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Mittwoch, 31. Mai 2023

Show me the money!

Ich war (bin) bei einer Seite angemeldet (Gamekit), über die man so dusselige Online-Browsergames zocken kann und dadurch Punkte verdient bei denen. Die kann man dann zum Beispiel gegen zufällige Steam-Keys eintauschen oder - ein paar mehr Punkte natürlich - gegen Guthabenkarten.

Das hatte ich vor ein paar Jahren mal gemacht (wohl zu viel Zeit gehabt, ich weiß...). Jetzt habe ich mich gerade eben, mehr aus Zufall, weil ich wissen wollte, ob es die Seite überhaupt noch gibt, wieder mal angemeldet.
Mir fiel auf, dass ich zwei Benachrichtigungen hatte, beide zu Bestellungen von vor drei Jahren. Die habe ich angeklickt, damit die Icons weg sind (geht halt gar nicht!), und wurde zu der ersten Bestellung geleitet. Schön, dachte ich mir, waren tatsächlich zweimal Guthabenkarten (10 € & 5 €). Auf der Seite stand der Hinweis, ich müsse zur Bestätigung klicken und dann sogar nochmal.
Ich dachte mir, ach komm, machste den Spaß mal mit. Geklickt, gelklickt, am Ende kam ein Code zum Vorschein. Mehr zum Spaß habe ich den kopiert und versucht, bei Steam einzulösen - was tatsächlich funktioniert hat! Habe ich dann mit der anderen Bestellung natürlich auch gemacht, klar. Nettes "Geschenk", wenn man so will.

Samstag, 28. Januar 2023

Die Wildnis ruft

Im letzten Post stellte ich die ersten zehn Kämpfer-amiibo der Super Smash Bros.-Reihe vor, aufgestellt auf einer passenden Präsentiertreppe. Dabei erwähnte ich nebenbei, dass diese Treppe für andere Figuren vorgesehen sei. Um diese Figuren soll es heute gehen.

Nicht nur zu Nintendos Brawler-Reihe wurden amiibo produziert, auch zu einer Handvoll anderer Titel erschienen die interaktiven NFC-Figuren. Einer dieser Titel ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Insgesamt neun amiibo erschienen zu dem Titel und es ist davon auszugehen, dass zu dessen Nachfolger (Tears of the Kingdom) weitere herausgebracht werden. Neben zwei Varianten von Link selbst (zu Pferd und mit Bogen), Zelda, einem Bokoblin und einem Wächter (in einer extra-großen Verpackung und mit beweglichen Armen) kam ein Set mit vier Champions heraus (Daruk, Mipha, Revali und Urbosa).

Ich hätte den Wächter gerne mittiger platziert, aber er ist einfach zu groß

Mir gefallen die amiibo richtig gut, die Details sind gewohnt großartig. Das Hyrule-Wappen auf dem Sockel ist ein schönes, durchgehendes Motiv für alle Figuren der Reihe. Die beweglichen Arme vom Wächter sind natürlich ein echtes Highlight und regen zum Herumspielen und in Szene setzen an. Vielleicht überarbeite ich meine Aufstellung beizeiten noch mal, bis dahin machen die amiibo auf der Treppe eine gute... Figur.

Donnerstag, 26. Januar 2023

Top Ten

Vor vier Jahren und ein paar Tagen habe ich die ersten fünf amiibo der Super Smash Bros.-Reihe präsentiert. Seit gestern befinden sich mit Nummer 9 und 10 auch die letzten beiden der ersten zehn amiibo ebendieser Reihe in meinem Besitz.

Im "First Five"-Post stellte ich die Figuren noch ganz banal nebeneinander auf. Mittlerweile habe ich, allerdings für andere amiibo reserviert (Bericht folgt), eine sehr dekorative und passende Präsentationsmöglichkeit gefunden.
Die Firma iDisplayit stellt Acryl-Cases für verschiedenste Figuren, Klemmbaustein-Sets und ähnliches her. Im Angebot finden sich auch Cases für amiibo, die als Treppen kommen und mit perfekt passenden Rundausschnitten zum Hineinstellen versehen sind. Farblich lässt sich für die Sockeltreppe zwischen schwarz und weiß wählen, ich habe mich für die dunkle Variante entschieden. Das Ganze lässt sich dann schon sehen:

Das Siegertreppchen ist überraschend geräumig

Da ich das Display im Vitrinenschrank verwende, spare ich mir die transparente Acryl-Haube. Leider sind die Displays mit knapp 50 Pfund alles andere als günstig. Da auch "nur" zwölf amiibo auf einer Treppe Platz finden, ist das sicher keine Lösung für alle Smash-amiibo. Eventuell bastele ich da auch selbst mal was, grundsätzlich sollte das nicht ganz so schwer werden. Einzig die Frage, wo ich dann zu gegebener Zeit alles unterbringe...

Aktuell bin ich bei insgesamt 24 amiibo aus der Super Smash Bros.-Reihe, von momentan über 90 erhältlichen Figuren. Aus dem nächsten Zehnersatz (11 - 20) habe ich allerdings nur genau zwei, bis zum nächsten Update an dieser Stelle dauert es trotzdem hoffentlich nicht wieder vier Jahre.

Sonntag, 26. Juli 2020

Auf halbem Weg

Mir fiel letztens auf, dass ich noch gar nicht von Halfway berichtet habe. Dabei handelt es sich um ein rundenbasiertes Taktikspiel, das ich mal zufällig bei GOG erstanden habe.
2015 lief die "Indie Piñata Mystery Game"-Aktion und für 3 $ (circa 2,69 € zum damaligen Kurs) konnte man eine solche Piñata erstehen. So kam ich für kleines Geld an Halfway (aktueller Preis bei GOG immerhin 9,99 €).

Ich bin ja ein großer Freund gut gemachter Pixelgraphik (mag wohl auch am Alter liegen) und in dem Punkt kann das Spiel voll punkten. Tolle Optik durch und durch, ein stimmiger, kohärenter Stil und nette Animationen sind ein Fest für das (pixelaffine) Auge. Und nicht nur die Augen, auch die Ohren werden verwöhnt. Das Spiel hat einen überraschend großartigen Soundtrack zu bieten, der schön atmosphärisch untermalt und auch in den Kämpfen für die passende Stimmung sorgt. Obendrein wird der Soundtrack als zusätzlicher Download mitgeliefert, was einen dicken Pluspunkt gibt.

Das Spiel selbst ist nicht immer ganz einfach (ich bin allerdings auch nicht gerade der Taktiker), bleibt dabei aber an sich immer recht fair. Lediglich beim Endkampf musste ich auf etwas "billige Tricks" zurückgreifen und eine Sonderfähigkeit eines Charakters ausnutzen. Der kann alle paar Runden einen gezielten Schuss mit quasi unendlicher Reichweite abgeben, der auch noch garantiert trifft. Durch einen Spalt im Boden kamen die Gegner nicht an meine Truppe heran, was das Ganze zu einer reinen Zeitfrage machte.
Trotzdem hat mir Halfway echt Spaß gemacht, auch weil die Geschichte um Aliens, die das Raumschiff während Raumsprüngen entern, nett erzählt ist und sich sogar für ein paar Charaktermomente Zeit genommen wird.

Sonntag, 26. April 2020

Eternal DOOM

Mit dem Release von DOOM Eternal vor etwas mehr als einem Monat habe ich mich auch endlich mal mit dessen direktem Vorgänger beschäftigt beziehungsweise tue das noch (dazu später mehr). Und was ein großer Spaß das ist!

Story mit unendlichem Tiefgang wird wohl hoffentlich niemand bei einem Spiel mit diesem Titel erwarten, sondern eher das, was dann auch geboten wird - brachiale Action! Dennoch bieten die beiden Spiele sogar überraschend viel Hintergrundgeschichte um die Höllendämonen, den Doom Slayer und die anderen Parteien, die noch mitmischen (gerade im neueren Spiel wird das weiter ausgeführt). Dies wird insbesondere ausgeschmückt, wenn man die in der Spielwelt verteilten Log-Einträge einsammelt und liest. Ganz interessant, wie auch die "Vergangenheit" des Doom Slayers (also die ersten Spiele der Reihe) mit einbezogen wird.
Auf jeden Fall macht es tierisch Laune, mit krachenden Waffen und knatternder Kettensäge in Gegnergruppen zu preschen und diese kunstvoll in möglichst viele Teile zu zerlegen. Dabei setzen besonders die "Glory Kills" einen finalen Todesstoß gegen die Monster eindrucksvoll in Szene und warten mit überzeichneten Nahkampftötungen auf, die einem ein Grinsen ins Gesicht zaubern allein schon aufgrund ihrer schieren Absurdität.
Dass sich das Spiel dabei nicht immer zu 100 % ernst nimmt, merkt man insbesondere in den Momenten, in denen andere Charaktere Aktionen der Spielfigur kommentieren. Ein gutes Beispiel dafür aus DOOM Eternal ist die lakonische Anmerkung eines Charakters, dass der Doom Slayer nicht einfach ein Loch in die Marsoberfläche schießen kann - woraufhin der Letztgenannte genau das tut. Auch die Tatsache, dass der Name der "Super Shotgun" im Spiel sogar ausgesprochen wird, zeugt davon.
Nach dem eher düsteren dritten Teil, der teils schon fast in Horror abzudriften versuchte, bringen die neuen Titel wieder klassische Action gepaart mit lauter Musik auf den Bildschirm und die Lautsprecher. Mehr braucht es für ein DOOM-Spiel ja auch gar nicht, meine ich.

Die Multiplayer-Modi sind tatsächlich sehr unterschiedlich angelegt in den beiden Teilen. Im "ersten" DOOM von 2016 stehen recht klassische Modi wie (Team) Deathmatch, Domination oder einer King of the Hill-Variation namens Warpath zur Auswahl, Eternal dagegen bietet lediglich den asymmetrischen Battlemode. In diesem Modus spielt ein Spieler den Doom Slayer, während zwei weitere die Rollen von mächtigen Dämonen wie einem Mancubus oder einem Marauder übernehmen.
Ich habe tatsächlich in beiden Spielen die Multiplayer-Modi ein wenig probiert und hatte mit allen Spaß. Natürlich bieten die unterschiedlichen Modi von DOOM mehr Abwechslung, dafür sind die Battlemode-Schlachten recht kurzweilig und ein Wechsel zwischen Slayer und Dämon erfordert auch ein spielerisches Umdenken.

Ein weiteres Highlight, allerdings nur im ersten der beiden Spiele vorhanden: Der SnapMap Leveleditor. Ein spaßiges Tool mit dem man relativ einfach selbst ein paar Level aus vorgegebenen Elementen zusammenbasteln kann. Darüber hinaus lassen sich auch ein paar Logikverknüpfungen erstellen, um ein wenig mehr Interaktivität in das Spielgeschehen zu bringen. In den Kreationen der Spieler finden sich einige witzige Ideen, teils mit einem veränderten Grundspielprinzip. Mit diesem Editor beschäftige ich mich zurzeit auch noch, um eine kleine Karte fertigzustellen und zu veröffentlichen. Mal davon ab, dass es - natürlich - ein Achievement dafür gibt, macht es tatsächlich auch Spaß, sich selbst den Spielfluss und den Weg des Spielers zu überlegen. Sobald der Level veröffentlicht ist, werde ich berichten.

Sonntag, 9. Februar 2020

3000!

Mit dem Beenden der Story des Hauptteils (und einer anschließenden Online-Eroberung) von Middle-earth: Shadow of War habe ich gerade das 3000. Achievement auf Steam freigeschaltet. Laut Info sind die auf insgesamt 110 Spiele verteilt. Wahnsinn, was da über die Jahre schon zusammengekommen ist!
Das Spiel ist übrigens ziemlich cool und wird zum Ende hin nochmal sehr... interessant. Schön gemacht ist vor allem, wie die Geschichte zwischen den Hobbit und Herr der Ringe passt.

Während des Abspanns läuft übrigens eine Art Musikvideo zu einem Song der Band von Michael Forgey, seines Zeichens Executive Producer bei Monolith. Forgey ist während der Entwicklung von Shadow of War an Krebs gestorben, weswegen die Kollegen und Freunde ihn auf diese Art ehren - wirklich schön gemacht!

Samstag, 25. Januar 2020

Retro-Power!

Heute habe ich mich durch die letzten beiden Paläste in Zelda II: The Adventure of Link gekämpft. Was bin ich froh, dass ich den Titel als Virtual Console-Spiel besitze - das bietet mir nämlich die Möglichkeit, zu jeder beliebigen Zeit zu speichern. Und ich bin ganz ehrlich: Ohne diese technische Hilfe hätte ich das nicht durchgezogen.
Zelda II ist ja nicht nur teils echt schwer, es lässt den Spieler auch ziemlich arg im Unklaren darüber, was er wie und wo machen muss, um schlussendlich zu siegen. Ich hatte mich ja schon kurz über Bagus Haus ausgelassen, allerdings fand das noch eine Steigerung mit New Kasuto. Wie ich da von alleine hätte drauf kommen sollen? Keinen blassen Schimmer. Na ja, jetzt bin ich auf jeden Fall durch und glücklich drüber. Ähnlich verloren und hilflos hatte ich mich auch in Castlevania II gefühlt, nur setzt das hier noch locker einen ganzen Batzen obendrauf.

Im Anschluss wollte ich nur mal kurz in meinen Stand bei Wrecking Crew schauen, ebenfalls ein NES-Titel, den ich als VC-Version auf dem 3DS besitze. Von den 100 Abschnitten hatte ich nämlich immerhin schon 94 gespielt und hing im 95. fest. Da es sich um einen der allerletzten handelt, ist er verständlicherweise nicht einfach zu schaffen. Man darf im Endeffekt kaum einen Moment anhalten, muss ständig in Bewegung bleiben und dabei auch noch etwas Glück haben im besten Fall.
Tja, zufällig habe ich das dann einfach mal geschafft. Zugegeben, ich hatte einen Speicherstand von einem angefangenen Versuch, trotzdem blieb es kniffelig. Derart angespornt ging ich dann auch die letzten fünf Level an und spielte sie durch.

Also gleich zwei Spiele beendet heute, wenn das nichts ist. Und dann habe ich auch endlich mal die Serie NOS4A2 beendet, die ich vor einiger Zeit angefangen hatte. Kann man sich auch anschauen, müsste ich aber auch nicht unbedingt im Schrank stehen haben. Zachary Quinto reißt schon viel raus, auch wenn das Skript ihm nicht wahnsinnig viel Spielraum lässt.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Wie zur Hölle...?

Wie bitteschön soll man denn von alleine Bagus Haus finden? Und dann auch noch wissen, dass sein Brief es ermöglicht, die Brücke in Saria Town zu nutzen?
Meine Fresse, früher war echt nicht alles besser.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Life IS strange!

Zumindest, wenn man in der Haut von Chloe Price steckt.
Bereits in Life is Strange begleitete sie als beste Freundin von Max(ine) Caulfield den Spieler. Die sehr emotionale Geschichte um Verlust und die Angst davor, sowie den großen und kleinen Nöten des Erwachsenwerdens und der damit zusammenhängenden Verwirrung und Schwierigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden wurde noch gewürzt mit der Fähigkeit der Protagonistin, die Zeit zurückdrehen zu können.
Mehr und mehr entdeckte Max außerdem die Abgründe von Arcadia Bay und der Blackwell Academy. Ein psychotischer Schüler, ein besessener Photograph und ein vermisstes Mädchen, das später tot aufgefunden wurde, waren nur der Vorgeschmack für ein katastrophales Finale. Am Ende musste Max sich entscheiden - rettet sie ihre Freundin, die sie über alles liebt oder ihre Heimatstadt? Keine leichte Entscheidung, wie so einige im Spielverlauf.
Klar kann man das als Teenie-Drama abtun - aber man kann sich auch einfach darauf einlassen und das Spiel genießen und mitfiebern und mitleiden. Ich bin ja sowieso jemand, der sich für derartige Geschichten begeistern kann (auch wenn man mir das vermutlich nicht unbedingt glauben würde), insofern hat mir auch Life is Strange sehr gefallen. Der toll ausgewählte Soundtrack und auch der Score haben mal wieder einen großen Anteil daran gehabt. Kann ich nur empfehlen, zum Beispiel mal bei einem Streamingdienst reinzuhören.

In Life is Strange: Before The Storm ist Chloe dann die vom Spieler gesteuerte Protagonistin, spielt dieser Teil doch circa drei Jahre vor der Rückkehr von Max Caulfield nach Arcadia Bay.
Seit ihr Vater knapp zwei Jahre vor Spielbeginn bei einem Autounfall ums Leben kam, hat sich Chloe stark verändert. Das an Wissenschaft interessierte Mädchen wurde zu einem zynischen, rebellischen Teenager, der absolut gar nicht begeistert darüber ist, dass seine Mutter eine neue Liebe gefunden hat. Erst recht nicht, da es sich - ihrer Meinung nach - um einen militaristischen Faschist handelt.
Darüber hinaus scheint der Kontakt zu Max vor ein paar Monaten abgebrochen zu sein. Chloe legt sich deshalb ein Tagebuch an, das sich (ähnlich wie in Life is Strange) während des Spielverlaufs füllt mit Briefen an Max. Die sind mal berichtend, mal anklagend, mal amüsant, mal traurig.
Genauso entwickelt sich auch die unwahrscheinliche Beziehung zwischen Chloe und Rachel Amber, einer der populärsten Schülerinnen von Blackwell. Nach einer völlig unerwarteten Begegnung auf einem Konzert gleich zu Spielbeginn trifft Chloe am nächsten Tag wieder auf Rachel, die sie überredet, den Unterricht zu schwänzen und lieber Zeit mit ihr zu verbringen. Die anschließenden Stunden sind eine Achterbahn der Gefühle, denn nach der anfänglichen Vertrautheit zwischen den beiden Mädchen reagiert Rachel plötzlich abweisend und lässt Chloe ratlos, wütend und traurig auf dem Schrottplatz zurück.
Nachdem später der Grund für Rachels plötzliche Gefühlsschwankung erklärt ist, planen sie und Chloe, aus Arcadia Bay zu verschwinden. Beim Abendessen mit Rachels Eltern kommt es jedoch zu einem Gefühlsausbruch, der mit einer Erklärung von Rachels Vater für dessen Verhalten endet. Dessen vermeintliches Fremdgehen entpuppt sich als eine viel größere Sache und in der Folge versucht Chloe, Rachel dabei zu helfen, ihre leibliche Mutter zu treffen.
Dieser Versuch endet zwischenzeitlich desaströs mit einer Messerattacke auf Rachel, die gerade noch rechtzeitig von Chloe ins Krankenhaus geschafft werden kann. Dort bittet Rachel sie allerdings, weiter nach ihrer Mutter zu suchen. Chloe kommt dem Wunsch nach und findet noch eine weitere Schicht von Lügen und Verheimlichungen. Rachels Vater arbeitete mit dem Kriminellen zusammen, der auch Rachel mit dem Messer angriff. Er wollte dafür sorgen, dass Rachels Mutter für immer aus dem Weg geräumt wird. Diese Erkenntnis trifft Rachel, wenn man als Spieler die Entscheidung trifft, ihr davon zu erzählen, natürlich extrem hart.
Trotzdem oder gerade wegen dieser gemeinsam durchlebten Ereignisse verbringen die beiden Mädchen weiterhin viel Zeit miteinander und festigen ihre Beziehung - bis zu dem grausamen Ereignis, das ganz am Ende, noch nach dem Abspann des Spiels, angedeutet wird. Spieler von Life is Strange wissen, dass Rachel zum Zeitpunkt der Rückkehr von Max nach Arcadia Bay bereits tot ist. Ihr angedeuteter letzter Moment in Jeffersons Photo-Bunker trifft den Spieler dennoch heftig in die Magengrube nach all den vorangegangen Bildern. Holt man den ursprünglich ersten Teil der Reihe im Anschluss nach oder spielt in erneut, kann man Chloe nur noch besser verstehen, die bereits zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben mit einem derartigen Verlust konfrontiert wird.

Ähnlich brachial endet die Bonus Episode "Farewell", die im September 2008 spielt. Max ist noch in Arcadia Bay und zu Besuch bei Chloe - um ihr von dem bevorstehenden Umzug ihrer Familie nach Seattle zu erzählen. Allerdings spielen die beiden erst noch eine Piratengeschichte, wie vor mehreren Jahren schon. Dabei vergruben sie damals einen Schatz im Garten, den sie nun wiederfinden wollen.
Die ganze Episode ist ein einziger, langer, bittersüßer Abschied - sowohl für Max und Chloe, als auch für den Spieler, denn ist wohl das letzte Mal, dass wir die Mädchen in einem Spiel sehen. Hier und da finden sich einige Anspielungen zu Life is Strange wieder, nicht nur durch den Ort und die Charaktere selbst, sondern auch Kleinigkeiten wie etwa die Schneekugel auf dem Kaminsims.
Und spätestens, wenn die beiden Mädchen im Wohnzimmer angekommen sind und Chloe in einem Nebensatz erwähnt, dass ihre Eltern eigentlich schon zu Hause sein wollten, weiß der Spieler, wie diese Episode endet. Es ist nämlich der Tag, an dem Chloes Vater stirbt. Zum Ende kommt dann auch ihre Mutter mit genau diesen schrecklichen Neuigkeiten heim. Auch Max ist davon hart getroffen.
Umso grausamer ist dann ihr Abschied von Chloe auf der Beerdigung, von der aus ihre Familie direkt nach Seattle fährt. Erst Jahre später kehrt sie nach Arcadia Bay und damit zu Chloe zurück.

Gerade die Geschichte um Rachel und ihre Beziehung zu Chloe fand ich toll, weil in Life is Strange eben nur noch posthum über Rachel berichtet werden kann. Es zeigt sie aus einer anderen Perspektive, als die Erzählungen und Gerüchte einen glauben lassen wollen. Es ist natürlich nicht gänzlich unmöglich, dass sie in der Zeit zwischen Before The Storm, das 2010 spielt, und dem chronologischen Nachfolger (2013) eine Wandlung durchgemacht hat. Möglicherweise wurde das auch zusätzlich bedingt durch die Ereignisse, die sich nach ihrer Begegnung mit Chloe zugetragen haben. Dennoch scheint einiges von dem, was Max über sie erfahren kann, zumindest unwahrscheinlich oder doch recht vage. Ohne wirklich offizielle Informationen spekulieren auch die Spieler der Serie teils sehr detailliert über den Charakter und ihre Motive.

Interessant ist, dass Before The Storm das übernatürliche Element fehlt, das Max in Life is Strange verkörperte. Hier und dort scheint es kleinere Anzeichen für mögliche Einflüsse oder gar Kräfte zu geben, aber nie wird direkt davon Gebrauch gemacht. So hat Chloe zum Beispiel prophetische Träume, in denen ihr verstorbener Vater sie unterstützt, wodurch sie Rachel am Abend im Park wiederfindet.
Rachel dagegen wird oft mit Feuer in Verbindung gebracht - nicht nur, weil sie für den Großbrand verantwortlich ist, sondern auch wegen der Art und Weise. Als sie den brennenden Mülleimer umtritt, schreit sie in die gleiche Richtung, wobei um sie herum der Wind scheinbar plötzlich ebenfalls in diese Richtung weht und das Feuer so anfacht. Darüber hinaus scheint der Großbrand urplötzlich zu erlöschen, als Rachel mit der Messerwunde ins Krankenhaus kommt.
Schaut man sich ein wenig in Foren zu dem Thema um, kann man mit Sicherheit noch mehr und noch deutlich absurdere Theorien finden. Fakt ist, dass die Spiele wunderschön geschrieben und vertont sind - sowohl auf Seiten der Figuren als auch des Soundtracks. Die eigens dafür geschriebenen Stücke als auch die lizenzierten Tracks sind stets passend eingesetzt und oft mehr als nur leicht melancholisch, was mir ja immer wieder gefällt. Auf YouTube habe ich eine Playlist mit dem Soundtrack zu Before The Storm gefunden, die auch beim Schreiben dieses Posts lief. Gerne mal reinhören.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Was habe ich euch denn getan?

Gerade habe ich die Hintergrundinformationen, die als Bonus in der Castlevania Anniversary Collection enthalten sind, zu Ende durchgeschaut. Stehen einige sehr interessante und spannende Dinge drin, wenn auch nur zu den acht enthaltenen Spielen. Natürlich will ich mich nicht beschweren, es sind ja tolle Sachen dabei, wie zum Beispiel Konzeptzeichnungen und Designideen.

Nun trägt einer der frühen Vertreter des Belmont-Clans ja zufällig meinen Vornamen. In den beiden Game Boy-Titeln (Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge) spielt man ebendiesen Christopher Belmont. Ein wenig befremdlich zuerst auf der einen, doch ziemlich cool auf der anderen Seite war das Gefühl, als der Name auf dem Bildschirm erschien. Recht schnell habe ich mich dann dran gewöhnt und war fast begeistert, als ich ihn im zweiten Teil wieder steuerte.
In den Designskizzen finden sich auch Anmerkungen zu den beiden Spielen für Nintendos tragbare Konsole (beziehungsweise Konsolen, die Switch mitgezählt) mit vielen Nennungen des Charakters. Besonders bei einer Gegnerübersicht musste ich dann doch etwas schmunzeln. Hier mal ein Auszug zum besseren Verständnis:
Immer auf mich!

Samstag, 4. Januar 2020

Mal ein kurzer Blick zurück

So. Nun sind wir also in den 2020ern angekommen. Die ersten 20 Jahre dieses Jahrtausends sind rum. Plötzlich sind die 90er verdammt weit weg, wenn man so drüber nachdenkt.
Aber so weit will ich gar nicht zurückblicken, ein kurzes Resümee für 2019 soll mir fürs Erste reichen. Es ist im letzten Jahr auch genug passiert, um darüber zu berichten (was ich im Einzelfall auch bereits getan habe). Außerdem hatte ich mir von mir für mich gewünscht, hier wieder mehr zu schreiben. In Summe habe ich letztes Jahr fast so viele Posts erstellt wie in den gesamten fünf Jahren davor zusammen, das ist doch schon mal was. Und jetzt gleich schon der zweite Post zu Jahresbeginn, wenn das kein gutes Zeichen ist.

Am meisten getan hat sich für mich 2019 auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht.
Zu Beginn des Jahres arbeitete ich noch bei onstage & sports und war im Theater an der Elbe unterwegs. Als Teamleiter war ich quasi permanent im Einsatz und wir haben nicht umsonst gewitzelt, dass wir fast im Theater wohnen würden. Allerdings war das Ende zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar, und zwar nicht nur, weil ich mein Studium in 2019 endlich beendet haben würde.
Es war nämlich ein Insolvenzverfahren am Anlaufen, weil die Stage Entertainment ihre Exklusivverträge mit OSS gekündigt statt verlängert hatte. Das bedeutete im Klartext, dass alle Mitarbeiter von onstage & sports mit dem letzten Vertragstag ihre Jobs verloren. Erst war Juli als der letzte Monat festgesetzt worden, später wurde dies noch bis August verlängert. Mit dem 31. 08. 2019 endete also mein Arbeitsvertrag durch die Insolvenz der Firma, bei der ich fast fünf Jahre gearbeitet hatte.

Zu Beginn des Jahres hatte ich endlich ernsthaft meine Bachelorthesis ins Auge gefasst. Gleich im Januar nahm ich sogar drei Wochen Urlaub, um mich konzentriert an die Bearbeitung machen zu können. Letztlich war es dann doch erst am 11. April so weit: Ich gab die drei gebundenen Hefte im Studierendensekretariat ab. Damit lag es dann nicht mehr in meiner Hand (sprichwörtlich). Bis zur "Benachrichtigung" über die Benotung meiner Thesis (ich berichtete separat) verging dann etwas Zeit, während der ich nicht nur weiter im Theater arbeitete, sondern mir auch langsam Gedanken um meine weitere Zukunft machte.
Im Juni konnte ich dann meine Urkunde sowie die weiteren Unterlagen abholen, die mir bescheinigen, den Titel "Bachelor of Science" rechtmäßig verwenden zu dürfen - nicht, dass ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde. Immerhin finde ich, dass sich mein Notenschnitt mit 1,31 sehen lassen kann. Wenn ich da an mein Abitur denke...

Spätestens mit meinem Bachelorzeugnis in der Hand mussten meine Überlegungen, meine berufliche Zukunft betreffend, dann deutlich konkretere Formen annehmen. Ich war mittlerweile auch von meiner ursprünglichen Planung, in der Spieleentwicklung zu arbeiten, etwas abgerückt. Letztlich ging es mir darum, Software zu entwickeln - was nicht zwingend Spiele sein müssen. Aus diesem Grund bewarb ich mich dann bei verschiedenen Entwicklungsfirmen. Dank der Möglichkeiten des Internets war die Auswahl groß genug und bot (und bietet) verschiedenste Felder - kleine, unabhängige Entwickler als Start-up, inhabergeführte, mittelständische Unternehmen, große Softwarehäuser und natürlich auch Personaldienstleister. Über Stepstone stieß ich auf mehrere Unternehmen, die mich ansprachen.
Nach ein paar Bewerbungen gingen auch die ersten Rückmeldungen ein. Neben den erwarteten Absagen gab es dann auch positive Meldungen. Unter anderem zeigte sich eine Firma in Reinbek interessiert an der Zusammenarbeit mit mir. Die Firma heißt Mediaform und wurde im weiteren Verlauf tatsächlich mein neuer Arbeitgeber - allerdings erst im November.
Nachdem nämlich zu Anfang geplant war, mich im Oktober einzustellen, verschob sich der Beginn noch um einen Monat. Dies bedeutete für mich allerdings zwei Monate statt einem Monat Leerlauf zwischen dem Ende bei onstage und dem Neustart bei Mediaform.
Um diese finanzielle Durststrecke etwas zu überbrücken, startete ich eine kurze Internetrecherche. Recht schnell wurde ich fündig, was kurzfristige Arbeit anging. Online konnte ich mich bei einem Zeitarbeitsunternehmen durch einen Anmeldeprozess klicken, was angenehm einfach und komfortabel war. Nur ein paar Tage später schon erhielt ich dann einen Anruf von einer Vermittlerin. Nachdem die letzten Details geklärt waren, konnte ich in der darauffolgenden Woche auch schon anfangen.
Ende September startete ich bei New Yorker im Elbe Einkaufszentrum als Aushilfe und blieb dort ein paar Wochen. Das Team dort ist total gut drauf und so machte auch die vergleichsweise einfache und durchaus repetitive Arbeit immer genügend Spaß.
Etwas anspruchsvoller wurde es dann bei Sport Scheck in der Mönckebergstraße. Nicht nur ist das Sortiment auf vier Stockwerken deutlich größer, auch die Artikel selbst sind vielfältiger. Schon alleine die Bekleidung für die verschiedensten sportlichen Unternehmungen sorgte teilweise für Verwirrung (niemand, wirklich niemand braucht so viele verschiedene Sorten an Leggings). Dazu kommen dann noch die ganzen anderen kleinen und größeren Artikel wie Lampen, Walkingstöcke, Kletterseile, Rucksäcke, Trainingsbänder und mein ganz persönliches Highlight zum Schluss: Skischuhe. Auch bei Sport Scheck waren mir die Kollegen durch die Bank sympathisch - und man war sogar fast traurig, als ich Ende Oktober gehen "musste".

Am 04. November trat ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Mediaform an. Der Monatserste war im vergangenen Jahr ein Brückentag dank des neuen Feiertags am 31. Oktober, sodass ich noch ein verlängertes Wochenende genießen konnte, bevor es losging.
Die tägliche Fahrt nach Reinbek (und zurück) nimmt natürlich nicht wenig Zeit in Anspruch, allerdings habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich die meiste Zeit in ein und derselben S-Bahn verbringen kann. Nur zu Beginn und am Ende der Strecke muss ich ein paar Stationen mit dem Bus fahren. Der Vorteil an der langen S-Bahn-Fahrt liegt in der Tatsache begründet, dass ich zwischendurch nicht umsteigen muss und so keine Gefahr laufe, einen Anschlusszug zu verpassen. Die lange Fahrt kann ich also nutzen, um beispielsweise Bücher zu lesen, womit ich auch schon vorher angefangen hatte, als ich noch im Theater arbeitete. Bei den im Vergleich deutlich kürzeren Fahrten schaffte ich allerdings bei weitem nicht so viele Seiten wie jetzt. Seitdem ich meine Arbeit in Reinbek aufgenommen habe, konnte ich schon sechs oder sieben Bücher durchlesen.
Grundsätzlich freue ich mich natürlich am meisten über die (wiedergewonnene) Stabilität in meinem Alltag. Auch wenn ich selbstverständlich noch eine Probezeit überstehen muss, bin ich doch optimistisch, dass ich dies schaffen werde. Und mein Vertrag wurde auch direkt unbefristet angelegt, insofern mache ich mir da wirklich keine Sorgen. Mit der Stabilität einher geht dann auch der (erste) Start der Schuldentilgung. Beim KfW genieße ich noch eine Schonfrist bis die erste Rückzahlung getätigt werden muss, bei der Deutschen Bildung habe ich bereits zwei Raten gezahlt. Unschön, jeden Monat eine nicht ganz geringe Summe von meinem Konto entschwinden zu sehen, aber ein verdammt gutes Gefühl, den glücklicherweise nicht weiter wachsenden Schuldenberg endlich in winzigen Schritten schrumpfen zu sehen.

Auch ein gutes Gefühl war es, mein altes Java-Buch (Java von Kopf bis Fuß) mal wieder in die Hand zu nehmen. Tatsächlich habe ich sogar wieder von vorne angefangen, mich durch die Kapitel zu arbeiten, um wieder ein wenig in die Java-Programmierung reinzukommen. Schöne Sache und mittlerweile bin ich auch weiter, als ich vorher war. Wenn ich mich nicht selbst aufhalte, sollte ich auch die letzten Kapitel bald durchgearbeitet haben.
Nicht nur an dem Buch, auch an einem - auf Java in Verbindung mit HSQLDB basierenden - Datenbankprojekt habe ich im letzten Jahr gearbeitet. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für gleich drei Anwendungen werden, mit denen ich verschiedene Teile meiner Sammlungen katalogisieren und speichern will. Einen guten Anfang habe ich schon gemacht, in diesem Jahr werde ich weiter daran arbeiten und vielleicht schon zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen.

Zu Beginn des Jahres gab es sogar ein wenig Herzschmerz, worauf ich aber gar nicht näher eingehen will (heute also mal kein selbstmitleidiger Post, außerdem habe ich das mehr oder weniger schon entsprechend behandelt). Ansonsten blieb es auf der Ebene das Jahr über relativ ruhig, bis ich mich im November bei einem bekannten Onlineportal anmeldete.
Das Ganze fing mehr im Scherz an und ging weniger von mir als von einer Freundin aus, die meinte, so könnte ich ja unter Umständen sehr einfach jemanden finden. Trotz der Tatsache, dass ich das Projekt nicht allzu ernst nahm, füllte ich doch mein Profil aus und lud ein paar Bilder hoch. Und tatsächlich bekam ich hier und da mal ein "Like", während ich mir Profile anschaute und wiederum ab und mal ein "Like" vergab.
Natürlich läuft das alles extrem oberflächlich ab, nicht wenige Profile bestehen aus nur einem Bild und haben keine weiteren Informationen angegeben. Und auch wenn mehr als ein Bild vorhanden ist, sind die zusätzlichen Profilangaben oft nicht oder nur sehr geringfügig ausgefüllt. Das macht eine ernstzunehmende Auswahl natürlich nicht einfacher, zumal mich die meisten der Bilder kein bisschen ansprechen.
Nichtsdestotrotz kam es dann zu ersten Kontakten, die aber nicht zu Treffen wurden. Wobei ein Treffen sogar schon geplant war, allerdings kam den Abend vorher eine etwas... interessante Absage. Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich nehme das wie erwähnt nicht sonderlich ernst.

Zu Weihnachten gab es ein paar schöne Überraschungen. Von meiner Mom bekam ich unter anderem das Brettspiel Jumanji, welches in den 90ern zum ersten Film veröffentlicht wurde (der mit Robin Williams). Das hatte ich damals auch schon, ich weiß auch nicht mehr, wie das wegkam. Es ist eine englische Version und minimal anders (der "Decoder" für die Karten fehlt, das ändert am Spielprinzip aber nichts), an sich aber das gleiche Spiel.
Auch von meiner Mutti erhielt ich sozusagen ein "To Go-Set" für meine Nintendo Switch, dessen drei Bestandteile ich mir bei einem großen Onlinehändler ausgesucht und auf eine Wunschliste gesetzt hatte. Dabei handelt es sich um ein Netzteil, eine Tasche und eine Hülle beziehungsweise Griffschale, in welche die Switch eingesetzt werden kann. Zum einen macht die das mobile Spielen angenehmer, zum anderen schützt sie das Gerät eben auch. Gut aussehen tut sie obendrein auch noch!

Hülle und Tasche sind vom gleichen Hersteller
Ja, es ist natürlich eine Folie auf dem Display
Auf der Fahrt nach Itzehoe zur Begehung des III. Weihnachtstages konnte ich das Set dann gleich einweihen mit dem ersten Teil der legendären Castlevania-Reihe.
Vor einer Weile habe ich mir die Anniversary Collection zugelegt, die insgesamt acht Titel der Serie beinhaltet, unter anderem die drei klassischen NES-Teile. Bis Jahresende hatte ich diese drei Spiele beendet sowie das großartige Super Castlevania IV für das SNES.
Am ersten Tag des neuen Jahres, also erst Mittwoch, spielte ich die beiden Game Boy-Titel Castlevania: The Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge durch. Gerade der zweite Teil fühlte sich nach dem etwas experimentell anmutenden ersten Titel (ich musste an Super Mario Land denken, was das anging) wieder sehr angenehm nach klassischeren Teilen der Serie an.
Grundsätzlich sehr hilfreich beim Spielen ist die Fähigkeit, an jeder beliebigen Stelle speichern zu können, was mich vor allzu großen Verlusten bewahrt und das Spielerlebnis doch erleichtert. Allerdings habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses System teilweise arg extensiv genutzt und mir dadurch das Spielerlebnis an einigen Stellen eventuell doch etwas getrübt habe.
Was alle Serienteile gemeinsam haben, ist der ziemlich coole und eingängige Soundtrack. Einige Stücke sind über die Jahrzehnte derart populär geworden, dass sie sogar namentlich weithin bekannt sind. Beispiele hierfür sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning.

Zum III. Weihnachtstag wurde ich dann auch mit einem als "nützlich" angekündigten Geschenk bedacht. In der Tat handelt es sich um einen durchaus nutzbaren und denkbar nützlichen Gegenstand, der nur in einer... ungewohnten Form daherkommt. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, werde ich mir letztere sparen und ersteres präsentieren. Nur eins vielleicht - die englische Phrase "dick in a box" gewinnt dadurch eine ganz neuen Bedeutung.

Woho, Black Betty!
Ich sagte ja - nützlich!
Sagte ich anfangs so etwas wie "ein kurzer Rückblick"? Nun ja, es hätten auch über 13.000 Zeichen werden können...

Fun Fact: Als ich während der Arbeit an diesem Post in meiner Bachelorthesis blätterte, fiel mir natürlich direkt ein kleiner Formatierungsfehler auf (Klammern um den Namen eines zitierten Autors, wo gar keine sein sollten). Tja, niemand ist perfekt.

Sonntag, 10. November 2019

Schrott sei Dank!

Heute habe ich den dritten Teil der Deponia-Reihe beendet. Ursprünglich als letzter Teil der Trilogie angedacht, bekam die Reihe später doch noch einen Nachfolger in Form von Deponia Doomsday spendiert (welcher noch aussteht). Ich bin auch sehr gespannt, wie es in diesem vierten Teil weitergeht, denn der dritte endet doch recht... final, könnte man sagen.

So emotional das Ende dann auch war, gab es allerdings kurz vorher schon eine Szene, die mich recht überraschend ins Grübeln brachte. In dieser Szene ist Rufus, der Protagonist, in Verkleidung, dazu angehalten, vor den versammelten Mitgliedern des Organon (immerhin 11.000 Mann) eine Rede zu halten. Diese lässt sich per Auswahl verschiedener Dialogzeilen minimal anpassen und ist recht witzig, aber auch nicht ganz ohne eine gewisse Doppelbödigkeit (und damit ist natürlich nicht nur die offensichtliche Spaceballs-Anspielung gemeint).
Als die Beamten jubeln, meint man, die Situation sei gemeistert. Doch gefehlt, denn nun gilt es, die Organon-Hymne anzustimmen (ein harmloses Minigame, aber nett gemacht). Und genau diese Hymne ist es, die mich dann so traf. Der Text ist simpel (hier ein YouTube-Link), rückt aber genau dadurch noch einmal mit aller Klarheit das Schicksal dieser Truppen in den Fokus. Letztlich sind sie alle Klonsoldaten (ja, ja, die Spiele stecken voller popkultureller Anspielungen) mit dem einzigen Ziel, den Planeten zu sprengen, auf dem sie selbst stationiert sind. Ein sprichwörtliches, gigantisches Selbstmordkommando also.
Dieser riesige Männerchor, untermalt mit epischer (und melancholischer) Orchestermusik, hat direkt Bilder erzeugt in meiner Phantasie. Irgendwie scheint das einen Nerv getroffen zu haben, denn ich war tatsächlich ein bisschen mitgenommen von der Vorstellung, dass all diese Soldaten sich opfern sollten für den Start des Raumschiffs Elysium.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Thema, welches im Menü des Spiels zu hören ist, als ebendiese Hymne entpuppt. Da könnte man jetzt auch drüber nachdenken, ob und was das bedeuten könnte und sollte...

Wie auch immer, tolle, nein: Großartige Spiele! Ganz eindeutige Empfehlung - wer Adventures mag, muss sich die mal anschauen. Und ganz wichtig: Unbedingt die Kommentare von Poki anhören! Dazu sei nur so viel gesagt: Selbst dazu gibt es einen Mini-Soundtrack. Irre.

Montag, 7. Oktober 2019

Das Beste daran

Würde mich jemand fragen, was meiner Meinung nach das Beste an Assassin's Creed Unity sei, würde ich folgendes Bild vorlegen und dazu sagen: Die Gelegenheit, diesen dann doch recht coolen Screenshot schießen zu können.
They called him the Crowfather
Ich mag die Reihe ja an sich gerne, aber noch nie hatte ich so viele technische Probleme, hat mich die Geschichte derart kalt gelassen und haben mich die Charaktere so wenig interessiert. Eine riesengroße Menge verschenktes Potential. Aber im DLC-AddOn (also noch nichtmal im Hauptspiel!) Dead Kings konnte ich im Laufe einer optionalen Nebenmission dann genau diesen Schnappschuss machen. Der gefällt mir in der Komposition und mit der Lichtstimmung tatsächlich sehr gut.
Manchmal muss man sich seine positiven Momente dann ja selbst suchen. Hier, kurz vor Schluss, habe ich meinen dann auch endlich gefunden.

Sonntag, 9. Juni 2019

Missionsbericht von Commander Kugelsicher

Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet.
Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich.
Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg!


Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.



Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.

Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.

Freitag, 17. Mai 2019

Man lernt nicht aus!

Ich bin gerade dabei, mein System neu aufzusetzen. Dazu gehört natürlich auch eine saubere Steam-Installation, inklusive der darin enthaltenen Spiele. Bisher hatte ich immer bei jedem einzelnen Titel auf installieren geklickt und mich durch die zwei, drei erscheinenden Fenster gearbeitet. Gestern kam mir die geniale Idee, doch zu versuchen, mehrere Spiele gleichzeitig auszuwählen, um sie alle zu installieren. Und siehe da - es geht tatsächlich! Einfach entweder "Shift" gedrückt halten, um eine zusammenhängende Gruppe auszuwählen, oder "Strg" gedrückt halten, um einzelne Spiele auszuwählen. Dann per Rechtsklick "Installieren" auswählen und alle gewählten Titel werden nacheinander abgearbeitet. Toll!

Samstag, 11. Mai 2019

Kevin Bacon & Nicolas Cage gegen Nosgoth

Nachdem Raziel in Soul Reaver 2 eine neue Synchronstimme verpasst bekommen hat (Udo Schenk, unter anderem Sprecher von Kevin Bacon), hat in Defiance der ehemalige Antagonist Kain einen neuen Klang. Martin Keßler, bekannt für die deutsche Vertonung von Nicolas Cage, hat die Aufgabe übernommen, den vampirischen Badass stimmlich zu unterstützen. Da man den bis dato letzten Teil der Legacy of Kain-Reihe in der Rolle des namensgebenden Vampirs beginnt, ist dies gleich ein grandioser Einstieg. Herrlich!

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die lange Reise durch Nosgoth

Gerade habe ich auch das zweite Kapitel um Seelensauger Raziel zu Ende gebracht. Wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn ich diesmal durch einige Programmabstürze gequält wurde - das freie Speichern gibt es nämlich nicht mehr, sondern stattdessen fest vorgegebene Orte dafür. Wenn kurz vor dem nächsten Speicherpunkt das Spiel vorzeitig beendet wird und man eine komplette Sequenz wiederholen muss, ist das schon anstrengend. Nach einer weiteren Recherche konnte ich die letzte Spielsitzung dann allerdings ohne Probleme spielen.
Besonderes Highlight: Die Puzzle in den Elementarschmieden. Waren im ersten Teil noch hauptsächlich Blöcke zu schieben, sind die Rätsel dieses Mal deutlich komplexer und interaktiver. Die Animation, wenn die Schmiede dann, mit Energie angefüllt, ihre Elementarmacht bündelt und dem Reaver bereitstellt, ist immer wieder ein äußerst befriedigender Abschluss für das Lösen der Mechanismen in den Schreinen.
Die Geschichte aus dem ersten Teil wird weitergeführt und in epischere Breiten getragen. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass man Nosgoth unter anderem in verschiedenen Zeitaltern besucht, was sich an der Umgebung unterschiedlich stark bemerkbar macht. Allerdings endet auch der zweite Teil mit genug offenen Fragen für eine Fortführung der Geschichte - die dann mit Legacy of Kain: Defiance hoffentlich einen würdigen Abschluss erhält. Ich werde es alsbald herausfinden...


Fast selbstverständlich, aufgrund der Qualität lasse ich es aber nicht unerwähnt: Der Musiker Kurt Harland liefert, wie im ersten Post zu Soul Reaver 2 schon angesprochen, auch dieses Mal wieder grandios atmosphärische Tracks ab. Richtig, richtig gut und sorgt für zusätzliche Stimmung. Gerne mehr davon im nächsten Teil.


Die Säulen in ihrem ursprünglichen Glanz

Mittwoch, 8. Mai 2019

The second coming

Nachdem ich den ersten Teil erfolgreich beendet habe, konnte ich heute Soul Reaver 2 beginnen. In den letzten Tagen hatte ich schon ein paar Dinge getestet und das Spiel zum Laufen gebracht, damit ich mich direkt ins Abenteuer begeben konnte.
Erst gab es ein paar Probleme, dank einem Graphik-Wrapper (dgVoodoo) konnte ich diese allerdings beheben. Auch mein Gamepad kann ich wieder nutzen, im Vergleich zum ersten Teil sogar nativ ohne Probleme. Dass ich dennoch JoyToKey benutze liegt im Grunde nur daran, dass sich das Pausemenü nur über die Escape-Taste aufrufen lässt. Da ich meine Tastatur aber nicht nur für diese eine Taste jedes Mal vom Tisch neben mich legen oder für jeden Menüaufruf aufstehen möchte, habe ich die Funktion auf eine der freien Gamepad-Tasten gelegt. Schon praktisch.

Direkt vom Start weg fällt wieder der grandiose Soundtrack auf. Schon im Menü wird man von dem Stück "Ariel's Lament" begrüßt, was sofort für Gänsehaut sorgt. Selbstverständlich hält sich diese Qualität auch im Rest des Spiels (zumindest in dem Teil, den ich bereits gespielt habe, ich bin optimistisch für den weiteren Verlauf).
Das Introvideo erzählt noch einmal das Ende des ersten Teils, Soul Reaver 2 schließt also tatsächlich direkt an den ersten Teil an. In dem Video fällt gleich auf, dass die Synchronstimme von Kain die gleiche geblieben ist - Raziel hat eine neue bekommen. Dabei handelt es sich um Udo Schenk, der unter anderem Kevin Bacon, Gary Oldman, Ray Liotta und Ralph Fiennes in deutschen Vertonungen spricht. Stimmlich also keine schlechte Wahl, nur eben eine Umgewöhnung. Der Ältere hat seine Stimme übrigens auch behalten.
Gefühlt sind die Dialoge auch länger und ausgefeilter als im ersten Spiel, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Erzählung weiter entfaltet.

Die neun Säulen von Nosgoth: Verdorben, aber noch nicht zerstört

Samstag, 4. Mai 2019

Fortsetzung folgt...

Diese Worte prangten eben auf meinem Bildschirm, nachdem ich Legacy of Kain: Soul Reaver beendet hatte. Wobei beendet schon im Grunde zu viel gesagt ist, denn zu sagen, dass das Spiel recht offen endet, wäre arg schmeichelhaft ausgedrückt. Gefühlt endet der Titel mitten im Endkampf und lässt den Spieler mit mehr Fragen als Antworten zurück, mit der Hoffnung, dass ein Nachfolger auch tatsächlich erscheint (dass dies so ist weiß ich ja bereits, immerhin).
Dennoch, ein tolles, düsteres Erlebnis mit einer grandiosen Atmosphäre, lauter undurchschaubaren Charakteren und hier und da netten Wendungen und Entwicklungen.
Selbstverständlich habe ich auf dem Weg alles eingesackt, was es einzusacken gab (auch wenn ich die Glyphen dann doch nie benutzt habe) und auch jedes optionale Gebiet besucht.
Schönes Beispiel für letzteres: Die Stadt der Menschen. Kann man komplett links liegen lassen (sprichwörtlich, auf dem Weg ins Endgebiet), dann verpasst man aber einen Glyph und ein paar Artefakte, sowie eine weitere architektonische Abwechslung. Und darüber hinaus ein cooles Stück aus dem Soundtrack. Sollte man also mitnehmen.

Meine im letzten Post schon ausgedrückte Freude bleibt also bestehen und findet hoffentlich im zweiten Teil ihre verdiente Fortsetzung. Ab jetzt wird es dann auch komplett neu und (noch) spannend(er).

Was mir am Ende auch positiv auffiel, ist der im Vergleich zu modernen Spielen angenehm kurze Abspann. Noch dazu ist auch der mit toller Musik untermalt und zeigt neben den Namen des Entwicklerteams Konzeptgraphiken aus verschiedenen Phasen. Gefällt mir sehr gut!

Freitag, 3. Mai 2019

Saving Nosgoth

Es ist Retro-Zeit: Ich habe gestern (wieder) Legacy of Kain: Soul Reaver angefangen, das 1999 erschienen ist. Das Spiel habe ich zwar vor Jahren schon gespielt, allerdings will ich nun mit den beiden Nachfolger Soul Reaver 2 und Defiance endlich die ganze Trilogie um Raziel und Kain erlebt haben. Als Einstimmung und weil ich mich definitiv nicht an die komplette Geschichte - die noch dazu mit einem fiesen Cliffhanger endet, soviel weiß ich noch - erinnere, habe ich eben den ersten Teil erneut gestartet.

Wie zu erwarten war hatte ich anfangs Probleme, das Spiel überhaupt starten zu können. Nach ein wenig Online-Recherche und ein paar Tests konnte ich dann allerdings loslegen, nur mein Gamepad wollte nicht ganz mitspielen (ha!). Auch dieses Problem ließ sich beheben und so konnte ich mich schließlich auf die Jagd nach Kain machen.

Und was soll ich sagen? Trotz der technischen Schwierigkeiten, die hauptsächlich auf das Alter des Spiels und den damit sprichwörtlich vorprogrammierten Inkompatibilitäten zurückzuführen sind, macht es nach wie vor Spaß. Nicht nur sind das Setting und die Charaktere saucool, auch der Soundtrack von Kurt Harland trägt seinen Teil dazu bei, die Atmosphäre der Welt von Nosgoth zu verstärken.
Selbstverständlich bietet der Titel längst nicht alle Komfortfunktionen eines aktuellen Action-Adventures - Dinge wie einen Wegweiser, eine Minimap (es gibt ja nicht mal eine Weltkarte!) oder sogar automatisches Speichern (wobei gewisse Ereignisse tatsächlich gespeichert zu werden scheinen) sucht man hier vergebens. Man stelle sich das mal vor, man muss allen Ernstes im Pausemenü händisch den Speicherbefehl auswählen! Auch die Bosse kommen ohne hell leuchtende Schwachstellen aus, die richtige Taktik will vom Spieler selbst herausgefunden werden.

Aufgrund des Alters des Spiels sind nicht wie bei einigen modernen Spielen verschiedene Sprachen bei der Installation auswählbar (ich habe die CD-ROM-Version), sodass ich zur Abwechslung mal auf deutsch spiele. Im Gegensatz zu anderen Titeln finde ich die Synchronisation allerdings ziemlich gelungen und auch die Sprecher der Figuren gut gewählt. Mit der Meinung scheine ich auch nicht alleine dazustehen, weswegen ich auch gar nicht erst versuchen werde, mir die englischen Dateien zu organisieren.

Weil mir die Figuren so sehr liegen, habe ich auch die zwei Hauptcharaktere - Raziel und Kain - als Actionfiguren in meiner Sammlung (eine Videovorstellung folgt zu gegebener Zeit). Gaming Heads kündigte vor einer Weile eine neue Statue von Raziel an, der, den namensgebenden Soul Reaver in der rechten Hand, an einer der neun Säulen von Nosgoth hängt. Leider erweckt der Reaver eher den Eindruck eines Bohrers einer der Big Daddys aus der BioShock-Reihe, weswegen ich dann doch verzichtet habe, obwohl Raziel selbst sehr gut getroffen ist.

Ich kenne dich, Raziel. Du bist würdig.