eines der wenigen Produkte, bei denen ich immer mal wieder auf den Preis schaue - nicht erst, seit meine Mittel als Student eher eingeschränkt sind - und daran festmache, wie schlimm es um die allgemeine Teuerung bestellt ist.
Ich kann mich noch vage daran erinnern, mal eine Packung für 1,59 € gekauft zu haben. Zuletzt habe ich im Supermarkt nebenan dann Schachteln für sage und schreibe 2,19 € im Regal stehen sehen. Bei dem Inhalt von 10 Riegeln á 21 g (also 210 g pro Packung) macht das umgerechnet knapp 10,43 € auf das Kilo hochgerechnet.
Erschütterung ist das Wort, was es am ehesten trifft. Nun ist mein Höker nebenan nicht gerade der günstigste, dennoch ist das schon krass. Ich werde nachher mal am Eidelstedter Platz im Supermarkt schauen, wie die dortige Bepreisung aussieht und berichten. Mein Optimismus hält sich in relativ engen Grenzen.

Nachtrag: Auch bei der Konkurrenz der selbe Preis. Übel, übel. Fast noch krasser: Die Packung duplo kostet das gleiche, allerdings sind die Riegel ganze 2,8 g leichter. Da liegt der Kilopreis dann schon bei unglaublichen 12,03 €! Wenn das so weitergeht, brauche ich bald einen Schokoladenkredit...

Sonntag, 5. Mai 2013

Admittedly wrong, and very much so

Lange, sehr lange, ist hier so gut wie nichts passiert. Ein Teil der Erklärung ist ganz einfach Faulheit, ein weiterer zu wenig Zeit, die ich anderweitig verplant hatte und dann ist da noch... vieles, das sich in meinem Kopf bewegt hat und auch weiterhin bewegt. Erst recht in jüngster Vergangenheit. Ich versuche mich im folgenden mal daran, etwas davon einigermaßen verständlich niederzuschreiben (ohne Garantie auf tatsächliches Verständnis!).
Vor demnächst anderthalb Monaten bin ich nun tatsächlich 30 Jahre alt geworden. Und ich lebe immer noch, also geht es direkt auf ins nächste Jahrzehnt. To the stars and beyond! Nun, vielleicht nicht ganz, noch nicht.
Den Wechsel von der zwei zur drei in der Zehnerstelle habe ich als Anlass genommen, zurückzublicken auf das, was war und mich ebenso zu fragen, was sein wird. Dabei wurde mir nur allzu deutlich, dass ich im Grunde gar nicht ganz zufrieden bin mit meiner Situation; trotz der Tatsache, dass es mir augenscheinlich nicht schlecht geht - ich bin gesund (mal von meinem rechten Knie abgesehen, die Diagnose steht da allerdings noch aus), ich habe einen gut bezahlten Job, der durch die Reisen sogar hier und da noch mehr abwirft, ich habe eine (für eine Person) relativ große (und meiner Meinung nach ganz passabel eingerichtete) Wohnung, die sogar mein Memorabileum beherbergt, mein Auto fährt mich auch von A nach B und generell kann ich mir eine ganze Menge leisten, ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen.
Man sollte meinen, ich müsste doch ziemlich glücklich sein, oder etwa nicht? Auf der einen Seite ist dem selbstverständlich so, da mir durchaus bewusst ist, dass es nicht nur genügend Leute gibt, denen es längst nicht so gut geht wie mir, sondern ich aufgrund der Tatsache, bisher keine größeren Verpflichtungen eingegangen zu sein, meine Unabhängigkeit eben auch vollends auskosten kann. Das hilft zudem außerordentlich dabei, die Maske der ewigen Blödelei aufzubehalten. Muss ja nicht jeder wissen, wie es in Wirklichkeit hinter der Fassade aussieht (es soll ja auch Leute geben, die nur sehr schlecht mit der Wahrheit umgehen können). Bis dahin also alles im grünen Bereich. Allerdings gibt es da ja immer noch die berühmte Kehrseite der Medaille.
Während meiner Auslandsaufenthalte ist es mir nun schön öfter passiert (und wird es in nächster Zukunft gleich zweifach schon wieder passieren), dass ich geplante oder gebuchte Events verpasst habe und beispielsweise Konzertkarten unter Wert verkaufen musste. Einmal in zwei Jahren ist sowas nervig, aber noch erträglich. Öfter wird es dann unangenehm und sorgt für miese Laune. Und dann kommen dazu ja noch Geburtstagspartys, Einweihungsfeiern, Kinobesuche, Barabende, Clubnächte oder einfach ganz generell Treffen mit Freunden zu Anlässen jedweder Art. Es ist dann zwar nett, informiert zu werden, was ich mal wieder verpasst habe, nur hätte ich es am liebsten ja gar nicht erst verpasst. Seit dem fast dreimonatigen Aufenthalt in Japan ist mir klar geworden, dass ich das nicht ewig werde durchhalten können. Dafür bin ich dann doch nicht der Typ. Mittlerweile bin ich auch an einem Punkt angelangt, an dem ich mich frage, bis wann ich noch etwas ändern kann. Mich verändern kann. Wie lange ich damit noch warten, wie viel Zeit ich noch ungenutzt verstreichen lassen soll. Den Vorwurf des Phlegmatismus muss ich mir durchaus berechtigt gefallen lassen. Aus diesem Grund kreisen momentan viele Gedanken in meinem Kopf umher, was einer der Gründe dafür ist, dass ich seit über einem Monat so ziemlich keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen habe. Immerhin habe ich schon angefangen, Ideen zu sammeln und zu sichten, Überlegungen anzustellen und werde versuchen, daraus so schnell wie möglich konkrete Pläne zu entwickeln.
Ein weiterer Grund für Nächte voller Herumgewälze und nicht einschlafen können ist meine Unfähigkeit, mir selbst vergeben zu können. Ich hab schon so einige Fehler gemacht, Dummheiten begangen... Menschen verletzt. Diese Erinnerungen, gerade an letzteres, sind scheinbar tiefer und gründlicher in mein Erinnerungsvermögen eingebrannt als die angenehmen Momente, denn gerade sie sind besonders penetrant und erscheinen äußerst lebhaft, sobald ich meine Augen schließe. Mein Gehirn besitzt die vorgeblich unglaublich nutzbringende Fähigkeit, negative Ereignisse meines Daseins bis in kleinste Detail zu speichern, mich aber wohltuende, angenehme und schöne Momente nur verschwommen erinnern zu lassen. Keine wirkliche Errungenschaft. Wenn ich dann noch bedenke, dass meine Fehler sich logischerweise nur vermehren können... Mir selbst gegenüberstehend lässt sich das sehr einfach erklären, beziehungsweise rechtfertigen: Warum sollte ich für das Leid, welches ich anderen zufügte, nicht mindestens ebenso sehr selbst leiden müssen? Also quäle ich mich selbst mit Bildern aus meiner Vergangenheit, die mir zeigen, was für ein miserabler Kerl ich doch sein kann. Ein ekelhaft ätzender, vor Zynismus und Bitterkeit triefender Pessimist, nur darauf bedacht, seine ach so harte Schale aufrecht zu erhalten, damit nur ja niemand an den zerbrechlichen Kern käme. Blöd nur, dass die Stacheln, die auf der verhärteten Schale sitzen, nicht nur nach außen ragen. Es ist fast schmerzhaft, das selbst niederzuschreiben und noch einmal zu lesen. Ich finde es, auf eine sehr morbide Art, extrem faszinierend, wie ein emotionaler Zustand, eine rein psychische Wahrnehmung, einen physisch erlebbaren, tatsächlich spürbaren Schmerz auslösen kann, wie zum Beispiel Druck auf der Brust oder einen Stich im Brustbereich, ein flaues Gefühl im Magen, das einem sämtlichen Appetit nimmt, oder einem glatt den Atem nehmen kann. Das selbst zu erleben ist weniger faszinierend, denn unangenehm, nichtsdestotrotz zeigt es doch die eigentliche Stärke der menschlichen Psyche. In manchen Momenten sollte ich froh sein, dass sie nicht noch stärker ist. Ebenso sehr könnte ich mich selbst permanent ohrfeigen, nur würden dann die Flecken in meinem Gesicht unschöne Fragen aufwerfen. Die Blicke kenne ich nur zu gut und vermeide derartiges also. Bloß unauffällig bleiben.
Ich denke, und ich behaupte sogar allen Ernstes, dabei, ziemlich im Gegensatz zu meinem sonstigen Auftreten, nicht zu übertreiben, dass ich durchaus berechtigt die Behauptung aufstellen kann, in den bisher erlebten Beziehungen kein besonders passabler oder auch nur aktiver Partner gewesen zu sein. Allzu meist zeichnete ich mich dadurch aus, meine Freundin lediglich als ein Anhängsel zu betrachten, auf sie herabzusehen oder gar gänzlich zu ignorieren (mit letzterem machte ich besonders auf Feiern (Hochzeiten!) von mir reden...). Natürlich kenne auch ich das Sprichwort "Hinterher ist man immer schlauer". Dies wissend sollte man annehmen, ich wäre vielleicht lernfähig, würde mich oder mein Verhalten sogar verändern. Nur ist mir diese Übertragungsleistung bisher nicht gelungen. Immerhin ist mir schon der Schritt der Selbsterkenntnis geglückt und ich kann mich aufgrund dessen richtig schön scheiße fühlen. Nur zurecht, wie ich meine. Manchmal wünsche ich mir ein paar Klone von mir für meinen Keller. Einfach, um mal der ganzen aufgestauten Wut Luft machen zu können. Allerdings hätte ich wiederum wenig Lust, dauernd die Sauerei in Ordnung bringen zu müssen.
So oder so, ich bitte hiermit ganz öffentlich um Verzeihung. Untypisch für mich, ich weiß. Ein weiterer Fehler meiner Person. Mir ist bewusst, dass sich Fehler aus der Vergangenheit nicht ungeschehen machen lassen. Ebenso sehr weiß ich, dass sich manche Dinge nicht vergeben lassen können, um nicht in Vergessenheit zu geraten, aus der Gefahr heraus, wiederholt zu werden. Dennoch ist dies ein Versuch, durch das Veröffentlichen dieser Dinge, die in mir vorgehen, mich zu einem winzigen Teil eben davon zu befreien. Ob es klappt oder nicht, wird sich zeigen müssen. Dem Egoisten in mir ist es auch egal, wie die Reaktionen hierauf ausfallen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein wenig schockierend wirken mag. Doch es fühlt sich an, als würde ich permanent auf den Scherben, in denen ich so vieles zurückgelassen habe, herumkauen und es wird der Tag kommen, an dem ich einen großen Schwall geronnenen Blutes kotzen werde. Es ist nicht unbedingt so, als würde ich diesen Zeitpunkt herbeisehnen. It's a little like kicking my own teeth in, and considering the "enjoyment" I feel being at the dentist's, it is not quite the pleasure. Even though somebody said one should not weep for roads untraveled, I am still pulling this through. One thing I had to figure out over time is that I am by far not the "lone wolf" kind of guy I often pretended to be. For every time I told myself to not be in need of anybody by my side, I was wrong, so very, very wrong. There is a good reason why I cannot stand the silence of my home and I turn on the music as fast as I can whenever I get back to my flat. Nur wenig ist schmerzhafter als die drückende Stille, die sich manchmal anfühlt wie unendlich viele Schreie in einem brüllenden Crescendo vereint. Die Disharmonie lässt grüßen. Es hat schon einen Grund, warum ich vor längerer Zeit mal einen Nickname namens Lord_Solitude hatte. In one word, it explains pretty much how I feel inside at times. Just so hollow, so... lonely, simply put. Like there is nobody who really understands me all the way, completely, who really ever will fill the gap I feel in my chest. That connection would have to go all the way through to me, piercing all the shitty shell I built, totally skin deep. Actually, I am a little bit afraid, because I have not the slightest idea what might happen to me in that moment. Still, I guess it would be more than worth the risk trying it.

Das ist jetzt doch schon wieder ganz schön lang geworden. Und man mag es als leicht emotional interpretieren können. Auch meine Neigung zur Verbindung von Musik und Emotionen habe ich wieder zur Genüge zum Ausdruck gebracht. Provokative Aussagen ist man von mir wahrscheinlich gewohnt, dennoch bin ich gespannt, ob und wenn ja, welche Reaktionen dieser Post hervorrufen mag. Hoffentlich muss ich nicht glücklich darüber sein, mich gerade in etwas weiterer Entfernung aufzuhalten...

Und ja, Teile dieses Posts sind unter Einfluss von Alkohol entstanden. Wem das seltsam vorkommen mag, dem empfehle ich ausdrücklich, sich mal ein paar Interviews mit Stephen King zu Gemüte zu führen. Mal davon abgesehen hätte ich die eine oder andere Sache sicher niemals in der Art niedergeschrieben. Wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnte, Alkohol wirkt als Emotionsverstärker, nur eben ohne die Garantie, dass es in die richtige Richtung wirkt.

Samstag, 1. Dezember 2012

Und jetzt... die Werbung!

Wie mich das mittlerweile abnervt, bei YouTube mal ein Video zu schauen! Was einem da für Werbung um die Ohren gehauen wird, ist nicht mehr feierlich. Da wird dann mitten in einer Playlist in aller Länge und Breite eine neue Kamera vorgestellt, die mich a) nicht interessiert und b) selbst wenn, würde ich mir nicht 20 Minuten lang Werbung dafür ansehen wollen, wenn ich einen Song hören will, der nur ein Fünftel der Zeit läuft. Echt schlimm, das war schon in Japan so und ist jetzt in den USA wieder genauso. Da hat man es in Deutschland fast einfacher - die meisten Songs sind erst gar nicht verfügbar. Dafür wird dann wenigstens auch keine Werbung gezeigt, bevor man das erfährt, so fair ist das Ganze dann doch schon.
Apropos Werbung: Jemand mal die aktuelle Werbekampagne von redcoon gesehen? Oh - mein - Gott! Erst dachte ich, das wäre ein Scherz oder sowas, doch die scheinen das ernst zu meinen. Eine derartig primitive Werbung mit derart hässlichen Gestalten ist mir noch nicht untergekommen. Das ist tatsächlich einfach nur billig. Wenn ich daran denke, dass ich bei denen vor knapp zwei Jahren meinen Fernseher gekauft habe, weil die einigermaßen vernünftig und seriös wirkten... Schlimm! Absolut unverständlich und definitiv nicht ansprechend, ganz im Gegenteil!

Montag, 3. September 2012

Von Wedel über Hagenow nach LV-223

Nachdem mein Urlaub leider schon wieder viel zu schnell vorbei war, fand ich mich letzten Montag wieder auf der Arbeit ein. Dort angekommen hieß es auch gleich, mich auf den nächsten Tag vorzubereiten, da ich mit einem Kollegen nach Glückstadt auf Montage fahren sollte. Als wäre das nicht schon leicht stressig genug, kam auch noch ein Notfall dazwischen, weswegen ich am selben Tag noch zu einem weiteren Kunden nach Hagenow fahren musste. Dank einer Einstellung im Navigationssystem, Autobahnen zu meiden (was ich leider erst am nächsten Tag herausfand), dauerte die Anreise lockere zwei Stunden. Beim Kunden verbrachte ich dann auch einige Zeit, um das vermeintliche Problem zu lokalisieren und zumindest temporär zu beheben.
Abends war ich noch mit Hannes zum Kino verabredet, wir wollten uns Prometheus anschauen. Aufgrund der schon stark vorangeschrittenen Zeit bei meiner Abreise aus Hagenow konnte ich nicht zwischendurch noch nach Hause und musste im Monteursoutfit direkt in Richtung Kino aufbrechen. Da ich von der (ziemlich dämlichen) Einstellung noch nichts wusste und darüberhinaus relativ hektisch war, steuerte ich einfach zur nächsten Autobahnauffahrt, sämtliche anderslautenden Kommentare der Navigationssoftware ignorierend. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, auf der A24 konnte ich nämlich ordentlich Gas geben und so einiges an Zeit herausholen. In Hamburg angekommen, hatte ich es nach wie vor eilig und wurde natürlich auch prompt geblitzt - ausgerechnet nach dem Einbiegen auf die Reeperbahn... So kam ich schlussendlich zwar immer noch nach Vorstellungsbeginn im Kino an, als Hannes und ich dann aber den Saal betraten, lief zu unserem Glück noch Werbung.
Den Film selbst hätte ich gerne in einem etwas weniger gestressten Zustand gesehen, denn die von uns gebuchten VIP-Sitze waren schon sehr entspannend. Entgegen dem sehr actionlastig anmutenden Trailer kommt der Film über weite Strecken ziemlich ruhig daher und baut eher auf die Charakterdarstellung der Schauspieler. Natürlich bietet der Streifen auch Action, Blut fließt ebenso ein wenig und die Schauplätze wirken allesamt sehr atmosphärisch düster und mysteriös, doch im Endeffekt sind es eben die Figuren, die den Film tragen. Ich will das gar nicht negativ verstanden wissen, es ist eben nur anders, als es der Trailer vermuten lassen könnte. Muss man am besten wirklich selbst sehen, um sich ein Bild davon zu machen.
Übrigens: Auch wenn Prometheus als Quasi-Prequel zum ersten Alien-Film angenommen wird, so ist es doch kein direkt anschließender Vorgänger und es bleibt noch genügend Stoff für mindestens einen weiteren Teil zwischen den beiden Filmen.

Sonntag, 24. Juni 2012

Movie Night

Let me introduce myself
Letzten Freitag war in der Großen Freiheit 36 eine äußerst vielversprechend klingende Veranstaltung angesetzt. Das Motto lautete "Ü25 Movie Edition" und sollte demnach als Soundtrack-Party funktionieren. Außerdem hieß es, dass der Eintritt frei wäre für Besucher, die sich als Hollywood-Star verkleiden.
Wie erwähnt, klang das wirklich gut, bin ich doch ein großer Fan von Soundtracks und besitze auch selbst ein paar. Um das Event dann auch gebührend zu begehen (und eben den Eintritt zu sparen), zogen Bonsch und ich in Erwägung, verkleidet zu erscheinen. Meine erste Idee, einfach meinen Matrix-Mantel überzuwerfen, war aber noch nicht ganz ausgereift. Bonsch kam dann die geniale Idee, als Men in Black aufzutreten, aus naheliegenden Gründen: Wir beide haben schwarze Anzüge und Sonnenbrillen, sehen im Anzug verboten gut aus - ach ja, und der dritte Teil der Filmreihe läuft auch aktuell im Kino. Als kleines i-Tüpfelchen pinselte ich dann eine kleine Wasserpistole silbern an, die fortan als "kleine Grille" fungierte und setzte kurzfristig ein paar einfache Visitenkarten zusammen. Lediglich ein Gerät zum Blitzdingsen fehlte uns, aber es muss ja für die nächste Gelegenheit noch Steigerungspotential vorhanden sein.
Freeze, bitch!
Derart gut vorbereitet und fest entschlossen, den freien Eintritt für uns sicherzustellen, machten wir uns also auf den Weg und trafen um elf Uhr schließlich an der Großen Freiheit 36 ein. Dort angekommen setzten wir uns die Sonnenbrillen auf und marschierten zum Einlass. Einer der Türsteher rief bei unserem Anblick gleich "Freier Eintritt!", was dann auch zutraf. Beim obligatorischen Abtasten musste ich meine "kleine Grille" vorzeigen und benannte das Teil entsprechend, worauf der Security-Mann mit einem Grinsen des Erkennens und einem "Ah, Men in Black oder was?!" reagierte.
Drinnen trafen wir zwei dann Hannes, der schon eher dort war und auf uns wartete. Bisher schien er auch der einzige Gast zu sein, die anderen Anwesenden waren alles entweder Sicherheitsleute oder Barpersonal. Aufgrund des noch frühen Abends maßen wir der Leere des Saals noch kaum Bedeutung bei und bestellten erst einmal ein paar Drinks.
Zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass der aktive DJ scheinbar durch totale Unfähigkeit glänzte und das Thema des Abends zu 100 % verfehlte. Ein einziges Mal konnte ich eine ziemlich schlimm missgebildete Version des Songs Ghostbusters von Ray Parker jr. heraushören, das war es dann aber auch schon. Insgesamt waren zwei DJ's am Mischpult vertreten und den Wechsel zwischen den beiden konnte man deutlich heraushören. DJ Nummer zwei spielte nämlich tatsächlich den einen oder anderen Soundtrack neben irgendwelchen R'n'B oder House-Stücken.
Auf einem Flyer war noch mit einer Verlosung von Soundtracks geworben worden. Auf Hannes' Nachfrage ließ DJ Nummer eins (der richtig schlechte) verlauten, er würde um ein Uhr einfach die CD's verteilen. So versuchten wir bis dahin noch die Zeit einigermaßen totzuschlagen und nicht zu sehr auf die unpassenden und echt unschönen Songs zu achten. Glücklicherweise hielt der Mann sein Wort und brachte ein paar CD's in das mittlerweile auf geschätzte sechs Leute angewachsene Publikum. Hannes bekam eine der Boxen ab, die der Optik einer Filmdose nachempfunden waren. Wie wir dann feststellten, handelte es sich um eine Sammlung von Themes, Pop-Songs und Score-Stücken auf drei CD's, die von Media Markt herausgegeben wurde. Immerhin bekam Hannes dann noch was dafür, dass er schon Eintritt hatte zahlen müssen.
Mit der Box in der Tasche sind wir drei dann noch nach unten in den Kaiserkeller hinabgestiegen, wofür wir nicht einmal Eintritt zahlen mussten. Scheinbar hatten die Betreiber erkannt, dass es ziemlich frech wäre, zweimal abzukassieren, wenn die Soundtrack-Party doch eher ein Reinfall war. Im Keller lief wenigstens vernünftige Musik - interessanterweise fielen mir mindestens zwei Stücke auf, die auch in Soundtracks vertreten sind - und es gab auch Besucher. So verbrachten wir dann den Rest des Abends in entspannter Atmosphäre bei gekühlten Getränken und umgeben von lauter netten Leuten.
Als Bonsch und ich schließlich gegen halb vier wieder bei mir eintrafen, kam ihm die Idee, ein paar Photos zu schießen. Immerhin sieht man uns ja nicht alle Tage in dem Outfit und das musste festgehalten werden.
Don't get in our way...

Sonntag, 11. März 2012

Best Friends forever

Dienstag Abend gab es mal wieder einen französischen Film. Ich bin ja nach wie vor der Ansicht, dass man französische Filme generell in zwei Kategorien einteilen kann: Großartig und ganz große Kacke. Dieser Film - Ziemlich beste Freunde - darf sich glücklicherweise zur ersten Kategorie zählen und das rettete auch den Abend ganz gehörig.
Denn scheinbar litt das Cinemaxx am Dammtor unter technischen Problemen, möglicherweise durch die Bauarbeiten direkt vor der Tür verursacht. Es fing alles ganz harmlos an, die Werbung und der größte Teil der Trailer waren schon abgelaufen, da fiel plötzlich das Bild aus und eine schwache Beleuchtung ging an. Nach einem kurzen Moment der Verstörung, in dem ich mich fragte, ob vielleicht eine Stromrechnung vergessen worden war zu bezahlen, kam ein Mitarbeiter ins Kino und teilte mit, dass es gleich weitergehen würde. Ging es dann auch, allerdings lief plötzlich ein Stück des Hauptfilms, von dem wir anfangs annahmen, er würde in die Mitte des Films gehören und damit schon Handlung vorwegnehmen. Nach ein paar Minuten wurde dann abgebrochen und alles zurückgesetzt, was bedeutete, dass auch die Trailer wieder komplett abgespielt wurden. Es wurde zwar versucht, vorzuspulen, was aber scheinbar vergeblich nach gefühlten zwei Trailern abgebrochen wurde. Also durften wir uns unter anderem die wunderbar grotesken und ziemlich schlechten HAW-Trailer auch noch einmal ansehen, was schon irgendwie quälend war.
Der Hauptfilm startete dann aber doch noch und begeisterte von Anfang an. Wirklich eine echt toll erzählte Geschichte, die immer wieder durch eine wunderbare Komik zu begeistern wusste, aber trotzdem nicht einer ernsten Komponente entbehrte. Ernst wurden dann auch einige Gesichter, als der Film dann wieder abbrach, nachdem geschätzt zwei Drittel abgespielt waren. Wieder kam ein Mitarbeiter, beziehungsweise dieses Mal eine Mitarbeiterin ins Kino und informierte, dass es nicht nur gleich weiterginge, sondern auch, dass alle Besucher nach dem Film eine Entschädigung erhalten würden. Wie die aussah, wussten wir damit zwar noch nicht, aber die Tatsache war ja schon sehr anständig. Als der Film weiterlief, wurden auch wieder ein paar Minuten erneut gezeigt, aber es war schon nah an der letzten Szene. Zum Ende erschien der Hinweis, dass der Film auf wahren Tatsachen beruhte, was mir bis dato gar nicht bewusst gewesen war. Das Leben schreibt eben doch die besten Geschichten, ganz ohne Anstrengung des Geistes.
Am Ausgang des Kinosaals standen später zwei Mitarbeiter, die doch tatsächlich Freikarten verteilten, was ich echt in Ordnung fand. Das ist doch mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass es doch noch anständigen Service am Kunden gibt. Mal sehen, für welchen Film die Freikarten dann genutzt werden können.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Nacht für Nacht

Da hat uns der liebe Kunde doch glatt mal die ersten drei Tage unseres Testlaufs ersatzlos gestrichen, sowas! Bedeutet als Konsequenz, dass der Testlauf nach hinten um drei Tage verlängert werden muss, um wieder bei insgesamt zehn Tagen zu sein, nach Adam Riese. Daraus wiederum folgt, dass sich meine für den 11.02. geplante Abreise leider auch verschiebt, da wir nicht direkt nach dem Ende des Testlaufs den Kunden verlassen wollen. Nun sind wir also beim 16.02. als Abreisedatum, Wiederankunft in der Bundesrepublik ist dann der Freitag, 17.02.
Ich hoffe inständig, dass sich keine weitere Verspätung ergibt, da ich sonst - mal wieder - ein mit Sicherheit tolles Konzert verpassen würde. So komme ich gerade eben rechtzeitig zurück, sodass ich abends mit Freunden Schandmaul genießen kann, worauf ich mich auch freue, mal davon abgesehen passt es dann ja auch als Rückkehrer-Party ganz gut.
Langsam aber sicher geht mir das auch auf den Sack, die ganze Nacht hier zu sitzen und der Maschine zuzusehen. Noch dazu habe ich nicht einmal Kinder Riegel hier. Ich will nach Hause!

Freitag, 16. Dezember 2011

The Zombie Survival Bottle

Das Fundstück des Tages: Die Zombie Survival Bottle, was für eine praktische Erfindung! Das kommt gleich nach dem Notkondom hinter Glas. Sehr cool dabei ist, dass man gleich zwei Flaschen bestellen kann, auch der Preis geht mit 14,99$ in Ordnung. Was nicht in Ordnung ist: Der Versand akzeptiert keine außer-amerikanischen PayPal-Kontos. Ich wusste gar nicht, dass man das einschränken kann. In jedem Fall unfair, ich hätte gleich zwei oder drei Sets geordert (vielleicht auch als äußerst praktisches Weihnachtsgeschenk!).
Ich werde das im Auge behalten, sollte diese Beschränkung irgendwann aufgehoben werden.

Freitag, 19. August 2011

Let's go Murphys!

Der Schlachtruf der Fans der Band Dropkick Murphys, die am vergangenen Dienstag auch in Hamburg auf der Bahrenfelder Trabrennbahn spielten. Danica und ich hatten uns Karten dafür gekauft, neugierig auf einen Live-Auftritt der auf Studioalben schon interessanten Band.
Einlass war schon um 16:00 Uhr, da Nica noch arbeiten musste, waren wir erst gegen 16:45 Uhr da, ungefähr eine Viertelstunde vor geplantem Konzertbeginn. Um 17:00 Uhr sollte, laut Ticketaufdruck, das Konzert beginnen. Dass eine Vorband spielen würde, war klar, dass es zwei werden würden nicht, aber okay, warum auch nicht.
Die erste von beiden begann dann allerdings erst kurz vor sieben Uhr, nachdem wir also schon zwei Stunden warteten. Viel zu sehen gab es nicht, das Platzlayout hatte sich seit Sonntag nicht geändert. Was sich glücklicherweise geändert hatte, waren die Untergrundverhältnisse. Mittlerweile war der Platz getrocknet und mit Kies bedeckt worden, sodass nur eine geringe Bodenfeuchtigkeit herrschte, was sehr angenehm war. Nicht so angenehm war dafür die im Vergleich zu Sonntag geringere Temperatur, was allerdings auch daran lag, dass wir dieses Mal nicht direkt in der Menge standen.
Die erste Vorband, die spielte, nennt sich Montreal und kommt aus Hamburg. Die drei Jungs haben sich ehrlich bemüht ein wenig Stimmung zu machen und waren insgesamt total lustig drauf. Auch die Songs, deren Namen mit Pullover oder Maurer schon komisch klingen, strotzen vor gewollt schlechten Reimen, die zum Lachen anregen. Anspieltipp an dieser Stelle: Endlich wieder Discozeit. Ein verdammter Ohrwurm, aber totale gute Laune Musik. Mein persönliches Highlight des Abends und der Grund, weshalb ich mir gleich eine CD von Montreal zugelegt habe neben dem obligatorischen Tourshirt der Hauptband.
Face 2 Face war Vorband Nummer zwei, mir bis dahin nicht bekannt und ich werde auch nach dem Auftritt kein Fan werden. Sie waren nicht schlecht, aber in meinen Ohren auch nicht so gut oder gar besonders, dass ich sie öfter hören musste. Als Hintergrundmusik in Ordnung, aber ich werde mir wohl keine CD's kaufen.
Um 20:40 dann endlich, mehr als viereinhalb Stunden nach Einlass und knapp vier Stunden nach unserer Ankunft, spielten dann auch die Dropkick Murphys. Ein meiner Meinung nach souveräner Auftritt mit den großen Songs, viel vom aktuellen Album Going out in Style. Allerdings war nach einem Zugabensong (immerhin der Klassiker Boys on the Docks) auch schon Schluss und da hatten die Jungs gerade mal an der 90-Minuten-Marke gekratzt. Allerdings war der Abend dann auch schon (wider Erwarten) lang genug gewesen, insofern hielt sich die Enttäuschung darüber in engen Grenzen. Außerdem waren wir froh, von einigen der angetrunkenen und scheinbar streitlustigen Besucher wegzukommen. Direkt vor uns fing ein Typ nämlich ständig völlig unkontrolliert an zu "tanzen" und mit seinen Armen zu rudern, dass wir Angst hatten, er würde noch einen von uns treffen. Der Kerl war richtig nervig, da bekam ich schon Gewaltphantasien.
Zusammenfassend also ein netter Abend mit guter Musik, nur leider von den Organisatoren schlecht gemacht oder schlecht informiert. Die Wartezeit hätte man sich nämlich auch gerne schenken können.

Freitag, 12. August 2011

Creeping in...

Eine der letzten Vorbestellungen für mein Memorabileum kam nach einigen Wirrungen dann am Mittwoch doch noch bei mir an.
Nachdem die Statue eigentlich letzte Woche schon verschickt wurde, ich aber gerade nach Wacken aufgebrochen war, als der DPD-Mann das erste Mal klingelte und auch am darauffolgenden Tag scheinbar keiner meiner Nachbarn das Paket hatte annehmen wollen, musste ich einen neuen Termin vereinbaren. Glücklicherweise funktioniert das auch ganz einfach online und so gab ich auch gleich Montag als nächstmöglichen Liefertermin an. Dank Onlinetracking hatte ich das Ganze auch immer im Blick und war schon stutzig, als es am Montag nur hieß, das Paket sei eingelagert worden. Nun ja, ich hatte ja auch erst Sonntag Abend den neuen Termin vereinbart, also wartete ich erst einmal den nächsten Tag ab.
Am Dienstag hieß es dann "Ausrollung", was bedeutet, das Paket wurde auf den Zustellwagen verladen und wird ausgeliefert. Da kam dann Freude auf. Im Laufe des Tages und mit sich nicht ändernder Trackinganzeige verflog diese Freude dann allerdings zusehends. Langsam machte ich mir ernsthafte Sorgen, ob mein Paket vielleicht einen Unfall gehabt haben konnte (oder eher der Fahrer des Wagens).
Mittwoch dann wieder ein wenig Erleichterung: "Ausrollung" die Zweite. Tatsächlich kam am frühen Nachmittag der DPD-Mann mitsamt meines (heilen) Pakets bei mir an. Das ließ mich dann doch wieder erleichtert aufatmen.
Witzig war dann die noch Geschichte, die der Fahrer mir erzählte. Er wusste nämlich, dass ich seit Montag wartete und war nur eingesprungen, weil der vorige Fahrer, der sich sonst um dieses Einzugsgebiet gekümmert hatte, seinen Führerschein verloren hatte (O-Ton:"Der Afrikaner, der hier vorher war, hat seinen Lappen verloren."). Er selber hatte das Gebiet wohl schon einmal beliefert, aber das war lockere sechs Jahre her. Ganz schön abenteuerlich! Na ja, Hauptsache mein Licker ist unbeschadet angekommen.


 Nettes Detail: Die Glasscherben sind tatsächlich allesamt einzelne Teile, die auch separat verpackt waren.
Leck mich!

Sonntag, 10. Juli 2011

What the heck...?

Nichtsahnend öffnete ich am Dienstagabend mein eMail-Postfach und stöberte durch die neuen Mails. Unter anderem befand sich auch eine Mail von darunter, mit dem Hinweis, dass meine Rechnung für den Monat Juni online verfügbar sei. Soweit, so bekannt und demzufolge doch eher unspektakulär. Der Hammer war dann allerdings der genannte Betrag von sage und schreibe 392,53 €! Da musste ich dann schon ein- zweimal schlucken, um das zu schnallen. Ganz schön heftige Summe, China ist teuer! Jeder Anruf, auch die von Skype aufs Handy kostet richtig Asche. Wenn's im September wirklich nach Japan geht, lasse ich mein Handy lieber aus...

Montag, 27. Juni 2011

Man lernt nicht aus

Was für eine grausige Entdeckung! Seit ich wieder zuhause bin, vermeinte ich, in dem ein oder anderen Song leichte Verzerrungen zu hören, so als ob Störstrahlungen den Sound beeinflussen würden. Da ich eh gerade dabei war, die neuen Resident Evil-Soundtracks zu rippen, hörte ich mir die Ergebnisse gleich an und stellte auch dort Verzerrungen fest.
In der Folge prüfte ich mal meine Encoder-Einstellungen und recherchierte ein wenig im Netz und fand schließlich heraus, dass ich meine CD's wohl mit falschen Einstellungen geripped hatte. Um das endgültig zu belegen, spielte ich ein wenig mit den Einstellungen und codierte ein paar Tracks aus Resident Evil 5 neu und siehe da - das Ergebnis klingt sauber und im Endeffekt sogar vermeintlich reicher.
Das klitzekleine Problem an der Sache ist nur, dass ich eigentlich meine gesamte CD-Sammlung schon fertig geripped hatte. Im Umkehrschluss heißt das also - wer keine Arbeit hat, macht sich welche, vielen Dank! Das hätte mir echt mal eher auffallen können, ich Depp.

Freitag, 17. Juni 2011

Disasterpieces

So ein Dreck! Da hat sich doch glatt am Mittwochabend meine Festplatte verabschiedet. Und mit ihr leider auch sämtliche darauf gespeicherten Daten, inklusive der Photos, die ich bisher gemacht habe. Das bedeutet für meine bisherigen Posts, dass es schwierig wird mit dem Einbinden von Bildern. Mal sehen, was sich da noch machen lässt und ob ich doch noch das ein oder andere irgendwoher retten kann.
Ein Glück hatte ich meine Musik auf meiner externen Festplatte gespeichert, die jetzt als neues Hard Drive im Laptop arbeitet. Spart auch wieder den Schritt, dass ich für die Musik erst die externe Platte anschließen müsste. Ein Kollege hat mir dankbarerweise auch schon Ersatz beschafft, der Test steht noch aus.

Um meine Laune vorher schon ein wenig in Richtung Kellergeschoss zu verschieben, berichtete Franzi, die sich ja lieberweise um meine Wohnung und damit verbunden auch um meine Post kümmert (ich berichtete), mir, dass sie ein amazon-Paket selbst mit Vollmacht inkl. Extra-Unterschrift für eigenhändige Sendungen und Personalausweiskopie nicht im Empfang nehmen darf. Darin befindet sich nämlich die Balls of Steel-Edition von Duke Nukem Forever, auf die ich schon sehr gespannt war. Nachdem ich ein wenig im Netz geforscht und dann erst mit der Post und mit DHL telephoniert, sowie mit einer amazon-Mitarbeiterin gechatted hatte, war das Ergebnis, dass das Paket als nicht zustellbar zurückgeht - unglaublich! Wofür dann die verdammte Vollmacht? Als die amazon-Mitarbeiterin auch noch meinte, dass die limitierte Edition schon ausverkauft sei war ich durchaus erregt, um nicht zu sagen, extrem kurz vorm Ausrasten. Ich hatte eigentlich geplant, einen der kleinen Glastische in einen der beiden Flachbildfernseher zu schmettern in meiner aufkeimenden Zerstörungslust.
Heute habe ich, nach einer Nacht Schlaf (na ja, so richtig geschlafen habe ich hier leider noch nicht eine einzige Nacht) nochmal in Ruhe bei amazon vorbeigeschaut und siehe da! Es gibt sie doch noch, die Balls of Steel-Edition! Franzi brachte mich gestern dankenswerterweise schon auf die Idee, das Spiel einfach noch einmal zu bestellen und an sie schicken zu lassen, damit es keine Probleme gibt. Das habe ich dann natürlich auch gleich in Auftrag gegeben und bin schon schwer gespannt auf das Ergebnis. Montag soll das Paket geliefert werden, ich werde berichten.

Auch noch vor dem Festplattencrash überraschte mein Vater mich mit einer ganz schön bescheidenen Nachricht seine Mutter betreffend. Sie hatte an Pfingsten nämlich einen schlimmen Schlaganfall, von dem sie sich auch aller Voraussicht nach nicht wieder erholen wird. Momentan liegt sie im Heider Krankenhaus (dann auch noch in Dithmarschen, na prima...), doch ihr Arzt ist, gelinde gesagt, wenig zuversichtlich. Ganz toll, und ich hänge hier in China. Dementsprechend bewegt sich meine Laune momentan eher talwärts als bergauf. Und das, obwohl der Tag an sich gar nicht so schlecht lief und mein Mantel auch geliefert worden war.