Einer der ersten Sätze von Thomas Freeman aus Taking Down Hollywood, unserem Semesterstück. Nun finde ich mich selber wieder in der Rolle desjenigen, der keine Ahnung hat. Keine Ahnung, was oder wie er sich fühlen soll.
Als das Projekt zu Anfang des zweiten Semesters ins Leben gehoben wurde, startete alles mit einer einzigen Idee:"Zeitmaschine". Das war das Wort, das vor allem von unserem Dozenten immer wieder als Projekttitel rezitiert wurde. Aus diesem einen Wort wurde schließlich eine Geschichte, erst sehr grob skizziert, dann immer feiner gegliedert. Charaktere wurden entwickelt, Dialoge ausgearbeitet, Szenen kreiert, eine Reise begonnen. Eine Reise, die nicht immer geradlinig verlief, nicht immer ohne Hindernisse war. Und doch setzten wir alle unseren Weg fort, reisten weiter, bis wir schließlich am Ziel ankamen.
Schon recht früh hatte ich mich bereit erklärt zu schauspielern. Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass ich dann auch die Hauptrolle spielen würde. Ich selbst hatte mich eher für eine etwas kleinere Rolle beworben, auch im Hinblick auf die nach dem Stück anstehenden Klausuren. Es war dann auch ein Kommilitone für die Rolle des Thomas Freeman vorgesehen, sodass ich schon überlegte, welche andere Figur mich interessieren würde (und davon gab es gleich ein paar mehr). Besagter Kommilitone musste dann aus privaten Gründen die Hauptrolle wieder abgeben (was er sehr fair frühzeitig erklärte), blieb uns aber in einer anderen Rolle doch noch für das Stück erhalten. So kam dann die Frage an mich, ob ich den Part eventuell übernehmen würde. Nach unserem Casting war ich dann für den Part gebucht.
Auch wenn von vornherein klar war, dass ich viel Text würde lernen müssen, kam mir das Stück anfangs kleiner vor. Dazu mag auch beigetragen haben, dass wir die Proben in einem etwas kleineren Raum abhielten und immer nur stückweise einzelne Szenen probten. Mit Einzug der gesamten Projektgruppe ins Produktionslabor wurde ich mir dann aber doch schnell des Umfangs bewusst. Hatten wir vorher viel mit improvisierten Requisiten und ohne richtiges Bühnenbild geprobt, gab es auf einmal eine Bühne, noch dazu mit zwei Ebenen. Nach und nach kamen dann auch die Requisiten dazu, die Kostüme wurden anprobiert. Die technischen Gewerke schafften Atmosphäre, kurz: Es kam so langsam alles zusammen.
Als wir am Mittwochabend die erste Durchlaufprobe abhielten, also das gesamte Stück probten (nur ohne Kostüme, ein paar Requisiten fehlten noch, Technik war noch nicht final et cetera), war ich zwar schon ein wenig aufgeregt, doch das Stück lief an sich schon sehr flüssig. Tags drauf fand dann die Generalprobe statt, bei der alle Schauspieler geschminkt und in Kostüm auf die Bühne traten. So wurde das Stück deutlich immersiver, allerdings merkte ich auch, wie meine Anspannung stieg.
Erwartungsgemäß war meine Nervosität am Freitag vor der Aufführung am größten. Auch während des Stücks merkte ich an mindestens einer Stelle, dass ich ziemlich unter Adrenalin stand. Glücklicherweise leistete ich mir meines Wissens nach keinen Patzer und wir konnten das Stück ohne nennenswerte Zwischenfälle aufführen. Alle Schauspieler waren super vorbereitet, fielen nicht aus ihren Rollen und lieferten eine tolle Show, sodass wir dem Publikum hoffentlich einen tollen Abend bescheren konnten.
Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, nach der Aufführung noch ein letztes Mal die Bühne zu betreten und alle meine großartigen Schauspielkollegen einen nach dem anderen mit einem kleinen Spruch zu mir zu bitten, um sich den verdienten Applaus abzuholen.
Mit dem Ende der Vorstellung fiel dann auch ein Großteil der Anspannung wieder von mir ab. Allerdings kann ich erst so langsam realisieren, dass damit auch alles andere zu Ende ging. All die Proben, Vorbereitungen, Besorgungen, all das fand seinen Höhepunkt am Abend des 23. Januar, nur um danach ein ziemlich großes Loch zu hinterlassen. Im Gespräch mit einem Kommilitonen habe ich das Ganze schon mit einer Beziehung verglichen, die ein jähes Ende findet. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie bei Hochleistungssportlern, die nicht einfach von einem Tag auf den anderen keinen Sport mehr machen können, sondern langsam "herunter trainieren" müssen.
Mit was auch immer man das Projekt vergleicht, ein Teil von mir hängt nach wie vor daran und es wird sehr schwer sein, für immer loszulassen. Insofern bin ich doppelt froh, dass die Vorstellung aufgezeichnet wurde und ich demnächst auch die Gelegenheit bekommen werde, mir das Stück anzusehen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
Das tröstet auch ein wenig über den reichlich traurigen Anblick am Samstagabend hinweg, der sich mir beim Abholen meiner Sachen aus dem Produktionslabor bot. Die Bühne war abgebaut, die Technik wieder komplett weggeräumt, selbst die Leinwand war zur Seite gezogen. Ein ganz seltsames Gefühl, ich denke am ehesten passt das Wort 'melancholisch'.
Trotz aller Melancholie erhält Taking Down Hollywood einen besonders schönen Platz im Regal meiner Erinnerungen. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich mit vielen tollen Menschen teilen durfte, von denen ich zu Projektbeginn einige noch nicht einmal kannte. Jetzt verbindet mich ein großer Haufen an Erinnerungen mit ihnen; und wahrscheinlich noch sehr lange werden wir uns gegenseitig Zitate aus dem Stück zurufen und dabei lachen und an das tolle Erlebnis zurückdenken müssen.
An all dem Genannten lässt sich auch gut der Einfluss eines solchen Projekts festmachen. Es bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Es brennt sich bei jedem Beteiligten in die Erinnerungen. Jeder nimmt irgendetwas mit aus dieser Zeit. Und nicht zuletzt hatte jeder einzelne selbst einen Einfluss auf das Gelingen des Stücks, egal wie groß oder klein dieser Einfluss gewesen sein mag.
Wie immer ist es mir ja fast egal, ob jemand meine Posts liest oder auch nicht. Sollte es aber jemand tun, der irgendwie an Taking Down Hollywood beteiligt war, dann an dieser Stelle: Danke! Danke, dass du mitgeholfen hast, diese Erinnerung zu erschaffen und so gut werden zu lassen.
Du hast also mein Blog gefunden. Ob durch Zufall oder Absicht, du bist jetzt hier. Bleib gerne ein Weilchen und schau dir an, was ich so zu virtuellem Papier gebracht habe. Das wird vermutlich nicht immer deinen Geschmack oder dein Interesse treffen. Vielleicht ist ja der eine oder andere Post dabei, der dich zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen bringt, dich zum Nachdenken anregt oder dich im Zweifel einfach nur verstört am Kopf kratzen lässt. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Rezipieren!
Posts mit dem Label Zeitreise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zeitreise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 25. Januar 2015
Dienstag, 14. Oktober 2014
Im Theater
Der Besuch eines klassischen Bühnentheaters ist ja oft wie eine kleine Zeitreise, zurück in die Ära vor Kino und Fernsehen. So haben die Gebäude selbst auch meist ihren Anteil an diesem Gefühl, wenn sie entsprechend gestaltet beziehungsweise eingerichtet sind.
Die Neue Flora ist trotz ihres noch jungen Alters und der damit verbundenen Modernität zumindest klassisch inspiriert. So ist der eigentliche Theatersaal der Anordnung der antiken Amphitheater nachempfunden, der Foyerbereich soll von der Architektur der 1920er Jahre inspiriert sein. Der rote Teppich und die eher gedämpfte, indirekte Beleuchtung unterstützen dabei, einen edlen Eindruck zu erwecken.
In den meisten Fällen tut auch das Publikum sein übriges dazu, um die Illusion einer zeitlichen Entrückung aufrechtzuerhalten. Treten die Männer im Anzug, die Frauen in schönen, langen Kleidern in das Theater, fühlt man sich tatsächlich ein wenig in der Zeit zurückversetzt. Und welches Stück könnte besser zu diesem anachronistischen Gefühl passen als das Phantom der Oper? Ich selber habe es leider noch nicht gesehen (was ich unbedingt mal nachholen muss!), doch bekommt man am Abend natürlich das eine oder andere mit.
Auf jeden Fall hat der Aufenthalt im Theater für mich - trotz der Tatsache, dass ich mich ja nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten dort aufhalte - etwas unglaublich romantisches - und das meine ich nicht im kitschigen, sondern vielmehr im klassischen Sinne. Die aubergine-farbenen Designeranzüge (von Guido Maria Kretschmer; das musste ich erstmal nachschlagen), die wir als Team dabei tragen, unterstreichen das noch zusätzlich. Eigentlich fehlt nur noch, dass irgendwo im Theater Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich hängt.
Die Neue Flora ist trotz ihres noch jungen Alters und der damit verbundenen Modernität zumindest klassisch inspiriert. So ist der eigentliche Theatersaal der Anordnung der antiken Amphitheater nachempfunden, der Foyerbereich soll von der Architektur der 1920er Jahre inspiriert sein. Der rote Teppich und die eher gedämpfte, indirekte Beleuchtung unterstützen dabei, einen edlen Eindruck zu erwecken.
In den meisten Fällen tut auch das Publikum sein übriges dazu, um die Illusion einer zeitlichen Entrückung aufrechtzuerhalten. Treten die Männer im Anzug, die Frauen in schönen, langen Kleidern in das Theater, fühlt man sich tatsächlich ein wenig in der Zeit zurückversetzt. Und welches Stück könnte besser zu diesem anachronistischen Gefühl passen als das Phantom der Oper? Ich selber habe es leider noch nicht gesehen (was ich unbedingt mal nachholen muss!), doch bekommt man am Abend natürlich das eine oder andere mit.
Auf jeden Fall hat der Aufenthalt im Theater für mich - trotz der Tatsache, dass ich mich ja nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten dort aufhalte - etwas unglaublich romantisches - und das meine ich nicht im kitschigen, sondern vielmehr im klassischen Sinne. Die aubergine-farbenen Designeranzüge (von Guido Maria Kretschmer; das musste ich erstmal nachschlagen), die wir als Team dabei tragen, unterstreichen das noch zusätzlich. Eigentlich fehlt nur noch, dass irgendwo im Theater Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich hängt.
Samstag, 1. Dezember 2012
Live from the US and A
Nach langer Abstinenz mal wieder ein kleines Update von meiner Seite. Während ich hier in Texarkana (auf der östlichen Seite in Arkansas) im Hotel sitze, dachte ich mir, kann ich auch mal wieder ein paar Zeilen posten.
Vor meiner Abreise am vergangenen Montag habe ich zusammen mit Sandra endlich mal Kick-Ass gesehen. Was für ein geiler Film! Basiert auf einem Comic, was schon per se ein größeres Plus bedeutet, hat eine abgefahrene und total coole Story, sympathische Darsteller, fetzige Dialoge und einen ziemlich groovigen Soundtrack. Definitiv ganz weit oben in der Highscore-Liste, wenn auch unter Scott Pilgrim vs. The World... aber an den wird so schnell auch nichts rankommen.
Auf dem Flug in die Vereinigten Staaten habe ich mir ein paar Filme angeschaut, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass es selbst in der Business Class des British Airways-Fliegers keine Wechselspannungssteckdosen gab, sondern nur die Gleichspannungsanschlüsse, wie man sie aus dem Auto kennt. Da hat der 3DS dann irgendwann klein beigegeben und ich wechselte das Unterhaltungsprogramm zu recht aktuellen Kinofilmen.
Als erstes sah ich mir The Raven an, was ein wirklich guter Einstieg war. Der Film behandelt den fiktiven letzten Lebensabschnitt Edgar Allan Poes, in dem er von einem Psychopathen herausgefordert wird, der Morde inspiriert von Geschichten Poes begeht und die Verlobte des Autors entführt. Beeindruckend stilsichere, bedrückende Bilder werden untermalt von einem mal melancholischen, mal treibenden Soundtrack, der immer großartig klingt. Die Schauspieler sind toll, allen voran natürlich John Cusack als Edgar Allan Poe selbst, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Die Sprache der Figuren ist bisweilen sehr lyrisch, fast musikalisch (ich habe den Film im englischen Originalton geschaut), was ich absolut überzeugend und erstklassig implementiert fand. Wer also Thriller oder Poes Werke oder ganz generell etwas düstere Streifen mag, kann dem Film sicherlich etwas abgewinnen.
Als nächstes gab ich mir die totale Erinnerung mit der Neufassung von Total Recall. Der Film besteht als solider Actioner ziemlich gut, auch wenn er etwas blutleer (im wahrsten Sinne) daherkommt. Trotz Armut, Schießereien und Explosionen bleibt alles immer irgendwie sauber. Der Look des Films gefällt mir ganz gut, die beiden weiblichen Hauptrollen sind auch wie immer sehr hübsch anzuschauen und die Effekte kommen gut rüber. Das letzte Mal, dass ich das Original gesehen habe, ist schon lange her, dennoch denke ich, bewerte ich den alten Schinken mit Arnie wohl besser. Nichtsdestotrotz ein Film fürs Regal.
Zum Abschluss noch eine Fortsetzung, nämlich Men in Black 3. Der Streifen ist richtig gut und bietet von vielem ein bisschen. In der Hauptsache lebt die Geschichte selbstverständlich wieder von der Situationskomik, die sich aus dem Zusammenspiel von Agent J und K ergibt. Da J in der Zeit zurückreisen muss, um den Mord an K zu verhindern, trifft er dort auf dessen jüngeres ich, was dem Buddy-Element eine neue Variante hinzufügt. Die Action kommt auch nicht gänzlich zu kurz und gegen Ende gibt es sogar eine ungewohnt emotionale Szene, die sich aber sehr gut einfügt. Alles in allem eine gelungene Fortführung der Serie, die auch gleich Lust auf mehr macht.
Nun also bin ich mal wieder unterwegs, diesmal in den USA, genauer gesagt in Arkansas, kurz vor der Grenze zu Texas. Hört und sieht man auch ganz deutlich an den Leuten. Cowboy-Hüte, Kautabak und der typische Fernseh-Ami-Akzent sorgen schon für reichlich Klischee-Eindruck. Dann noch die Drive-In-Geldautomaten... Man, man, man sind die derbe faul hier. Da wird eben noch wirklich jede Strecke gefahren, die länger als das Auto ist. Beim Körperumfang mancher Leute hier aber auch fast wieder verständlich.
Etwas anstrengend ist noch der Zeitunterschied. Hier hänge ich der deutschen Zeit immerhin sieben Stunden hinterher. Vor dreieinhalb Wochen war ich noch in Japan, wo ich acht Stunden voraus war. Echt gewöhnungsbedürftig, diese Zeitreisen.
Sehr einfallsreich übrigens der Name des Ortes, in dem wir unser Quartier bezogen haben: Texarkana. Liegt genau auf der Grenze Texas - Arkansas, eine "State Line" benannte Straße führt auch tatsächlich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort und teilt ihn in Ost- (Texas) und Westseite (Arkansas). Da fallen einem auch Gesetze deutlich auf, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. In Texas beispielsweise bekommt man an einer Tankstelle keinen Alkohol, in Arkansas dagegen sehr wohl. Absurd wird das Ganze dann, wenn die gegenüberliegenden Straßenseiten derselben Straße verschiedene Gesetze haben. Etwas beknackt, aber so sind sie eben manchmal, unsere westlichen Freunde...
Ashdown, der Ort in dem die Papierfabrik steht, mutet vom Namen dagegen eher wie ein Nachbarort von Silent Hill an. Am Montag werde ich auch schon wieder weiterreisen, dann geht es nach Kingsport in Tennessee.
Vor meiner Abreise am vergangenen Montag habe ich zusammen mit Sandra endlich mal Kick-Ass gesehen. Was für ein geiler Film! Basiert auf einem Comic, was schon per se ein größeres Plus bedeutet, hat eine abgefahrene und total coole Story, sympathische Darsteller, fetzige Dialoge und einen ziemlich groovigen Soundtrack. Definitiv ganz weit oben in der Highscore-Liste, wenn auch unter Scott Pilgrim vs. The World... aber an den wird so schnell auch nichts rankommen.
Auf dem Flug in die Vereinigten Staaten habe ich mir ein paar Filme angeschaut, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass es selbst in der Business Class des British Airways-Fliegers keine Wechselspannungssteckdosen gab, sondern nur die Gleichspannungsanschlüsse, wie man sie aus dem Auto kennt. Da hat der 3DS dann irgendwann klein beigegeben und ich wechselte das Unterhaltungsprogramm zu recht aktuellen Kinofilmen.
Als erstes sah ich mir The Raven an, was ein wirklich guter Einstieg war. Der Film behandelt den fiktiven letzten Lebensabschnitt Edgar Allan Poes, in dem er von einem Psychopathen herausgefordert wird, der Morde inspiriert von Geschichten Poes begeht und die Verlobte des Autors entführt. Beeindruckend stilsichere, bedrückende Bilder werden untermalt von einem mal melancholischen, mal treibenden Soundtrack, der immer großartig klingt. Die Schauspieler sind toll, allen voran natürlich John Cusack als Edgar Allan Poe selbst, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Die Sprache der Figuren ist bisweilen sehr lyrisch, fast musikalisch (ich habe den Film im englischen Originalton geschaut), was ich absolut überzeugend und erstklassig implementiert fand. Wer also Thriller oder Poes Werke oder ganz generell etwas düstere Streifen mag, kann dem Film sicherlich etwas abgewinnen.
Als nächstes gab ich mir die totale Erinnerung mit der Neufassung von Total Recall. Der Film besteht als solider Actioner ziemlich gut, auch wenn er etwas blutleer (im wahrsten Sinne) daherkommt. Trotz Armut, Schießereien und Explosionen bleibt alles immer irgendwie sauber. Der Look des Films gefällt mir ganz gut, die beiden weiblichen Hauptrollen sind auch wie immer sehr hübsch anzuschauen und die Effekte kommen gut rüber. Das letzte Mal, dass ich das Original gesehen habe, ist schon lange her, dennoch denke ich, bewerte ich den alten Schinken mit Arnie wohl besser. Nichtsdestotrotz ein Film fürs Regal.
Zum Abschluss noch eine Fortsetzung, nämlich Men in Black 3. Der Streifen ist richtig gut und bietet von vielem ein bisschen. In der Hauptsache lebt die Geschichte selbstverständlich wieder von der Situationskomik, die sich aus dem Zusammenspiel von Agent J und K ergibt. Da J in der Zeit zurückreisen muss, um den Mord an K zu verhindern, trifft er dort auf dessen jüngeres ich, was dem Buddy-Element eine neue Variante hinzufügt. Die Action kommt auch nicht gänzlich zu kurz und gegen Ende gibt es sogar eine ungewohnt emotionale Szene, die sich aber sehr gut einfügt. Alles in allem eine gelungene Fortführung der Serie, die auch gleich Lust auf mehr macht.
Nun also bin ich mal wieder unterwegs, diesmal in den USA, genauer gesagt in Arkansas, kurz vor der Grenze zu Texas. Hört und sieht man auch ganz deutlich an den Leuten. Cowboy-Hüte, Kautabak und der typische Fernseh-Ami-Akzent sorgen schon für reichlich Klischee-Eindruck. Dann noch die Drive-In-Geldautomaten... Man, man, man sind die derbe faul hier. Da wird eben noch wirklich jede Strecke gefahren, die länger als das Auto ist. Beim Körperumfang mancher Leute hier aber auch fast wieder verständlich.
Etwas anstrengend ist noch der Zeitunterschied. Hier hänge ich der deutschen Zeit immerhin sieben Stunden hinterher. Vor dreieinhalb Wochen war ich noch in Japan, wo ich acht Stunden voraus war. Echt gewöhnungsbedürftig, diese Zeitreisen.
Sehr einfallsreich übrigens der Name des Ortes, in dem wir unser Quartier bezogen haben: Texarkana. Liegt genau auf der Grenze Texas - Arkansas, eine "State Line" benannte Straße führt auch tatsächlich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort und teilt ihn in Ost- (Texas) und Westseite (Arkansas). Da fallen einem auch Gesetze deutlich auf, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. In Texas beispielsweise bekommt man an einer Tankstelle keinen Alkohol, in Arkansas dagegen sehr wohl. Absurd wird das Ganze dann, wenn die gegenüberliegenden Straßenseiten derselben Straße verschiedene Gesetze haben. Etwas beknackt, aber so sind sie eben manchmal, unsere westlichen Freunde...
Ashdown, der Ort in dem die Papierfabrik steht, mutet vom Namen dagegen eher wie ein Nachbarort von Silent Hill an. Am Montag werde ich auch schon wieder weiterreisen, dann geht es nach Kingsport in Tennessee.
Dienstag, 31. Januar 2012
Zurück in die Zukunft
Nun ist der erste Monat dieses Jahres auch schon wieder vorbei - zumindest hier vor Ort, während es in der Heimat noch ein paar Stunden dauert bis zu diesem Zeitpunkt. Ich finde es immer wieder irritierend mit den verschiedenen Zeitzonen und es zeigt mir, dass unser kleiner, blassblauer Fleck doch größer ist, als man durch die Globalisierung manchmal annehmen mag. Dieser Post entsteht, an meinem Aufenthaltsort gemessen, bereits am 01. Februar, wird unter Umständen noch am 31. Januar zuhause gelesen und der Server, auf dem dieser Post irgendwo gespeichert ist, liegt vielleicht sogar noch weiter in der "Vergangenheit". Dennoch existiert ja alles zum selben Moment, nur stehen die Zeiger der Uhr eben anders. Machen wir uns dadurch nicht das Leben selber etwas schwerer als es nötig wäre? Ist es nicht, einfach gesagt, scheißegal wie spät es irgendwo ist zu welchem Moment auch immer? Können wir nicht trotzdem kommunizieren, nur weil vielleicht gerade ein paar tausend Kilometer zwischen uns und den Menschen, die wir lieben, liegen? Und ist in solchen Augenblicken nicht sowieso einfach nur der Moment selbst, nicht aber die Uhrzeit wichtig? Das wurde jetzt ja schon wieder schwer philosophisch, wobei ich eigentlich nur feststellen wollte, dass die Zeit immer schneller vorbei zu gehen scheint, obwohl jeder Tag auch weiterhin 24 Stunden misst.
Samstag, 18. Juni 2011
Blogger - The Anniversary Edition
Auf heute vor genau einem Jahr ist der erste Post dieses Blogs datiert. Wer hätte das gedacht? Ein Jahr lang quäle ich meine Leserschaft nun schon mit Unerträglichkeiten, mit dem, was in meinem verwirrten Kopf teilweise so vor sich geht, mit bizarren Träumen und seltsamen Gefühlen, berichte von Ereignissen aus dem Familien- und Freundeskreis, rezensiere ab und an mal Filme, Spiele oder Musik und auch sonst strotzen meine Einträge meist nur so vor nützlichen oder unnützen Informationen (alles eine Frage der Perspektive). Ich denke, hin und wieder findet sich das ein oder andere Highlight und ich verstecke ja auch gerne mal ein paar Lacher zwischendurch (wenn man meinen Humor teilt, heißt das). Das trifft natürlich insbesondere dann zu, wenn ich mal wieder ein paar gelungene Zitate anbringen kann (derartige Posts sind auch meist mit dem entsprechenden Label versehen). Auch meine geliebte Sieben kommt nicht zu kurz und findet sich in ein paar Posts wieder (auch dafür gibt es ein eigenes Label).
Alles in allem kann ich sagen, dass es eine sehr interessante Erfahrung war, das Bloggen für mich zu entdecken und ich gehe dem auch immer noch gerne mehr oder weniger regelmäßig nach. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen meinen Lesern bedanken, die mich mit ihren Kommentaren stets aufs Neue zu erheitern wissen.
Zusätzlich zum einjährigen Bestehen trifft auch ein weiteres, kleineres Jubiläum zu, dies ist nämlich der 150. Post. Mal sehen, wie viele im zweiten Jahr entstehen werden, vielleicht ja sogar 200?
Achievement unlocked!
1 Year of Blogging (+50)
Achievement unlocked!
150 Blog Posts (+15)
P.S.: Wer mein Blog ganz am Anfang schon verfolgt hat, weiß auch, dass ich meinen ersten Eintrag ein wenig... modifiziert habe. Somit datiert sich der eigentlich erste Post auf den 21.06.2010, den nachträglich eingefügten Post vom 18.06.2010 habe ich einfach zurückdatiert, um ihn passender zu gestalten. Aber was sind schon drei Tage.
Achievement unlocked!
Time Travel (+100)
Alles in allem kann ich sagen, dass es eine sehr interessante Erfahrung war, das Bloggen für mich zu entdecken und ich gehe dem auch immer noch gerne mehr oder weniger regelmäßig nach. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen meinen Lesern bedanken, die mich mit ihren Kommentaren stets aufs Neue zu erheitern wissen.
Zusätzlich zum einjährigen Bestehen trifft auch ein weiteres, kleineres Jubiläum zu, dies ist nämlich der 150. Post. Mal sehen, wie viele im zweiten Jahr entstehen werden, vielleicht ja sogar 200?
Achievement unlocked!
1 Year of Blogging (+50)
Achievement unlocked!
150 Blog Posts (+15)
P.S.: Wer mein Blog ganz am Anfang schon verfolgt hat, weiß auch, dass ich meinen ersten Eintrag ein wenig... modifiziert habe. Somit datiert sich der eigentlich erste Post auf den 21.06.2010, den nachträglich eingefügten Post vom 18.06.2010 habe ich einfach zurückdatiert, um ihn passender zu gestalten. Aber was sind schon drei Tage.
Achievement unlocked!
Time Travel (+100)
Donnerstag, 5. Mai 2011
Die guten alten Zeiten
Heute war ein Flyer in der Post, der auf eine gewisse Weise eine wunderbare Reminiszenz an frühere Zeiten darstellt. Das Flugblatt wirbt mit Arbeitsplätzen - bei DHL als Katalog- oder (jetzt kommt's!) Paketzusteller. Der eine oder andere wird also verstehen, warum mir das ein kleines Lächeln aufs Gesicht zauberte - und dabei rede ich nicht von der wahrscheinlich völlig unzureichenden Bezahlung.
Dienstag, 22. Juni 2010
Zurück in die Vergangenheit!
Das ist mal eine nützliche Option! Ich habe gerade eben festgestellt, dass ich Posts auch mit älterem Veröffentlichungsdatum und ~uhrzeit veröffentlichen kann.
Bloggen in die Vergangenheit also. Zählt das schon als Zeitreise?
Bloggen in die Vergangenheit also. Zählt das schon als Zeitreise?
Abonnieren
Posts (Atom)