Heute habe ich den dritten Teil der Deponia-Reihe beendet. Ursprünglich als letzter Teil der Trilogie angedacht, bekam die Reihe später doch noch einen Nachfolger in Form von Deponia Doomsday spendiert (welcher noch aussteht). Ich bin auch sehr gespannt, wie es in diesem vierten Teil weitergeht, denn der dritte endet doch recht... final, könnte man sagen.
So emotional das Ende dann auch war, gab es allerdings kurz vorher schon eine Szene, die mich recht überraschend ins Grübeln brachte. In dieser Szene ist Rufus, der Protagonist, in Verkleidung, dazu angehalten, vor den versammelten Mitgliedern des Organon (immerhin 11.000 Mann) eine Rede zu halten. Diese lässt sich per Auswahl verschiedener Dialogzeilen minimal anpassen und ist recht witzig, aber auch nicht ganz ohne eine gewisse Doppelbödigkeit (und damit ist natürlich nicht nur die offensichtliche Spaceballs-Anspielung gemeint).
Als die Beamten jubeln, meint man, die Situation sei gemeistert. Doch gefehlt, denn nun gilt es, die Organon-Hymne anzustimmen (ein harmloses Minigame, aber nett gemacht). Und genau diese Hymne ist es, die mich dann so traf. Der Text ist simpel (hier ein YouTube-Link), rückt aber genau dadurch noch einmal mit aller Klarheit das Schicksal dieser Truppen in den Fokus. Letztlich sind sie alle Klonsoldaten (ja, ja, die Spiele stecken voller popkultureller Anspielungen) mit dem einzigen Ziel, den Planeten zu sprengen, auf dem sie selbst stationiert sind. Ein sprichwörtliches, gigantisches Selbstmordkommando also.
Dieser riesige Männerchor, untermalt mit epischer (und melancholischer) Orchestermusik, hat direkt Bilder erzeugt in meiner Phantasie. Irgendwie scheint das einen Nerv getroffen zu haben, denn ich war tatsächlich ein bisschen mitgenommen von der Vorstellung, dass all diese Soldaten sich opfern sollten für den Start des Raumschiffs Elysium.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Thema, welches im Menü des Spiels zu hören ist, als ebendiese Hymne entpuppt. Da könnte man jetzt auch drüber nachdenken, ob und was das bedeuten könnte und sollte...
Wie auch immer, tolle, nein: Großartige Spiele! Ganz eindeutige Empfehlung - wer Adventures mag, muss sich die mal anschauen. Und ganz wichtig: Unbedingt die Kommentare von Poki anhören! Dazu sei nur so viel gesagt: Selbst dazu gibt es einen Mini-Soundtrack. Irre.
Du hast also mein Blog gefunden. Ob durch Zufall oder Absicht, du bist jetzt hier. Bleib gerne ein Weilchen und schau dir an, was ich so zu virtuellem Papier gebracht habe. Das wird vermutlich nicht immer deinen Geschmack oder dein Interesse treffen. Vielleicht ist ja der eine oder andere Post dabei, der dich zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen bringt, dich zum Nachdenken anregt oder dich im Zweifel einfach nur verstört am Kopf kratzen lässt. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Rezipieren!
Sonntag, 10. November 2019
Sonntag, 20. Oktober 2019
You wouldn't get it
Gestern Nachmittag habe ich mit einer guten Freundin den neuen Joker-Film gesehen. Wir sind etwas geteilter Meinung, was das Erlebnis angeht. Kurze Warnung vorweg: Ich erwähne unter Umständen Details, die einem das eigene Erleben verderben könnten.
Die spoilerfreie Kurzfassung: Ich finde den Film grandios. Grandios düster, auf emotionaler Ebene ziemlich brachial und Joaquin Phoenix spielt Arthur Fleck unfassbar genial.
Über die ganz offensichtliche Sozialkritik, die im Film dargestellt wird, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Nach Meinung des Jokers (im Comic The Killing Joke) braucht es nur einen schlechten Tag, um derart dem Wahnsinn zu verfallen wie er selbst.
Im Film sind es mehrere, gehäufte Ereignisse, die schließlich dazu führen, dass Arthur das titelgebende Pseudonym annimmt. Der Weg, den er während dieses Verfalls zurücklegt, ist eine einzige, emotionale Abwärtsspirale. Immer wieder zeigen Szenen die Gedankenwelt Arthurs, seine Wahnvorstellungen, idealisierte Situationen, in denen er sich selbst stets positiv projiziert. Die übrigen Bilder sind düster, stets drücken sie auf den Protagonisten, dessen Psyche schließlich an seinem Umfeld zerbricht - und er beginnt, dass, was er vorher als Tragödie wahrnahm, als Komödie zu sehen.
Selbst rein oberflächlich betrachtet und ohne tiefere Analyse der Ereignisse gefällt mir der Film richtig gut. Interessant wird es dann noch, die einzelnen Szenen, ihre Anordnung und mögliche Auswirkungen genau zu betrachten. Immerhin trägt der Film den Namen des Protagonisten, der definitiv kein Held ist - und dies laut eigener Aussage auch gar nicht sein will. Was im Endeffekt aber auch bedeutet, dass der Zuschauer jede Szene mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte, da sie sich als weitere Wahnvorstellung des Jokers entpuppen könnte (es gibt Theorien darüber, dass der gesamte Film nichts als eine solche Illusion in der Psyche Flecks ist).
So oder so ein Film, bei dem sich mehrfache Sichtungen lohnen werden. Ein nicht übermäßig komplexer, aber durch seine fast schon Schlichtheit passender und atmosphärischer Soundtrack trägt einen Großteil dazu bei (und wie der geneigte Leser meines Blogs wissen wird, ist Musik für mich ja ein wichtiger Bestandteil).
Die spoilerfreie Kurzfassung: Ich finde den Film grandios. Grandios düster, auf emotionaler Ebene ziemlich brachial und Joaquin Phoenix spielt Arthur Fleck unfassbar genial.
Über die ganz offensichtliche Sozialkritik, die im Film dargestellt wird, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Nach Meinung des Jokers (im Comic The Killing Joke) braucht es nur einen schlechten Tag, um derart dem Wahnsinn zu verfallen wie er selbst.
Im Film sind es mehrere, gehäufte Ereignisse, die schließlich dazu führen, dass Arthur das titelgebende Pseudonym annimmt. Der Weg, den er während dieses Verfalls zurücklegt, ist eine einzige, emotionale Abwärtsspirale. Immer wieder zeigen Szenen die Gedankenwelt Arthurs, seine Wahnvorstellungen, idealisierte Situationen, in denen er sich selbst stets positiv projiziert. Die übrigen Bilder sind düster, stets drücken sie auf den Protagonisten, dessen Psyche schließlich an seinem Umfeld zerbricht - und er beginnt, dass, was er vorher als Tragödie wahrnahm, als Komödie zu sehen.
Selbst rein oberflächlich betrachtet und ohne tiefere Analyse der Ereignisse gefällt mir der Film richtig gut. Interessant wird es dann noch, die einzelnen Szenen, ihre Anordnung und mögliche Auswirkungen genau zu betrachten. Immerhin trägt der Film den Namen des Protagonisten, der definitiv kein Held ist - und dies laut eigener Aussage auch gar nicht sein will. Was im Endeffekt aber auch bedeutet, dass der Zuschauer jede Szene mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte, da sie sich als weitere Wahnvorstellung des Jokers entpuppen könnte (es gibt Theorien darüber, dass der gesamte Film nichts als eine solche Illusion in der Psyche Flecks ist).
So oder so ein Film, bei dem sich mehrfache Sichtungen lohnen werden. Ein nicht übermäßig komplexer, aber durch seine fast schon Schlichtheit passender und atmosphärischer Soundtrack trägt einen Großteil dazu bei (und wie der geneigte Leser meines Blogs wissen wird, ist Musik für mich ja ein wichtiger Bestandteil).
Montag, 7. Oktober 2019
Das Beste daran
Würde mich jemand fragen, was meiner Meinung nach das Beste an Assassin's Creed Unity sei, würde ich folgendes Bild vorlegen und dazu sagen: Die Gelegenheit, diesen dann doch recht coolen Screenshot schießen zu können.
Ich mag die Reihe ja an sich gerne, aber noch nie hatte ich so viele technische Probleme, hat mich die Geschichte derart kalt gelassen und haben mich die Charaktere so wenig interessiert. Eine riesengroße Menge verschenktes Potential. Aber im DLC-AddOn (also noch nichtmal im Hauptspiel!) Dead Kings konnte ich im Laufe einer optionalen Nebenmission dann genau diesen Schnappschuss machen. Der gefällt mir in der Komposition und mit der Lichtstimmung tatsächlich sehr gut.
Manchmal muss man sich seine positiven Momente dann ja selbst suchen. Hier, kurz vor Schluss, habe ich meinen dann auch endlich gefunden.
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| They called him the Crowfather |
Manchmal muss man sich seine positiven Momente dann ja selbst suchen. Hier, kurz vor Schluss, habe ich meinen dann auch endlich gefunden.
Sonntag, 9. Juni 2019
Missionsbericht von Commander Kugelsicher
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| Commander Kugelsicher hat die Räumungsaktion erfolgreich beendet. |
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| Alle Aliens besiegt und die 154 (von 187 möglichen) Siegpunkten sprechen trotz erheblicher Verluste für sich. |
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| Er führte die Schwaust und die Schwaust führte ihn zum Sieg! |
Besonderer Dank geht an:
- Laser-Typ 1, der in einer Runde fünf Angriffen ohne einen Kratzer standhielt, um dann später von einem hässlichen Alien hinterrücks zergliedert zu werden.
- Plasma-Guy, der Aliens am laufenden Meter weggebrutzelt hat, um am Ende auf eine Tretmine zu latschen.
- Minigun-Man, der gerne mal Räume (und die darin befindlichen Aliens) mit Kugeln eingedeckt hat, um dann, als es drauf ankam, daneben zu schießen. Mit einer Minigun. Auf einen Meter Entfernung.
Mein guter Freund Hannes war wieder zu Besuch und wir fanden heraus, dass es bei StarQuest durchaus möglich ist, als GSG-Spieler zu gewinnen. Nach einer Runde in der vorherigen Konstellation, bei der ich wieder die Seite der Aliens übernahm und er ein GSG Squad (und er gerade so mit seinem Commander flüchten konnte ohne eins der Ziele erreicht zu haben), vertauschten wir die Rollen.
Ich ging mit den Ultramarines (also der GSG-19 im deutschen) auf die Jagd nach den Widersachern.
In der ersten Mission spielten wir noch mit einer komplett zufälligen Verteilung der gegnerischen Figuren. Dadurch traf ich glücklicherweise direkt im ersten Abschnitt sowohl auf das Hauptziel (den Dreadnought) als auch das Nebenziel (den Android), konnte beide relativ zügig besiegen und den Rückweg antreten.
Durch diese für den Alien-Spieler recht unglückliche Fügung einigten wir uns darauf, die Verteilung der Aliens nicht mehr komplett dem Zufall zu überlassen. Die Figuren für den jeweiligen Abschnitt wurden vorab ausgesucht und dann zufällig auf dem Brett verteilt. So blieb noch ein Restelement an Zufall erhalten, welches auf beiden Seiten für Spannung sorgte (wir überlegen noch, eine komplett geplante Verteilung zu testen).
Trotz der Tatsache, dass ich so in der zweiten Mission natürlich das gesamte Spielbrett erkunden musste, um mein Ziel zu finden und zu besiegen (in diesem Fall den Chaos Commander als Primärziel und den Chaos Marine mit schwerer Waffe als Nebenziel), gelang es mir, alle Gegner aus dem Weg zu räumen.
Die Konfiguration meines Commanders als reiner Nahkämpfer durch Auswahl der Kombi aus K.O. Schwert und Servo-Handschuh (auch bekannt als Schwaust) machte sich mehrfach bezahlt. Auch stärkere Gegner wie Androiden konnte ich so relativ gefahrlos erledigen - der glorreichste Moment kam, als ich den Dreadnought durch unverschämtes Würfelglück in nur einem Zug zerstören konnte.
Überhaupt waren unsere Würfelergebnisse teils absurd schlecht. Gleich in der ersten Runde musste ich durch fünf Nullen einen Verlust beklagen, der mich schon fast pessimistisch werden ließ. Dann konnte ich mich lange Zeit durchschlagen ohne einen weiteren Marine zu verlieren, bevor ein Tyranid (ein "Klon") mich nach Säuberung des zweiten Abschnittes den nächsten Mann kostete. Auch wenn er danach im Plasmafeuer verbrannte (mittels räumlich begrenztem schwarzen Loch in eine Paralleldimension versetzt wurde), malte ich mir meine Chancen mit nur noch drei Soldaten immer schlechter aus.
Dank des Würfelpechs von Hannes (wir hätten eine Statistik über die ganzen Nullen führen müssen!) kam ich dann aber doch mit meinem Dreierteam im letzten Bereich an, wo noch geballte Feuerkraft auf mich wartete. Meine letzten beiden Marines mit den schweren Waffen konnte ich schlussendlich nicht retten, worauf der Commander in einem ungeahnten Rachefeldzug sämtliche Aliens aus dem Weg räumte. Schließlich kehrte er zum Andockpunkt zurück und ließ das nun geisterhaft leere Weltraumwrack hinter sich, um sich der nächsten Mission zu stellen.
Freitag, 31. Mai 2019
Danke für die Nachricht!
Da bekomme ich heute doch eine Mail von meiner Hochschulverwaltung, in der steht, ich könne jetzt meine Unterlagen abholen, auch meine Bachelorurkunde und -zeugnis seien erstellt. Ich gebe zu, ich war im ersten Moment tatsächlich etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite natürlich erfreut, dass scheinbar alles gut gelaufen ist und meine Thesis offenbar für mindestens zufriedenstellend befunden wurde, auf der anderen Seite etwas genervt ob der fehlenden Benachrichtigung über die abschließende Benotung ebendieser Thesis.
Tja, als ich dann nachschaute, stellte ich zum einen fest, dass ich keine entsprechende Nachricht verpasst hatte - und zum anderen, dass meine Bachelorthesis nicht nur für zufriedenstellend, sondern offenbar für sehr geil befunden wurde. Zumindest ist das meine Interpretation des Ergebnisses von 1,0.
Und jetzt: Prost!
Tja, als ich dann nachschaute, stellte ich zum einen fest, dass ich keine entsprechende Nachricht verpasst hatte - und zum anderen, dass meine Bachelorthesis nicht nur für zufriedenstellend, sondern offenbar für sehr geil befunden wurde. Zumindest ist das meine Interpretation des Ergebnisses von 1,0.
Und jetzt: Prost!
Freitag, 17. Mai 2019
Man lernt nicht aus!
Ich bin gerade dabei, mein System neu aufzusetzen. Dazu gehört natürlich auch eine saubere Steam-Installation, inklusive der darin enthaltenen Spiele. Bisher hatte ich immer bei jedem einzelnen Titel auf installieren geklickt und mich durch die zwei, drei erscheinenden Fenster gearbeitet. Gestern kam mir die geniale Idee, doch zu versuchen, mehrere Spiele gleichzeitig auszuwählen, um sie alle zu installieren. Und siehe da - es geht tatsächlich! Einfach entweder "Shift" gedrückt halten, um eine zusammenhängende Gruppe auszuwählen, oder "Strg" gedrückt halten, um einzelne Spiele auszuwählen. Dann per Rechtsklick "Installieren" auswählen und alle gewählten Titel werden nacheinander abgearbeitet. Toll!
Samstag, 11. Mai 2019
Kevin Bacon & Nicolas Cage gegen Nosgoth
Nachdem Raziel in Soul Reaver 2 eine neue Synchronstimme verpasst bekommen hat (Udo Schenk, unter anderem Sprecher von Kevin Bacon), hat in Defiance der ehemalige Antagonist Kain einen neuen Klang. Martin Keßler, bekannt für die deutsche Vertonung von Nicolas Cage, hat die Aufgabe übernommen, den vampirischen Badass stimmlich zu unterstützen. Da man den bis dato letzten Teil der Legacy of Kain-Reihe in der Rolle des namensgebenden Vampirs beginnt, ist dies gleich ein grandioser Einstieg. Herrlich!
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